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Hausarzt und Gebietsspezialist
 


Die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Fachärzten gilt seit jeher als wichtigste Schnittstelle in der Patientenversorgung. Entsprechend häufig steht die Überweisungspraxis in der Diskussion. Tatsächlich aber funktioniert sie besser als häufig angenommen. Jedenfalls bestätigen Studien eine relativ hohe Zufriedenheit sowohl bei den Ärzten als auch bei den Patienten. Gleichwohl stellen sich seit dem GKV-Modernisierungsgesetz und der Einführung einer Praxisgebühr neue Herausforderungen. Die Zahl der Überweisungen hat sich seitdem vervielfacht. Vor diesem Hintergrund ist zu fragen: Was diagnostiziert und behandelt der Hausarzt selber? In welchen Fällen ist eine Überweisung an Gebietsspezialisten indiziert? Mit spezifischen Fortbildungsangeboten und Manualen gibt der Deutsche Hausärzteverband seinen Mitgliedern Hilfestellung. Am Beispiel entzündlicher Gelenkerkrankungen weden die Abgrenzungen der Aufgaben exemplarisch dargestellt.

Über Jahre istin Deutschland an dem weitgehend ungeregelten Zugang der gesetzlich versicherten Patienten zu den verschiedenen ärztlichen Versorgungsebenen („Doktor-Hopping“) Kritik geübt worden . Dies hat schließlich zum GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) mit der Einführung der Praxisgebühr im Jahr 2004 geführt. Seitdem läuft alles in geordneteren Bahnen, allerdings mit dem Nebeneffekt, dass sich die Zahl der Überweisungen vervielfacht hat. Auswertungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung belegen: Der Anteil abgerechneter Überweisungsscheine bei den Gebietsärzten ist von 10,3 Prozent im Jahr 2003 auf 52,5 Prozent im Jahr 2004 gestiegen, wobei der Zuwachs besonders stark war bei Augenärzten, Hautärzten, Urologen und Gynäkologen.

Der Deutsche Hausärzteverband bereitet seine Mitglieder mit spezifischen Fortbildungsangeboten auf die erhöhten Anforderungen vor und hat dazu in Zusammenarbeit mit Gebietsspezialisten eine Reihe von Manualen für häufige Krankheitsbilder entwickelt (siehe Manuale zur Fortbildung für Hausärzte).
Da die Gruppe der Hausärzte aus sehr unterschiedlichen Wurzeln stammt - neben weitergebildeten Ärzten für Allgemeinmedizin und Internisten gibt es viele „Praktische Ärzte“ ohne spezifisch hausärztliche Weiterbildung – hat der Verband großen Wert auf eine wissenschaftliche Erarbeitung bzw. Systematisierung der hausärztlichen Arbeitsmethodik gelegt. Angesichts der unterschiedlichen Qualifizierung soll insbesondere die hausärztliche Identität gefördert werden.

Die Besonderheit der eigenen Rolle im Versorgungssystem und die Bedeutung zielorientierten Handelns in der Betreuung von Patienten soll stärker herausgearbeitet werden. Parallel dazu soll die spezifisch hausärztliche Arbeitsmethodik auch den Kollegen anderer Fachgruppen verständlich gemacht werden. Aus dem gegenseitigen Verständnis heraus sollen gemeinsame Leitlinien und Kooperationsvereinbarungen entwickelt werden, die den Bedürfnissen der hausärztlichen Praxis entsprechen. Denn ärztliche Leitlinien sind in der hausärztlichen Betreuung kaum umsetzbar und deshalb für die hausärztliche Betreuung weniger geeignet, weil sie krankheitszentriert sind und nicht von den Betreuungsanlässen beim Hausarzt ausgehen.

Querschnittserhebung bestätigt Erfolge in der Überweisungspraxis
Die Überweisungspraxis funktioniert heute offenbar besser, als dies gelegentlich vermutet wird. Eine von Th. Rosemann et al. im Deutschen Ärzteblatt vom 15.09.2006 publizierte Studie zum Thema „Überweisungen vom Hausarzt zum Facharzt: Naht- oder Bruchstelle“ macht deutlich, dass die große Mehrzahl von Patienten, von Hausärzten und Fachärzten mit dem gegenwärtig praktizierten Überweisungsprozess zufrieden sind. Durch interdisziplinäre Qualitätszirkel kann der Erfahrungsaustausch zwischen Hausärzten und Gebietsspezialisten noch weiter gefördert werden.

Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der im zweiten Quartal 2004 durchgeführten Querschnittserhebung von Rosemann und Mitarbeitern belegen, dass die Überweisungspraxis mittlerweile recht gut zur Zufriedenheit sowohl von Patienten, als auch von Hausärzten und Fachärzten funktioniert. Einbezogen waren 26 Hausärzte und 76 Fachärzte im Raum Marbach/Ludwigsburg. Über einen Zeitraum von fünf Wochen wurden alle direkten Überweisungen von Erwachsenen in die Untersuchung eingeschlossen. Die Patienten beantworteten fünf standardisierte Fragebögen: Hausarzt und Patient jeweils vor und nach der Überweisung, der Facharzt nach der Konsultation.

