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STERBEHILFE



Spektakuläre Schicksale wie das von Terri Schiavo einerseits und zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofes aus den Jahren 2003 und 2005 andererseits haben die Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland um das Thema Sterbehilfe wieder verstärkt aufleben lassen. In Berücksichtigung der historischen Vergangenheit und angesichts des ungemein schwierigen und komplexen Themas Sterbehilfe wird die Diskussion wenn auch kontrovers, aber doch sachlich und zurückhaltend geführt. Medicus informiert über den aktuellen Meinungsstand und über mögliche Gesetzesänderungen, die sämtliche eines zum Ziel haben: Ein selbstbestimmtes Sterben des Menschen in Würde.

Selbstbestimmung am Ende des Lebens

Der Leitfaden des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung und des Bundesministeriums der Justiz für Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzte (1*) „Patientenrechte in Deutschland“ hebt hervor, dass auch bei der Behandlung Sterbender der Arzt das Selbstbestimmungsrecht und die menschliche Würde des Patienten zu beachten hat. Patienten haben das Recht auf eine angemessene Betreuung, vor allem auf eine schmerzlindernde Behandlung. Sie können über Art und Ausmaß diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen selbst entscheiden. Patienten, die entscheidungsfähig sind, können den Behandlungsabbruch oder das Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen verlangen. Eine gezielte Lebensverkürzung durch Maßnahmen, die den Tod herbeiführen oder das Sterben beschleunigen, ist jedoch nicht gestattet und auch dann mit Strafe bedroht, wenn der Patient dies verlangt (2*).

Wesentlich problematischer gestaltet sich die Situation für den behandelnden Arzt und die nächsten Angehörigen, wenn eine Entscheidungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Bei diesen Patienten ist auf den mutmaßlichen Willen abzustellen. Zur Ermittlung des mutmaßlichen Willens sind insbesondere frühere schriftliche oder mündliche Äußerungen des Patienten und seine sonstigen erkennbaren persönlichen Wertvorstellungen zu berücksichtigen. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei die Befragung von Ehepartnern oder Lebensgefährten, Angehörigen oder anderen Nahestehenden ein, die Auskunft über die mutmaßlichen Behandlungswünsche des Betroffenen geben können.

Patienten können für den Fall, dass sie nicht mehr entscheidungsfähig sind, vorsorglich im Rahmen einer sogenannten Patientenverfügung auf lebenserhaltende oder lebensverlängernde Maßnahmen verzichten oder diese modifizierend einschränken. Der in einer Patientenverfügung niedergelegte Wille ist für den Arzt grundsätzlich zu beachten. Bei einer Patientenverfügung muss der Arzt jedoch genau prüfen, ob die konkrete Situation derjenigen entspricht, die sich der Patient bei dem Abfassen der Verfügung vorgestellt hatte, und ob der geäußerte Wille im Zeitpunkt der anstehenden ärztlichen Entscheidung unverändert aktuell ist. Das Benennen von Vertrauenspersonen ist in diesem Zusammenhang von Vorteil, ebenso eine Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht diesen gegenüber.

Bindungswirkung einer Patientenverfügung im Einzelnen
Der Bundesgerichtshof hat hierzu mit Beschluss vom 17. März 2003 (3*) grundlegend ausgeführt: Ist ein Patient einwilligungsunfähig und hat sein Grundleiden einen irreversiblen tödlichen Verlauf genommen, so müssen lebenserhaltende oder –verlängernde Maßnahmen unterbleiben, wenn dies seinem zuvor – etwa in Form einer sogenannten Patientenverfügung – geäußerten Willen entspricht. Dies folgt aus der Würde des Menschen, die es gebietet, sein in einwilligungsfähigem Zustand ausgeübtes Selbstbestimmungsrecht auch dann noch zu respektieren, wenn er zu eigenverantwortlichem Entscheiden nicht mehr in der Lage ist. Nur wenn ein solcher erklärter Wille des Patienten nicht festgestellt werden kann, beurteilt sich die Zulässigkeit solcher Maßnahmen nach dem mutmaßlichen Willen des Patienten, der dann individuell – also aus dessen Lebensentscheidungen, Wertvorstellungen und Überzeugungen – zu ermitteln ist.

Ist für einen Patienten ein Betreuer bestellt, so hat dieser dem Patientenwillen gegenüber Arzt und Pflegepersonal in eigener rechtlicher Verpflichtung und nach Maßgabe des § 1901 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Ausdruck und Geltung zu verschaffen. Seine Einwilligung in eine ärztlicherseits angebotene lebenserhaltende oder –verlängernde Behandlung kann der Betreuer jedoch nur mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichts wirksam verweigern. Für eine Einwilligung des Betreuers und eine Zustimmung des Vermundschaftsgerichts ist kein Raum, wenn ärztlicherseits eine solche Behandlung oder Weiterbehandlung nicht angeboten wird – sei es, dass sie von vornherein medizinisch nicht indiziert, nicht mehr sinnvoll oder aus sonstigen Gründen nicht möglich ist. Die Entscheidungszuständigkeit des Vormundschaftsgerichts ergibt sich nicht aus einer analogen Anwendung des § 1904 BGB, sondern aus einem unabwendbaren Bedürfnis des Betreuungsrechts.

In Fortführung der vorstehend auszugsweise zitierten Entscheidung hat der Bundesgerichtshof mit weiterem Beschluss vom 08. Juni 2005 (4*) präzisiert: Verlangt der Betreuer in Übereinstimmung mit dem behandelnden Arzt, dass die künstliche Ernährung des betreuten einwilligungsunfähigen Patienten eingestellt wird, so kann das Pflegeheim diesem Verlangen jedenfalls nicht den Heimvertrag entgegensetzen. Auch die Gewissensfreiheit des Pflegepersonals rechtfertigt für sich genommen die Fortsetzung der künstlichen Ernährung in einem solchen Fall nicht. Hat sich der Rechtsstreit durch den Tod des Patienten erledigt, rechtfertigt der Umstand, dass die strafrechtlichen Grenzen einer Sterbehilfe im weiteren Sinn („Hilfe zum Sterben“) bislang nicht hinreichend geklärt erscheinen, eine gegenseitige Kostenaufhebung nach § 91 a der Zivilprozessordnung (ZPO).

Hierbei hat der Bundesgerichtshof auf den damaligen Meinungsstand, d.h. unter anderem den Zwischenbericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags, Ethik und Recht der modernen Medizin; Patientenverfügungen abgestellt (Bundestagsdrucksache 15/3700 S. 37 ff, 45).

Stimmen in der Fachliteratur und in der Politik
Die Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat in der Fachzeitschrift G+G (5*) gefordert, den Sterbewunsch zu respektieren: Sie stellt fest, dass die öffentliche Debatte hierüber mit Recht sehr zurückhaltend und überlegt geführt werde. Angesichts der als Euthanasie verbrämten, massenhaften Morde in der Zeit des Nationalsozialismus und angesichts des ungemein schwierigen und komplexen Themas Sterbehilfe sollte und müsse angemessen differenziert werden. Auch wenn die Meinungen zu Sterbehilfe und Sterbebegleitung kontrovers seien, sei in den Diskussionen der letzten Wochen und Monate doch eines deutlich geworden: Das Ziel bleibe immer ein selbstbestimmtes Sterben in Würde. Aus ihrer Sicht sei die Palliativmedizin im Zweifel der bessere Weg. Die Palliativmedizin verbessere sich stetig und ermögliche inzwischen vielen Patienten ein schmerzfreies und würdevolles Sterben. Die Hospizbewegung, die todkranken Menschen ein qualvolles Sterben in Einsamkeit erspare, weite sich immer mehr aus. Palliativmedizin und Hospizbewegung eröffneten einen Weg, der das Sterben erleichtere. Es gebe jedoch Menschen, die diesen Weg nicht beschreiten wollten. Ihnen sollte eine rechtlich abgesicherte Möglichkeit gegeben werden, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden, auch wenn das die Betroffenen selbst nicht mehr in die Tat umsetzen könnten. Frau Leutheusser-Schnarrenberger befürwortet daher, dass die aktive Sterbehilfe nicht mehr grundsätzlich unter Strafe stehen sollte. Vielmehr müsse es klar definierte Ausnahmen vom Verbot geben, um Todkranken ihren Sterbewunsch zu erfüllen.

