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Arbeitslosengeld II und Krankenversicherung
Soziale Härten und Risiken

 

Im Regelfall sind Bezieher des Arbeitslosengeld II noch gesetzlich kranken- und pflegeversichert, auch wenn sonst am Rande des Existenzminimums nur die Grundsicherung gewährleistet ist. Die Zahl derjenigen, die aus einem Krankenversicherungsschutz fallen, ist noch gering, darf aber wegen der weitreichenden Bedeutung der Absicherung des Gesundheitsrisikos nicht außer Acht gelassen werden.


Mit der Einführung des sogenannten Arbeitslosengeld II zum 01. Januar 2005 ist die letzte Stufe der „Hartz-Reformen“ in Kraft getreten. Der vollständige Umbau der bisherigen Sozialgesetze in den Bereichen Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe hat einen deutlich spürbaren Abbau der Arbeitslosigkeit zum Ziel gehabt, welcher jedoch bislang nicht eingetreten ist.

Vielmehr zeichnen sich soziale Härten ab, die besonders diejenigen treffen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst Daseinsvorsorge getroffen haben und nunmehr vor Inanspruchnahme staatlicher Leistungen ihr Vermögen im Wesentlichen einsetzen und aufbrauchen müssen. Wie sich zeigt, ist die politische Diskussion rund um diese Thematik alles andere als abgeschlossen.

Nachdem das Bestehen eines gesetzlichen Krankenversicherungsschutzes im Regelfall an den Bezug eines laufenden Arbeitslosengeldes beziehungsweise laufender Grundsicherungsleistungen gekoppelt ist, mehren sich die Fälle, in denen Patienten nicht mehr entsprechend gesetzlich (oder privat) krankenversichert sind.

Von Hartz I zu Hartz IV


Zur Entwicklung der letzten Jahre: Unter Vorsitz von Peter Hartz hat die nach ihm benannte Kommission der damaligen Bundesregierung im August 2002 eine Reihe von Reformvorschlägen unterbreitet, die unter dem Schlagwort „Fördern und Fordern“ einen völlig neuen Weg der Arbeitsmarktpolitik vorgezeichnet haben.

Hartz I beinhaltete die Gründung von Personal-Service-Agenturen zur Neuregelung von Leiharbeitsverhältnissen, die Abkoppelung von Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe von der Lohnentwicklung sowie eine Verschärfung der Zumutbarkeitskriterien bei der Annahme von Arbeitsplatzangeboten.

Hartz II brachte die Neuregelung von Minijobs mit sich: Grundzone bis 400.- € (abgabenfrei für Arbeitnehmer; 25% Pauschalabgaben für den Arbeitgeber, ab 01. Juli 2006 insgesamt 30%), Gleitzone bis 800.- € (linear steigende Abgaben für den Arbeitnehmer, reguläre Abgaben für den Arbeitgeber), Aufhebung der Regelungen zur Scheinselbständigkeit sowie „Ich-AGs“ als neue Form der Existenzgründung.

Hartz III hatte die Umbenennung der „Bundesanstalt für Arbeit“ in „Bundesagentur für Arbeit“ zur Folge, ebenso die Umbenennung der „Arbeitsämter“ in „Arbeitsagenturen“.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte nunmehr als Kernaufgabe die Vermittlung von Arbeitslosen. Hierzu wurden die internen Strukturen sowie die Vorschriften über den Bezug von Arbeitslosengeld und –hilfe vereinfacht.


Jobcenter sollten effektiver und schneller Vermittlungsarbeit leisten, sich in Zusammenarbeit mit den Kommunen vor Ort um Langzeitarbeitslose kümmern und erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger wieder in Arbeit bringen.
Mit Hartz IV und der Einführung des sogenannten Arbeitslosengeld II zum 01. Januar 2005 sind die weitreichendsten Gesetzesnovellierungen in Kraft getreten:

Die Arbeitslosen- und Sozialhilfe wurden zum neuen Arbeitslosengeld II zusammengefasst und auf die aktuelle Sozialhilfe in Höhe von 345.- € (alte Bundesländer) beziehungsweise 331.- € (neue Bundesländer) – jeweils ohne Wohngeld – gekürzt.
Das reguläre Arbeitslosengeld wird nur noch für ein Jahr gezahlt (Ausnahmen für ältere Arbeitnehmer). Danach erhalten Bezieher von Arbeitslosengeld II zudem für zwei Jahre einen Zuschlag, anfänglich bis zu maximal 160.- € , ab Beginn des zweiten Jahres die Hälfte.
Zuständig für die Auszahlung von Arbeitslosengeld II sollen in der Regel die Kommunen und die örtlichen Agenturen für Arbeit in gemeinsamen Arbeitsgemeinschaften sein. Von 439 kommunalen Sozialhilfeträgern erhalten aber 69 die Möglichkeit die Betreuung der Langzeitarbeitslosen unabhängig von den Arbeitsagenturen zu übernehmen.
Grundsätzlich wird die Annahme jeder Arbeit als zumutbar erachtet (zum Beispiel muss sich ein arbeitsloser leitender kaufmännischer Angestellter auf Bürohilfstätigkeiten in Teilzeit verweisen lassen). Wer ohne triftigen Grund eine ihm angebotene Arbeit ablehnt, muss die Kürzung seiner Arbeitslosengeld-Bezüge in Form von abgestuften Sanktionen hinnehmen (Wegfall des Zuschlages, Kürzung des Arbeitslosengeld II um 30 % bis hin zur Unterstützung durch Sachleistungen bei Gefährdung des Existenzminimums). Triftiger Grund für die Ablehnung eines Arbeitsplatzes ist zum Beispiel eine erhebliches Asthmaleiden, wenn der angebotene neue Arbeitsplatz durch starke Rauchemissionen belastet ist.
Die Anrechnung von Vermögen (bis auf altersabhängige niedrige Freibeträge – ausgenommen „Riester-Sparveträge“) trägt dem Grundsatz Rechung, dass nur Bedürftige Arbeitslosengeld II erhalten sollen.