Das Urteil der Fachärzte:

Die meisten Überweisungen wurden als zeitgerecht und fachlich angemessen beurteilt (90,6%).
Kritischer wurde die unvollständige Information bezüglich der Anamnese (60,7%) und der Medikation (48,3%) beurteilt.
Das Urteil der Hausärzte:

Von eindeutigem Nutzen waren 258 Überweisungen (62,8%).
Ein klarer therapeutischer Nutzen ergab sich aufgrund von 202 Überweisungen (49,1%).
Die Erwartungen der Hausärzte an die Überweisung hatten sich in hohem Maße erfüllt (77,4%).
Das Urteil der Patienten:

Die meisten Patienten waren sehr zufrieden mit dem Überweisungsprozess (83,2%).
Die Patienten erwarteten vor allem die Sicherung einer Verdachtsdiagnose (79,8%).
Sie erhofften eine gezielte Information über eine vorliegende Erkrankung (65,9%).
Wichtig war den Patienten auch der Ausschluss einer schweren Krankheit (61,7%).
Freundlich behandelt in der Facharztpraxis fühlten sich die überwiegende Mehrheit (78,1%).
Die meisten Patienten waren auch der Meinung, ihr Hausarzt habe wichtige Informationen vom Facharzt erhalten (73,7%).
Mehr Erklärungen vom Facharzt hatte sich allerdings mehr als ein Drittel der Patienten erhofft (36,1%).
Selbst wichtige Informationen durch die Überweisung erhalten zu haben, glaubte etwa ein Drittel der Patienten (32,9%).
Eine gute Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Facharzt hielten fast alle Patienten für sehr wichtig (98%).
Die Zufriedenheit der Patienten mit dem Überweisungsprozess war am höchsten in den Fällen, in denen die Überweisung vom Hausarzt initiiert worden war. Dabei war den Patienten vor allem wichtig, dass ihr Hausarzt diagnostische Sicherheit aufgrund der Überweisung bekommt. Sie wünschten sich zwar häufig, beim Facharzt mehr erklärt zu bekommen, nahmen aber an, dass ihr Hausarzt fast immer wichtige Aufschlüsse durch die Überweisung bekommen hat. Ältere Patienten merkten relativ häufig an, dass sie lieber nicht überwiesen worden wären – dies offenbar aus Angst vor der Konfrontation mit Unbekanntem, Fremdem und – je nach Krankheitsfall – Bedrohlichem. Solche Ängste von Patienten sollten wahrgenommen und thematisiert werden.

Der klassische Arztbrief wird bevorzugt
Zur Information des Hausarztes über Ergebnisse der Konsultation wird nach wie vor der Arztbrief auf Papier bevorzugt. Etwa zwei Drittel der Hausärzte erhalten die Ergebnisse auf dem Briefweg, knapp jeder fünfte Brief wird per Fax versandt. Sehr selten wird der Hausarzt per Telefon und überhaupt nicht per E-Mail (Stand 2004!) informiert.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass seitens der Hausärzte mehr Informationen zur Vorgeschichte anlässlich einer Überweisung zur Verfügung gestellt werden sollten. Dies gilt insbesondere für Überweisungen an Kardiologen, Gynäkologen, Chirurgen und HNO-Ärzte. Kardiologen vermissen relativ häufig zuverlässige Angaben über die aktuelle Medikation der überwiesenen Patienten. Begrüßt wird ein kollegialer Austausch im Rahmen interdisziplinärer Qualitätszirkel, bei denen spezifische Anforderungen erörtert werden können.

Die vorliegende Studie reflektiert die Verhältnisse in einem eher mittelstädtisch-ländlichen Raum. Eine Übertragbarkeit auf großstädtische Verhältnisse ist nur bedingt möglich. Insbesondere die Bewertung durch selten vertretene Facharztgruppen wie Dermatologen, Neurologen und Psychiater ist durch deren geringe absolute Anzahl nur von sehr begrenzter Aussagekraft.

Die Autoren der Studie werten ihre Ergebnisse als Beleg dafür, dass die Kommunikation der Ärzte zwischen primärer und sekundärer Versorgungsebene weitaus besser ist, als dies bisweilen dargestellt wird. Sie kommen daher zum Schluss: „Die hohe Zufriedenheit der Beteiligten, insbesondere der Patienten, und das von Fachärzten attestierte hohe Maß an angemessenen Überweisungen lässt es ratsam erscheinen, Eingriffe in bestehende Versorgungsstrukturen behutsam und mit Augenmaß vorzunehmen.“

Der Hausarzt filtert und steuert
Eine funktionierende Kooperation zwischen Hausärzten und Gebietsspezialisten gehört zum modernen Konzept der „Strukturierten hausärztlichen Fortbildung“ (ShF). Nach Ansicht der Autoren stellt dieses Konzept bei Umsetzung durch den fortbildungswilligen Hausarzt ein „Rundum-Sorglos-Paket“ dar. Mit ihm soll erreicht werden, dass der Erhalt von Kompetenz auf höchstem spezifisch hausärztlichem Niveau gewährleistet wird. Aufgrund hoher Flexibilität und individueller Möglichkeiten wird von der „strukturierten Hausärztlichen Fortbildung“ erwartet, dass sie Zufriedenheit und Sicherheit in die berufliche Zukunftsplanung von Hausärzten bringt. Vier unterschiedliche Fortbildungsbereiche werden aufgelistet:

Allgemeines (einschließlich Notfallmanagement und Prävention)
Symptome, Syndrome(Allgemeine Symptome wie Fieber, Leistung, Gewicht, Kopf und Hals, Bewegungsapparat/Extremitäten, Brustraum und Gefäße, Bauchraum, Geschlechts-/Harnorgane)
Spezifische Patientengruppen(Kinder, Männer/Frauen, Familie, Alte, psychosoziale Problemfälle, Schmerzpatienten, Sterbende)
Hausärztliche Therapien und Arbeitsmethoden(Informationsmanagement, Pharmakotherapie, Kommunikation und Psychosomatische Grundversorgung, Langzeitversorgung)
In ihrer „Notfall- und Siebfunktion“ und als erste Anlaufstelle sind Hausärzte nicht in erster Linie dazu berufen, exakte medizinische Diagnosen zu stellen. Der Hausarzt orientiert sich primär an der vom Patienten geschilderten Symptomatik. Bei unspezifischen Symptomen ist die Stellung einer exakten Diagnose häufig nicht möglich. Bei bestehendem Leidensdruck des Patienten kann er zunächst oft nur eine symptomatische Behandlung (z.B. Schmerztherapie) vornehmen. Falls die Symptomatik persistiert, ist eine Überweisung zum Gebietsspezialisten zur Sicherung der Diagnose und zur Einholung von Therapievorschlägen angezeigt. Chronische Erkrankungen erfordern eine langjährige Kooperation zwischen Hausarzt und Facharzt, um möglichst gute Behandlungsresultate zu gewährleisten.

