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Der Totenschein

 

„Jedes zweite Tötungsdelikt ist unentdeckt“. „Denn Tote sind tot. Sie interessieren nicht.“ So lauteten Schlagzeilen im August 2004, nachdem nach einer Serie von Todesfällen im Allgäu offenkundig geworden ist, dass ein Krankenpfleger schwerstkranke Patienten mit Beruhigungs- und Narkosemitteln zu Tode gespritzt hat (1).


Rechtsmediziner beklagen, dass bei rund 900.000 Todesfällen pro Jahr in der Bundesrepublik nur etwa 40.000 bis 50.000 Obduktionen durchgeführt werden, also rund 5 Prozent (2). Die insgesamt 38 rechtsmedizinischen Institute in Deutschland haben bereits 1997 ihre Daten mit dem Ergebnis auswerten lassen, dass der Münchner Rechtsmediziner und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin Herr Prof. Wolfgang Eisenmenger (gestützt auf Unterlagen von Herrn Prof. Bernd Brinkmann) befürchtet, dass jährlich hochgerechnet etwa 1.200 bis 2.400 Tötungsdelikte unentdeckt bleiben. Ein Grund hierfür seien die Kosten von rund 150 € pro Obduktion zuzüglich Transportkosten.

Die Feststellung der Todesart und der Todesursache wird überwiegend von Haus- und Notärzten vorgenommen, die vielfach aus Respekt vor den nächsten Angehörigen und deren Pietätsempfinden ihren Pflichten nicht immer ausreichend nachkommen. Nach den Bestattungsgesetzen der einzelnen Bundesländer müssen Tote genau untersucht werden. Vorgesehen ist:
Die Leiche soll entkleidet und bei heller Beleuchtung von allen Seiten begutachtet werden.
Die Körperöffnungen sollen untersucht werden, ebenso die Bindehäute und der Hals, denn hier lassen sich Staublutungen und Strangulationsmerkmale erkennen, wie sie beim Würgen oder Erdrosseln entstehen.
Verbände müssen entfernt werden, da sie Schuss-, Stich- oder Schnittverletzungen verdecken.
In der Praxis werden jedoch nur 20 Prozent der Toten vollständig entkleidet und untersucht (3), Notärzte haben darüber hinaus die Schwierigkeit, dass sie die Vorgeschichte des Verstorbenen nicht kennen würden und sich diesbezüglich auf die Angaben Anwesender verlassen müssen. Werden Vorerkrankungen oder Medikamente nicht korrekt oder vollständig dem Arzt mitgeteilt, der den Totenschein ausstellt, beinhaltet dies die Gefahr, dass eine unzutreffende Todesursache vermerkt oder eine schwere Straftat nicht erkannt wird. Gesellschaftspolitisch ist daher unter anderem eine Erhöhung der Obduktionszahlen ebenso wünschenswert wie das Vorsehen unabhängiger und qualifizierter Leichenschauer. Bestrebungen, rechtsmedizinische Institute zu schließen, muss entschieden entgegengetreten werden (3).