Hartz IV beinhaltet auch Änderungen der sozialversicherungsrechtlichen Absicherung im Bereich der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung

Bezieher von regulärem Arbeitslosengeld (und Unterhaltsgeld nach dem Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung – SGB III) sind gemäß § 5 Absatz 1 Nr. 2 des Sozialgesetzbuches – Gesetzliche Krankenversicherung (SGB V) versicherungspflichtig. Von erheblicher Bedeutung ist daher, dass das reguläre Arbeitslosengeld durch die Neufassung von § 127 SGB III auf die Bezugsdauer von 12 Monaten begrenzt worden ist. Betroffen sind alle Arbeitnehmer, die ab dem 01.01.2006 arbeitslos geworden sind oder werden und einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben. Eine maximale 18-monatige Anspruchsdauer gilt nur noch für über 55-Jährige. Im Einzelnen gelten nunmehr folgende Bezugszeiträume:

Nach Versicherungspflichtverhältnissen mit einer Dauer von insgesamt:

12 Monaten = Bezugsdauer 6 Monate
16 Monaten = Bezugsdauer 8 Monate
20 Monaten = Bezugsdauer 10 Monate
24 Monaten = Bezugsdauer 12 Monate
30 Monaten = Bezugsdauer 15 Monate (nach Vollendung des 55. Lebensjahres)
36 Monaten = Bezugsdauer 18 Monate (nach Vollendung des 55. Lebensjahres)


Dies bedeutet, dass vor allem ältere Arbeitnehmer dem Risiko ausgesetzt sind, alsbald anstelle des regulären Arbeitslosengeld auf Leistungen der Grundsicherung (= Arbeitslosengeld II) angewiesen zu sein, weil der Bezug einer Altersrente noch nicht möglich ist.

Empfänger von Arbeitslosengeld II sind gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 2a SGB V ebenfalls grundsätzlich kranken- und pflegeversichert, es sei denn sie sind über die Familienversicherung bereits abgesichert oder erhalten Arbeitslosengeld II als Darlehen. Das Gesetz spricht von „Personen in der Zeit, für die sie Arbeitslosengeld II nach dem SGB II beziehen ...“. Nach dem ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers kommt es somit auf den tatsächlichen Leistungsbezug an.

Dann gilt als Beitragssatz der allgemeine Satz der Krankenversicherung. Für Empfänger von Arbeitslosengeld II wird pauschal ein Monatsbeitrag von 125,- € für die Krankenversicherung und 14,90 € für die Pflegeversicherung gezahlt. Die Betroffenen werden von der Agentur für Arbeit bei ihrer bisherigen gesetzlichen Krankenkasse angemeldet.

Wichtig: Der Versicherungsschutz beginnt erst, wenn der Antrag bewilligt worden ist. Patienten, die Leistungen der Krankenkasse vor Bewilligung von Arbeitslosengeld II in Anspruch nehmen müssen, sollten sich in diesem Fall mit ihrer Krankenkasse wegen eines vorläufigen Versicherungsschutzes auch für ihre Angehörigen in Verbindung setzen. Denn, wie bereits erwähnt: wer kein Arbeitslosengeld II erhält, ist auch nicht gesetzlich kranken- und pflegeversichert.

Unter engen Voraussetzungen ist es auch möglich, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Der Befreiungsantrag muss innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht gestellt werden. Nachdem die Befreiung unwiderruflich ist, birgt dieser Schritt hohe Risiken für die Zukunft.

Privat Krankenversicherte, die weiterhin privat versichert bleiben wollen, können (und müssen) fristgerecht einen entsprechenden Befreiungsantrag stellen. Sie erhalten dann einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 140,- €. Wird der Befreiungsantrag nicht gestellt, kann der vormals privat Krankenversicherte als Arbeitslosengeld II-Bezieher in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückkehren. Entsprechendes gilt für den Bereich der privaten und gesetzlichen Pflegeversicherung.

Gesetzliche Rentenversicherung, Krankenversicherung der Rentner und freiwillige Versicherung

Die Empfänger von Arbeitslosengeld II sind ebenfalls in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, und zwar unabhängig von der Höhe der tatsächlich gezahlten Leistung. Von der Bundesagentur für Arbeit wird ein Rentenversicherungsbeitrag auf der Basis eines Einkommens von 400,- € pro Monat übernommen. Dies entspricht seit dem 01. Januar 2005 einer monatlichen Rentenanwartschaft von etwa 0,36 € monatlich. Wird Arbeitslosengeld ein Jahr lang gezahlt, resultiert hieraus somit eine monatliche Rentenanwartschaft in Höhe von 4,26 €. Damit wird der Problematik einer späteren „Altersarmut“ nur in sehr geringem Umfang entgegengesteuert. Künftig (ab 01. Januar 2007) wird der Beitrag zur Rentenversicherung der Arbeitslosengeld II-Empfänger von 78,- € auf 40,- € abgesenkt. Dies bedeutet faktisch nahezu eine Halbierung der Rentenanwartschaften.

Dennoch ist dies in Hinblick auf die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) von nicht unerheblicher Bedeutung. Nach § 5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V sind folgende Personen in der KVdK gesetzlich versichert: „Versicherungspflichtig sind Personen, die die Voraussetzung für den Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllen und diese Rente beantragt haben, wenn sie seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Stellung des Rentenantrags mindestens 9/10 der zweiten Hälfte des Zeitraums Mitglied oder nach § 10 SGB V familienversichert waren.“

Die „9/10-Belegung“ in der zweiten „Lebensarbeitshälfte“ kann somit auch durch den Bezug von Arbeitslosengeld II sichergestellt werden. Mit anderen Worten: Rentenbezieher sind im Regelfall auch gesetzlich kranken- und pflegeversichert, auch wenn die Rente wegen zwischenzeitlichem Bezug von Arbeitslosengeld II gering ist.

Probleme ergeben sich jedoch für Angehörige von Selbständigen und Beamten, die selbst keine ausreichenden Mitgliedschaftszeiten in der zweiten „Lebensarbeitshälfte“ aufweisen. Für Sie werden Härten durch die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung in der GKV gemäß § 9 SGB V vermieden. Der wichtigste Fall entsprechend § 9 Abs. 1 Nr. 1 SGB V: „Der freiwilligen Versicherung können Personen beitreten, die als Mitglieder aus der Versicherungspflicht ausgeschieden sind und in den letzten fünf Jahren vor dem Ausscheiden mindestens 24 Monate oder unmittelbar vor dem Ausscheiden ununterbrochen mindestens 12 Monate versichert waren; Zeiten der Mitgliedschaft als Rentenantragsteller und Zeiten, in denen eine Versicherung allein deshalb bestanden hat, weil Arbeitslosengeld II zu Unrecht bezogen wurde, werden nicht berücksichtigt.“ Von besonderer Bedeutung: Wer der freiwilligen Versicherung beitreten will, muss dies der Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach Beendigung der Mitgliedschaft anzeigen.

Gleiches gilt auch für schwerbehinderte Menschen im Sinne des SGB IX, wenn sie, ein Elternteil, Ehegatte oder ihr Lebenspartner in den letzten fünf Jahren vor dem Beitritt mindestens drei Jahre versichert waren, es sei denn, sie konnten wegen ihrer Behinderung diese Voraussetzung nicht erfüllen. Die Dreimonatsfrist für einen Beitritt zur freiwilligen Versicherung läuft dann ab der förmlichen Feststellung der Schwerbehinderung. Eine Einschränkung: Die Satzung der jeweiligen Krankenkasse kann das Recht zum Beitritt von einer Altersgrenze abhängig machen.