Betreuung von Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen
Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen ist eine besonders gute Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Rheumatologen eine conditio sine qua non. Entsprechende Aufmerksamkeit verdient das Manual „Entzündliche Gelenkerkrankungen“ des deutschen Hausärzteverbandes. Im Geleitwort (gemeinsam verfasst vom Rheumatologen Dr. med Edmund Edelmann und dem Allgemeinmediziner Prof. Dr. med. Klaus Wahle) wird die provokante Frage gestellt: Wem „gehört“ der Arthritis-Patient? Ist die Diagnose der entzündlichen Gelenkschwellung und die Differenzierung der Bewegungseinschränkung vorrangig Aufgabe des Hausarztes oder angesichts der Vielgestaltigkeit der Ursachen und Erscheinungsformen der Arthritiden ausschließlich Domäne des erfahrenen Rheumatologen?

Die Antwort lautet: Miteinander, nicht gegeneinander sollen Hausarzt und Rheumatologe den Patienten mit einer entzündlichen Gelenkerkrankung (Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Morbus Bechterew) betreuen. Die Mehrzahl aller betroffenen Patienten sucht beim Einsetzen von Symptomen zunächst beim Hausarzt Rat und Hilfe. Mit der Differenzialdiagnose dürfte jedoch der Hausarzt häufig überfordert sein. Verschleppung der Diagnose und spät einsetzende optimale Behandlung sind die Folge.

Andererseits sind die relativ wenigen internistischen Rheumatologen in Deutschland auch überfordert, wollten sie die Arthritispatienten in Alleinregie diagnostizieren, langjährig behandeln und überwachen. Daher ist eine sinnvolle Kooperation und Aufgabenteilung zwischen Hausarzt und Rheumatologen indiziert.

Zweifellos besteht Bedarf, die Zusammenarbeit zu verbessern. In einer Untersuchung des Deutschen Rheumaforschungszentrums waren nur 21 bis 33 Prozent (je nach Schweregrad) der rein hausärztlich betreuten Patienten mit einer Krankheitsdauer von unter zwei Jahren vor der Konsultation eines Rheumatologen mit einer effektiven Basistherapie versorgt worden. Nach einer Analyse der Rheumaliga werden zwar 54,7 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis von den Allgemeinärzten zum Rheumatologen überwiesen, dies aber erst nach einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von 1,6 Jahren. Bei Vorliegen eines Morbus Bechterew dauert das Intervall bis zur Vorstellung beim Rheumatologen sogar 5,6 Jahre.

Verschleppte Diagnosen verlängern die Leidenszeit
Verschleppte Diagnosen sind gleichbedeutend mit verlorener Zeit: Für die betroffenen Patienten sind das Monate mit unnötigen Schmerzen und erheblichen Funktionseinschränkungen. Denn die heute vorhandenen Möglichkeiten einer wirksamen Basistherapie entzündlicher Gelenkerkrankungen erfordern eine rasche Mitbehandlung durch erfahrene Spezialisten, die nicht später als sechs Wochen nach Erkrankungsbeginn einsetzen sollte.

Die Folgen werden auch deutlich am Ausmaß der Arbeitsfähigkeit betroffener Patienten, wie sich bei der Untersuchung des Deutschen Rheumaforschungszentrums herausgestellt hat: Bei gemeinsam vom Hausarzt und vom Rheumatologen behandelten Patienten mit rheumatoider Arthritis blieben 72 Prozent trotz ihrer Krankheit arbeitsfähig, während es bei den nicht rheumatologisch mitbetreuten Patienten nur 43 Prozent waren.

Angesichts der vergleichsweise niedrigen Versorgungsdichte mit Rheumatologen in Deutschland (derzeit nur ein Rheumatologe auf 200.000 Einwohner) ist eine sinnvolle Aufgabenteilung zwischen Hausarzt und Spezialist von Bedeutung. Die praktikable Lösung muss auf das kollegialen Zusammenwirken beider Versorgungsbereiche abgestellt sein. Dafür wird in dem Manual „Entzündliche Gelenkerkrankungen“ ein Stufenschema zur Orientierung für den Hausarzt wie für den Rheumatologen vorgestellt.

Stufenschema der Kooperation
Das Stufenschema darf nicht als Einbahnstraße verstanden werden. Die Kooperation läuft vielmehr vom Hausarzt zum Rheumatologen und zurück. Von der Überweisung zum Spezialisten wird eine Vertiefung der Diagnose und der Vorschlag einer individualisierten, speziellen Therapie erwartet. Mit Diagnose und Therapieempfehlung kommt dann der Patient zum Hausarzt zurück, verbleibt jedoch auch weiterhin in der Kontrolle des Rheumatologen.

Ein solches Vorgehen wird am besten dem Charakter der vorliegenden Erkrankung und den Bedürfnissen des Patienten gerecht. Es erscheint nach Edelmann und Wahle ohne Alternative, setzt sich jedoch nicht im Selbstlauf durch. Als Hinderungsgründe gelten Kompetenzgerangel, lange Wartezeiten beim Rheumatologen, Compliance-Probleme und hausärztliche Sorgen vor Kompetenzverlust in den Augen der Patienten.

Durch adäquate Fortbildung müssen solche Hemmschwellen abgebaut werden. Denn die Frage ist letztlich nicht, wem der Rheumakranke „gehört“, sondern welche Behandlung und Betreuung für ihn am besten ist. Das ist nach Edelmann und Wahle „das kollegiale, respektvolle Zusammenwirken von Hausärzten und Spezialisten, das die jeweiligen Behandlungskorridore und Kompetenzen gezielt ausnutzt und sich der gemeinsamen Verantwortung für die Hilfe suchenden Patienten bewusst ist“.