Strafrechtliche Aspekte bei der Ausstellung des Totenscheins

Zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit des Arztes im Zusammenhang mit der Ausstellung einer Todesbescheinigung hat sich bereits im Jahr 1988 das Amtsgericht Wennigsen (4) geäußert:
Der Schutzzweck des Gesetzes über das Leichenwesen erschöpft sich nicht darin, dass aufgrund des Ergebnisses der Leichenuntersuchung möglicherweise Strafverfolgungsmaßnahmen eingeleitet werden. Ein weiterer Zweck des Gesetzes ist die allgemeine Gefahrenabwehr. Das Erkennen der Gefahr, der ein Mensch zum Opfer gefallen ist, ist notwendig, um weitere Personen gerade vor dieser Gefahr zu schützen.
Der Arzt, der eine Leichenschau durchführt, hat grundsätzlich die Verpflichtung die Leiche zu entkleiden, um so eine sorgfältige Untersuchung vornehmen zu können. Dazu ist er im Rahmen einer „sorgfältigen Untersuchung“ nach den Grundsätzen des Gesetzes über das Leichenwesen in Niedersachsen verpflichtet. Im Unterlassen des Entkleidens liegt eine objektive Pflichtwidrigkeit.
Der zugrundeliegende Sachverhalt: Der behandelnde Hausarzt ist während seiner Nachmittagssprechstunde notfallmäßig zu einer 70 Jahre alten Patientin gerufen worden, die er in der Vergangenheit regelmäßig wegen einer Herz-Kreislauf-Schwäche betreut hat. Bei dem Eintreffen in der Wohnung hat er die Frau tot auf dem Rücken liegend im Wohnzimmer aufgefunden. Nachdem keinerlei Atemtätigkeit, kein Pulsschlag und auch keine Pupillenreaktion mehr vorhanden gewesen sind, hat er eine Todesbescheinigung ausgestellt, in der als Todesursache ein Herz-Kreislauf-Versagen infolge eines Herzinfarkts vermerkt worden ist. Bei der Untersuchung ist jedoch übersehen worden, dass die Verstorbene besonders im Rückenbereich deutlich ausgeprägte hellrote Totenflecken aufgewiesen hat, wie sie bei Kohlenmonoxydvergiftungen typischerweise auftreten. Tatsächlich ist die Patientin auch an einer entsprechenden Kohlenmonoxydvergiftung verstorben, weil der Ofen nicht sachgemäß bedient worden ist. Drei Tage nach dem Tod der alten Dame verstarb auch deren Tochter an einer Gasvergiftung aufgrund der nämlichen Ursache, einer für sie nicht erkennbaren unsachgemäßen Bedienung des Ofens.

Gegenüber dem Arzt hat das Amtsgericht Wennigsen wegen fahrlässiger Tötung eine „Verwarnung mit Strafvorbehalt“ ausgesprochen. In der juristischen Literatur (5) wird jedoch gefordert, in Fällen wie dem vorliegenden den Arzt freizusprechen. Der Arzt habe keine Garantenstellung für die Ausschaltung der Gefahrenquelle gehabt. Ihm könne deswegen der Tod der Tochter nicht angelastet werden. Insoweit fehle es an der erforderlichen Kausalität.

Aus strafrechtlicher Sicht dient der Totenschein vor allem dazu, den Verdacht einer Straftat aufzuzeigen oder eine solche auszuschließen. Wird ein unnatürlicher Tod von Seiten des Arztes vermutet beziehungsweise entsprechend vermerkt und bewahrheitet sich dies anschließend nach durchgeführter Obduktion, muss der Arzt, der den Totenschein ausgestellt hat, damit rechnen im Rahmen der Ermittlungen einvernommen zu werden. Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 20. April 1982 (6) jedoch hervorgehoben, dass bei einem eindeutigen Ergebnis der Obduktion keine Veranlassung besteht, dem als Sachverständigen vernommenen Obduzenten den auf den Angaben des Angeklagten beruhenden Totenschein vorzuhalten. Dies bedeutet im Ergebnis, dass den Erkenntnissen nach durchgeführter Obduktion Vorrang einzuräumen ist vor den Feststellungen des Arztes, der einen Totenschein nach summarischer Prüfung der Umstände ausgestellt hat.

Der Totenschein im Arzthaftungsprozess
Seit langem ist anerkannt, dass der behandelnde Arzt zu einer angemessenen Dokumentation verpflichtet ist. Der Bundesgerichtshof hat bereits mit Urteil vom 27. Juni 1978 (7) ausgesprochen, dass Beweislasterleichterungen, die bis zur Umkehr der Beweislast gehen können, immer dann und soweit geboten sind, als nach tatrichterlichem Ermessen dem Patienten die (volle) Beweislast für einen Arztfehler angesichts der vom Arzt verschuldeten Aufklärungshindernisse billigerweise nicht mehr zugemutet werden kann.