Zusammenfassend: Der Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II bedingt einen Versicherungsschutz in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Die Rente erreicht jedoch nur noch ein wesentlich niedrigeres Niveau als vor Eintritt der Arbeitslosigkeit regelmäßig erwartet. Rentenbezieher sind in den meisten Fällen in der KVdR versichert. Härten werden über die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung in der GKV vermieden.

Arbeitslosengeld II und private Altersvorsorge

Wie vorstehend dargelegt, bedingt der Bezug von einem Jahr Arbeitslosengeld II eine monatliche Rentenanwartschaft in Höhe von 4,26 €, ab 01. Januar 2007 nahezu die Hälfte. Auf Antrag ist es auch für bestimmte Personen möglich, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen, wenn

im letzten Monat vor dem Bezug von Arbeitslosengeld II eine Versicherung in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung bestand oder
oder eine selbständige Tätigkeit ausgeübt worden ist und vergleichbar zur freiwilligen gesetzlichen Rentenversicherung zum Beispiel durch eine entsprechende Lebensversicherung vorgesorgt worden ist.
In diesen Fällen erhalten dann die Betroffenen zusätzlich zu den Beiträgen an die berufsständischen Versorgungseinrichtungen oder an die Lebens- oder Rentenversicherung einen Zuschuss in Höhe von derzeit 78,- €, ab 01. Januar 2007 voraussichtlich 40,- € monatlich. Wichtige Ausnahme: Wer Arbeitslosengeld II nur als Darlehen erhält oder nur Leistungen für eine Erstausstattung bekommt, wird nicht rentenversichert.

Personen, die wegen des zu berücksichtigenden Einkommens oder Vermögens keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, wird die Dauer der Arbeitslosigkeit als Anrechnungszeit angerechnet, wenn sie bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind.

Wer kann Arbeitslosengeld II beziehen? Wie hoch sind die Leistungen?

Typische Schicksale zeigen die positiven und negativen Aspekte von „Hartz IV“ auf.

Als erstes sei der Fall eines selbständigen Fotografen genannt, der (ledig, gesund, Ende 30) mangels Aufträgen seine Existenz nicht mehr hat sichern können. Dieser Fotograf hat als Selbständiger keinen Anspruch auf das reguläre Arbeitslosengeld gehabt. Aus finanziellen Gründen ist die private Kranken- und Pflegeversicherung nicht mehr bedient und deswegen von Seiten des Versicherers gekündigt worden. Mit Inkrafttreten des SGB II hat dieser Fotograf jedoch Arbeitslosengeld II erhalten. Dies hat einen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsschutz mit sich gebracht.

Scheidungsfälle wirken sich hinsichtlich der sozialen Absicherung teilweise grotesk aus. Beispiel: Unmittelbar nach der Volljährigkeit hat die Betroffene vor Abschluss ihrer Ausbildung einen Beamten geheiratet (= nicht gesetzlich versichert), um sich nach kurzer Zeit wieder scheiden zu lassen. Die zweite Ehe mit einem Selbständigen zerbrach nach wenigen Jahren am Tode des gemeinsamen Kindes. Die dritte nunmehr nur noch eheähnliche Lebensgemeinschaft mit einem gesetzlich versicherten Arbeitnehmer ist dadurch gekennzeichnet, dass dieser den eigenen Sohn aus seiner früheren Ehe miteingebracht hat.

Nach Arbeitslosigkeit und sich anschließendem Minijob des Partners errechnet sich im Anschluss an das reguläre Arbeitslosengeld nur für kurze Zeit Arbeitslosengeld II, weil der Sohn des Lebensgefährten das Glück hatte, eine Lehrstelle samt Lehrvergütung zu erhalten. Folge: die Betroffene steht mit nunmehr 40 Jahren wieder ohne gesetzlichen Krankenversicherungsschutz da. Als Lebensgefährtin ohne Trauschein ist sie nicht familienversichert, ein freiwilliger Beitritt zur GKV ist ihr zu teuer. Eine eigene Arbeitsaufnahme (und damit eigene gesetzliche Versicherung) scheitert nach Angaben der Betroffenen aufgrund eines zwischenzeitlich eingetretenen Wirbelsäulenleidens: Auch Hilfstätigkeiten, die körperlich belasten, können nicht ausgeübt werden.

Gesellschaftlich problematisch sind die Fälle, in denen redlich für das eigene Alter vorgesorgt worden ist, dann jedoch die Bewilligung von Arbeitslosengeld II wegen des einzusetzenden Vermögens abgelehnt wird: Ein Familienvater hat kreditfinanziert ein Dreifamilienhaus erworben, das unter anderem der Alterssicherung dienen soll. Zwei Wohnungen sind vermietet, eine Wohnung selbstgenutzt. Nach Auszug beider Töchter (Heirat) lebt der Betroffene mit seiner Gattin unverändert in der dritten Wohnung. Mittlerweile 52-jährig und arbeitslos wird nur noch für ein Jahr Arbeitslosengeld bewilligt. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld II scheitert, weil das Haus zu rund 75 % abgezahlt ist. Die Mieteinnahmen aus den zwei Wohnungen reichen jedoch nicht zur Existenzsicherung und weiteren Schuldentilgung aus. Folge: Das Haus muss verwertet, das dann vorhandene Geld in eine kleine angemessene Wohnung investiert und im übrigen bis auf den Freibetrag verbraucht werden, um Arbeitslosengeld II erhalten zu können. In der Zwischenzeit besteht kein gesetzlicher Krankenversicherungsschutz. Der gewählte Beitritt zur freiwilligen Versicherung gemäß § 9 SGB V bedingt, dass das vorhandene Restvermögen noch schneller aufgebraucht sein wird, bis die gesetzlichen Leistungen nach dem SGB III einsetzen können. Absehbares Ergebnis: Niedrige Rentenleistungen bei weiterbestehendem gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsschutz.

Im Einzelnen: Die Arbeitsmarktreform „Hartz IV“ ist in Hinblick auf das Arbeitslosengeld II zwischenzeitlich durch umfassende Gesetzesänderungen erneut reformiert worden: Ab 01. Juli 2006 erhalten erwerbsfähige Leistungsempfänger sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands den gleichen Arbeitslosengeld II-Betrag von 345,- € monatlich. Die monatliche Regelleistung beträgt für Personen, die allein stehend oder allein erziehend sind oder deren Partner minderjährig ist, die vorstehend bezeichneten 345,- €. Für sonstige erwerbsfähige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft beträgt die Regelleistung nur noch 80 %. Gekoppelt an den aktuellen Wert in der gesetzlichen Rentenversicherung findet eine Anpassung zum 01. Juli eines jeden Jahres statt.

