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Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht

 

Viele Patienten haben Angst davor, bei Eintritt einer schweren Erkrankung mit infauster Prognose lange leiden zu müssen.


Besonders die Gefahr, dass in diesen Fällen durch die Möglichkeiten der modernen Medizin (samt ihrer Technik) das Leben verlängert wird, ohne dass noch eine entsprechende Lebensqualität erzielt werden kann, lässt bei immer mehr Betroffenen den Wunsch wachsen, durch eine Patientenverfügung entsprechende Vorsorge zu treffen, um in Würde sterben zu können. Als gedankliches Leitbild sehen Patienten meist, dass bei einem irreversiblen Koma oder vergleichbarer schwerer Hirnschädigungen auf eine künstliche Ernährung oder Beatmung zu verzichten ist.

Eine Patientenverfügung soll für den „Fall des Falles“ den Willen des Betroffenen dokumentieren und die behandelnden Ärzte entsprechend binden. Die von dem Patienten bestimmte Vertrauensperson soll an seiner Stelle für die Ärzte als Kommunikationspartner zur Verfügung stehen und dessen Willen einbringen.

Mit der Patientenverfügung wird regelmäßig eine Betreuungsverfügung verbunden, in welcher der gewünschten Vertrauensperson als Aufgabenkreis die „Sorge für die Gesundheit“ und die „Aufenthaltsbestimmung“ übertragen werden, um insoweit die gegebenenfalls erforderliche Bestellung eines gerichtlichen (also fremden) Betreuers zu vermeiden.

Eine zusätzliche Vorsorgevollmacht räumt der Vertrauensperson entsprechende Entscheidungsbefugnisse ein. Patienten sollten sich bewusst machen, dass sie mit der Vollmachtserteilung ihre Vertrauensperson auch zu einer Entscheidung über das eigene Lebensende ermächtigen. In diesem Zusammenhang wird leider immer wieder übersehen, dass Vertrauenspersonen auch eine zugehörige Charakterstärke aufweisen müssen, besonders wenn es gilt, möglichen lebensverlängernden Maßnahmen nicht zuzustimmen. Beispiel: Der liebende Ehepartner lässt trotz infauster Prognose entgegen dem geäußerten Willen lebensverlängernde Maßnahmen in Form einer Sondenernährung einleiten, weil er sich selbst mit dem absehbaren Tod seiner Partnerin nicht abfinden kann.

Der Inhalt der Vorsorgevollmacht erstreckt sich regelmäßig nicht nur auf den vorstehend erwähnten medizinischen Bereich, sondern soll vielmehr auch dem Umstand Rechnung tragen, dass der Betroffene aufgrund nachlassender geistiger Fähigkeiten (Problemkreis: beginnender Morbus Alzheimer) oder aus anderen Gründen selbst nicht mehr rechtsgeschäftlich handeln kann. Dann soll zum Beispiel der Vorsorgebevollmächtigte die Wohnung kündigen können, wenn eine Rückkehr aus einem Seniorenheim oder gar einem Hospiz nicht mehr zu erwarten ist. Hier gilt es, die Vorsorgevollmacht so zu gestalten, dass auch ein Dritter, dem die Vollmacht vorgelegt wird, sich darauf verlassen kann. Formulierungen des Inhalts, „die Vollmacht solle nur dann gelten, wenn man infolge einer schweren körperlichen oder psychischen Erkrankung in seiner Entscheidungsfähigkeit so eingeschränkt sei, dass man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst besorgen könne“, entsprechen zwar oft dem Wunsch der Patienten, sind aber in der Praxis zur Regelung von Vermögensangelegenheiten untauglich. Denn wie soll der Dritte (um das vorstehende Beispiel aufzugreifen: der Vermieter) erkennen können, dass der „Fall des Falles“ eingetreten ist und der Vollmachtnehmer zu Recht von der ihm erteilten Vollmacht Gebrauch macht.

Formvorschriften
Mündliche Vollmachtserteilungen sind grundsätzlich möglich (3), aber nur für die kleinen Angelegenheiten im Alltag tauglich. In dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht München (2), in dem ein Vater für seinen schwerst hirngeschädigten im Wachkoma liegenden Sohn auf den Verzicht einer weiteren künstlichen Ernährung erfolglos geklagt hat, ist unter anderem von Bedeutung gewesen, dass der Sohn nur mündlich bekundet hat „wenn ich einmal in einem irreversiblen Koma liegen sollte, müsst ihr mich sterben lassen.“ Die schriftliche Abfassung einer Patientenverfügung samt Vorsorgevollmacht ist daher dringlich anzuraten.

Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass Dritte als Vollmachtsadressaten auch zu ihrem eigenen Schutz vielfach auf der Vorlage einer Vollmachtsurkunde bestehen (4). Banken bevorzugen fast ausnahmslos die Verwendung eigener Vollmachten, auch wenn dies rechtlich nicht immer zwingend ist.

Auch wenn aus rechtspolitischen Gründen im Interesse einer weiteren Verbreitung von Patientenverfügungen samt Betreuungsverfügungen und Vorsorgevollmachten auf besondere Formvorschriften verzichtet worden ist, bietet jedoch die Abfassung einer entsprechenden Urkunde in notarieller Form erhebliche Vorteile. Zum einen ist für den Verwender einer der vielen im Internet angebotenen Formulierungshilfen als Laie nicht erkennbar, ob nicht „versteckte Fußangeln“ wie oben beschrieben enthalten sind. Zum anderen lässt die Verwendung eines privatschriftlichen Formulars nicht zwingend erkennen, ob der Betroffene zum Zeitpunkt der Vollmachtserteilung noch geschäftsfähig gewesen ist oder nicht. Nachdem im Rahmen einer notariellen Beurkundung auch das Vorliegen der Geschäftsfähigkeit geprüft wird, sind anschließende Streitigkeiten zu dieser Frage in der Praxis so gut wie ausgeschlossen.