In einem besonders tragischem Fall mit letalem Ausgang hat an einem Sonntag die einzige in einem Beleg-Krankenhaus anwesende Ärztin eine Appendektomie durchgeführt. Ein Blutbild oder eine Urinuntersuchung wurden entgegen dem Inhalt des später diktierten Krankenblattes vor der Operation nicht veranlasst, da das Krankenhaus-Labor sonntags nicht besetzt war. Drei Tage nach der Operation setzte nach dem Inhalt des Krankenblattes die Peristaltik aus; es kam zu Koterbrechen; dieser Zustand habe sich innerhalb von zwei Tagen nach Infusionen gebessert. Nach weiteren vier Tagen kam es zu einem Kreislaufzusammenbruch, der nicht mehr beherrschbar gewesen ist und am Folgetag zum Tode geführt hat. Die Ärztin ließ im Krankenblatt als Todesursache „akute Herzschwäche und Kreislaufschwäche“ vermerken, daneben „akute Appendicitis, Nierenentzündung und Verdacht auf Lungenembolie“. In dem von ihr selbst ausgestellten Totenschein gab sie als unmittelbare Todesursache „akute Herzschwäche und Kreislaufschwäche“ an, als wesentlichen Krankheitszustand zur Zeit des Todes aber auch „Nierenentzündung“ und „Verdacht auf Lungenembolie“. In ihrem Arztbrief an den Hausarzt erwähnte sie die Nierenerkrankung nicht, bezeichnete vielmehr den Urinbefund „oB“.

Der Bundesgerichtshof beanstandete die Verlässlichkeit der geringen vorhandenen Dokumentation. Diese habe wenigstens eine grobe Unrichtigkeit beschönigenden Charakters enthalten, nämlich die, dass erst am folgenden Tage erhobene Laborbefunde schon am Operationstag vorgelegen hätten. Dieser Umstand kann nicht ohne Zusammenhang mit der allerdings nicht schadensursächlichen Tatsache gewürdigt werden, dass die Ärztin nach dem Tode ihrer Patientin den ständigen hochpatologischen Urinbefund in ihrem Schreiben an den Hausarzt abgeleugnet hat. Hinzu kommt, dass es die Ärztin versäumt hat, entsprechend ärztlicher Übung eine nähere Untersuchung oder Sicherung des Operationspräparates zu veranlassen. Die naheliegende Obduktion hat sie nicht einmal angeregt, den Totenschein selbst ausgestellt und dem Hausarzt gegenüber einen wichtigen Befund, wie wohl angenommen werden muss, absichtlich verschwiegen.

Damit kommt in Fällen wie hier der Ausstellung eines Totenscheines durch den behandelnden Krankenhausarzt selbst eine gesteigerte Bedeutung zu.


Dieser Umstand ist als einer von mehreren Gesichtspunkten im Rahmen der juristischen Prüfung zu betrachten, wenn es gilt im Arzthaftungsprozess die Frage der Beweislasterleichterung oder Beweislastumkehr zu beurteilen.

Unfallversicherung und Totenschein


Private Lebensversicherungen werden häufig mit einer Unfallversicherung kombiniert, die bei einem unfallbedingten Ableben eine höhere Leistung bis zum Doppelten der Lebensversicherungssumme vorsehen.
Ist zwischen den Hinterbliebenen und der Versicherungsgesellschaft streitig, ob ein Unfalltod oder nicht vorgelegen hat, kommt dem Inhalt des Totenscheines eine entscheidungserhebliche Bedeutung zu.