Diesem Anliegen dient das vorliegende Manual „Entzündliche Gelenkerkrankungen“ (siehe Interview mit Dr. Diethard Sturm), das sofort realisierbare Handlungsempfehlungen gibt. Unter Berücksichtigung der realen Möglichkeiten in der Praxis wird als Zielstellung für die gemeinsame Betreuung von Patienten mit entzündlichen Rheumaformen empfohlen:

Beim Hausarzt: Rasche Diagnosestellung („Beratungsergebnis“, Ausschluss „abwendbar gefährlicher Verläufe“) und frühzeitige Überweisung zur definitiven Diagnostik und Therapieeinleitung bei Verdacht auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung.
In der Hausarztpraxis:Vermeidung der Zuweisung von gesicherten degenerativen Gelenkerkrankungen, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen und eindeutig diagnostizierten degenerativen weichteilrheumatischen Erkrankungen an den Rheumatologen. Es handelt sich dabei überwiegend um aktivierte Arthrosen, die der Hausarzt kompetent selbst behandeln kann beziehungsweise zur Vornahme einer operativen Therapie überweist.
Beim Rheumatologen:Diagnosestellung und Therapieeinleitung sowie rasche Rücküberweisung zum Hausarzt: Die Langzeitbehandlung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Rheuma-Formen sollte in enger Kooperation zwischen Hausarzt und Rheumatologen erfolgen. Der Rheumatologe sollte hierbei von der Routineüberwachung befreit werden und damit für Neuzugänge von Patienten offen sein.
Die erkannten Probleme, die einer adäquaten, möglichst optimalen und frühzeitig eingeleiten Therapie für Patienten mit entzündlichen Rheuma-Formen entgegenstehen, sind aus berufspolitischer Sicht der Rheumatologen langfristig nur über eine Erhöhung der Zahl der im ambulanten Versorgungsbereich tätigen Rheumatologen zu lösen. Zunächst müssen allerdings gezielte Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen für die Hausärzte forciert werden, um möglichst rasch eine bessere Kooperation und rationelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Versorgungsbereichen herbeizuführen.

Das für den Bereich „Entzündliche Gelenkerkrankungen“ vorgestellte Modell für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Spezialist könnte in abgewandelter Form auch Vorbild sein für die gemeinsame Betreuung bei anderen Krankheiten, die einer qualifizierten Differenzialdiagnose, einer optimalen Therapie und einer langfristigen ärztlichen Betreuung bedürfen.

 

 

 

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Aktualisiert am: 25.05.17, Uhrzeit: 14.08

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Gesunde Ernährung: Gluten sorgt für Verwirrung

Glutenfreie Nahrung ist teuer - aber für Gesunde nicht von Vorteil - manchen Menschen schadet eine solche willkürliche Diät sogar. Wird die unberechtigte "Cholesterin-Panik" durch die ebenfalls unberechtigte "Gluten-Panik" abgelöst?

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zur Originalstudie (BMJ)  hier 

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Quellen: Spiegel online, BMJ 2017

 

Viagra (Sildenafil) wirkt in allen Altergruppen - unabhängig von Vorerkrankungen

Rund 10.000 Patienten erhielten im Zusammenhang mit ihrer geklagten erektilen Dysfunktion im Rahmen von 42 Plazebo-kontrollierten Doppelblind- Untersuchungen entweder Sildenafil,  oder ein wirkstofffreies Scheinmedikament. Es zeigte sich,  dass Sildenafil in allen Altersgruppen, und mit,  bzw. ohne Vorerkrankungen,  statistisch signifikant besser wirkte, als die in der Kontrollgruppe gegebene wirkstofffreie Kontrollsubstanz.

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Quelle:Int J Clin Pract. 2017

 

Überraschende Erkenntnis:  Fruchtsäfte sind eher als ungesund einzuschätzen und sollten daher im Regelfall  durch den Konsum von Früchten ersetzt werden.

Selbst "hochwertige",  frisch gepresste Fruchtsäfte sind nach Expertenmeinung nicht mehr als teures Zuckerwasser, das dick macht.  Den hochkalorischn Fruchtsäften fehlen oft Vitamine, Mineralien, Balaststoffe und Antioxydantien.  Sie können bei regelmäßigem Konsum  ein Übergewicht verstärken und die Insulin-Produktionskapazität des Organismus überfordern.  Fruchtsäfte lösen gelegentlich sogar eine Zuckerkrankheit (Diabetes-Typ-II) aus und erhöhen so mittel- und langfristig das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

 

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Quelle: Washington Post, Mai 2017

Tödliche Fehler: Früherkennung Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)  auch in Deutschland nicht optimal organisiert

Kritiker vermuten, dass jährlich das Leben zahlreicher Frauen gerettet werden könnte,  wenn die praxisnahe Ausbildung der Frauenärzte durch spezielle Weiterbildungsmaßnahmen verbessert würde.

Obgleich ein Gebärmutterhalskrebs leicht und ohne großen Aufwand früh erkannt und geheilt werden kann, wird die lebensrettende Diagnose jährlich bei rund 1.500 Frauen zu spät gestellt. Die Ursachen sind prinzipiell vermeindbar.   Zum Einen gehen nur 50% der für die Maßnahmen in Frage kommenden Frauen regelmäßig zur angebotenen Früherkennungsuntersuchung und zum Anderen sind viele Frauenärztinnen und -ärzte aufgrund ihrer kliniklastigen, lückenhaften praktischen Ausbildung nicht immer in der Lage, einen Abstrich vom Gebärmutterhals sachkundig abzunehmen. 

 

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Quelle: Medizinjournalisten-Stammtisch 2017

US-Arzneimittelbehörde FDA: Erster Gen-Selbsttest zugelassen

Erstmalig wurde in den USA ein Gentest (23andMe)von der FDA zugelassen, mit dessen Hilfe Endverbraucher - ohne ärztliche Hilfe - in ihrer Erbmasse die Veranlagung für zehn Erb-Krankheiten, bzw. besondere erblich bedingte Gesundheits- Zustände erkennen können.  Dies kann sie dann zu bestimmten Änderungen ihrer Lebensweie motivieren, bzw. zu einer ausführlichen Beratung durch ihren Arzt.