Sollte „nur“ eine privatschriftliche Form gewählt werden, empfiehlt es sich, die getroffene Patientenverfügung regelmäßig etwa im Jahresabstand immer wieder mit einer entsprechenden Datumsabgabe zu unterschreiben, damit diese später nicht als „überholt“ angezweifelt wird.

Für bestimmte Rechtsgeschäfte ist jedoch grundsätzlich eine notarielle Form geboten: Dies betrifft vor allem Vereinbarungen über Grundstücke, das Vermögen und den Nachlass. Soll der Vollmachtsnehmer im Bedarfsfall auch hierüber für den Patienten verfügen dürfen, ist es erforderlich, die Vorsorgevollmacht entsprechend in notarieller Form zu erteilen (5). Auch folgender weiterer Gesichtspunkt spricht für die notarielle Form: Die jüngste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (6) zum Erfordernis einer vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung bei der Entscheidung über die Beendigung lebensverlängernder Maßnahmen, die nicht nur für den entschiedenen Fall eines aufgrund einer Patientenverfügung handelnden Betreuers, sondern auch für den Bevollmächtigten aufgrund einer Vorsorgevollmacht gilt, lässt es geboten erscheinen, die diesbezügliche ernsthafte Willensbildung des Patienten als Vollmachtsgeber durch eine notariell beurkundete Erklärung zu dokumentieren.

Grundlegende Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Der Bundesgerichtshof hat sich mit Beschluss vom 17. März 2003 (6) grundlegend zur Bindungswirkung einer Patientenverfügung eines später einwilligungsunfähigen und tödlich erkrankten Patienten für den Betreuer sowie zur Stellung des Betreuers und des Vormundschaftsgerichtes bei der Entscheidung über die Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen geäußert:
Ist ein Patient einwilligungsunfähig und hat sein Grundleiden einen irreversiblen tödlichen Verlauf genommen, so müssen lebenserhaltende oder – verlängernde Maßnahmen unterbleiben, wenn dies seinem zuvor – etwa in Form einer sogenannten Patientenverfügung – geäußerten Willen entspricht. Dies folgt aus der Würde des Menschen, die es gebietet, sein in einwilligungsfähigem Zustand ausgeübtes Selbstbestimmungsrecht auch dann noch zu respektieren, wenn er zu eigenverantwortlichem Entscheiden nicht mehr in der Lage ist. Nur wenn ein solcher erklärter Wille des Patienten nicht festgestellt werden kann, beurteilt sich die Zulässigkeit solcher Maßnahmen nach dem mutmaßlichen Willen des Patienten, der dann individuell – also aus dessen Lebensentscheidungen, Wertvorstellungen und Überzeugungen – zu ermitteln ist.


Ist für den Patienten ein Betreuer bestellt, so hat dieser dem Patientenwillen gegenüber Arzt und Pflegepersonal in eigener rechtlicher Verantwortung und nach Maßgabe des §1901 des Bürgerlichen Gesetzbuches (7) Ausdruck und Geltung zu verschaffen. Seine Einwilligung in eine ärztlicherseits angebotene lebenserhaltende oder lebensverlängernde Behandlung kann der Betreuer jedoch nur mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichts wirksam verweigern. Für die Einwilligung des Betreuers und eine Zustimmung des Vormundschaftsgerichts ist kein Raum, wenn ärztlicherseits eine solche Behandlung oder Weiterbehandlung nicht angeboten wird – sei es, dass sie von vornherein medizinisch nicht indiziert, nicht mehr sinnvoll oder aus sonstigen Gründen nicht möglich ist. Die Entscheidungszuständigkeit des Vormundschaftsgerichts ergibt sich nicht aus einer analogen Anwendung des §1904 des Bürgerlichen Gesetzbuches (8), sondern aus einem unabweisbaren Bedürfnis des Betreuungsrechts.

Verlustgefahr und Registrierung
Ebenso wie bei Testamenten besteht die Gefahr, dass eine Patientenverfügung samt Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht im Bedarfsfall nicht aufgefunden oder gar durch einen interessierten Dritten unterdrückt wird.

Beispielhaft hat der Hospizkreis im Landkreis Miesbach e.V. (9) eine mehrseitige Patientenverfügung mit Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht nach einer Vorlage der Evang.-Luth. Kirche in Bayern erstellt, die diesen Gefahren vorbeugt. Denn diese Patientenverfügung enthält nicht nur ein Exemplar für die eigenen persönlichen Unterlagen, sondern weitere für die Vertrauensperson sowie den behandelnden Hausarzt. Die Patientenverfügung mit Betreuungsverfügung ist von der Vorsorgevollmacht getrennt beziehungsweise getrennt zu unterschreiben. Eine gesonderte Bestätigung der Aufklärung durch einen (unabhängigen) Dritten, zum Beispiel durch den Hausarzt, verringert die Gefahr erheblich, dass die Handlungsfähigkeit bei Erstellen der Patientenverfügung nachträglich angezweifelt wird. – Und eine formularmäßige „dringende Bitte“ um Beachtung der Patientenverfügung kann beziehungsweise soll außerhalb des Hauses zusammen mit dem Ausweis mitgenommen werden. – Abschließend ist Raum für spätere Bekräftigungen der Patientenverfügung und gegebenenfalls der Vorsorgevollmacht vorgesehen.