Dies gilt besonders dann, wenn sich die Hinterbliebenen weigern, die von dem Lebensversicherer geforderte Obduktion vornehmen zu lassen.
Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 09. Oktober 1991 (8) folgenden Sachverhalt zu beurteilen gehabt: Der Versicherte ist nach einem Autounfall tot aufgefunden worden. Die Ärztin hat auf dem von ihr ausgestellten Leichenschein als Todesursache „Genickbruch nach Autounfall“ vermerkt. Die Versicherungsgesellschaft verlangte mit der Begründung eine Obduktion, als Todesursache komme auch ein Hirnschlag oder ein Herzinfarkt in Betracht, zumal der Verstorbene kriegsbedingt an einer Fleckfiebererkrankung mit hieraus resultierender Hirnfunktionsbeeinträchtigung gelitten habe. Die Hinterbliebenen stimmten der geforderten Obduktion jedoch nicht zu.

Der Bundesgerichtshof hat hervorgehoben, dass die Hinterbliebenen den anspruchsbegründenden Sachverhalt „Unfalltod“ beweisen müssen: Vermögen die Bezugsberechtigten den Tatrichter – aufgrund anderer Aufklärungsmöglichkeiten als einer Obduktion (hier: Vernehmung des den Totenschein ausstellenden Arztes) – von einem unfallbedingten Tod des Versicherten zu überzeugen, so kann sich der Unfallversicherer nicht mit Erfolg darauf berufen, die Verweigerung der Obduktion beziehungsweise ihr Unterbleiben habe die Feststellung beeinflusst, ob ein Versicherungsfall eingetreten sei.

Denn zu der Angabe im Leichenschauschein „Genickbruch nach Autounfall“ habe der Sachverständige erklärt, dass eine unmittelbar nach dem Tod des Versicherten durchgeführte Obduktion Befunderhebungen möglich gemacht hätte, die eine Klärung der Todesursache erlaubt hätten. Er hat weiter ausgeführt, wenn ein Toter außer einem Genickbruch Weichteilverletzungen im Halsbereich aufweise, könne auch dies unter Umständen Feststellungen ermöglichen, ob ein Genickbruch die Todesursache gewesen sei. Selbst bei dem Fehlen derartiger äußerer Verletzungen könne ein Genickbruch im Rahmen einer Leichenschau dann angenommen werden, wenn bei ausgeprägter Leichenstarre eine widernatürliche Beweglichkeit im Bereich der Halswirbelsäule bestehe. Erfolge dagegen bei Fehlen äußerer Verletzungen im Halsbereich die Leichenschau erst nach Lösen der Totenstarre, so erlaube allein das Vorliegen eines Halswirbelsäulenbruches nur Vermutungen zur Todesursache, allenfalls ein Wahrscheinlichkeitsurteil.


Zusammenfassend: Den Klägern müsse daher Gelegenheit gegeben werden, die Ärztin als sachverständige Zeugin einvernehmen zu lassen, die die Leichenschau vorgenommen habe.

Ansprüche auf Sozialleistungen (hier aufgrund von möglichen späten Kriegsfolgen) und Totenschein


Ein Kriegsteilnehmer hat den linken Unterschenkel im oberen Drittel mit ungünstigen Stumpfverhältnissen und Einschränkungen der Kniegelenksbeweglichkeit verloren. Daneben bestanden als Schädigungsfolgen reizlose Narben im rechten Unterarm sowie ein Verlust des rechten Zeigefingerendglieds. Laut Todesbescheinigung ist der Kriegsteilnehmer (betagt) an einem „Myocardinfarkt bei Herzwandaneurysma“ verstorben. Wenn diese Todesursache richtig sei, so urteilten die Richter am Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in zweiter Instanz, ließe sich ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Ableben des Beschädigten und den Folgen seiner Kriegsverletzungen nicht als wahrscheinlich im Sinne des Versorgungsrechts erachten.