 

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Quelle:  Presseerklärung FDA, Informationen 23andMe

 

Hilft warme Milch bei Einschlafstörungen?

Neue Forschungsergebnisse belegen: warmer Milch enthält keine Bestandteile, die tatsächlich als eine Art wirksames Schlafmittel gelten können. Doch Schlafstörungen beruhen meist auf seelischen Problemen, daher spricht auch nichts dagegen,  warme Milch versuchsweise als Einschlafhilfe zu nutzen.

 

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Quelle: Spiegel online April 2017

Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde

Die eher unscheinbare Küchenpflanze Wasserkresse - auch Brunnenkresse genannt- ersetzt eine ganze Apotheke

Trotz der zunehmenden Beliebtheit alternativer Heilmethoden ist wenig bekannt, dass die weit verbreitete Brunnenkresse/Wasserkresse zahlreiche Wirkstoffe enthält, die als sehr gesund gelten.

 

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Quelle:  Ulster University of Ireland

Krebsvorbeugung: Wundermittel Aspirin?

Die Langzeiteinnahme des beliebten Schmerzmittels Aspirin (Azentylsalizylsäre= ASS) senkt das Risiko an Krebs zu erkranken. Dies trifft unter anderem auf Darm-Lungen-, Brust- und Prostatakrebs zu.  Die jetzt vorgestellte Studie zeigt auch, dass das Risiko an Krebs zu sterben, bei Aspirin-Konsumenten deutlich herabgesetzt ist.

 

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Quellen: American Association for Cancer Research Annual Meeting 2017, Washington Post

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium wird von vielen Menschen überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei schmerzhaften nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur angeblichen Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

 

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Langzeitstudie:  Entlastung für die Pille

Eine Frau, die Jahrzehnte lang mit der Pille verhütet, muss später nicht fürchten, aus diesem Grund an einem Krebs zu erkranken. Eine weitere große Langzeitstudie gibt nun Entwarnung. Offenbar verursacht die Pilleneinnahme sogar einen (kleinen) Schutzeffekt.

 

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Quelle: FAZ März 2017

Der FeNO-Atemtest erleichtert die Diagnose der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).

Ein internationales Forscherteam fand in einer wissenschaftlichen Studie heraus, dass  sich die Konzentration des Biomarkers  fraktioniertes  Stickoxid (FeNO) in der nasalen Ausatemluft gut für die Diagnostik der häufig vorkommenden allergischen Rhinitis eignet.

Es zeigte sich bei der Analyse der Studiendaten, dass die Konzentration des  Biomarkers FeNO  bei Patienten mit allergischer Rhinitis und Asthma mehr als doppelt so hoch ausfiel, als bei den Patienten der Vergleichsgruppe, die unter keiner Entzündung der Atemwege litten.

 

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Quelle:Journal of Asthma and Allergy

Blutgruppenbestimmung wird in Zukunft deutlich vereinfacht  werden

Ein innovativer Schnell-Test ermöglicht schon bald eine Blutgruppenbestimmung in nur 30 Sekunden

Chinesische Wissenschaftler haben einen einfach und billig durchzuführenden Papierstreifentest entwickelt,  mit dessen Hilfe eine Blutgruppe am Krankenbettohne viel Aufwand, extrem schnell und zuverlässig  bestimmt werden kann.  Der Papiertest kann wahrscheinlich in Zukunft in Notsituationen  viele Menschenleben retten.  

 

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Quelle: Spiegel online und Science Translational Medicine
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Neue Studien bei Onkologen: Roche erzielt Top-Imagewerte in den Bereichen Lungenkarzinom und Mamma-/Ovarialkarzinom

 In der Indikation Lungenkarzinom wie auch im Bereich Mamma-/Ovarialkarzinom ist der Pharmahersteller Roche führend. Das geht aus den Ergebnissen von zwei neuen Studien zum Image von Pharmafirmen hervor, die Kantar Health Ende 2016 unter onkologisch tätigen Ärzten durchgeführt hat. Kantar Health ist eine weltweit führende Healthcare Beratungs-/Marktforschungsagentur.

 

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Quelle: Pressemitteilung - Kantar Health GmbH

Umstrittenes Vitamin D:  Schutz vor Atemwegsinfektionen konnte bewiesen werden

Die einen schwören auf die vielfältigen positiven Wirkungen von
Vitamin D.  Andere Forscher sind skeptisch oder warnen gar vor Überdossierung und Nebenwirkungen.  Jetzt hat eine Forschergruppe das vorliegende Datenmaterial von 25 zufallsgesteuerten wissenschaftlichen Untersuchungen ausgewertet an denen mehr als 10.000 Patienten teilgenommen hatten. Sie kamen zu dem Ergebniss, dass die Einnahme von Vitamin D3 und Vitamin D2 statistisch signifikant vor akuten Atemwegsinfektionen schützt.  Diese Prophylaxe- Wirkung erwies sich als besonders ausgeprägt, wenn zu Beginn der Therapie mit Vitamin D im Labor besonders niedrige Blutkonzentrationen nachgewiesen werden konnten.  Die Autoren der im British Medical Journal veröffentlichten Studie kamen zu dem Schluß, dass Vitamin D ein sicheres Medikament ist und bei regelmäßiger Einnahme das Risiko von Atemwegsinfektionen senkt.