Die amtliche Hinterlegung von Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen bei den Amtsgerichten – Vormundschaftsgerichten ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Zur Vermeidung der Gefahr, dass ein Vormundschaftsgericht mangels Kenntnis von einer entsprechenden Vollmachtserteilung entgegen dem Willen des Patienten eine Betreuung anordnet, hat sich die Bundesnotarkammer zur Schaffung eines elektronischen Registers für Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen angenommen (10). Wählt man die Form der notariellen Patientenverfügung samt Betreuungsverfügung und gegebenenfalls Vorsorgevollmacht, kann der beurkundende Notar mit Zustimmung der Betroffenen (also Vollmachtsgeber und Vollmachtsnehmer) dort eine Registrierung veranlassen, die letztendlich gewährleistet, dass dem erklärten Willen des Patienten „im Fall des Falles“ auch Rechnung getragen wird.

Die adressatengerechte Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
In der juristischen Literatur wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass viele Patientenverfügungen samt Vorsorgevollmachten, die allgemein angeboten werden und zum Teil auch über das Internet abrufbar sind, nicht praktikabel sind. Die Beschränkung der Vertretungsvollmacht im Außerverhältnis geht einher mit einer Vermischung von General- und Personalvollmacht; Innenverhältnisregelungen sind überfrachtet; die Befugnis zur Vornahme unentgeltlicher Geschäfte durch den Bevollmächtigten ist ebenso umstritten wie die Befugnis, mit sich selbst einen Vertrag zu schließen. Zwei Beispiele:
Wie soll mit der Problematik umgegangen werden, wenn der irreversibel komatöse Patient vor seinem absehbaren Tod selbst nochmals erbt und der Bevollmächtigte dieses Erbe zu verteilen wünscht?


Darf der Bevollmächtigte die absehbar nicht mehr benötigte Wohnung des Betroffenen an sich selbst vermieten?
Um diesen und ähnlichen Problemen in Beachtung des Willens des Vollmachtsgebers gerecht zu werden, hat Notar und Oberjustizrat L. Milzer (10) einen Formulierungsvorschlag entwickelt, der folgende Eckpunkte enthält:
Die Vorsorgevollmacht wird einem oder mehreren Personen (dann mit Einzelvertretungsbefugnis) als Generalvollmacht erteilt. Die völlig unbeschränkte Vollmacht erstreckt sich auch auf unentgeltliche Geschäfte. Der Bevollmächtigte wird von allen Beschränkungen des §181 BGB befreit, darf also vor allem auch mit sich selbst Verträge abschließen. Die Vollmacht gilt über den Tod hinaus.


Die Vollmacht in persönlichen Angelegenheiten umfasst insbesondere das Recht Erklärungen in Gesundheitsangelegenheiten abzugeben, in Heilbehandlungen, Operationen und sonstige ärztliche Maßnahmen einzuwilligen, Krankenunterlagen einzusehen, sowie alle Informationen durch die behandelnden Ärzte einzuholen. Die jeweiligen Ärzte sind insoweit von ihrer Schweigepflicht entbunden. Der Bevollmächtigte darf auch in freiheitsbeschränkende Maßnahmen durch mechanische Vorrichtungen, Medikamente oder auf andere Art und Weise einwilligen und eine mit einer Freiheitsentziehung verbundene Unterbringung veranlassen. Der Bevollmächtigte ist auch berechtigt, Ärzte und Krankenhäuser anzuweisen, lebensverlängernde Maßnahmen abzubrechen oder zu unterlassen.


In der Patientenverfügung wird betont, dass keine außerordentlichen Maßnahmen zur Lebensverlängerung, wie zum Beispiel künstliche Wasser- und Nahrungszufuhr, Sauerstoffzufuhr, künstliche Beatmung, Medikation, Bluttransfusion und Dialyse gewünscht werden, wenn das Grundleiden nach gesicherter medizinischer Erkenntnis einen unabwendbaren Verlauf zum Tode genommen hat. Der Arzt möge für diesen Fall lediglich eine angemessene Behandlung zukommen zu lassen um insbesondere Schmerzen, Atemnot und Angstzuständen entgegenzuwirken, auch wenn damit das Risiko einer Lebensverkürzung verbunden sein sollte. Es besteht auch Einverständnis darüber, dass Arzneimittel und Medizinprodukte im Rahmen einer klinischen Prüfung unter strikter Einhaltung der dazu ergangenen gesetzlichen Bestimmungen angewandt werden, wenn die Anwendung nach den gesicherten Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft angezeigt ist, um das Leben zu retten, die Gesundheit wieder herzustellen oder das Leiden zu erleichtern. Jeder behandelnde Arzt, dem eine Ausfertigung dieser Patientenverfügung vorgelegt wird, ist ausdrücklich beauftragt und ermächtigt, seine Entscheidungen über Behandlungsmaßnahmen an den vorstehend formulierten Wünschen zu treffen. Nachdem diese Patientenverfügung notariell beurkundet worden ist, wird es nicht für erforderlich angesehen, diese in den folgenden Jahren schriftlich oder notariell zu bestätigen. Vielmehr erfolgt bei Aufhebungs- oder Änderungswünschen die Einziehung der Urkunde samt der zugehörigen Ausfertigungen.


Zur Betreuungsverfügung wird ausgeführt, dass die Vollmacht als umfassende Vorsorgevollmacht auch gerade für den Fall erteilt wird, dass der Vollmachtsgeber infolge einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr selbst besorgen kann. Sie soll in diesen Fällen dazu dienen, die vormundschaftsgerichtliche Bestellung eines Betreuers zu vermeiden. Wird für Rechtsgeschäfte, für die der Bevollmächtigte ungeachtet der mit dieser Vollmacht intendierten allumfassenden Bevollmächtigung keine Vertretungsmacht haben sollte, ein Betreuer bestellt, so bleibt die Vollmacht im Übrigen bestehen. In diesem Fall wird bestimmt, dass der Bevollmächtigte oder einer der Bevollmächtigten zum Betreuer bestellt werden soll.