Das Bundessozialgericht wies mit Urteil vom 24. Juni 1981 (9) in dritter Instanz jedoch darauf hin, dass der Sachverhalt weiter aufgeklärt werden müsse. Denn der gerichtlich bestellte Sachverständige habe eine Wahrscheinlichkeit des Zusammenhangs für den Fall angenommen, dass die zum Tode führende Gesundheitsstörung in Wahrheit nicht ein Herzinfarkt, sondern vielmehr eine globale Herzschwäche gewesen sein sollte. Letztere könnte in Folge der ständigen Eiterungen am Stumpf des linken Unterschenkels entstanden sein. Nachdem eine Obduktion nicht durchgeführt worden sei und zudem Original-Krankenunterlagen nicht mehr hätten aufgefunden werden können, sei der Arzt einzuvernehmen, der die Todesbescheinigung ausgestellt habe, um den Sachverhalt im Rahmen des noch Möglichen von Amts wegen weiter aufzuklären.

Einsichtnahme in den Totenschein durch Hinterbliebene nur in seltenen Ausnahmefällen
Das Verwaltungsgericht Koblenz hat sich mit Urteil vom 10. Juni 1999 (10) grundlegend dahingehend geäußert, dass das für das Recht auf Einsichtnahme in die Todesbescheinigung vorausgesetzte „rechtliche Interesse“ sich auch bei nächsten Angehörigen nicht ohne weiteres bereits aus dem Persönlichkeitsrecht beziehungsweise der Eltern-Kind-Beziehung als solche ergibt. Vielmehr muss eine Abwägung dieses Interesses mit den Belangen des Verstorbenen und sonstiger Hinterbliebener erfolgen.
Ein allgemeines Interesse zu prüfen, ob Ansprüche gegen Dritte bestehen könnten, genügt nicht, um entsprechend Einsicht gewähren zu können.
Die begehrte Kenntnis über Erbkrankheiten ist für möglicherweise ebenfalls betroffene Hinterbliebene dagegen ein schutzwürdiges persönliches und damit grundsätzlich ein berechtigtes Interesse auf Einsicht in den vertraulichen Teil des Leichenschauscheines (Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg vom 18. Juli 1996 (11)). Die dann vorzunehmende Güterabwägung mit den Belangen des Verstorbenen und dem Vertrauen der Allgemeinheit in die Wahrung der Schweige- und Geheimhaltungspflicht erfordert eine Ermessenentscheidung der zuständige Behörde im Einzelfall. Können Betroffene auf andere Art und Weise Kenntnis über fragliche Erbkrankheiten erlangen, steht ihnen ein Einsichtsrecht dennoch nicht zu. Im konkreten Fall ist die betroffene Hinterbliebene mit einem gesonderten Schreiben der zuständigen Behörde informiert worden, dass der Totenschein keinen Hinweis auf eine bestimmte Erbkrankheit enthält, sodass eine weitergehende Einsichtsgewährung nicht veranlasst gewesen ist.

Vergütung für die Leichenschau und die Ausstellung von Todesbescheinigungen


In den jeweiligen Bestattungsgesetzen der einzelnen Bundesländer (zum Beispiel dem Baden-Württembergischen Gesetz über das Friedhofs- und Leichenwesen) werden grundsätzlich öffentlich-rechtliche Verpflichtungen begründet, eine Leichenschau zu veranlassen beziehungsweise diese vorzunehmen. Zu den Verpflichteten gehören unter anderem regelmäßig in Krankenhäusern und Entbindungsheimen der Leitende Arzt, bei mehreren selbständigen Abteilungen der Leitende Abteilungsarzt. Assistenzärzte werden vielfach mit herangezogen.