 

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Quelle: BMJ Februar 2017

Akupunktur

Die tausende Jahre alte chinesische Nadeltherapie wird besonders oft und gerne zur Schmerztherapie eingesetzt. Doch die Wirkung ist umstritten. Viele Anwender berichten über eine schlechte Schmerzdämpfung - oft entspricht die beobachtete Wirkung der Nadeltherapie jener einer wirkungslosen Schein-Akupunktur. Doch jetzt wurde eine in China durchgeführte Akupunktur-Studie im Fachblatt JAMA vorgestellt, die zeigte, dass die bei Migräne-Patienten durchgeführte Nadeltherapie gut wirkte - statistisch signifikant besser als eine bei Patienten der Kontrollgruppe durchgeführte Scheintherapie.

 

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Quelle: JAMA Internal Medicine, Februar 2017

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium gegen Muskelkrämpfe wird überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

mehr lesen
Quelle: JAMA, Februar 2017

Bluthochdruck im fortgeschrittenen Lebensalter:  Ärzte wollen Zielwert auf 150/90 mm HG erhöhen.

Eine zu starke Senkung der erhöhten Blutdruckwerte beeinträchtigt  aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen bei alten Menschen die Lebensqualität. Daher diskutieren nun unterschiedliche Fach-Gremien die Erhöhung der empfohlenen Ziel-Blutdruckwerte - auf 150/90 mm HG.

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Heuschnupfen-Therapie sollte nicht abgekürzt werden

Die über die Mundschleimhaut anzuwendende sublinguale spezifische Immuntherapie  (SLIT) dauert mit rund fünf Jahren vielen Pollenallergikern zu lange.  Daher brechen sie die zu Hause durchzuführende Variante der Allergietherapie zu früh ab - oft ohne mit dem Arzt darüber zu sprechen. Doch dies erwies sich nun als keine gute Idee. Jetzt zeigte eine wissenschafttliche Studie, dass eine nur zweijährige sublinguale Immun-Therapie nicht wirkt. Den Therapieabbrechern droht die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung.

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Quelle: JAMA, 2017

Impfen gegen Infektionskrankheiten beibt wichtig

Malaria-Impfstoff besteht erste Tests mit Patienten

Ein internationales Forscherteam hat einen Impfstoff entwickelt, der in einer Studie Patienten vollständig vor der Infektionskrankheit Malaria geschützt hat.

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Quelle: Spiegel online Februar 2017

Lungenkrebs-Screening

Die Krebs-Früherkennungs-Diagnostik ist derzeit bei Experten sehr umstritten. Überwiegen die Nachteile die erreichbaren Vorteile?

VieleÄrzte und auch Patienten meinen, dass Fortschritte bei der Bekämpfung der Krebserkrankungen nur durch eine deutliche Ausweitung der Früherkennnungs-Maßnahmen möglich ist. Doch ist das wirklich so?

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Sportmedizin
Körperliche Aktivität  und Senkung des allgemeinen Sterbe- und Herz-Kreislauf-Risikos

Eine im Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass es für die Gesunderhaltung offenbar bereits ausreicht, wenn man sich nur am Wochenende an zwei Tagen ein wenig (150 Minuten)sportlich betätigt.

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Integrative Medizin

Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose)

Die bei Alternativ-Medizinern beliebte und weit verbreitete Therapie der Arthrose der Kniegelenke mit Glukosamin und Chondoitin erwies sich in einer wissenschaftlichen Studie als nicht geeignet, um den Gelenkschmerz effektiv - also besser - zu bekämpfen, als ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Plazebo). 

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Quelle: Arthritis and Rheumatology

Kinderheilkunde, Psychiatrie und Geburtshilfe:

Wenn Mutti Depressionen hat

Wenn eine werdenden Mutter während der Schwangerschaft
Anti-Depressiva einnimmt, dann erhöhte sich bei den Neugeborenen laut einer in Schweden durchgeführten Studie das allgemeine Sterberisiko, bzw. die Zahl der erforderlichen Krankenhausaufnahmen. Die Autoren der Studie wiesen aber auch darauf hin, dass  in der Gruppe der Kinder  der Studienteilnehmerinnen die Zahl schwerer Krankheiten insgesamt sehr niedrig war.

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Quelle. Pediatrics, American Academy of Pediatrics.

Gesunde Ernährung

Tee erweist sich auch in neuer Studie wieder als ein gesundes Lebensmittel 

 

Weit verbreitete Genußmittel wie Tee, Kaffee und Zigaretten waren und sind in ihrem Einfluß auf die Gesundheit des Menschen noch immer umstritten. Im renommierten Fachblatt Heart wurde nun eine große Beobachtungstudie veröffentlicht, in deren Verlauf sich zeigte, dass jene Menschen seltener einen Herzinfarkt erlitten, die täglich Tee trinken.

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Quelle: JAMA 2017

Asthma bronchiale:   bei Erwachsenen ist jede dritte Diagnose
falsch 

Sehr häufig wird die Diagnose Asthma ohne die eigentlich unerläßliche Anwendung der objektive Ergebnisse liefernden Testverfahren Spirometrie und FeNOAtemtest gestellt. Es verwundert daher nicht, dass etwa jede dritte Diagnose falsch ist. 

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Quelle: JAMA 2017

Schweiz: Hyperthermie-Krebstherapie Ab 2017 bezahlen Schweizer Kassen Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie

Mit Wirkung vom 1. Januar 2017 hat das Bundesamt für Gesundheit Hyperthermie-Behandlungen in Kombination mit Bestrahlung in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen. Damit können Patienten nun die Kosten für diese komplementärmedizinische Form der Krebstherapie über die Krankenkassen abrechnen. Hyperthermie erhöht Heilungschancen bei Krebs

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Quelle:  www.heilpraxisnet.de

Fischöl-Therapie: Vorbeugung von Asthma bei kleinen Kindern

Wenn Schwangere im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft pro Tag 2,4 Gramm Fischöl (in Form von Fischöl-Kapseln) einnehmen, dann haben ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren ein um ein Drittel niedrigeres Risiko an Asthma und anderen entzündliche Atemwegsleiden zu erkranken. Im Rahmen dieser im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen dieser vorbeugenden Therapie festgestellt werden - weder bei den Müttern, noch später bei deren Kindern.