Ohne dass die Berechtigung des Bevollmächtigten nach Außen im Verhältnis zu dritten Personen oder Institutionen eingeschränkt werden soll, wird im Innenverhältnis zum Bevollmächtigten bestimmt: Der Bevollmächtigte soll von der Vollmacht nur auf ausdrückliche Weisung oder dann Gebrauch machen, wenn der Vollmachtgeber seine Angelegenheiten nicht mehr selbst besorgen kann. Im Innenverhältnis soll für die Rechtsstellung des Bevollmächtigten das gemäß §1901 BGB (7) für den Betreuer geltende Recht entsprechend gelten. Für den Widerruf der Vollmachten gelten die allgemeinen Vorschriften, insbesondere das Erfordernis erteilte Ausfertigungen der (notariellen) Vollmacht zurückzufordern.


Die abschließenden Formulierungsvorschläge befassen sich mit den entsprechenden Belehrungen, der Wertfestsetzung, der Mitteilung an das elektronische Register der Bundesnotarkammer sowie der Erteilung von Abschriften und Ausfertigungen.

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Aktualisiert am: 25.05.17, Uhrzeit: 14.04

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Gesunde Ernährung: Gluten sorgt für Verwirrung

Glutenfreie Nahrung ist teuer - aber für Gesunde nicht von Vorteil - manchen Menschen schadet eine solche willkürliche Diät sogar. Wird die unberechtigte "Cholesterin-Panik" durch die ebenfalls unberechtigte "Gluten-Panik" abgelöst?

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zur Originalstudie (BMJ)  hier 

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Quellen: Spiegel online, BMJ 2017

 

Viagra (Sildenafil) wirkt in allen Altergruppen - unabhängig von Vorerkrankungen

Rund 10.000 Patienten erhielten im Zusammenhang mit ihrer geklagten erektilen Dysfunktion im Rahmen von 42 Plazebo-kontrollierten Doppelblind- Untersuchungen entweder Sildenafil,  oder ein wirkstofffreies Scheinmedikament. Es zeigte sich,  dass Sildenafil in allen Altersgruppen, und mit,  bzw. ohne Vorerkrankungen,  statistisch signifikant besser wirkte, als die in der Kontrollgruppe gegebene wirkstofffreie Kontrollsubstanz.

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Quelle:Int J Clin Pract. 2017

 

Überraschende Erkenntnis:  Fruchtsäfte sind eher als ungesund einzuschätzen und sollten daher im Regelfall  durch den Konsum von Früchten ersetzt werden.

Selbst "hochwertige",  frisch gepresste Fruchtsäfte sind nach Expertenmeinung nicht mehr als teures Zuckerwasser, das dick macht.  Den hochkalorischn Fruchtsäften fehlen oft Vitamine, Mineralien, Balaststoffe und Antioxydantien.  Sie können bei regelmäßigem Konsum  ein Übergewicht verstärken und die Insulin-Produktionskapazität des Organismus überfordern.  Fruchtsäfte lösen gelegentlich sogar eine Zuckerkrankheit (Diabetes-Typ-II) aus und erhöhen so mittel- und langfristig das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

 

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Quelle: Washington Post, Mai 2017

Tödliche Fehler: Früherkennung Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)  auch in Deutschland nicht optimal organisiert

Kritiker vermuten, dass jährlich das Leben zahlreicher Frauen gerettet werden könnte,  wenn die praxisnahe Ausbildung der Frauenärzte durch spezielle Weiterbildungsmaßnahmen verbessert würde.

Obgleich ein Gebärmutterhalskrebs leicht und ohne großen Aufwand früh erkannt und geheilt werden kann, wird die lebensrettende Diagnose jährlich bei rund 1.500 Frauen zu spät gestellt. Die Ursachen sind prinzipiell vermeindbar.   Zum Einen gehen nur 50% der für die Maßnahmen in Frage kommenden Frauen regelmäßig zur angebotenen Früherkennungsuntersuchung und zum Anderen sind viele Frauenärztinnen und -ärzte aufgrund ihrer kliniklastigen, lückenhaften praktischen Ausbildung nicht immer in der Lage, einen Abstrich vom Gebärmutterhals sachkundig abzunehmen. 

 

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Quelle: Medizinjournalisten-Stammtisch 2017

US-Arzneimittelbehörde FDA: Erster Gen-Selbsttest zugelassen

Erstmalig wurde in den USA ein Gentest (23andMe)von der FDA zugelassen, mit dessen Hilfe Endverbraucher - ohne ärztliche Hilfe - in ihrer Erbmasse die Veranlagung für zehn Erb-Krankheiten, bzw. besondere erblich bedingte Gesundheits- Zustände erkennen können.  Dies kann sie dann zu bestimmten Änderungen ihrer Lebensweie motivieren, bzw. zu einer ausführlichen Beratung durch ihren Arzt.

 

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Quelle:  Presseerklärung FDA, Informationen 23andMe

 

Hilft warme Milch bei Einschlafstörungen?

Neue Forschungsergebnisse belegen: warmer Milch enthält keine Bestandteile, die tatsächlich als eine Art wirksames Schlafmittel gelten können. Doch Schlafstörungen beruhen meist auf seelischen Problemen, daher spricht auch nichts dagegen,  warme Milch versuchsweise als Einschlafhilfe zu nutzen.