Herbert Mertin bedauert in „Recht und Politik“ (6*) die nicht ausreichende Rechtssicherheit für Sterbehilfe und Patientenverfügungen: Das Thema Sterbehilfe solle nicht nur auf den moralisch-ethisch belasteten Bereich der aktiven Sterbehilfe reduziert werden. Weder durch die Gesetzgebung noch die Rechtsprechung sei hinreichend klar geworden, wann die Behandlungspflicht ende, wann die Behandlung abgebrochen werden könne, wer letztendlich darüber entscheide und wie die Tötung auf Verlangen von einer straflosen Beihilfe zur Selbsttötung abzugrenzen sei. Es solle keine generelle Legalisierung der aktiven Sterbehilfe erfolgen, weil dadurch bestehende Ängste geschürt und keine akzeptablen Lösungen erzielt würden. Der Anwendungsbereich der Sterbehilfe umfasse nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Handlungen vor Eintritt des Hirntodes. Sterbehilfe könne durch bloße Schmerzlinderung erfolgen, wenn damit keine Lebensverkürzung einhergehe. Werde jedoch als unbeabsichtigte Folge einer Schmerzlinderung das Leben verkürzt (indirekte Sterbehilfe), bleibe die Handlung des Arztes allgemein straffrei. Bei der passiven Sterbehilfe werde auf lebensverlängernde Maßnahmen bei Sterbenden verzichtet.

Unzulässig sei die Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB), also die aktive Sterbehilfe, selbst wenn der Patient dies ausdrücklich verlange. Habe der Sterbeprozess unwiderruflich begonnen und existiere keine medizinische Indikation für weitere lebensverlängernde Maßnahmen, könne die Behandlung abgebrochen werden, wenn dies der früheren Willensbekundung des Patienten oder seinem mutmaßlichen Willen entspräche. Habe der Sterbeprozess noch nicht unmittelbar eingesetzt, müsse der Behandlungsabbruch dem wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Patienten entsprechen und zwar bezüglich seiner schriftlich oder mündlich erfolgten Aussage, seiner religiösen Überzeugung, seiner Wertevorstellung und seiner altersbedingten Lebenserwartung. Sei ein Betreuer bestellt, dürfe dieser die Weiterbehandlung des Patienten nach Zustimmung durch das Vormundschaftsgericht verweigern, wenn nachgewiesen sei, dass die Krankheit irreversibel sei und einen tödlichen Verlauf genommen habe. Dass nicht alle Fragen der Sterbehilfe geklärt seien, würden die Beschlüsse des BGH aus den Jahren 2003 und 2005 zeigen. Daher sei eine Stärkung der Patientenverfügung gesetzlich notwendig.

Assistierter Suizid
Richter Dr. Stefan Birkner hat sich anlässlich der Eröffnung einer Zweigniederlassung eines ausländischen Sterbehilfe-Vereins in Hannover mit der Problematik des assistierenden Suizids auseinandergesetzt (7*). Er kommt hierbei zu der Überzeugung, dass nur in bestimmten Konstellationen die freie Entscheidung des Einzelnen über die Beendigung seines Lebens höher einzustufen sei, als der Schutz des Lebens, so beispielsweise bei unheilbar sterbenskranken Menschen. Er ist deshalb der Ansicht, dass der Gesetzgeber im Einzelnen die Zulässigkeit einer Unterstützung der Selbsttötung genau umreißen müsse, um deutlich zu machen, dass der Staat dies nur in Ausnahmefällen akzeptiere. Zur Frage der aktiven Sterbehilfe (d.h. der Tötung auf Verlangen) sei daran festzuhalten, dass hier der Lebensschutz Vorrang vor der Freiverantwortlichkeit des Einzelnen genieße. Angesichts der schwierigen Situation der Beteiligten sei jedoch eine Milderung des Strafrahmens in § 216 StGB diskussionswürdig.

Wesentlich deutlicher wendet sich Elisabeth Heister-Neumann (8*) gegen die Arbeit von Sterbehilfeorganisationen. Mit der Ausweitung von geschäftsmäßig handelnden Sterbehilfeorganisationen finde eine „Kommerzialisierung des Todes“ statt, denn keiner dieser Organisationen handele unentgeltlich. Einzelfälle würden belegen, dass Sterbende quasi „in letzter Minute“ solchen Organisationen ihr Vermögen vererbt hätten. Ob dies noch auf Freiwilligkeit beruhe, sei zu bezweifeln. Aus diesen Gründen sei ein strafrechtliches Verbot solcher geschäftsmäßig agierenden Organisationen erforderlich. Im Interesse der betroffenen Patienten liege weiterhin die verbesserte rechtliche Absicherung der Patientenverfügung sowie der Ausbau der Palliativmedizin und der Hospizeinrichtungen.

Wachkoma-Patienten
Prof. Dr. Wolfram Höfling (Universität Köln) hat sich mit den vorstehend erwähnten Beschlüssen des Bundesgerichtshofes und der sich anschließenden Frage der Einstellung der künstlichen Ernährung bei Apallikern beschäftigt (9*): Der Kläger (vertreten durch seinen Vater als Betreuer) befand sich unfallbedingt in einem Wachkoma und wurde künstlich ernährt. Das Pflegeheim (Beklagte) hat sich geweigert, die künstliche Ernährung einzustellen. Die Klage ist von den Gerichten erster und zweiter Instanz abgewiesen worden. Nach dem Tod des Patienten hat der Bundesgerichtshof nur noch über die Kosten zu entscheiden gehabt und diese (wie bereits erwähnt) gegeneinander aufgehoben. Wolfgang Höflich vertritt hierzu die Ansicht, dass der Patientenwille unbedingt zu beachten sei, sofern dieser noch ermittelt werden könne. Zum zweiten dürfe sich das Pflegepersonal nicht wegen ethischer Bedenken über den Willen des Patienten hinwegsetzen.

Prof. Dr. Werner Heun (Universität Göttingen) hat am Fall Terri Schiavo die Rechtslage in den USA untersucht (10*) und sich in die rechtliche Diskussion um das sogenannte „Right to Die“ in den USA eingeschaltet. Dabei schildert er zunächst die Umstände dieses konkreten Falles und seiner Behandlung in der amerikanischen Rechtssprechung, um sodann auf die Konzeption des „Right to Die“ als Unterfall des Rechts auf Verweigerung einer medizinischen Behandlung einzugehen. Im Folgenden erörtert er die Kriterien, nach denen der Vertreter eines medizinisch einwilligungsunfähigen Patienten die Entscheidung über die Fortführung oder Beendigung der Behandlung zu treffen hat. Wesentlich seien das Selbstbestimmungsrecht des Patienten sowie sein Wohlergehen, wobei der subjektive Wille oberster Ausgangspunkt sei. Er erläutert sodann die Abgrenzung derartiger Fälle zu einem „assisted suicide“ und zu einem „mercy killing“ als Formen aktiver Intervention zur Lebensbeendigung, die grundsätzlich verboten seien. Eine Ausnahme gelte lediglich im Bundesstaat Oregon, wobei die dortige Regelung auch hohe Anforderungen an eine Beihilfe zur Selbsttötung stelle.

Ausblick
Justizsenator Dr. Roger Kusch (Hamburg) hat sich mit konstruktiven Vorschlägen – gerichtet an den Gesetzgeber – dem Tabu Sterbehilfe angenommen (11*). Er unterteilt drei Gruppen von Patienten: Solche mit weitgehenden Lähmungen, solche mit vollständigen Lähmungen und Patienten mit gravierender Schmerzsymptomatik. In den Fällen, in denen der Patient weitgehend gelähmt ist und seinen Lebenswillen verloren hat, bestehe die Möglichkeit, straflos Sterbehilfe in Form der Beihilfe zur Selbsttötung zu leisten. Allerdings könne sich eine Strafbarkeit durch Unterlassen aufgrund einer Garantenstellen für den Patienten ergeben. Bei Lähmungen des ganzen Körpers komme eine straflose Sterbehilfe nur in Betracht, wenn der Patient noch mittels eines Strohhalmes eine tödliche Substanz aus einem Glas trinken könne. Dadurch stelle sich das Problem, dass die Strafbarkeit vom Grad der Lähmung abhänge und ein weniger Gelähmter eher von seinem Leiden befreit werden könne als ein vollständig Gelähmter. Bei an starken Schmerzen leidenden Patienten befinde sich der Arzt in einem Dilemma zwischen seiner Lebenserhaltungs- und seiner Schmerzlinderungspflicht. Straflose Sterbehilfe sei hier durch Beihilfe zur Selbsttötung oder durch Erhöhung der Schmerzmittelration auf ein Maß, das auf Dauer tödlich sei, möglich.