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Volltext kostenlos
Quelle:Bisgaard H, Stokholm J, Chawes BL, et al. Fish Oil-Derived Fatty Acids in Pregnancy and Wheeze and Asthma in Offspring. N Engl J Med. 2016 Dec 29;375(26):2530-9. doi: 10.1056/NEJMoa1503734. (Original)

USA:  Warnhinweis für Homöopathie 02.01.2017 

Die Debatte um die Wirksamkeit von Homöopathika tobt seit Jahren. Dabei ist die Studienlage eindeutig. Jetzt legt die US-amerikanische Handelsbehörde FTC  daher fest: Homöopathische Medikamente müssen klar als wirkungslos gekennzeichnet sein.  In Zukunft muss auf den frei verkäuflichen homöopathischen Medikamenten vermerkt sein, dass sie nicht wirken. Das hat in den USA die Federal Trade Commission festgelegt. Sollte es auch in Zukunft keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien zur Wirksamkeit der Mittel geben, so müsse auf die Verkaufspackungen  ein Warnhinweis aufgedruckt sein, dass das Produkt nicht wie angekündigt funktioniert“, so die FTC.  Naturgemäß sind die Homöopathen ganz anderer Meinung. Sie verweisen auf zahlreiche Studien, die ihrer Meinung nach die Wirksamkeit der Homöopathie eindeutig beweisen.

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Quelle: Laborwelt

D-Mannose: hilft bei manchen antibiotika-resistenten Harnwegsinfektionen.

Doch die Hauptanwendung ist die Vorbeugung von immer wieder aufflackernden  Harnwegsinfektionen.

Der Zucker D-Mannose wird rezeptfrei in der Apotheke als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und soll Harnwegsinfekten vorbeugen, indem es bestimmte Bakterien daran hindert ( dies weurde in Tierversuchen herausgefunden) sich an der Wand der Harnblase festzusetzen. Andere Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass D-Mannose schädliche Bakterien an der Vermehrung hindert und dafür  für die Darmflora wichtige "gute" Bakterien  bei ihrer Ausbreitung im Darm unterstützt. Die zusammen getragenen  Informationen sind bisher aber widersprüchlich und sollten nach Meinung der Forscher im Zuge weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen abgeklärt werden.

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und auch hier
Quelle: WIKIPEDIA und WebMD

"Volksnahrungsmittel" Magensäureblocker?

Wie in Spiegel online zu lesen war, verordnen deutsche Ärzte angeblich viel zu häufig sog. Protonenpumpenhemmer, die im Volksmund auch "Magensäureblocker" genannt werden.  Dies ergab eine Analyse der Barmer Krankenkasse , die das Unternehmen für das Magazin SPIEGEL durchgeführt hatte. 

Die Protonenpumpenhemmer unterdrücken im Verdauungstrackt die Freisetzung von Magensäure (Salzsäure) nahezu total und bekämpfen so Magengeschwüre und Sodbrennen.   Doch bei der üblichen Langzeit-Einnahme kommt es oft zu gefährlichen Nebenwirkungen durch Knochenschwund bedingter Knochenbrüche und zu einem Magnesiummangel, der Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle begünstigt. 

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Quelle: Spiegel online

Sind viele Arztbesuche tatsächlich überflüssig?

Spiegel online beleuchtet diese Frage ausführlich und stützt sich dabei auf Daten, die von deutschen Krankenkassen zusammengetragen wurden.

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Quelle Spiegel online

Prost Neujahr!
Ist Alkohol weniger schädlich für die Gesundheit als bisher angenommen?

Die vom Alkohol ausgehenden Gesundheitsgefahren wurden bisher überschätzt. Ein mäßiger Alkoholkonsum tötet offenbar keine Hirnzellen ab, sondern beeinflusst die Hirnleistung nur kurzfristig. Sobald der Alkohol abgebaut ist, funktioniert das Gehirn wieder normal. Mittel- und langfristig gesehen erhöht ein mäßiger Alkoholkonsum offenbar sogar die Leistungsfähigkeit des erwachsenen Gehirns.

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Quelle: Spiegel online , AAAC Science Net, American Journal of Epidemiology

Innere Medizin: Dauer der Antibiotika-Therapie ist umstritten

Die Ärzte sind sich uneins: darf man bakterielle Infektionen wie beispielsweise Lungen- oder Mittelohrentzündungen mit einer von 10 auf 5 Tage verkürzten Antibiotika-Therapie behandeln, ohne die Patienten zu gefährden ?

mehr lesen (Lungenentzündungen)
mehr lesen (Mittelohrentzündungen)

Kinderheilkunde und Neurologie: Die bisher übliche Therapie einer akuten Gehirnerschütterung wird derzeit grundsätzlich überdacht.

Bisher wurde den Patienten unmittelbar nach dem Unfall als Vorsichtsmaßnahme strenge Bettruhe verordnet.  Nun zeigt eine im  US-Fach-Journal JAMA veröffentlichte Studie zur Überraschung der Forscher, dass ein sehr früher Beginn derkörperlichen Aktivitäten  den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst hatte.

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Quelle: JAMA

Feminismus:  Sind Frauen generell die besseren Ärzte?

Bisher gingen in den USA die meisten Medizin-Profis davon aus, dass das deutlich geringere Einkommen von Ärztinnen darauf zurück zu führen sei, dass auch die Qualität ihrer beruflichen Leistungen entsprechend geringer ausfällt.  Diese Erklärung wurde hinter vorgehaltener Hand unter anderem auf die auch in den USA übliche Doppelbelastung vieler Frauen zurück geführt.  Doch nun hat eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie gezeigt, dass diese weit verbreiteten Vorurteile nicht berechtigt sind. Sobald Patienten nämlich von weiblichen Internisten behandelt worden waren, fiel sowohl ihre 30-Tage-Sterblichkeit geringer aus, als auch die Wahrscheinlichkeit der schnellen Wiederaufnahme in stationäre Behandlung.  Obgleich die Unterschiede nicht groß waren, zeigen die erhobenen Daten, dass das niedrigere Einkommen der Ärztinnen nicht mit schwächeren fachlichen Leistungen begründen läßt.