Um den Übergang von Arbeitslosengeld zu Arbeitslosengeld II abzufedern, wird ein Zuschlag im ersten Jahr des Bezuges von Arbeitslosengeld II von maximal 160,- € bewilligt, im zweiten Jahr maximal 80,- €.

Es gilt der Grundsatz, dass eine Bedarfsgemeinschaft den Bedarf vergrößert, jedoch die Haushaltsgemeinschaft den Bedarf mitträgt. Daher ist vorgesehen, dass ab Vollendung des 18. Lebensjahres von zwei Partnern der Bedarfsgemeinschaft die Regelleistung jeweils 90 % beträgt. Im Haushalt ihrer Eltern lebenden Arbeitslosengeld II-Empfängern unter 25 Jahren wird der Regelsatz um 20 % auf 276,- € gekürzt.

Ein Mehrbedarf ab der 13. Schwangerschaftswoche, bei Alleinerziehenden, bei behinderten Menschen und bei medizinisch notwendiger Ernährung wird berücksichtigt. Antragsleistungen in Sonderfällen werden zum Beispiel bei einer Erstausstattung der Wohnung, bei Geburt oder Klassenfahrten von Schulkindern bewilligt.

Zu den Kosten einer angemessenen Wohnung

Zusätzlich zu der Regelleistung erhalten Arbeitslosengeld II-Empfänger die Kosten einer angemessenen Unterkunft zuzüglich Heizkosten. In der Regelleistung sind die Kosten für Strom, Warmwasser etc. enthalten. Sie werden nicht extra erstattet. Rechnerisch sind daher Fallkonstellationen denkbar, in denen die früher bewilligte Sozialhilfe um wenige Euro günstiger gewesen ist als nunmehr das Arbeitslosengeld II.

Soweit die angemessene Grundfläche eines Einfamilienhauses beziehungsweise einer Eigentumswohnung zu beurteilen ist, wird dies an den Kriterien der Förderungswürdigkeit im sozialen Wohnungsbau entsprechend den Verwaltungsvorschriften der Länder zum Wohnungsbindungsgesetz geprüft. Regelmäßig kann folgender Wohnraum im vorstehend angegebenen Sinne als angemessen erachtet werden:

Anzahl der Personen Angemessener Gesamtwohnraum
1 Person ca. 45 bis 50 m² Wohnfläche
2 Personen ca. 60 m² Wohnfläche oder 2 Wohnräume
3 Personen ca. 75 m² Wohnfläche oder 3 Wohnräume
4 Personen ca. 85 bis 90 m² Wohnfl. o. 4 Wohnräume

Für jedes weitere Familienmitglied erhöht sich der Wohnraum um ca. 10 m² oder um einen Wohnraum.


Nachdem ein Hausgrundstück oder eine Eigentumswohnung in angemessener Größe bei Eigennutzung zu dem sogenannten „Schonvermögen“ zählt, und Sachen und Rechte bei Unwirtschaftlichkeit oder besonderer Härte nicht verwertet werden müssen, sind die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit zunehmend mit Verfahren befasst, in denen sich Arbeitslosengeld II-Empfänger (beziehungsweise Antragsteller) gegen die Notwendigkeit der Verwertung ihrer Immobilie wenden.

Beispiel: Ein Einsiedler lebt in seiner halb verfallenen Kate am Rande eines Moorgebietes. Auch wenn das ehemals kleinbäuerliche Anwesen aus dem letzten Jahrhundert mit 120 m² viel zu groß erscheint, ist es de facto unverwertbar. Problemfall (und noch nicht rechtskräftig entschieden): Ein 55-jähriger arbeitsloser Witwer wünscht nach dem Tode seiner Gattin in der kleinen Eigentumswohnung von 65 m² zu verbleiben.

Zum „Schonvermögen“ zählen weiterhin: ein angemessener Hausrat, ein angemessenes Kraftfahrzeug für jeden in der Bedarfsgemeinschaft lebenden erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, Vermögensgegenstände zur Altersvorsorge in angemessenem Umfang bei von der Rentenversicherungspflicht befreiten Personen, Vermögen zur baldigen Beschaffung oder Erhaltung eines Hausgrundstücks von angemessener Größe zu Wohnzwecken bei behinderten oder pflegebedürftigen Menschen und – wie bereits erwähnt – Sachen und Rechte bei Unwirtschaftlichkeit oder besonderer Härte im Falle ihrer Verwertung.

Im Übrigen sind grundsätzlich alle verwertbaren Vermögensgegenstände und –rechte vorab einzusetzen, bevor Arbeitslosengeld II bezogen werden kann. Abzusetzen sind jedoch gemäß § 12 Abs. 2 SGB II:

ein Grundfreibetrag in Höhe von 20,.- € je vollendetem Lebensjahr des volljährigen Hilfebedürftigen und seines Partners, mindestens aber jeweils 4.100,- €; der Grundfreibetrag darf für den volljährigen Hilfebedürftigen und seinen Partner jeweils 13.000,- € nicht übersteigen;
ein Grundfreibetrag in Höhe von 4.100,- € für jedes hilfebedürftige minderjährige Kind;
Altersvorsorge in Höhe des nach Bundesrecht ausdrücklich als Altersvorsorge geförderten Vermögens einschließlich seiner Erträge und der geförderten laufenden Altersvorsorgebeiträge, soweit der Inhaber das Altersvorsorgevermögen nicht vorzeitig verwendet (= Riester-Rente);
geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen, soweit der Inhaber sie vor Eintritt in den Ruhestand auf Grund einer vertraglichen Vereinbarung nicht verwenden kann und der Wert der geldwerten Ansprüche 200,- € je vollendetem Lebensjahr des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und seines Partners, höchstens jedoch jeweils 13.000,- € nicht übersteigt (= kleinere unkündbare Lebensversicherungsverträge o.ä.);
ein Freibetrag für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750,- € für jeden in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Hilfebedürftigen (= Rücklage für alsbald zu ersetzende Haushaltsgeräte, Kleidung usw.)
Damit wird deutlich, dass das Arbeitslosengeld II (oder auch das Sozialgeld für nicht erwerbsfähige Angehörige, die mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in Bedarfsgemeinschaft leben) nur die Grundsicherung gewährleisten soll. Leistungen der Sozialhilfe (SGB XII), die nachrangig sind, kommen regelmäßig nur noch für nicht mehr Erwerbsfähige in Betracht. Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein (Beispiel: Ein durchschnittliches Wirbelsäulenleiden schließt eine dreistündige Tätigkeit als Kinokarten- oder Schwimmbadkarten-Verkäuferin regelmäßig nicht aus).