Dr. Roger Kusch befürwortet im Folgenden zur Lösung der aufgezeigten Problematik die Schaffung eines neuen § 217 StGB durch den Gesetzgeber, der sich explizit mit Sterbehilfe beschäftigen möge. Dieser solle den Tatbestand des § 216 StGB unter bestimmten Voraussetzungen ausschließen. Der Betroffene müsse unter anderem volljährig sein. Sein Zustand müsse sich so darstellen, dass alles andere sich lediglich als Verlängerung des Leidens darstelle. Zudem solle das Sterbeverlangen notariell beurkundet werden.

Zusammenfassung
Alle Beteiligte (Patienten, Ärzte und nächste Angehörige sowie gegebenenfalls Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigte) befinden sich in einer Ausnahmesituation. Die bisherige Rechtsprechung (11*) hat aufgrund ihrer differenzierenden Betrachtungsweise richtungweisend dem Schutz des Lebens vor allen anderen Gesichtspunkten Vorrang eingeräumt, ohne jedoch die besonderen Probleme der unterschiedlichen Konstellationen im jeweiligen Einzellfall zu vernachlässigen. Unverändert offene Fragen bedürfen der weiteren Klärung durch den Gesetzgeber. „Das Ziel (5*) bleibt immer ein selbstbestimmtes Sterben in Würde.“

Literatur und Rechtsprechung

Patientenrechte in Deutschland – Leitfaden für Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzte, herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung und dem Bundesministerium der Justiz, siehe auch: www.bmgs.de
§ 216 des Strafgesetzbuches (StGB): Tötung auf Verlangen: Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen. Der Versuch ist strafbar.
Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 17. März 2003 – XII ZB 2/03 in NJW 2003, 1588-1594.
Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 08. Juni 2005 – XII ZR 177/03 in NJW 2005, 2385-2386.
Leutheusser-Schnarrenberger: Den Sterbewunsch respektieren in G+G 2006 Nr. 3, 48.
Hubert Mertin: Rechtssicherheit für Sterbehilfe und Patientenverfügung in Recht und Politik 2006, 35-38.
Dr. Stefan Birkner: Assistierter Suizid und aktive Sterbehilfe – Gesetzgeberischer Handlungsbedarf? in ZRP 2006, 52-54.
Elisabeth Heister-Neumann: Das Geschäft mit dem Tod in Recht und Politik 2006, 39-42.
Prof. Dr. Wolfram Höflich (Universität Köln): Frage der Sterbehilfe bei Wachkoma-Patienten in JZ 2006, 145-147.
Prof. Dr. Werner Heun (Universität Göttingen): The Right to Die in JZ 2006, 425-431
Dr. Roger Kusch (Justizsenator in Hamburg): Tabu Sterbehilfe in NJW 2006, 261-264. – In dem vorstehend bezeichneten Aufsatz findet sich eine Übersicht über zahlreiche Einzelfall-Entscheidungen, die die Abgrenzung der Problembereiche bestens verdeutlichen.
Weitere Literatur (ebenfalls zugänglich über „JURIS“):

Prof. Dr. Torsten Verrel (Universität Bonn): Sterbebegleitung – eine Regelungsaufgabe des Strafrechts in NJW 2006, Beilage zu Heft 22, 14-17

Rechtsanwältin Christiane Schreiber: Rechtssicherheit durch Kodifizierung der Patientenverfügung in NJ 2006, 204-206.
Prof. Dr. Heinz Holzhauer (Universität Münster): Patientenautonomie, Patientenverfügung und Sterbehilfe in FamRZ 2006, 518-528.
Privatdozent Dr. Josef Lindner (Universität München): Grundrechtsfragen aktiver Sterbehilfe in JZ 2006, 373-383.


Autor
Carl Hoffmeister
Bayerisches Landessozialgericht
Ludwigstraße 15
80539 München

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Spektakuläre Schicksale wie das von Terri Schiavo einerseits und zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofes aus den Jahren 2003 und 2005 andererseits haben die Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland um das Thema Sterbehilfe wieder verstärkt aufleben lassen. In Berücksichtigung der historischen Vergangenheit und angesichts des ungemein schwierigen und komplexen Themas Sterbehilfe wird die Diskussion wenn auch kontrovers, aber doch sachlich und zurückhaltend geführt. Medicus informiert über den aktuellen Meinungsstand und über mögliche Gesetzesänderungen, die sämtliche eines zum Ziel haben: Ein selbstbestimmtes Sterben des Menschen in Würde.

Selbstbestimmung am Ende des Lebens

Der Leitfaden des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung und des Bundesministeriums der Justiz für Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzte (1*) „Patientenrechte in Deutschland“ hebt hervor, dass auch bei der Behandlung Sterbender der Arzt das Selbstbestimmungsrecht und die menschliche Würde des Patienten zu beachten hat. Patienten haben das Recht auf eine angemessene Betreuung, vor allem auf eine schmerzlindernde Behandlung. Sie können über Art und Ausmaß diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen selbst entscheiden. Patienten, die entscheidungsfähig sind, können den Behandlungsabbruch oder das Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen verlangen. Eine gezielte Lebensverkürzung durch Maßnahmen, die den Tod herbeiführen oder das Sterben beschleunigen, ist jedoch nicht gestattet und auch dann mit Strafe bedroht, wenn der Patient dies verlangt (2*).

Wesentlich problematischer gestaltet sich die Situation für den behandelnden Arzt und die nächsten Angehörigen, wenn eine Entscheidungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Bei diesen Patienten ist auf den mutmaßlichen Willen abzustellen. Zur Ermittlung des mutmaßlichen Willens sind insbesondere frühere schriftliche oder mündliche Äußerungen des Patienten und seine sonstigen erkennbaren persönlichen Wertvorstellungen zu berücksichtigen. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei die Befragung von Ehepartnern oder Lebensgefährten, Angehörigen oder anderen Nahestehenden ein, die Auskunft über die mutmaßlichen Behandlungswünsche des Betroffenen geben können.

Patienten können für den Fall, dass sie nicht mehr entscheidungsfähig sind, vorsorglich im Rahmen einer sogenannten Patientenverfügung auf lebenserhaltende oder lebensverlängernde Maßnahmen verzichten oder diese modifizierend einschränken. Der in einer Patientenverfügung niedergelegte Wille ist für den Arzt grundsätzlich zu beachten. Bei einer Patientenverfügung muss der Arzt jedoch genau prüfen, ob die konkrete Situation derjenigen entspricht, die sich der Patient bei dem Abfassen der Verfügung vorgestellt hatte, und ob der geäußerte Wille im Zeitpunkt der anstehenden ärztlichen Entscheidung unverändert aktuell ist. Das Benennen von Vertrauenspersonen ist in diesem Zusammenhang von Vorteil, ebenso eine Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht diesen gegenüber.

Bindungswirkung einer Patientenverfügung im Einzelnen
Der Bundesgerichtshof hat hierzu mit Beschluss vom 17. März 2003 (3*) grundlegend ausgeführt: Ist ein Patient einwilligungsunfähig und hat sein Grundleiden einen irreversiblen tödlichen Verlauf genommen, so müssen lebenserhaltende oder –verlängernde Maßnahmen unterbleiben, wenn dies seinem zuvor – etwa in Form einer sogenannten Patientenverfügung – geäußerten Willen entspricht. Dies folgt aus der Würde des Menschen, die es gebietet, sein in einwilligungsfähigem Zustand ausgeübtes Selbstbestimmungsrecht auch dann noch zu respektieren, wenn er zu eigenverantwortlichem Entscheiden nicht mehr in der Lage ist. Nur wenn ein solcher erklärter Wille des Patienten nicht festgestellt werden kann, beurteilt sich die Zulässigkeit solcher Maßnahmen nach dem mutmaßlichen Willen des Patienten, der dann individuell – also aus dessen Lebensentscheidungen, Wertvorstellungen und Überzeugungen – zu ermitteln ist.

Ist für einen Patienten ein Betreuer bestellt, so hat dieser dem Patientenwillen gegenüber Arzt und Pflegepersonal in eigener rechtlicher Verpflichtung und nach Maßgabe des § 1901 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Ausdruck und Geltung zu verschaffen. Seine Einwilligung in eine ärztlicherseits angebotene lebenserhaltende oder –verlängernde Behandlung kann der Betreuer jedoch nur mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichts wirksam verweigern. Für eine Einwilligung des Betreuers und eine Zustimmung des Vermundschaftsgerichts ist kein Raum, wenn ärztlicherseits eine solche Behandlung oder Weiterbehandlung nicht angeboten wird – sei es, dass sie von vornherein medizinisch nicht indiziert, nicht mehr sinnvoll oder aus sonstigen Gründen nicht möglich ist. Die Entscheidungszuständigkeit des Vormundschaftsgerichts ergibt sich nicht aus einer analogen Anwendung des § 1904 BGB, sondern aus einem unabwendbaren Bedürfnis des Betreuungsrechts.