 

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Quelle: Spiegel online April 2017

Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde

Die eher unscheinbare Küchenpflanze Wasserkresse - auch Brunnenkresse genannt- ersetzt eine ganze Apotheke

Trotz der zunehmenden Beliebtheit alternativer Heilmethoden ist wenig bekannt, dass die weit verbreitete Brunnenkresse/Wasserkresse zahlreiche Wirkstoffe enthält, die als sehr gesund gelten.

 

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Quelle:  Ulster University of Ireland

Krebsvorbeugung: Wundermittel Aspirin?

Die Langzeiteinnahme des beliebten Schmerzmittels Aspirin (Azentylsalizylsäre= ASS) senkt das Risiko an Krebs zu erkranken. Dies trifft unter anderem auf Darm-Lungen-, Brust- und Prostatakrebs zu.  Die jetzt vorgestellte Studie zeigt auch, dass das Risiko an Krebs zu sterben, bei Aspirin-Konsumenten deutlich herabgesetzt ist.

 

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Quellen: American Association for Cancer Research Annual Meeting 2017, Washington Post

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium wird von vielen Menschen überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei schmerzhaften nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur angeblichen Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

 

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Langzeitstudie:  Entlastung für die Pille

Eine Frau, die Jahrzehnte lang mit der Pille verhütet, muss später nicht fürchten, aus diesem Grund an einem Krebs zu erkranken. Eine weitere große Langzeitstudie gibt nun Entwarnung. Offenbar verursacht die Pilleneinnahme sogar einen (kleinen) Schutzeffekt.

 

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Quelle: FAZ März 2017

Der FeNO-Atemtest erleichtert die Diagnose der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).

Ein internationales Forscherteam fand in einer wissenschaftlichen Studie heraus, dass  sich die Konzentration des Biomarkers  fraktioniertes  Stickoxid (FeNO) in der nasalen Ausatemluft gut für die Diagnostik der häufig vorkommenden allergischen Rhinitis eignet.

Es zeigte sich bei der Analyse der Studiendaten, dass die Konzentration des  Biomarkers FeNO  bei Patienten mit allergischer Rhinitis und Asthma mehr als doppelt so hoch ausfiel, als bei den Patienten der Vergleichsgruppe, die unter keiner Entzündung der Atemwege litten.

 

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Quelle:Journal of Asthma and Allergy

Blutgruppenbestimmung wird in Zukunft deutlich vereinfacht  werden

Ein innovativer Schnell-Test ermöglicht schon bald eine Blutgruppenbestimmung in nur 30 Sekunden

Chinesische Wissenschaftler haben einen einfach und billig durchzuführenden Papierstreifentest entwickelt,  mit dessen Hilfe eine Blutgruppe am Krankenbettohne viel Aufwand, extrem schnell und zuverlässig  bestimmt werden kann.  Der Papiertest kann wahrscheinlich in Zukunft in Notsituationen  viele Menschenleben retten.  

 

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Quelle: Spiegel online und Science Translational Medicine
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Neue Studien bei Onkologen: Roche erzielt Top-Imagewerte in den Bereichen Lungenkarzinom und Mamma-/Ovarialkarzinom

 In der Indikation Lungenkarzinom wie auch im Bereich Mamma-/Ovarialkarzinom ist der Pharmahersteller Roche führend. Das geht aus den Ergebnissen von zwei neuen Studien zum Image von Pharmafirmen hervor, die Kantar Health Ende 2016 unter onkologisch tätigen Ärzten durchgeführt hat. Kantar Health ist eine weltweit führende Healthcare Beratungs-/Marktforschungsagentur.

 

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Quelle: Pressemitteilung - Kantar Health GmbH

Umstrittenes Vitamin D:  Schutz vor Atemwegsinfektionen konnte bewiesen werden

Die einen schwören auf die vielfältigen positiven Wirkungen von
Vitamin D.  Andere Forscher sind skeptisch oder warnen gar vor Überdossierung und Nebenwirkungen.  Jetzt hat eine Forschergruppe das vorliegende Datenmaterial von 25 zufallsgesteuerten wissenschaftlichen Untersuchungen ausgewertet an denen mehr als 10.000 Patienten teilgenommen hatten. Sie kamen zu dem Ergebniss, dass die Einnahme von Vitamin D3 und Vitamin D2 statistisch signifikant vor akuten Atemwegsinfektionen schützt.  Diese Prophylaxe- Wirkung erwies sich als besonders ausgeprägt, wenn zu Beginn der Therapie mit Vitamin D im Labor besonders niedrige Blutkonzentrationen nachgewiesen werden konnten.  Die Autoren der im British Medical Journal veröffentlichten Studie kamen zu dem Schluß, dass Vitamin D ein sicheres Medikament ist und bei regelmäßiger Einnahme das Risiko von Atemwegsinfektionen senkt.

 

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Quelle: BMJ Februar 2017

Akupunktur

Die tausende Jahre alte chinesische Nadeltherapie wird besonders oft und gerne zur Schmerztherapie eingesetzt. Doch die Wirkung ist umstritten. Viele Anwender berichten über eine schlechte Schmerzdämpfung - oft entspricht die beobachtete Wirkung der Nadeltherapie jener einer wirkungslosen Schein-Akupunktur. Doch jetzt wurde eine in China durchgeführte Akupunktur-Studie im Fachblatt JAMA vorgestellt, die zeigte, dass die bei Migräne-Patienten durchgeführte Nadeltherapie gut wirkte - statistisch signifikant besser als eine bei Patienten der Kontrollgruppe durchgeführte Scheintherapie.

 

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Quelle: JAMA Internal Medicine, Februar 2017

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium gegen Muskelkrämpfe wird überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Bluthochdruck im fortgeschrittenen Lebensalter:  Ärzte wollen Zielwert auf 150/90 mm HG erhöhen.