Gesetzesänderungen

Um einen Missbrauch einzudämmen hat der Gesetzgeber aktuell bereits geregelt, dass der Anspruch auf eine eigene Wohnung für Arbeitslosengeld II-Empfänger unter 25 Jahren wegfällt. Nur noch in schwerwiegenden Fällen muss die Arbeitsgemeinschaft aus Arbeitsagentur und kommunalem Träger (ARGE) einen Umzug finanzieren. Ein solcher liegt nur dann vor, wenn der Leistungsempfänger aus beruflichen Gründen umziehen muss (zum Beispiel auch bei Erhalt einer auswärtigen Lehrstelle) oder aus sozialen Gründen nicht mehr bei seinen Eltern wohnen kann (der Vater ist schwer alkoholkrank und aggressiv).

Hintergrund dieser Neuregelung ist, dass zahlreiche jüngere Personen mit Lehrstelle oder vergleichbar geringem Praktikanten-Einkommen von zu Hause ausgezogen sind und dadurch sowohl die ausziehende Person als auch ein arbeitsloser noch erwerbsfähiger Elternteil (vielfach die bisher alleinerziehende Mutter) nach dem Arbeitslosengeld II anspruchsberechtigt geworden sind.

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Aktualisiert am: 24.04.17, Uhrzeit: 11.18

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US-Arzneimittelbehörde FDA: Gen-Selbsttest zugelassen

Erstmalig wurde in den USA ein Gentest (23andMe)von der FDA zugelassen, mit dessen Hilfe Endverbraucher - ohne ärztliche Hilfe - in ihrer Erbmasse die Veranlagung für zehn Erb-Krankheiten, bzw. besondere erblich bedingte Gesundheits- Zustände erkennen können.  Dies kann sie dann zu bestimmten Änderungen ihrer Lebensweie motivieren, bzw. zu einer ausführlichen Beratung durch ihren Arzt.

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Quelle:  Presseerklärung FDA, Informationen 23andMe

 

Hilft warme Milch bei Einschlafstörungen?

Neue Forschungsergebnisse belegen: warmer Milch enthält keine Bestandteile, die tatsächlich als eine Art wirksames Schlafmittel gelten können. Doch Schlafstörungen beruhen meist auf seelischen Problemen, daher spricht auch nichts dagegen,  warme Milch versuchsweise als Einschlafhilfe zu nutzen.

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Quelle: Spiegel online April 2017

Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde

Die eher unscheinbare Küchenpflanze Wasserkresse - auch Brunnenkresse genannt- ersetzt eine ganze Apotheke

Trotz der zunehmenden Beliebtheit alternativer Heilmethoden ist wenig bekannt, dass die weit verbreitete Brunnenkresse/Wasserkresse zahlreiche Wirkstoffe enthält, die als sehr gesund gelten.

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Quelle:  Ulster University of Ireland

Krebsvorbeugung: Wundermittel Aspirin?

Die Langzeiteinnahme des beliebten Schmerzmittels Aspirin (Azentylsalizylsäre= ASS) senkt das Risiko an Krebs zu erkranken. Dies trifft unter anderem auf Darm-Lungen-, Brust- und Prostatakrebs zu.  Die jetzt vorgestellte Studie zeigt auch, dass das Risiko an Krebs zu sterben, bei Aspirin-Konsumenten deutlich herabgesetzt ist.

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Quellen: American Association for Cancer Research Annual Meeting 2017, Washington Post

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium wird von vielen Menschen überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei schmerzhaften nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur angeblichen Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

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Quelle: JAMA, Februar 2017

 

Diagnostik:  machen Computer in naher Zukunft viele Ärzte überflüssig?

Ist die software-gestützte künstliche Intelligenz (Arteficial Intelligenz  AI) möglicherweise selbst erfahrenen menschlichen Diagnostikern überlegen?  In der Zeitschrift The New Yorker wurde die Problematik der Treffsicherheit medizinischer Diagnosen anhand der Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Studien bzw. Experten-Interviews ausführlich und auf hohem Niveau analysiert. Anspruchsvolle Algorithmen, die zum "Deep learning" fähig sind, könnten in nicht allzu ferner Zukunft selbst erfahrenen Diagnostikern überlegen sein.

mehr lesen hier (Englisch)
Quelle The New Yorker

Langzeitstudie:  Entlastung für die Pille

Eine Frau, die Jahrzehnte lang mit der Pille verhütet, muss später nicht fürchten, aus diesem Grund an einem Krebs zu erkranken. Eine weitere große Langzeitstudie gibt nun Entwarnung. Offenbar verursacht die Pilleneinnahme sogar einen (kleinen) Schutzeffekt.

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Quelle: FAZ März 2017

Der FeNO-Atemtest erleichtert die Diagnose der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).

Ein internationales Forscherteam fand in einer wissenschaftlichen Studie heraus, dass  sich die Konzentration des Biomarkers  fraktioniertes  Stickoxid (FeNO) in der nasalen Ausatemluft gut für die Diagnostik der häufig vorkommenden allergischen Rhinitis eignet.

Es zeigte sich bei der Analyse der Studiendaten, dass die Konzentration des  Biomarkers FeNO  bei Patienten mit allergischer Rhinitis und Asthma mehr als doppelt so hoch ausfiel, als bei den Patienten der Vergleichsgruppe, die unter keiner Entzündung der Atemwege litten.

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Quelle:Journal of Asthma and Allergy

Blutgruppenbestimmung wird in Zukunft deutlich vereinfacht  werden

Ein innovativer Schnell-Test ermöglicht schon bald eine Blutgruppenbestimmung in nur 30 Sekunden

Chinesische Wissenschaftler haben einen einfach und billig durchzuführenden Papierstreifentest entwickelt,  mit dessen Hilfe eine Blutgruppe am Krankenbettohne viel Aufwand, extrem schnell und zuverlässig  bestimmt werden kann.  Der Papiertest kann wahrscheinlich in Zukunft in Notsituationen  viele Menschenleben retten.  

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Quelle: Spiegel online und Science Translational Medicine
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Neue Studien bei Onkologen: Roche erzielt Top-Imagewerte in den Bereichen Lungenkarzinom und Mamma-/Ovarialkarzinom

 In der Indikation Lungenkarzinom wie auch im Bereich Mamma-/Ovarialkarzinom ist der Pharmahersteller Roche führend. Das geht aus den Ergebnissen von zwei neuen Studien zum Image von Pharmafirmen hervor, die Kantar Health Ende 2016 unter onkologisch tätigen Ärzten durchgeführt hat. Kantar Health ist eine weltweit führende Healthcare Beratungs-/Marktforschungsagentur.