In Fortführung der vorstehend auszugsweise zitierten Entscheidung hat der Bundesgerichtshof mit weiterem Beschluss vom 08. Juni 2005 (4*) präzisiert: Verlangt der Betreuer in Übereinstimmung mit dem behandelnden Arzt, dass die künstliche Ernährung des betreuten einwilligungsunfähigen Patienten eingestellt wird, so kann das Pflegeheim diesem Verlangen jedenfalls nicht den Heimvertrag entgegensetzen. Auch die Gewissensfreiheit des Pflegepersonals rechtfertigt für sich genommen die Fortsetzung der künstlichen Ernährung in einem solchen Fall nicht. Hat sich der Rechtsstreit durch den Tod des Patienten erledigt, rechtfertigt der Umstand, dass die strafrechtlichen Grenzen einer Sterbehilfe im weiteren Sinn („Hilfe zum Sterben“) bislang nicht hinreichend geklärt erscheinen, eine gegenseitige Kostenaufhebung nach § 91 a der Zivilprozessordnung (ZPO).

Hierbei hat der Bundesgerichtshof auf den damaligen Meinungsstand, d.h. unter anderem den Zwischenbericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags, Ethik und Recht der modernen Medizin; Patientenverfügungen abgestellt (Bundestagsdrucksache 15/3700 S. 37 ff, 45).

Stimmen in der Fachliteratur und in der Politik
Die Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat in der Fachzeitschrift G+G (5*) gefordert, den Sterbewunsch zu respektieren: Sie stellt fest, dass die öffentliche Debatte hierüber mit Recht sehr zurückhaltend und überlegt geführt werde. Angesichts der als Euthanasie verbrämten, massenhaften Morde in der Zeit des Nationalsozialismus und angesichts des ungemein schwierigen und komplexen Themas Sterbehilfe sollte und müsse angemessen differenziert werden. Auch wenn die Meinungen zu Sterbehilfe und Sterbebegleitung kontrovers seien, sei in den Diskussionen der letzten Wochen und Monate doch eines deutlich geworden: Das Ziel bleibe immer ein selbstbestimmtes Sterben in Würde. Aus ihrer Sicht sei die Palliativmedizin im Zweifel der bessere Weg. Die Palliativmedizin verbessere sich stetig und ermögliche inzwischen vielen Patienten ein schmerzfreies und würdevolles Sterben. Die Hospizbewegung, die todkranken Menschen ein qualvolles Sterben in Einsamkeit erspare, weite sich immer mehr aus. Palliativmedizin und Hospizbewegung eröffneten einen Weg, der das Sterben erleichtere. Es gebe jedoch Menschen, die diesen Weg nicht beschreiten wollten. Ihnen sollte eine rechtlich abgesicherte Möglichkeit gegeben werden, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden, auch wenn das die Betroffenen selbst nicht mehr in die Tat umsetzen könnten. Frau Leutheusser-Schnarrenberger befürwortet daher, dass die aktive Sterbehilfe nicht mehr grundsätzlich unter Strafe stehen sollte. Vielmehr müsse es klar definierte Ausnahmen vom Verbot geben, um Todkranken ihren Sterbewunsch zu erfüllen.

Herbert Mertin bedauert in „Recht und Politik“ (6*) die nicht ausreichende Rechtssicherheit für Sterbehilfe und Patientenverfügungen: Das Thema Sterbehilfe solle nicht nur auf den moralisch-ethisch belasteten Bereich der aktiven Sterbehilfe reduziert werden. Weder durch die Gesetzgebung noch die Rechtsprechung sei hinreichend klar geworden, wann die Behandlungspflicht ende, wann die Behandlung abgebrochen werden könne, wer letztendlich darüber entscheide und wie die Tötung auf Verlangen von einer straflosen Beihilfe zur Selbsttötung abzugrenzen sei. Es solle keine generelle Legalisierung der aktiven Sterbehilfe erfolgen, weil dadurch bestehende Ängste geschürt und keine akzeptablen Lösungen erzielt würden. Der Anwendungsbereich der Sterbehilfe umfasse nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Handlungen vor Eintritt des Hirntodes. Sterbehilfe könne durch bloße Schmerzlinderung erfolgen, wenn damit keine Lebensverkürzung einhergehe. Werde jedoch als unbeabsichtigte Folge einer Schmerzlinderung das Leben verkürzt (indirekte Sterbehilfe), bleibe die Handlung des Arztes allgemein straffrei. Bei der passiven Sterbehilfe werde auf lebensverlängernde Maßnahmen bei Sterbenden verzichtet.

Unzulässig sei die Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB), also die aktive Sterbehilfe, selbst wenn der Patient dies ausdrücklich verlange. Habe der Sterbeprozess unwiderruflich begonnen und existiere keine medizinische Indikation für weitere lebensverlängernde Maßnahmen, könne die Behandlung abgebrochen werden, wenn dies der früheren Willensbekundung des Patienten oder seinem mutmaßlichen Willen entspräche. Habe der Sterbeprozess noch nicht unmittelbar eingesetzt, müsse der Behandlungsabbruch dem wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Patienten entsprechen und zwar bezüglich seiner schriftlich oder mündlich erfolgten Aussage, seiner religiösen Überzeugung, seiner Wertevorstellung und seiner altersbedingten Lebenserwartung. Sei ein Betreuer bestellt, dürfe dieser die Weiterbehandlung des Patienten nach Zustimmung durch das Vormundschaftsgericht verweigern, wenn nachgewiesen sei, dass die Krankheit irreversibel sei und einen tödlichen Verlauf genommen habe. Dass nicht alle Fragen der Sterbehilfe geklärt seien, würden die Beschlüsse des BGH aus den Jahren 2003 und 2005 zeigen. Daher sei eine Stärkung der Patientenverfügung gesetzlich notwendig.

Assistierter Suizid
Richter Dr. Stefan Birkner hat sich anlässlich der Eröffnung einer Zweigniederlassung eines ausländischen Sterbehilfe-Vereins in Hannover mit der Problematik des assistierenden Suizids auseinandergesetzt (7*). Er kommt hierbei zu der Überzeugung, dass nur in bestimmten Konstellationen die freie Entscheidung des Einzelnen über die Beendigung seines Lebens höher einzustufen sei, als der Schutz des Lebens, so beispielsweise bei unheilbar sterbenskranken Menschen. Er ist deshalb der Ansicht, dass der Gesetzgeber im Einzelnen die Zulässigkeit einer Unterstützung der Selbsttötung genau umreißen müsse, um deutlich zu machen, dass der Staat dies nur in Ausnahmefällen akzeptiere. Zur Frage der aktiven Sterbehilfe (d.h. der Tötung auf Verlangen) sei daran festzuhalten, dass hier der Lebensschutz Vorrang vor der Freiverantwortlichkeit des Einzelnen genieße. Angesichts der schwierigen Situation der Beteiligten sei jedoch eine Milderung des Strafrahmens in § 216 StGB diskussionswürdig.

Wesentlich deutlicher wendet sich Elisabeth Heister-Neumann (8*) gegen die Arbeit von Sterbehilfeorganisationen. Mit der Ausweitung von geschäftsmäßig handelnden Sterbehilfeorganisationen finde eine „Kommerzialisierung des Todes“ statt, denn keiner dieser Organisationen handele unentgeltlich. Einzelfälle würden belegen, dass Sterbende quasi „in letzter Minute“ solchen Organisationen ihr Vermögen vererbt hätten. Ob dies noch auf Freiwilligkeit beruhe, sei zu bezweifeln. Aus diesen Gründen sei ein strafrechtliches Verbot solcher geschäftsmäßig agierenden Organisationen erforderlich. Im Interesse der betroffenen Patienten liege weiterhin die verbesserte rechtliche Absicherung der Patientenverfügung sowie der Ausbau der Palliativmedizin und der Hospizeinrichtungen.