Eine zu starke Senkung der erhöhten Blutdruckwerte beeinträchtigt  aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen bei alten Menschen die Lebensqualität. Daher diskutieren nun unterschiedliche Fach-Gremien die Erhöhung der empfohlenen Ziel-Blutdruckwerte - auf 150/90 mm HG.

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Heuschnupfen-Therapie sollte nicht abgekürzt werden

Die über die Mundschleimhaut anzuwendende sublinguale spezifische Immuntherapie  (SLIT) dauert mit rund fünf Jahren vielen Pollenallergikern zu lange.  Daher brechen sie die zu Hause durchzuführende Variante der Allergietherapie zu früh ab - oft ohne mit dem Arzt darüber zu sprechen. Doch dies erwies sich nun als keine gute Idee. Jetzt zeigte eine wissenschafttliche Studie, dass eine nur zweijährige sublinguale Immun-Therapie nicht wirkt. Den Therapieabbrechern droht die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung.

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Quelle: JAMA, 2017

Impfen gegen Infektionskrankheiten beibt wichtig

Malaria-Impfstoff besteht erste Tests mit Patienten

Ein internationales Forscherteam hat einen Impfstoff entwickelt, der in einer Studie Patienten vollständig vor der Infektionskrankheit Malaria geschützt hat.

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Quelle: Spiegel online Februar 2017

Lungenkrebs-Screening

Die Krebs-Früherkennungs-Diagnostik ist derzeit bei Experten sehr umstritten. Überwiegen die Nachteile die erreichbaren Vorteile?

VieleÄrzte und auch Patienten meinen, dass Fortschritte bei der Bekämpfung der Krebserkrankungen nur durch eine deutliche Ausweitung der Früherkennnungs-Maßnahmen möglich ist. Doch ist das wirklich so?

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Sportmedizin
Körperliche Aktivität  und Senkung des allgemeinen Sterbe- und Herz-Kreislauf-Risikos

Eine im Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass es für die Gesunderhaltung offenbar bereits ausreicht, wenn man sich nur am Wochenende an zwei Tagen ein wenig (150 Minuten)sportlich betätigt.

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Integrative Medizin

Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose)

Die bei Alternativ-Medizinern beliebte und weit verbreitete Therapie der Arthrose der Kniegelenke mit Glukosamin und Chondoitin erwies sich in einer wissenschaftlichen Studie als nicht geeignet, um den Gelenkschmerz effektiv - also besser - zu bekämpfen, als ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Plazebo). 

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Quelle: Arthritis and Rheumatology

Kinderheilkunde, Psychiatrie und Geburtshilfe:

Wenn Mutti Depressionen hat

Wenn eine werdenden Mutter während der Schwangerschaft
Anti-Depressiva einnimmt, dann erhöhte sich bei den Neugeborenen laut einer in Schweden durchgeführten Studie das allgemeine Sterberisiko, bzw. die Zahl der erforderlichen Krankenhausaufnahmen. Die Autoren der Studie wiesen aber auch darauf hin, dass  in der Gruppe der Kinder  der Studienteilnehmerinnen die Zahl schwerer Krankheiten insgesamt sehr niedrig war.

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Quelle. Pediatrics, American Academy of Pediatrics.

Gesunde Ernährung

Tee erweist sich auch in neuer Studie wieder als ein gesundes Lebensmittel 

 

Weit verbreitete Genußmittel wie Tee, Kaffee und Zigaretten waren und sind in ihrem Einfluß auf die Gesundheit des Menschen noch immer umstritten. Im renommierten Fachblatt Heart wurde nun eine große Beobachtungstudie veröffentlicht, in deren Verlauf sich zeigte, dass jene Menschen seltener einen Herzinfarkt erlitten, die täglich Tee trinken.

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Quelle: JAMA 2017

Asthma bronchiale:   bei Erwachsenen ist jede dritte Diagnose
falsch 

Sehr häufig wird die Diagnose Asthma ohne die eigentlich unerläßliche Anwendung der objektive Ergebnisse liefernden Testverfahren Spirometrie und FeNOAtemtest gestellt. Es verwundert daher nicht, dass etwa jede dritte Diagnose falsch ist. 

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Quelle: JAMA 2017

Schweiz: Hyperthermie-Krebstherapie Ab 2017 bezahlen Schweizer Kassen Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie

Mit Wirkung vom 1. Januar 2017 hat das Bundesamt für Gesundheit Hyperthermie-Behandlungen in Kombination mit Bestrahlung in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen. Damit können Patienten nun die Kosten für diese komplementärmedizinische Form der Krebstherapie über die Krankenkassen abrechnen. Hyperthermie erhöht Heilungschancen bei Krebs

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Quelle:  www.heilpraxisnet.de

Fischöl-Therapie: Vorbeugung von Asthma bei kleinen Kindern

Wenn Schwangere im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft pro Tag 2,4 Gramm Fischöl (in Form von Fischöl-Kapseln) einnehmen, dann haben ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren ein um ein Drittel niedrigeres Risiko an Asthma und anderen entzündliche Atemwegsleiden zu erkranken. Im Rahmen dieser im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen dieser vorbeugenden Therapie festgestellt werden - weder bei den Müttern, noch später bei deren Kindern.