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Quelle: Pressemitteilung - Kantar Health GmbH

Umstrittenes Vitamin D:  Schutz vor Atemwegsinfektionen konnte bewiesen werden

Die einen schwören auf die vielfältigen positiven Wirkungen von
Vitamin D.  Andere Forscher sind skeptisch oder warnen gar vor Überdossierung und Nebenwirkungen.  Jetzt hat eine Forschergruppe das vorliegende Datenmaterial von 25 zufallsgesteuerten wissenschaftlichen Untersuchungen ausgewertet an denen mehr als 10.000 Patienten teilgenommen hatten. Sie kamen zu dem Ergebniss, dass die Einnahme von Vitamin D3 und Vitamin D2 statistisch signifikant vor akuten Atemwegsinfektionen schützt.  Diese Prophylaxe- Wirkung erwies sich als besonders ausgeprägt, wenn zu Beginn der Therapie mit Vitamin D im Labor besonders niedrige Blutkonzentrationen nachgewiesen werden konnten.  Die Autoren der im British Medical Journal veröffentlichten Studie kamen zu dem Schluß, dass Vitamin D ein sicheres Medikament ist und bei regelmäßiger Einnahme das Risiko von Atemwegsinfektionen senkt.

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Quelle: BMJ Februar 2017

Akupunktur

Die tausende Jahre alte chinesische Nadeltherapie wird besonders oft und gerne zur Schmerztherapie eingesetzt. Doch die Wirkung ist umstritten. Viele Anwender berichten über eine schlechte Schmerzdämpfung - oft entspricht die beobachtete Wirkung der Nadeltherapie jener einer wirkungslosen Schein-Akupunktur. Doch jetzt wurde eine in China durchgeführte Akupunktur-Studie im Fachblatt JAMA vorgestellt, die zeigte, dass die bei Migräne-Patienten durchgeführte Nadeltherapie gut wirkte - statistisch signifikant besser als eine bei Patienten der Kontrollgruppe durchgeführte Scheintherapie.

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Quelle: JAMA Internal Medicine, Februar 2017

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium gegen Muskelkrämpfe wird überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Bluthochdruck im fortgeschrittenen Lebensalter:  Ärzte wollen Zielwert auf 150/90 mm HG erhöhen.

Eine zu starke Senkung der erhöhten Blutdruckwerte beeinträchtigt  aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen bei alten Menschen die Lebensqualität. Daher diskutieren nun unterschiedliche Fach-Gremien die Erhöhung der empfohlenen Ziel-Blutdruckwerte - auf 150/90 mm HG.

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Allergie

Insektengiftallergie - aktualisierte US- Management-Empfehlungen

Jahr für Jahr kommt es sowohl in Deutschland, als auch in anderen Industrieländern im Zusammenhang mit allergischen Reaktionen nach Insektenstichen zu einigen Todesfällen.  Besonders häufig werden Bienengiftallergien und Wespengiftallergien beobachtet. Aus diesem Grund geben die sachkundigen ärztlichen Fachgesellschaften regelmäßig aktualisierte  Empfehlungen heraus, wie  im Fall von vermuteten oder bestätigten Insektengiftallergien die Diagnostik und die Therapie medizinisch sinnvoll gehandhabt werden sollte.

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Quelle: http://www.jwatch.org/na43357/2017/02/02/recommendations-managing-stinging-insect-reactions?query=etoc_jwgenmed&jwd=000011130977&jspc=GP Ann Allergy Asthma Immunol 2017 Jan.

Heuschnupfen-Therapie sollte nicht abgekürzt werden

Die über die Mundschleimhaut anzuwendende sublinguale spezifische Immuntherapie  (SLIT) dauert mit rund fünf Jahren vielen Pollenallergikern zu lange.  Daher brechen sie die zu Hause durchzuführende Variante der Allergietherapie zu früh ab - oft ohne mit dem Arzt darüber zu sprechen. Doch dies erwies sich nun als keine gute Idee. Jetzt zeigte eine wissenschafttliche Studie, dass eine nur zweijährige sublinguale Immun-Therapie nicht wirkt. Den Therapieabbrechern droht die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung.

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Quelle: JAMA, 2017

Impfen gegen Infektionskrankheiten beibt wichtig

Malaria-Impfstoff besteht erste Tests mit Patienten

Ein internationales Forscherteam hat einen Impfstoff entwickelt, der in einer Studie Patienten vollständig vor der Infektionskrankheit Malaria geschützt hat.

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Quelle: Spiegel online Februar 2017

Lungenkrebs-Screening

Die Krebs-Früherkennungs-Diagnostik ist derzeit bei Experten sehr umstritten. Überwiegen die Nachteile die erreichbaren Vorteile?

VieleÄrzte und auch Patienten meinen, dass Fortschritte bei der Bekämpfung der Krebserkrankungen nur durch eine deutliche Ausweitung der Früherkennnungs-Maßnahmen möglich ist. Doch ist das wirklich so?

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Sportmedizin
Körperliche Aktivität  und Senkung des allgemeinen Sterbe- und Herz-Kreislauf-Risikos

Eine im Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass es für die Gesunderhaltung offenbar bereits ausreicht, wenn man sich nur am Wochenende an zwei Tagen ein wenig (150 Minuten)sportlich betätigt.

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Integrative Medizin

Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose)

Die bei Alternativ-Medizinern beliebte und weit verbreitete Therapie der Arthrose der Kniegelenke mit Glukosamin und Chondoitin erwies sich in einer wissenschaftlichen Studie als nicht geeignet, um den Gelenkschmerz effektiv - also besser - zu bekämpfen, als ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Plazebo). 

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Quelle: Arthritis and Rheumatology

Kinderheilkunde, Psychiatrie und Geburtshilfe:

Wenn Mutti Depressionen hat

Wenn eine werdenden Mutter während der Schwangerschaft
Anti-Depressiva einnimmt, dann erhöhte sich bei den Neugeborenen laut einer in Schweden durchgeführten Studie das allgemeine Sterberisiko, bzw. die Zahl der erforderlichen Krankenhausaufnahmen. Die Autoren der Studie wiesen aber auch darauf hin, dass  in der Gruppe der Kinder  der Studienteilnehmerinnen die Zahl schwerer Krankheiten insgesamt sehr niedrig war.

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Quelle. Pediatrics, American Academy of Pediatrics.

Gesunde Ernährung

Tee erweist sich auch in neuer Studie wieder als ein gesundes Lebensmittel 

 

Weit verbreitete Genußmittel wie Tee, Kaffee und Zigaretten waren und sind in ihrem Einfluß auf die Gesundheit des Menschen noch immer umstritten. Im renommierten Fachblatt Heart wurde nun eine große Beobachtungstudie veröffentlicht, in deren Verlauf sich zeigte, dass jene Menschen seltener einen Herzinfarkt erlitten, die täglich Tee trinken.