Wachkoma-Patienten
Prof. Dr. Wolfram Höfling (Universität Köln) hat sich mit den vorstehend erwähnten Beschlüssen des Bundesgerichtshofes und der sich anschließenden Frage der Einstellung der künstlichen Ernährung bei Apallikern beschäftigt (9*): Der Kläger (vertreten durch seinen Vater als Betreuer) befand sich unfallbedingt in einem Wachkoma und wurde künstlich ernährt. Das Pflegeheim (Beklagte) hat sich geweigert, die künstliche Ernährung einzustellen. Die Klage ist von den Gerichten erster und zweiter Instanz abgewiesen worden. Nach dem Tod des Patienten hat der Bundesgerichtshof nur noch über die Kosten zu entscheiden gehabt und diese (wie bereits erwähnt) gegeneinander aufgehoben. Wolfgang Höflich vertritt hierzu die Ansicht, dass der Patientenwille unbedingt zu beachten sei, sofern dieser noch ermittelt werden könne. Zum zweiten dürfe sich das Pflegepersonal nicht wegen ethischer Bedenken über den Willen des Patienten hinwegsetzen.

Prof. Dr. Werner Heun (Universität Göttingen) hat am Fall Terri Schiavo die Rechtslage in den USA untersucht (10*) und sich in die rechtliche Diskussion um das sogenannte „Right to Die“ in den USA eingeschaltet. Dabei schildert er zunächst die Umstände dieses konkreten Falles und seiner Behandlung in der amerikanischen Rechtssprechung, um sodann auf die Konzeption des „Right to Die“ als Unterfall des Rechts auf Verweigerung einer medizinischen Behandlung einzugehen. Im Folgenden erörtert er die Kriterien, nach denen der Vertreter eines medizinisch einwilligungsunfähigen Patienten die Entscheidung über die Fortführung oder Beendigung der Behandlung zu treffen hat. Wesentlich seien das Selbstbestimmungsrecht des Patienten sowie sein Wohlergehen, wobei der subjektive Wille oberster Ausgangspunkt sei. Er erläutert sodann die Abgrenzung derartiger Fälle zu einem „assisted suicide“ und zu einem „mercy killing“ als Formen aktiver Intervention zur Lebensbeendigung, die grundsätzlich verboten seien. Eine Ausnahme gelte lediglich im Bundesstaat Oregon, wobei die dortige Regelung auch hohe Anforderungen an eine Beihilfe zur Selbsttötung stelle.

Ausblick
Justizsenator Dr. Roger Kusch (Hamburg) hat sich mit konstruktiven Vorschlägen – gerichtet an den Gesetzgeber – dem Tabu Sterbehilfe angenommen (11*). Er unterteilt drei Gruppen von Patienten: Solche mit weitgehenden Lähmungen, solche mit vollständigen Lähmungen und Patienten mit gravierender Schmerzsymptomatik. In den Fällen, in denen der Patient weitgehend gelähmt ist und seinen Lebenswillen verloren hat, bestehe die Möglichkeit, straflos Sterbehilfe in Form der Beihilfe zur Selbsttötung zu leisten. Allerdings könne sich eine Strafbarkeit durch Unterlassen aufgrund einer Garantenstellen für den Patienten ergeben. Bei Lähmungen des ganzen Körpers komme eine straflose Sterbehilfe nur in Betracht, wenn der Patient noch mittels eines Strohhalmes eine tödliche Substanz aus einem Glas trinken könne. Dadurch stelle sich das Problem, dass die Strafbarkeit vom Grad der Lähmung abhänge und ein weniger Gelähmter eher von seinem Leiden befreit werden könne als ein vollständig Gelähmter. Bei an starken Schmerzen leidenden Patienten befinde sich der Arzt in einem Dilemma zwischen seiner Lebenserhaltungs- und seiner Schmerzlinderungspflicht. Straflose Sterbehilfe sei hier durch Beihilfe zur Selbsttötung oder durch Erhöhung der Schmerzmittelration auf ein Maß, das auf Dauer tödlich sei, möglich.

Dr. Roger Kusch befürwortet im Folgenden zur Lösung der aufgezeigten Problematik die Schaffung eines neuen § 217 StGB durch den Gesetzgeber, der sich explizit mit Sterbehilfe beschäftigen möge. Dieser solle den Tatbestand des § 216 StGB unter bestimmten Voraussetzungen ausschließen. Der Betroffene müsse unter anderem volljährig sein. Sein Zustand müsse sich so darstellen, dass alles andere sich lediglich als Verlängerung des Leidens darstelle. Zudem solle das Sterbeverlangen notariell beurkundet werden.

Zusammenfassung
Alle Beteiligte (Patienten, Ärzte und nächste Angehörige sowie gegebenenfalls Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigte) befinden sich in einer Ausnahmesituation. Die bisherige Rechtsprechung (11*) hat aufgrund ihrer differenzierenden Betrachtungsweise richtungweisend dem Schutz des Lebens vor allen anderen Gesichtspunkten Vorrang eingeräumt, ohne jedoch die besonderen Probleme der unterschiedlichen Konstellationen im jeweiligen Einzellfall zu vernachlässigen. Unverändert offene Fragen bedürfen der weiteren Klärung durch den Gesetzgeber. „Das Ziel (5*) bleibt immer ein selbstbestimmtes Sterben in Würde.“

Literatur und Rechtsprechung

Patientenrechte in Deutschland – Leitfaden für Patientinnen/Patienten und Ärztinnen/Ärzte, herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung und dem Bundesministerium der Justiz, siehe auch: www.bmgs.de
§ 216 des Strafgesetzbuches (StGB): Tötung auf Verlangen: Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen. Der Versuch ist strafbar.
Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 17. März 2003 – XII ZB 2/03 in NJW 2003, 1588-1594.
Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 08. Juni 2005 – XII ZR 177/03 in NJW 2005, 2385-2386.
Leutheusser-Schnarrenberger: Den Sterbewunsch respektieren in G+G 2006 Nr. 3, 48.
Hubert Mertin: Rechtssicherheit für Sterbehilfe und Patientenverfügung in Recht und Politik 2006, 35-38.
Dr. Stefan Birkner: Assistierter Suizid und aktive Sterbehilfe – Gesetzgeberischer Handlungsbedarf? in ZRP 2006, 52-54.
Elisabeth Heister-Neumann: Das Geschäft mit dem Tod in Recht und Politik 2006, 39-42.
Prof. Dr. Wolfram Höflich (Universität Köln): Frage der Sterbehilfe bei Wachkoma-Patienten in JZ 2006, 145-147.
Prof. Dr. Werner Heun (Universität Göttingen): The Right to Die in JZ 2006, 425-431
Dr. Roger Kusch (Justizsenator in Hamburg): Tabu Sterbehilfe in NJW 2006, 261-264. – In dem vorstehend bezeichneten Aufsatz findet sich eine Übersicht über zahlreiche Einzelfall-Entscheidungen, die die Abgrenzung der Problembereiche bestens verdeutlichen.
Weitere Literatur (ebenfalls zugänglich über „JURIS“):

Prof. Dr. Torsten Verrel (Universität Bonn): Sterbebegleitung – eine Regelungsaufgabe des Strafrechts in NJW 2006, Beilage zu Heft 22, 14-17

Rechtsanwältin Christiane Schreiber: Rechtssicherheit durch Kodifizierung der Patientenverfügung in NJ 2006, 204-206.
Prof. Dr. Heinz Holzhauer (Universität Münster): Patientenautonomie, Patientenverfügung und Sterbehilfe in FamRZ 2006, 518-528.
Privatdozent Dr. Josef Lindner (Universität München): Grundrechtsfragen aktiver Sterbehilfe in JZ 2006, 373-383.


Autor
Carl Hoffmeister
Bayerisches Landessozialgericht
Ludwigstraße 15
80539 München


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Aktualisiert am: 25.05.17, Uhrzeit: 14.02

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Gesunde Ernährung: Gluten sorgt für Verwirrung

Glutenfreie Nahrung ist teuer - aber für Gesunde nicht von Vorteil - manchen Menschen schadet eine solche willkürliche Diät sogar. Wird die unberechtigte "Cholesterin-Panik" durch die ebenfalls unberechtigte "Gluten-Panik" abgelöst?

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zur Originalstudie (BMJ)  hier 

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Quellen: Spiegel online, BMJ 2017

 

Viagra (Sildenafil) wirkt in allen Altergruppen - unabhängig von Vorerkrankungen

Rund 10.000 Patienten erhielten im Zusammenhang mit ihrer geklagten erektilen Dysfunktion im Rahmen von 42 Plazebo-kontrollierten Doppelblind- Untersuchungen entweder Sildenafil,  oder ein wirkstofffreies Scheinmedikament. Es zeigte sich,  dass Sildenafil in allen Altersgruppen, und mit,  bzw. ohne Vorerkrankungen,  statistisch signifikant besser wirkte, als die in der Kontrollgruppe gegebene wirkstofffreie Kontrollsubstanz.