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Quelle: JAMA 2016

Chirurgie: Geplante Routine-Operationen,  oder überraschend notwendiger Notfall-Eingriff? 

Die Gabe weit verbreiteter sog. "Blutfettsenker" aus der Wirkstofffamilie der Statine vermindern offenbar das Risiko von OP-Komplikationen - und erwies sich daher in vielen Fällen als Lebensretter.

In den USA wurden die Daten von 180.478 Patienten analysiert, die sich einer OP unterzogen hatten, die nicht das Herz betraf.  Es zeigte sich, dass Patienten, die am Tag der Operation, oder in den 24 Stunden danach einen Blutfetttsenker aus der Familie der Statine eingenommen hatten,  im ersten Monat nach dem Eingriff ein deutlich niedrigeres Sterberisiko aufwiesen - verglichen mit den Patienten der Vergleichsgruppe, die keine Statine erhalten hatten.  Weitere Untersuchungen werden in Zukunft zeigen müssen, ob im Zusammenhang mit Operationen aus wissenschaftlicher Sicht eine allgemeine Empfehlung der Statin-Begleittherapie   gerechtfertigt ist.

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Quelle:JAMA 2016

Chirurgie

Häufige Diagnose Karpal-Tunnel-Syndrom  - Unklarheiten bei der Diagnose und der nachfolgenden Therapie

Das sogenannte Karpal-Tunnel-Syndrom kommt nahezu gleich häufig vor wie die weit verbreitete Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose).  Doch trotz der Häufigkeit dieser Leiden werden sehr häufig Fehldiagnosen gestellt und die Auswahl der ärztlich empfohlenen Therapien erweist sich oft auch als kontrovers und unter Chirurgen als heftig umstritten. Bei beiden Leiden wird nach Meinung vieler Ärzte auch in Deutschland zu häufig operiert - gelegentlich mit  zweifelhaftem Erfolg.  
Jetzt haben sich international bekannte Orthopädie-Experten im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine ausführlich zu diesen beiden Krankheiten geäußerte und haben mit ihren detaillierten Ratschlägen zahlreiche Krankheits-Varianten abgehandelt,  die ganz unterschiedliche Therapien erfordern.

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Quelle: NEJM 2016

Vitamin-D-Prophylaxe im Zwielicht:  Was nun?

In einem See von Unsicherheiten galt bisher die vorbeugende Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel als eine gute, der Gesundheit dienliche  Idee - und wurde auch von vielen Ärzten wohlwollend unterstützt.  Dies insbesondere dann, wenn sich die Individuen wenig im Sonnenlicht aufhalten, was die natürlich Synthese von Vitamin D behindern kann. Doch nun kommen Zweifel an der Wirkung auf, die Patienten und Ärzte verunsichern werden.

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Quelle: British Medical Journal 2016

Alkohol als wenig beachteter Risikofaktor für Krebs?

Schon relativ kleine Mengen an Alkohol erhöhen das statistische Risiko für bestimmte Arten von Krebs  - insbesondere Darm-, Leber- und Speiseröhrenkrebs sind gefürchtete Folgen des regelmäßigen und/oder übermäßigen Alkohol-Konsums. Forscher fanden bei der Auswertung von Statistiken heraus, dass nur wenige Menschen den ärztlichen Rat befolgen,  an zwei Tagen der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten.
Besonders hoch ist das individuelle Krebsrisiko immer dann, wenn Menschen rauchen und zusätzlich  auch regelmäßig Alkohol trinken - was oft der Fall ist.  Diese Tatsachen ändern aber nichts an der die Lage komplizierenden  Erkenntnis, dass ein mäßiger Alkoholgenuß (als grobe Orientierung: 1-2 Gläser Rotwein am Tag)  offenbar das Risiko tödlicher Herzinfarkte senkt.

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Quelle: online Focus, Navigator  Medizin

Ist die schon bald mit Hilfe eines einfach durchzuführenden Speicheltests möglich?

An der Universität Loughborough entwickelte ein Forscherteam einen einfach durchzuführenden Speicheltest, der es möglich macht, mit Hilfe der Analyse "metabolischer Biomarker" - das sind körpereigene Substanzen, die bei  Stoffwechsel entstehen- Allergien und Asthma nachzuweisen.
Der Test kann in jeder Altersgruppe zum Einsatz kommen. Bevor der Speichel-Test allerdings in der ärztlichen Alltagspraxis verfügbar ist, sind erst noch die üblichen, breit angelegten wissenschaftliche Zulassungs-Studien erforderlich. Doch dass die innovative Methode grundsätzlich für die Diagnose von Asthma  geeignet ist, konnte nun bereits nachgewiesen werden.

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Quelle: Dr. tipster

Krebs: die Immuntherapie ist bei bösartigen Tumorleiden umstritten

Die Immuntherapie wird seit einiger Zeit in zahlreichen Varianten als der große Durchbruch bei der Krebstherapie gefeiert.  Damit erhalten Patienten eine Chance, die bis vor kurzem als unheilbar und dem Topd geweiht galten. Weltweit machte sich daher unter Onkologen Euphorie breit.  Doch nun hat diese Hoffnung einen Dämpfer erhalten.

Die angesehene New York Times berichtete ausführlich über den um sich greifenden Verdacht, dass die teuren Immun-Therapeutika auch die noch gesunden inneren Organe der Patienten angreifen und innerhalb kürzester Zeit schwer schädigen.

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Quelle: NYT

Homöopathie: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie

Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

• Versorgungsforschung
• Randomisierte kontrollierte klinische Studien
• Meta-Analysen
• Grundlagenforschung

 

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Quelle: Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

 





 

 


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