Das Bundesarbeitsgericht hat bereits mit Urteil vom 30. Oktober 1981 (12) einen Streit zwischen einem Assistenzarzt und dem Krankenhausträger hinsichtlich der Vergütung zu entscheiden. Danach können der Krankenhausträger und nachgeordnete Ärzte vereinbaren, dass die Vornahme der Leichenschau und die Ausstellung der dazu gehörenden Bescheinigungen zu den Pflichten des Arztes gehören, für die er keine zusätzliche Vergütung erhalten soll. Eine solche Vereinbarung verstößt nicht gegen Nr. 5 der Sonderregelungen 2c zum Bundesangestellten-Tarifvertrag (BAT). Ist im Arbeitsvertrag diese Frage nicht ausdrücklich geregelt, spricht dies gegen eine entsprechende Liquidationsbefugnis des Arztes. Denn der Tariflohn stellt im Regelfall die Vergütung dar, mit der die gesamte Tätigkeit des Arztes im Krankenhaus abgegolten wird. Darüber hinausgehende Liquidationsrechte werden erfahrungsgemäß genau bezeichnet.


Wird einem nachgeordneten Arzt die Vornahme der Leichenschau „als Dienstaufgabe“ übertragen, kann auch dies nur dahingehend verstanden werden, dass für diese Tätigkeit keine besondere Vergütung gezahlt und auch keine Liquidationsberechtigung eingeräumt werden sollte.

 

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Aktualisiert am: 25.05.17, Uhrzeit: 14.05

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Gesunde Ernährung: Gluten sorgt für Verwirrung

Glutenfreie Nahrung ist teuer - aber für Gesunde nicht von Vorteil - manchen Menschen schadet eine solche willkürliche Diät sogar. Wird die unberechtigte "Cholesterin-Panik" durch die ebenfalls unberechtigte "Gluten-Panik" abgelöst?

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zur Originalstudie (BMJ)  hier 

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Quellen: Spiegel online, BMJ 2017

 

Viagra (Sildenafil) wirkt in allen Altergruppen - unabhängig von Vorerkrankungen

Rund 10.000 Patienten erhielten im Zusammenhang mit ihrer geklagten erektilen Dysfunktion im Rahmen von 42 Plazebo-kontrollierten Doppelblind- Untersuchungen entweder Sildenafil,  oder ein wirkstofffreies Scheinmedikament. Es zeigte sich,  dass Sildenafil in allen Altersgruppen, und mit,  bzw. ohne Vorerkrankungen,  statistisch signifikant besser wirkte, als die in der Kontrollgruppe gegebene wirkstofffreie Kontrollsubstanz.

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Quelle:Int J Clin Pract. 2017

 

Überraschende Erkenntnis:  Fruchtsäfte sind eher als ungesund einzuschätzen und sollten daher im Regelfall  durch den Konsum von Früchten ersetzt werden.

Selbst "hochwertige",  frisch gepresste Fruchtsäfte sind nach Expertenmeinung nicht mehr als teures Zuckerwasser, das dick macht.  Den hochkalorischn Fruchtsäften fehlen oft Vitamine, Mineralien, Balaststoffe und Antioxydantien.  Sie können bei regelmäßigem Konsum  ein Übergewicht verstärken und die Insulin-Produktionskapazität des Organismus überfordern.  Fruchtsäfte lösen gelegentlich sogar eine Zuckerkrankheit (Diabetes-Typ-II) aus und erhöhen so mittel- und langfristig das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

 

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Quelle: Washington Post, Mai 2017

Tödliche Fehler: Früherkennung Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)  auch in Deutschland nicht optimal organisiert

Kritiker vermuten, dass jährlich das Leben zahlreicher Frauen gerettet werden könnte,  wenn die praxisnahe Ausbildung der Frauenärzte durch spezielle Weiterbildungsmaßnahmen verbessert würde.

Obgleich ein Gebärmutterhalskrebs leicht und ohne großen Aufwand früh erkannt und geheilt werden kann, wird die lebensrettende Diagnose jährlich bei rund 1.500 Frauen zu spät gestellt. Die Ursachen sind prinzipiell vermeindbar.   Zum Einen gehen nur 50% der für die Maßnahmen in Frage kommenden Frauen regelmäßig zur angebotenen Früherkennungsuntersuchung und zum Anderen sind viele Frauenärztinnen und -ärzte aufgrund ihrer kliniklastigen, lückenhaften praktischen Ausbildung nicht immer in der Lage, einen Abstrich vom Gebärmutterhals sachkundig abzunehmen. 