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Quelle:Int J Clin Pract. 2017

 

Überraschende Erkenntnis:  Fruchtsäfte sind eher als ungesund einzuschätzen und sollten daher im Regelfall  durch den Konsum von Früchten ersetzt werden.

Selbst "hochwertige",  frisch gepresste Fruchtsäfte sind nach Expertenmeinung nicht mehr als teures Zuckerwasser, das dick macht.  Den hochkalorischn Fruchtsäften fehlen oft Vitamine, Mineralien, Balaststoffe und Antioxydantien.  Sie können bei regelmäßigem Konsum  ein Übergewicht verstärken und die Insulin-Produktionskapazität des Organismus überfordern.  Fruchtsäfte lösen gelegentlich sogar eine Zuckerkrankheit (Diabetes-Typ-II) aus und erhöhen so mittel- und langfristig das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

 

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Quelle: Washington Post, Mai 2017

Tödliche Fehler: Früherkennung Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)  auch in Deutschland nicht optimal organisiert

Kritiker vermuten, dass jährlich das Leben zahlreicher Frauen gerettet werden könnte,  wenn die praxisnahe Ausbildung der Frauenärzte durch spezielle Weiterbildungsmaßnahmen verbessert würde.

Obgleich ein Gebärmutterhalskrebs leicht und ohne großen Aufwand früh erkannt und geheilt werden kann, wird die lebensrettende Diagnose jährlich bei rund 1.500 Frauen zu spät gestellt. Die Ursachen sind prinzipiell vermeindbar.   Zum Einen gehen nur 50% der für die Maßnahmen in Frage kommenden Frauen regelmäßig zur angebotenen Früherkennungsuntersuchung und zum Anderen sind viele Frauenärztinnen und -ärzte aufgrund ihrer kliniklastigen, lückenhaften praktischen Ausbildung nicht immer in der Lage, einen Abstrich vom Gebärmutterhals sachkundig abzunehmen. 

 

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Quelle: Medizinjournalisten-Stammtisch 2017

US-Arzneimittelbehörde FDA: Erster Gen-Selbsttest zugelassen

Erstmalig wurde in den USA ein Gentest (23andMe)von der FDA zugelassen, mit dessen Hilfe Endverbraucher - ohne ärztliche Hilfe - in ihrer Erbmasse die Veranlagung für zehn Erb-Krankheiten, bzw. besondere erblich bedingte Gesundheits- Zustände erkennen können.  Dies kann sie dann zu bestimmten Änderungen ihrer Lebensweie motivieren, bzw. zu einer ausführlichen Beratung durch ihren Arzt.

 

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Quelle:  Presseerklärung FDA, Informationen 23andMe

 

Hilft warme Milch bei Einschlafstörungen?

Neue Forschungsergebnisse belegen: warmer Milch enthält keine Bestandteile, die tatsächlich als eine Art wirksames Schlafmittel gelten können. Doch Schlafstörungen beruhen meist auf seelischen Problemen, daher spricht auch nichts dagegen,  warme Milch versuchsweise als Einschlafhilfe zu nutzen.

 

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Quelle: Spiegel online April 2017

Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde

Die eher unscheinbare Küchenpflanze Wasserkresse - auch Brunnenkresse genannt- ersetzt eine ganze Apotheke

Trotz der zunehmenden Beliebtheit alternativer Heilmethoden ist wenig bekannt, dass die weit verbreitete Brunnenkresse/Wasserkresse zahlreiche Wirkstoffe enthält, die als sehr gesund gelten.

 

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Quelle:  Ulster University of Ireland

Krebsvorbeugung: Wundermittel Aspirin?

Die Langzeiteinnahme des beliebten Schmerzmittels Aspirin (Azentylsalizylsäre= ASS) senkt das Risiko an Krebs zu erkranken. Dies trifft unter anderem auf Darm-Lungen-, Brust- und Prostatakrebs zu.  Die jetzt vorgestellte Studie zeigt auch, dass das Risiko an Krebs zu sterben, bei Aspirin-Konsumenten deutlich herabgesetzt ist.

 

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Quellen: American Association for Cancer Research Annual Meeting 2017, Washington Post

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium wird von vielen Menschen überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei schmerzhaften nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur angeblichen Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

 

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Langzeitstudie:  Entlastung für die Pille

Eine Frau, die Jahrzehnte lang mit der Pille verhütet, muss später nicht fürchten, aus diesem Grund an einem Krebs zu erkranken. Eine weitere große Langzeitstudie gibt nun Entwarnung. Offenbar verursacht die Pilleneinnahme sogar einen (kleinen) Schutzeffekt.

 

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Quelle: FAZ März 2017

Der FeNO-Atemtest erleichtert die Diagnose der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).

Ein internationales Forscherteam fand in einer wissenschaftlichen Studie heraus, dass  sich die Konzentration des Biomarkers  fraktioniertes  Stickoxid (FeNO) in der nasalen Ausatemluft gut für die Diagnostik der häufig vorkommenden allergischen Rhinitis eignet.

Es zeigte sich bei der Analyse der Studiendaten, dass die Konzentration des  Biomarkers FeNO  bei Patienten mit allergischer Rhinitis und Asthma mehr als doppelt so hoch ausfiel, als bei den Patienten der Vergleichsgruppe, die unter keiner Entzündung der Atemwege litten.

 

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Quelle:Journal of Asthma and Allergy

Blutgruppenbestimmung wird in Zukunft deutlich vereinfacht  werden

Ein innovativer Schnell-Test ermöglicht schon bald eine Blutgruppenbestimmung in nur 30 Sekunden

Chinesische Wissenschaftler haben einen einfach und billig durchzuführenden Papierstreifentest entwickelt,  mit dessen Hilfe eine Blutgruppe am Krankenbettohne viel Aufwand, extrem schnell und zuverlässig  bestimmt werden kann.  Der Papiertest kann wahrscheinlich in Zukunft in Notsituationen  viele Menschenleben retten.  

 

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Quelle: Spiegel online und Science Translational Medicine
Originalquelle hier lesen

Neue Studien bei Onkologen: Roche erzielt Top-Imagewerte in den Bereichen Lungenkarzinom und Mamma-/Ovarialkarzinom

 In der Indikation Lungenkarzinom wie auch im Bereich Mamma-/Ovarialkarzinom ist der Pharmahersteller Roche führend. Das geht aus den Ergebnissen von zwei neuen Studien zum Image von Pharmafirmen hervor, die Kantar Health Ende 2016 unter onkologisch tätigen Ärzten durchgeführt hat. Kantar Health ist eine weltweit führende Healthcare Beratungs-/Marktforschungsagentur.

 

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Quelle: Pressemitteilung - Kantar Health GmbH

Umstrittenes Vitamin D:  Schutz vor Atemwegsinfektionen konnte bewiesen werden

Die einen schwören auf die vielfältigen positiven Wirkungen von
Vitamin D.  Andere Forscher sind skeptisch oder warnen gar vor Überdossierung und Nebenwirkungen.  Jetzt hat eine Forschergruppe das vorliegende Datenmaterial von 25 zufallsgesteuerten wissenschaftlichen Untersuchungen ausgewertet an denen mehr als 10.000 Patienten teilgenommen hatten. Sie kamen zu dem Ergebniss, dass die Einnahme von Vitamin D3 und Vitamin D2 statistisch signifikant vor akuten Atemwegsinfektionen schützt.  Diese Prophylaxe- Wirkung erwies sich als besonders ausgeprägt, wenn zu Beginn der Therapie mit Vitamin D im Labor besonders niedrige Blutkonzentrationen nachgewiesen werden konnten.  Die Autoren der im British Medical Journal veröffentlichten Studie kamen zu dem Schluß, dass Vitamin D ein sicheres Medikament ist und bei regelmäßiger Einnahme das Risiko von Atemwegsinfektionen senkt.

 

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Quelle: BMJ Februar 2017

Akupunktur

Die tausende Jahre alte chinesische Nadeltherapie wird besonders oft und gerne zur Schmerztherapie eingesetzt. Doch die Wirkung ist umstritten. Viele Anwender berichten über eine schlechte Schmerzdämpfung - oft entspricht die beobachtete Wirkung der Nadeltherapie jener einer wirkungslosen Schein-Akupunktur. Doch jetzt wurde eine in China durchgeführte Akupunktur-Studie im Fachblatt JAMA vorgestellt, die zeigte, dass die bei Migräne-Patienten durchgeführte Nadeltherapie gut wirkte - statistisch signifikant besser als eine bei Patienten der Kontrollgruppe durchgeführte Scheintherapie.