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Quelle: JAMA 2017

Asthma bronchiale:   bei Erwachsenen ist jede dritte Diagnose
falsch 

Sehr häufig wird die Diagnose Asthma ohne die eigentlich unerläßliche Anwendung der objektive Ergebnisse liefernden Testverfahren Spirometrie und FeNOAtemtest gestellt. Es verwundert daher nicht, dass etwa jede dritte Diagnose falsch ist. 

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Quelle: JAMA 2017

Schweiz: Hyperthermie-Krebstherapie Ab 2017 bezahlen Schweizer Kassen Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie

Mit Wirkung vom 1. Januar 2017 hat das Bundesamt für Gesundheit Hyperthermie-Behandlungen in Kombination mit Bestrahlung in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen. Damit können Patienten nun die Kosten für diese komplementärmedizinische Form der Krebstherapie über die Krankenkassen abrechnen. Hyperthermie erhöht Heilungschancen bei Krebs

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Quelle:  www.heilpraxisnet.de

Fischöl-Therapie: Vorbeugung von Asthma bei kleinen Kindern

Wenn Schwangere im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft pro Tag 2,4 Gramm Fischöl (in Form von Fischöl-Kapseln) einnehmen, dann haben ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren ein um ein Drittel niedrigeres Risiko an Asthma und anderen entzündliche Atemwegsleiden zu erkranken. Im Rahmen dieser im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen dieser vorbeugenden Therapie festgestellt werden - weder bei den Müttern, noch später bei deren Kindern.

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Volltext kostenlos
Quelle:Bisgaard H, Stokholm J, Chawes BL, et al. Fish Oil-Derived Fatty Acids in Pregnancy and Wheeze and Asthma in Offspring. N Engl J Med. 2016 Dec 29;375(26):2530-9. doi: 10.1056/NEJMoa1503734. (Original)

USA:  Warnhinweis für Homöopathie 02.01.2017 

Die Debatte um die Wirksamkeit von Homöopathika tobt seit Jahren. Dabei ist die Studienlage eindeutig. Jetzt legt die US-amerikanische Handelsbehörde FTC  daher fest: Homöopathische Medikamente müssen klar als wirkungslos gekennzeichnet sein.  In Zukunft muss auf den frei verkäuflichen homöopathischen Medikamenten vermerkt sein, dass sie nicht wirken. Das hat in den USA die Federal Trade Commission festgelegt. Sollte es auch in Zukunft keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien zur Wirksamkeit der Mittel geben, so müsse auf die Verkaufspackungen  ein Warnhinweis aufgedruckt sein, dass das Produkt nicht wie angekündigt funktioniert“, so die FTC.  Naturgemäß sind die Homöopathen ganz anderer Meinung. Sie verweisen auf zahlreiche Studien, die ihrer Meinung nach die Wirksamkeit der Homöopathie eindeutig beweisen.

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Quelle: Laborwelt

D-Mannose: hilft bei manchen antibiotika-resistenten Harnwegsinfektionen.

Doch die Hauptanwendung ist die Vorbeugung von immer wieder aufflackernden  Harnwegsinfektionen.

Der Zucker D-Mannose wird rezeptfrei in der Apotheke als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und soll Harnwegsinfekten vorbeugen, indem es bestimmte Bakterien daran hindert ( dies weurde in Tierversuchen herausgefunden) sich an der Wand der Harnblase festzusetzen. Andere Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass D-Mannose schädliche Bakterien an der Vermehrung hindert und dafür  für die Darmflora wichtige "gute" Bakterien  bei ihrer Ausbreitung im Darm unterstützt. Die zusammen getragenen  Informationen sind bisher aber widersprüchlich und sollten nach Meinung der Forscher im Zuge weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen abgeklärt werden.

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und auch hier
Quelle: WIKIPEDIA und WebMD

"Volksnahrungsmittel" Magensäureblocker?

Wie in Spiegel online zu lesen war, verordnen deutsche Ärzte angeblich viel zu häufig sog. Protonenpumpenhemmer, die im Volksmund auch "Magensäureblocker" genannt werden.  Dies ergab eine Analyse der Barmer Krankenkasse , die das Unternehmen für das Magazin SPIEGEL durchgeführt hatte. 

Die Protonenpumpenhemmer unterdrücken im Verdauungstrackt die Freisetzung von Magensäure (Salzsäure) nahezu total und bekämpfen so Magengeschwüre und Sodbrennen.   Doch bei der üblichen Langzeit-Einnahme kommt es oft zu gefährlichen Nebenwirkungen durch Knochenschwund bedingter Knochenbrüche und zu einem Magnesiummangel, der Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle begünstigt. 

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Quelle: Spiegel online

Holzkirchen - Lieferung mit Piperacillin/Tazobactam HEXAL® weiterhin umfangreich gewährleistet ...

Diese Nachricht enthält Informationen für medizinische und pharmazeutische Fachkreise und kann mit DocCheck-Passwort gelesen werden.

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Quelle. werbende Presseerklärung Fa. Hexal

Sind viele Arztbesuche tatsächlich überflüssig?

Spiegel online beleuchtet diese Frage ausführlich und stützt sich dabei auf Daten, die von deutschen Krankenkassen zusammengetragen wurden.

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Quelle Spiegel online

Prost Neujahr!
Ist Alkohol weniger schädlich für die Gesundheit als bisher angenommen?

Die vom Alkohol ausgehenden Gesundheitsgefahren wurden bisher überschätzt. Ein mäßiger Alkoholkonsum tötet offenbar keine Hirnzellen ab, sondern beeinflusst die Hirnleistung nur kurzfristig. Sobald der Alkohol abgebaut ist, funktioniert das Gehirn wieder normal. Mittel- und langfristig gesehen erhöht ein mäßiger Alkoholkonsum offenbar sogar die Leistungsfähigkeit des erwachsenen Gehirns.

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Quelle: Spiegel online , AAAC Science Net, American Journal of Epidemiology

Innere Medizin: Dauer der Antibiotika-Therapie ist umstritten

Die Ärzte sind sich uneins: darf man bakterielle Infektionen wie beispielsweise Lungen- oder Mittelohrentzündungen mit einer von 10 auf 5 Tage verkürzten Antibiotika-Therapie behandeln, ohne die Patienten zu gefährden ?

mehr lesen (Lungenentzündungen)
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(Mittelohrentzündungen)

Kinderheilkunde und Neurologie: Die bisher übliche Therapie einer akuten Gehirnerschütterung wird derzeit grundsätzlich überdacht.

Bisher wurde den Patienten unmittelbar nach dem Unfall als Vorsichtsmaßnahme strenge Bettruhe verordnet.  Nun zeigt eine im  US-Fach-Journal JAMA veröffentlichte Studie zur Überraschung der Forscher, dass ein sehr früher Beginn derkörperlichen Aktivitäten  den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst hatte.