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Volltext kostenlos
Quelle:Bisgaard H, Stokholm J, Chawes BL, et al. Fish Oil-Derived Fatty Acids in Pregnancy and Wheeze and Asthma in Offspring. N Engl J Med. 2016 Dec 29;375(26):2530-9. doi: 10.1056/NEJMoa1503734. (Original)

USA:  Warnhinweis für Homöopathie 02.01.2017 

Die Debatte um die Wirksamkeit von Homöopathika tobt seit Jahren. Dabei ist die Studienlage eindeutig. Jetzt legt die US-amerikanische Handelsbehörde FTC  daher fest: Homöopathische Medikamente müssen klar als wirkungslos gekennzeichnet sein.  In Zukunft muss auf den frei verkäuflichen homöopathischen Medikamenten vermerkt sein, dass sie nicht wirken. Das hat in den USA die Federal Trade Commission festgelegt. Sollte es auch in Zukunft keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien zur Wirksamkeit der Mittel geben, so müsse auf die Verkaufspackungen  ein Warnhinweis aufgedruckt sein, dass das Produkt nicht wie angekündigt funktioniert“, so die FTC.  Naturgemäß sind die Homöopathen ganz anderer Meinung. Sie verweisen auf zahlreiche Studien, die ihrer Meinung nach die Wirksamkeit der Homöopathie eindeutig beweisen.

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Quelle: Laborwelt

D-Mannose: hilft bei manchen antibiotika-resistenten Harnwegsinfektionen.

Doch die Hauptanwendung ist die Vorbeugung von immer wieder aufflackernden  Harnwegsinfektionen.

Der Zucker D-Mannose wird rezeptfrei in der Apotheke als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und soll Harnwegsinfekten vorbeugen, indem es bestimmte Bakterien daran hindert ( dies weurde in Tierversuchen herausgefunden) sich an der Wand der Harnblase festzusetzen. Andere Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass D-Mannose schädliche Bakterien an der Vermehrung hindert und dafür  für die Darmflora wichtige "gute" Bakterien  bei ihrer Ausbreitung im Darm unterstützt. Die zusammen getragenen  Informationen sind bisher aber widersprüchlich und sollten nach Meinung der Forscher im Zuge weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen abgeklärt werden.

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und auch hier
Quelle: WIKIPEDIA und WebMD

"Volksnahrungsmittel" Magensäureblocker?

Wie in Spiegel online zu lesen war, verordnen deutsche Ärzte angeblich viel zu häufig sog. Protonenpumpenhemmer, die im Volksmund auch "Magensäureblocker" genannt werden.  Dies ergab eine Analyse der Barmer Krankenkasse , die das Unternehmen für das Magazin SPIEGEL durchgeführt hatte. 

Die Protonenpumpenhemmer unterdrücken im Verdauungstrackt die Freisetzung von Magensäure (Salzsäure) nahezu total und bekämpfen so Magengeschwüre und Sodbrennen.   Doch bei der üblichen Langzeit-Einnahme kommt es oft zu gefährlichen Nebenwirkungen durch Knochenschwund bedingter Knochenbrüche und zu einem Magnesiummangel, der Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle begünstigt. 

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Quelle: Spiegel online

Sind viele Arztbesuche tatsächlich überflüssig?

Spiegel online beleuchtet diese Frage ausführlich und stützt sich dabei auf Daten, die von deutschen Krankenkassen zusammengetragen wurden.

mehr lesen
Quelle Spiegel online

Prost Neujahr!
Ist Alkohol weniger schädlich für die Gesundheit als bisher angenommen?

Die vom Alkohol ausgehenden Gesundheitsgefahren wurden bisher überschätzt. Ein mäßiger Alkoholkonsum tötet offenbar keine Hirnzellen ab, sondern beeinflusst die Hirnleistung nur kurzfristig. Sobald der Alkohol abgebaut ist, funktioniert das Gehirn wieder normal. Mittel- und langfristig gesehen erhöht ein mäßiger Alkoholkonsum offenbar sogar die Leistungsfähigkeit des erwachsenen Gehirns.

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Quelle: Spiegel online , AAAC Science Net, American Journal of Epidemiology

Innere Medizin: Dauer der Antibiotika-Therapie ist umstritten

Die Ärzte sind sich uneins: darf man bakterielle Infektionen wie beispielsweise Lungen- oder Mittelohrentzündungen mit einer von 10 auf 5 Tage verkürzten Antibiotika-Therapie behandeln, ohne die Patienten zu gefährden ?

mehr lesen (Lungenentzündungen)
mehr lesen (Mittelohrentzündungen)

Kinderheilkunde und Neurologie: Die bisher übliche Therapie einer akuten Gehirnerschütterung wird derzeit grundsätzlich überdacht.

Bisher wurde den Patienten unmittelbar nach dem Unfall als Vorsichtsmaßnahme strenge Bettruhe verordnet.  Nun zeigt eine im  US-Fach-Journal JAMA veröffentlichte Studie zur Überraschung der Forscher, dass ein sehr früher Beginn derkörperlichen Aktivitäten  den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst hatte.

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Quelle: JAMA

Feminismus:  Sind Frauen generell die besseren Ärzte?

Bisher gingen in den USA die meisten Medizin-Profis davon aus, dass das deutlich geringere Einkommen von Ärztinnen darauf zurück zu führen sei, dass auch die Qualität ihrer beruflichen Leistungen entsprechend geringer ausfällt.  Diese Erklärung wurde hinter vorgehaltener Hand unter anderem auf die auch in den USA übliche Doppelbelastung vieler Frauen zurück geführt.  Doch nun hat eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie gezeigt, dass diese weit verbreiteten Vorurteile nicht berechtigt sind. Sobald Patienten nämlich von weiblichen Internisten behandelt worden waren, fiel sowohl ihre 30-Tage-Sterblichkeit geringer aus, als auch die Wahrscheinlichkeit der schnellen Wiederaufnahme in stationäre Behandlung.  Obgleich die Unterschiede nicht groß waren, zeigen die erhobenen Daten, dass das niedrigere Einkommen der Ärztinnen nicht mit schwächeren fachlichen Leistungen begründen läßt.