 

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Quelle: JAMA Internal Medicine, Februar 2017

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium gegen Muskelkrämpfe wird überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Bluthochdruck im fortgeschrittenen Lebensalter:  Ärzte wollen Zielwert auf 150/90 mm HG erhöhen.

Eine zu starke Senkung der erhöhten Blutdruckwerte beeinträchtigt  aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen bei alten Menschen die Lebensqualität. Daher diskutieren nun unterschiedliche Fach-Gremien die Erhöhung der empfohlenen Ziel-Blutdruckwerte - auf 150/90 mm HG.

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Heuschnupfen-Therapie sollte nicht abgekürzt werden

Die über die Mundschleimhaut anzuwendende sublinguale spezifische Immuntherapie  (SLIT) dauert mit rund fünf Jahren vielen Pollenallergikern zu lange.  Daher brechen sie die zu Hause durchzuführende Variante der Allergietherapie zu früh ab - oft ohne mit dem Arzt darüber zu sprechen. Doch dies erwies sich nun als keine gute Idee. Jetzt zeigte eine wissenschafttliche Studie, dass eine nur zweijährige sublinguale Immun-Therapie nicht wirkt. Den Therapieabbrechern droht die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung.

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Quelle: JAMA, 2017

Impfen gegen Infektionskrankheiten beibt wichtig

Malaria-Impfstoff besteht erste Tests mit Patienten

Ein internationales Forscherteam hat einen Impfstoff entwickelt, der in einer Studie Patienten vollständig vor der Infektionskrankheit Malaria geschützt hat.

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Quelle: Spiegel online Februar 2017

Lungenkrebs-Screening

Die Krebs-Früherkennungs-Diagnostik ist derzeit bei Experten sehr umstritten. Überwiegen die Nachteile die erreichbaren Vorteile?

VieleÄrzte und auch Patienten meinen, dass Fortschritte bei der Bekämpfung der Krebserkrankungen nur durch eine deutliche Ausweitung der Früherkennnungs-Maßnahmen möglich ist. Doch ist das wirklich so?

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Sportmedizin
Körperliche Aktivität  und Senkung des allgemeinen Sterbe- und Herz-Kreislauf-Risikos

Eine im Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass es für die Gesunderhaltung offenbar bereits ausreicht, wenn man sich nur am Wochenende an zwei Tagen ein wenig (150 Minuten)sportlich betätigt.

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Integrative Medizin

Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose)

Die bei Alternativ-Medizinern beliebte und weit verbreitete Therapie der Arthrose der Kniegelenke mit Glukosamin und Chondoitin erwies sich in einer wissenschaftlichen Studie als nicht geeignet, um den Gelenkschmerz effektiv - also besser - zu bekämpfen, als ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Plazebo). 

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Quelle: Arthritis and Rheumatology

Kinderheilkunde, Psychiatrie und Geburtshilfe:

Wenn Mutti Depressionen hat

Wenn eine werdenden Mutter während der Schwangerschaft
Anti-Depressiva einnimmt, dann erhöhte sich bei den Neugeborenen laut einer in Schweden durchgeführten Studie das allgemeine Sterberisiko, bzw. die Zahl der erforderlichen Krankenhausaufnahmen. Die Autoren der Studie wiesen aber auch darauf hin, dass  in der Gruppe der Kinder  der Studienteilnehmerinnen die Zahl schwerer Krankheiten insgesamt sehr niedrig war.

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Quelle. Pediatrics, American Academy of Pediatrics.

Gesunde Ernährung

Tee erweist sich auch in neuer Studie wieder als ein gesundes Lebensmittel 

 

Weit verbreitete Genußmittel wie Tee, Kaffee und Zigaretten waren und sind in ihrem Einfluß auf die Gesundheit des Menschen noch immer umstritten. Im renommierten Fachblatt Heart wurde nun eine große Beobachtungstudie veröffentlicht, in deren Verlauf sich zeigte, dass jene Menschen seltener einen Herzinfarkt erlitten, die täglich Tee trinken.

mehr lesen
Quelle: JAMA 2017

Asthma bronchiale:   bei Erwachsenen ist jede dritte Diagnose
falsch 

Sehr häufig wird die Diagnose Asthma ohne die eigentlich unerläßliche Anwendung der objektive Ergebnisse liefernden Testverfahren Spirometrie und FeNOAtemtest gestellt. Es verwundert daher nicht, dass etwa jede dritte Diagnose falsch ist. 

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Quelle: JAMA 2017

Schweiz: Hyperthermie-Krebstherapie Ab 2017 bezahlen Schweizer Kassen Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie

Mit Wirkung vom 1. Januar 2017 hat das Bundesamt für Gesundheit Hyperthermie-Behandlungen in Kombination mit Bestrahlung in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen. Damit können Patienten nun die Kosten für diese komplementärmedizinische Form der Krebstherapie über die Krankenkassen abrechnen. Hyperthermie erhöht Heilungschancen bei Krebs

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Quelle:  www.heilpraxisnet.de

Fischöl-Therapie: Vorbeugung von Asthma bei kleinen Kindern

Wenn Schwangere im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft pro Tag 2,4 Gramm Fischöl (in Form von Fischöl-Kapseln) einnehmen, dann haben ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren ein um ein Drittel niedrigeres Risiko an Asthma und anderen entzündliche Atemwegsleiden zu erkranken. Im Rahmen dieser im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen dieser vorbeugenden Therapie festgestellt werden - weder bei den Müttern, noch später bei deren Kindern.

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Volltext kostenlos
Quelle:Bisgaard H, Stokholm J, Chawes BL, et al. Fish Oil-Derived Fatty Acids in Pregnancy and Wheeze and Asthma in Offspring. N Engl J Med. 2016 Dec 29;375(26):2530-9. doi: 10.1056/NEJMoa1503734. (Original)

USA:  Warnhinweis für Homöopathie 02.01.2017 

Die Debatte um die Wirksamkeit von Homöopathika tobt seit Jahren. Dabei ist die Studienlage eindeutig. Jetzt legt die US-amerikanische Handelsbehörde FTC  daher fest: Homöopathische Medikamente müssen klar als wirkungslos gekennzeichnet sein.  In Zukunft muss auf den frei verkäuflichen homöopathischen Medikamenten vermerkt sein, dass sie nicht wirken. Das hat in den USA die Federal Trade Commission festgelegt. Sollte es auch in Zukunft keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien zur Wirksamkeit der Mittel geben, so müsse auf die Verkaufspackungen  ein Warnhinweis aufgedruckt sein, dass das Produkt nicht wie angekündigt funktioniert“, so die FTC.  Naturgemäß sind die Homöopathen ganz anderer Meinung. Sie verweisen auf zahlreiche Studien, die ihrer Meinung nach die Wirksamkeit der Homöopathie eindeutig beweisen.

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Quelle: Laborwelt

D-Mannose: hilft bei manchen antibiotika-resistenten Harnwegsinfektionen.

Doch die Hauptanwendung ist die Vorbeugung von immer wieder aufflackernden  Harnwegsinfektionen.

Der Zucker D-Mannose wird rezeptfrei in der Apotheke als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und soll Harnwegsinfekten vorbeugen, indem es bestimmte Bakterien daran hindert ( dies weurde in Tierversuchen herausgefunden) sich an der Wand der Harnblase festzusetzen. Andere Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass D-Mannose schädliche Bakterien an der Vermehrung hindert und dafür  für die Darmflora wichtige "gute" Bakterien  bei ihrer Ausbreitung im Darm unterstützt. Die zusammen getragenen  Informationen sind bisher aber widersprüchlich und sollten nach Meinung der Forscher im Zuge weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen abgeklärt werden.

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und auch hier
Quelle: WIKIPEDIA und WebMD

"Volksnahrungsmittel" Magensäureblocker?

Wie in Spiegel online zu lesen war, verordnen deutsche Ärzte angeblich viel zu häufig sog. Protonenpumpenhemmer, die im Volksmund auch "Magensäureblocker" genannt werden.  Dies ergab eine Analyse der Barmer Krankenkasse , die das Unternehmen für das Magazin SPIEGEL durchgeführt hatte. 

Die Protonenpumpenhemmer unterdrücken im Verdauungstrackt die Freisetzung von Magensäure (Salzsäure) nahezu total und bekämpfen so Magengeschwüre und Sodbrennen.   Doch bei der üblichen Langzeit-Einnahme kommt es oft zu gefährlichen Nebenwirkungen durch Knochenschwund bedingter Knochenbrüche und zu einem Magnesiummangel, der Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle begünstigt. 

mehr lesen
Quelle: Spiegel online

Sind viele Arztbesuche tatsächlich überflüssig?