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Quelle: JAMA

Feminismus:  Sind Frauen generell die besseren Ärzte?

Bisher gingen in den USA die meisten Medizin-Profis davon aus, dass das deutlich geringere Einkommen von Ärztinnen darauf zurück zu führen sei, dass auch die Qualität ihrer beruflichen Leistungen entsprechend geringer ausfällt.  Diese Erklärung wurde hinter vorgehaltener Hand unter anderem auf die auch in den USA übliche Doppelbelastung vieler Frauen zurück geführt.  Doch nun hat eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie gezeigt, dass diese weit verbreiteten Vorurteile nicht berechtigt sind. Sobald Patienten nämlich von weiblichen Internisten behandelt worden waren, fiel sowohl ihre 30-Tage-Sterblichkeit geringer aus, als auch die Wahrscheinlichkeit der schnellen Wiederaufnahme in stationäre Behandlung.  Obgleich die Unterschiede nicht groß waren, zeigen die erhobenen Daten, dass das niedrigere Einkommen der Ärztinnen nicht mit schwächeren fachlichen Leistungen begründen läßt.

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Quelle: JAMA 2016

Chirurgie: Geplante Routine-Operationen,  oder überraschend notwendiger Notfall-Eingriff? 

Die Gabe weit verbreiteter sog. "Blutfettsenker" aus der Wirkstofffamilie der Statine vermindern offenbar das Risiko von OP-Komplikationen - und erwies sich daher in vielen Fällen als Lebensretter.

In den USA wurden die Daten von 180.478 Patienten analysiert, die sich einer OP unterzogen hatten, die nicht das Herz betraf.  Es zeigte sich, dass Patienten, die am Tag der Operation, oder in den 24 Stunden danach einen Blutfetttsenker aus der Familie der Statine eingenommen hatten,  im ersten Monat nach dem Eingriff ein deutlich niedrigeres Sterberisiko aufwiesen - verglichen mit den Patienten der Vergleichsgruppe, die keine Statine erhalten hatten.  Weitere Untersuchungen werden in Zukunft zeigen müssen, ob im Zusammenhang mit Operationen aus wissenschaftlicher Sicht eine allgemeine Empfehlung der Statin-Begleittherapie   gerechtfertigt ist.

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Quelle:JAMA 2016

Chirurgie

Häufige Diagnose Karpal-Tunnel-Syndrom  - Unklarheiten bei der Diagnose und der nachfolgenden Therapie

Das sogenannte Karpal-Tunnel-Syndrom kommt nahezu gleich häufig vor wie die weit verbreitete Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose).  Doch trotz der Häufigkeit dieser Leiden werden sehr häufig Fehldiagnosen gestellt und die Auswahl der ärztlich empfohlenen Therapien erweist sich oft auch als kontrovers und unter Chirurgen als heftig umstritten. Bei beiden Leiden wird nach Meinung vieler Ärzte auch in Deutschland zu häufig operiert - gelegentlich mit  zweifelhaftem Erfolg.  
Jetzt haben sich international bekannte Orthopädie-Experten im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine ausführlich zu diesen beiden Krankheiten geäußerte und haben mit ihren detaillierten Ratschlägen zahlreiche Krankheits-Varianten abgehandelt,  die ganz unterschiedliche Therapien erfordern.

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Quelle: NEJM 2016

Vitamin-D-Prophylaxe im Zwielicht:  Was nun?

In einem See von Unsicherheiten galt bisher die vorbeugende Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel als eine gute, der Gesundheit dienliche  Idee - und wurde auch von vielen Ärzten wohlwollend unterstützt.  Dies insbesondere dann, wenn sich die Individuen wenig im Sonnenlicht aufhalten, was die natürlich Synthese von Vitamin D behindern kann. Doch nun kommen Zweifel an der Wirkung auf, die Patienten und Ärzte verunsichern werden.

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Quelle: British Medical Journal 2016

Alkohol als wenig beachteter Risikofaktor für Krebs?

Schon relativ kleine Mengen an Alkohol erhöhen das statistische Risiko für bestimmte Arten von Krebs  - insbesondere Darm-, Leber- und Speiseröhrenkrebs sind gefürchtete Folgen des regelmäßigen und/oder übermäßigen Alkohol-Konsums. Forscher fanden bei der Auswertung von Statistiken heraus, dass nur wenige Menschen den ärztlichen Rat befolgen,  an zwei Tagen der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten.
Besonders hoch ist das individuelle Krebsrisiko immer dann, wenn Menschen rauchen und zusätzlich  auch regelmäßig Alkohol trinken - was oft der Fall ist.  Diese Tatsachen ändern aber nichts an der die Lage komplizierenden  Erkenntnis, dass ein mäßiger Alkoholgenuß (als grobe Orientierung: 1-2 Gläser Rotwein am Tag)  offenbar das Risiko tödlicher Herzinfarkte senkt.

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Quelle: online Focus, Navigator  Medizin

Ist die Asthma-Diagnose  schon bald mit Hilfe eines einfach durchzuführenden Speicheltests möglich?

An der Universität Loughborough entwickelte ein Forscherteam einen einfach durchzuführenden Speicheltest, der es möglich macht, mit Hilfe der Analyse "metabolischer Biomarker" - das sind körpereigene Substanzen, die bei  Stoffwechsel entstehen- Allergien und Asthma nachzuweisen.
Der Test kann in jeder Altersgruppe zum Einsatz kommen. Bevor der Speichel-Test allerdings in der ärztlichen Alltagspraxis verfügbar ist, sind erst noch die üblichen, breit angelegten wissenschaftliche Zulassungs-Studien erforderlich. Doch dass die innovative Methode grundsätzlich für die Diagnose von Asthma  geeignet ist, konnte nun bereits nachgewiesen werden.

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Quelle: Dr. tipster

Krebs: die Immuntherapie ist bei bösartigen Tumorleiden umstritten

Die Immuntherapie wird seit einiger Zeit in zahlreichen Varianten als der große Durchbruch bei der Krebstherapie gefeiert.  Damit erhalten Patienten eine Chance, die bis vor kurzem als unheilbar und dem Topd geweiht galten. Weltweit machte sich daher unter Onkologen Euphorie breit.  Doch nun hat diese Hoffnung einen Dämpfer erhalten.

Die angesehene New York Times berichtete ausführlich über den um sich greifenden Verdacht, dass die teuren Immun-Therapeutika auch die noch gesunden inneren Organe der Patienten angreifen und innerhalb kürzester Zeit schwer schädigen.

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Quelle: NYT

Homöopathie: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie

Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

• Versorgungsforschung
• Randomisierte kontrollierte klinische Studien
• Meta-Analysen
• Grundlagenforschung

 

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Quelle: Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy




 

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