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Quelle: JAMA 2016

Chirurgie: Geplante Routine-Operationen,  oder überraschend notwendiger Notfall-Eingriff? 

Die Gabe weit verbreiteter sog. "Blutfettsenker" aus der Wirkstofffamilie der Statine vermindern offenbar das Risiko von OP-Komplikationen - und erwies sich daher in vielen Fällen als Lebensretter.

In den USA wurden die Daten von 180.478 Patienten analysiert, die sich einer OP unterzogen hatten, die nicht das Herz betraf.  Es zeigte sich, dass Patienten, die am Tag der Operation, oder in den 24 Stunden danach einen Blutfetttsenker aus der Familie der Statine eingenommen hatten,  im ersten Monat nach dem Eingriff ein deutlich niedrigeres Sterberisiko aufwiesen - verglichen mit den Patienten der Vergleichsgruppe, die keine Statine erhalten hatten.  Weitere Untersuchungen werden in Zukunft zeigen müssen, ob im Zusammenhang mit Operationen aus wissenschaftlicher Sicht eine allgemeine Empfehlung der Statin-Begleittherapie   gerechtfertigt ist.

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Quelle:JAMA 2016

Chirurgie

Häufige Diagnose Karpal-Tunnel-Syndrom  - Unklarheiten bei der Diagnose und der nachfolgenden Therapie

Das sogenannte Karpal-Tunnel-Syndrom kommt nahezu gleich häufig vor wie die weit verbreitete Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose).  Doch trotz der Häufigkeit dieser Leiden werden sehr häufig Fehldiagnosen gestellt und die Auswahl der ärztlich empfohlenen Therapien erweist sich oft auch als kontrovers und unter Chirurgen als heftig umstritten. Bei beiden Leiden wird nach Meinung vieler Ärzte auch in Deutschland zu häufig operiert - gelegentlich mit  zweifelhaftem Erfolg.  
Jetzt haben sich international bekannte Orthopädie-Experten im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine ausführlich zu diesen beiden Krankheiten geäußerte und haben mit ihren detaillierten Ratschlägen zahlreiche Krankheits-Varianten abgehandelt,  die ganz unterschiedliche Therapien erfordern.

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Quelle: NEJM 2016

Vitamin-D-Prophylaxe im Zwielicht:  Was nun?

In einem See von Unsicherheiten galt bisher die vorbeugende Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel als eine gute, der Gesundheit dienliche  Idee - und wurde auch von vielen Ärzten wohlwollend unterstützt.  Dies insbesondere dann, wenn sich die Individuen wenig im Sonnenlicht aufhalten, was die natürlich Synthese von Vitamin D behindern kann. Doch nun kommen Zweifel an der Wirkung auf, die Patienten und Ärzte verunsichern werden.

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Quelle: British Medical Journal 2016

Alkohol als wenig beachteter Risikofaktor für Krebs?

Schon relativ kleine Mengen an Alkohol erhöhen das statistische Risiko für bestimmte Arten von Krebs  - insbesondere Darm-, Leber- und Speiseröhrenkrebs sind gefürchtete Folgen des regelmäßigen und/oder übermäßigen Alkohol-Konsums. Forscher fanden bei der Auswertung von Statistiken heraus, dass nur wenige Menschen den ärztlichen Rat befolgen,  an zwei Tagen der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten.
Besonders hoch ist das individuelle Krebsrisiko immer dann, wenn Menschen rauchen und zusätzlich  auch regelmäßig Alkohol trinken - was oft der Fall ist.  Diese Tatsachen ändern aber nichts an der die Lage komplizierenden  Erkenntnis, dass ein mäßiger Alkoholgenuß (als grobe Orientierung: 1-2 Gläser Rotwein am Tag)  offenbar das Risiko tödlicher Herzinfarkte senkt.

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Quelle: online Focus, Navigator  Medizin

Ist die schon bald mit Hilfe eines einfach durchzuführenden Speicheltests möglich?

An der Universität Loughborough entwickelte ein Forscherteam einen einfach durchzuführenden Speicheltest, der es möglich macht, mit Hilfe der Analyse "metabolischer Biomarker" - das sind körpereigene Substanzen, die bei  Stoffwechsel entstehen- Allergien und Asthma nachzuweisen.
Der Test kann in jeder Altersgruppe zum Einsatz kommen. Bevor der Speichel-Test allerdings in der ärztlichen Alltagspraxis verfügbar ist, sind erst noch die üblichen, breit angelegten wissenschaftliche Zulassungs-Studien erforderlich. Doch dass die innovative Methode grundsätzlich für die Diagnose von Asthma  geeignet ist, konnte nun bereits nachgewiesen werden.

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Quelle: Dr. tipster

Krebs: die Immuntherapie ist bei bösartigen Tumorleiden umstritten

Die Immuntherapie wird seit einiger Zeit in zahlreichen Varianten als der große Durchbruch bei der Krebstherapie gefeiert.  Damit erhalten Patienten eine Chance, die bis vor kurzem als unheilbar und dem Topd geweiht galten. Weltweit machte sich daher unter Onkologen Euphorie breit.  Doch nun hat diese Hoffnung einen Dämpfer erhalten.

Die angesehene New York Times berichtete ausführlich über den um sich greifenden Verdacht, dass die teuren Immun-Therapeutika auch die noch gesunden inneren Organe der Patienten angreifen und innerhalb kürzester Zeit schwer schädigen.

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Quelle: NYT

Homöopathie: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie

Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

• Versorgungsforschung
• Randomisierte kontrollierte klinische Studien
• Meta-Analysen
• Grundlagenforschung

 

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Quelle: Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

 




 

 


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