Spiegel online beleuchtet diese Frage ausführlich und stützt sich dabei auf Daten, die von deutschen Krankenkassen zusammengetragen wurden.

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Quelle Spiegel online

Prost Neujahr!
Ist Alkohol weniger schädlich für die Gesundheit als bisher angenommen?

Die vom Alkohol ausgehenden Gesundheitsgefahren wurden bisher überschätzt. Ein mäßiger Alkoholkonsum tötet offenbar keine Hirnzellen ab, sondern beeinflusst die Hirnleistung nur kurzfristig. Sobald der Alkohol abgebaut ist, funktioniert das Gehirn wieder normal. Mittel- und langfristig gesehen erhöht ein mäßiger Alkoholkonsum offenbar sogar die Leistungsfähigkeit des erwachsenen Gehirns.

mehr lesen
Quelle: Spiegel online , AAAC Science Net, American Journal of Epidemiology

Innere Medizin: Dauer der Antibiotika-Therapie ist umstritten

Die Ärzte sind sich uneins: darf man bakterielle Infektionen wie beispielsweise Lungen- oder Mittelohrentzündungen mit einer von 10 auf 5 Tage verkürzten Antibiotika-Therapie behandeln, ohne die Patienten zu gefährden ?

mehr lesen (Lungenentzündungen)
mehr lesen (Mittelohrentzündungen)

Kinderheilkunde und Neurologie: Die bisher übliche Therapie einer akuten Gehirnerschütterung wird derzeit grundsätzlich überdacht.

Bisher wurde den Patienten unmittelbar nach dem Unfall als Vorsichtsmaßnahme strenge Bettruhe verordnet.  Nun zeigt eine im  US-Fach-Journal JAMA veröffentlichte Studie zur Überraschung der Forscher, dass ein sehr früher Beginn derkörperlichen Aktivitäten  den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst hatte.

mehr lesen
Quelle: JAMA

Feminismus:  Sind Frauen generell die besseren Ärzte?

Bisher gingen in den USA die meisten Medizin-Profis davon aus, dass das deutlich geringere Einkommen von Ärztinnen darauf zurück zu führen sei, dass auch die Qualität ihrer beruflichen Leistungen entsprechend geringer ausfällt.  Diese Erklärung wurde hinter vorgehaltener Hand unter anderem auf die auch in den USA übliche Doppelbelastung vieler Frauen zurück geführt.  Doch nun hat eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie gezeigt, dass diese weit verbreiteten Vorurteile nicht berechtigt sind. Sobald Patienten nämlich von weiblichen Internisten behandelt worden waren, fiel sowohl ihre 30-Tage-Sterblichkeit geringer aus, als auch die Wahrscheinlichkeit der schnellen Wiederaufnahme in stationäre Behandlung.  Obgleich die Unterschiede nicht groß waren, zeigen die erhobenen Daten, dass das niedrigere Einkommen der Ärztinnen nicht mit schwächeren fachlichen Leistungen begründen läßt.

mehr lesen
Quelle: JAMA 2016

Chirurgie: Geplante Routine-Operationen,  oder überraschend notwendiger Notfall-Eingriff? 

Die Gabe weit verbreiteter sog. "Blutfettsenker" aus der Wirkstofffamilie der Statine vermindern offenbar das Risiko von OP-Komplikationen - und erwies sich daher in vielen Fällen als Lebensretter.

In den USA wurden die Daten von 180.478 Patienten analysiert, die sich einer OP unterzogen hatten, die nicht das Herz betraf.  Es zeigte sich, dass Patienten, die am Tag der Operation, oder in den 24 Stunden danach einen Blutfetttsenker aus der Familie der Statine eingenommen hatten,  im ersten Monat nach dem Eingriff ein deutlich niedrigeres Sterberisiko aufwiesen - verglichen mit den Patienten der Vergleichsgruppe, die keine Statine erhalten hatten.  Weitere Untersuchungen werden in Zukunft zeigen müssen, ob im Zusammenhang mit Operationen aus wissenschaftlicher Sicht eine allgemeine Empfehlung der Statin-Begleittherapie   gerechtfertigt ist.

mehr lesen
Quelle:JAMA 2016

Chirurgie

Häufige Diagnose Karpal-Tunnel-Syndrom  - Unklarheiten bei der Diagnose und der nachfolgenden Therapie

Das sogenannte Karpal-Tunnel-Syndrom kommt nahezu gleich häufig vor wie die weit verbreitete Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose).  Doch trotz der Häufigkeit dieser Leiden werden sehr häufig Fehldiagnosen gestellt und die Auswahl der ärztlich empfohlenen Therapien erweist sich oft auch als kontrovers und unter Chirurgen als heftig umstritten. Bei beiden Leiden wird nach Meinung vieler Ärzte auch in Deutschland zu häufig operiert - gelegentlich mit  zweifelhaftem Erfolg.  
Jetzt haben sich international bekannte Orthopädie-Experten im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine ausführlich zu diesen beiden Krankheiten geäußerte und haben mit ihren detaillierten Ratschlägen zahlreiche Krankheits-Varianten abgehandelt,  die ganz unterschiedliche Therapien erfordern.

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Quelle: NEJM 2016

Vitamin-D-Prophylaxe im Zwielicht:  Was nun?

In einem See von Unsicherheiten galt bisher die vorbeugende Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel als eine gute, der Gesundheit dienliche  Idee - und wurde auch von vielen Ärzten wohlwollend unterstützt.  Dies insbesondere dann, wenn sich die Individuen wenig im Sonnenlicht aufhalten, was die natürlich Synthese von Vitamin D behindern kann. Doch nun kommen Zweifel an der Wirkung auf, die Patienten und Ärzte verunsichern werden.

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Quelle: British Medical Journal 2016

Alkohol als wenig beachteter Risikofaktor für Krebs?

Schon relativ kleine Mengen an Alkohol erhöhen das statistische Risiko für bestimmte Arten von Krebs  - insbesondere Darm-, Leber- und Speiseröhrenkrebs sind gefürchtete Folgen des regelmäßigen und/oder übermäßigen Alkohol-Konsums. Forscher fanden bei der Auswertung von Statistiken heraus, dass nur wenige Menschen den ärztlichen Rat befolgen,  an zwei Tagen der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten.
Besonders hoch ist das individuelle Krebsrisiko immer dann, wenn Menschen rauchen und zusätzlich  auch regelmäßig Alkohol trinken - was oft der Fall ist.  Diese Tatsachen ändern aber nichts an der die Lage komplizierenden  Erkenntnis, dass ein mäßiger Alkoholgenuß (als grobe Orientierung: 1-2 Gläser Rotwein am Tag)  offenbar das Risiko tödlicher Herzinfarkte senkt.

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Quelle: online Focus, Navigator  Medizin

Ist die schon bald mit Hilfe eines einfach durchzuführenden Speicheltests möglich?

An der Universität Loughborough entwickelte ein Forscherteam einen einfach durchzuführenden Speicheltest, der es möglich macht, mit Hilfe der Analyse "metabolischer Biomarker" - das sind körpereigene Substanzen, die bei  Stoffwechsel entstehen- Allergien und Asthma nachzuweisen.
Der Test kann in jeder Altersgruppe zum Einsatz kommen. Bevor der Speichel-Test allerdings in der ärztlichen Alltagspraxis verfügbar ist, sind erst noch die üblichen, breit angelegten wissenschaftliche Zulassungs-Studien erforderlich. Doch dass die innovative Methode grundsätzlich für die Diagnose von Asthma  geeignet ist, konnte nun bereits nachgewiesen werden.

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Quelle: Dr. tipster

Krebs: die Immuntherapie ist bei bösartigen Tumorleiden umstritten

Die Immuntherapie wird seit einiger Zeit in zahlreichen Varianten als der große Durchbruch bei der Krebstherapie gefeiert.  Damit erhalten Patienten eine Chance, die bis vor kurzem als unheilbar und dem Topd geweiht galten. Weltweit machte sich daher unter Onkologen Euphorie breit.  Doch nun hat diese Hoffnung einen Dämpfer erhalten.

Die angesehene New York Times berichtete ausführlich über den um sich greifenden Verdacht, dass die teuren Immun-Therapeutika auch die noch gesunden inneren Organe der Patienten angreifen und innerhalb kürzester Zeit schwer schädigen.

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Quelle: NYT

Homöopathie: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie

Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

• Versorgungsforschung
• Randomisierte kontrollierte klinische Studien
• Meta-Analysen
• Grundlagenforschung

 

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Quelle: Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

 




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