 

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Quelle: Medizinjournalisten-Stammtisch 2017

US-Arzneimittelbehörde FDA: Erster Gen-Selbsttest zugelassen

Erstmalig wurde in den USA ein Gentest (23andMe)von der FDA zugelassen, mit dessen Hilfe Endverbraucher - ohne ärztliche Hilfe - in ihrer Erbmasse die Veranlagung für zehn Erb-Krankheiten, bzw. besondere erblich bedingte Gesundheits- Zustände erkennen können.  Dies kann sie dann zu bestimmten Änderungen ihrer Lebensweie motivieren, bzw. zu einer ausführlichen Beratung durch ihren Arzt.

 

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Quelle:  Presseerklärung FDA, Informationen 23andMe

 

Hilft warme Milch bei Einschlafstörungen?

Neue Forschungsergebnisse belegen: warmer Milch enthält keine Bestandteile, die tatsächlich als eine Art wirksames Schlafmittel gelten können. Doch Schlafstörungen beruhen meist auf seelischen Problemen, daher spricht auch nichts dagegen,  warme Milch versuchsweise als Einschlafhilfe zu nutzen.

 

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Quelle: Spiegel online April 2017

Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde

Die eher unscheinbare Küchenpflanze Wasserkresse - auch Brunnenkresse genannt- ersetzt eine ganze Apotheke

Trotz der zunehmenden Beliebtheit alternativer Heilmethoden ist wenig bekannt, dass die weit verbreitete Brunnenkresse/Wasserkresse zahlreiche Wirkstoffe enthält, die als sehr gesund gelten.

 

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Quelle:  Ulster University of Ireland

Krebsvorbeugung: Wundermittel Aspirin?

Die Langzeiteinnahme des beliebten Schmerzmittels Aspirin (Azentylsalizylsäre= ASS) senkt das Risiko an Krebs zu erkranken. Dies trifft unter anderem auf Darm-Lungen-, Brust- und Prostatakrebs zu.  Die jetzt vorgestellte Studie zeigt auch, dass das Risiko an Krebs zu sterben, bei Aspirin-Konsumenten deutlich herabgesetzt ist.

 

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Quellen: American Association for Cancer Research Annual Meeting 2017, Washington Post

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium wird von vielen Menschen überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei schmerzhaften nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur angeblichen Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

 

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Langzeitstudie:  Entlastung für die Pille

Eine Frau, die Jahrzehnte lang mit der Pille verhütet, muss später nicht fürchten, aus diesem Grund an einem Krebs zu erkranken. Eine weitere große Langzeitstudie gibt nun Entwarnung. Offenbar verursacht die Pilleneinnahme sogar einen (kleinen) Schutzeffekt.

 

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Quelle: FAZ März 2017

Der FeNO-Atemtest erleichtert die Diagnose der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).

Ein internationales Forscherteam fand in einer wissenschaftlichen Studie heraus, dass  sich die Konzentration des Biomarkers  fraktioniertes  Stickoxid (FeNO) in der nasalen Ausatemluft gut für die Diagnostik der häufig vorkommenden allergischen Rhinitis eignet.

Es zeigte sich bei der Analyse der Studiendaten, dass die Konzentration des  Biomarkers FeNO  bei Patienten mit allergischer Rhinitis und Asthma mehr als doppelt so hoch ausfiel, als bei den Patienten der Vergleichsgruppe, die unter keiner Entzündung der Atemwege litten.

 

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Quelle:Journal of Asthma and Allergy

Blutgruppenbestimmung wird in Zukunft deutlich vereinfacht  werden

Ein innovativer Schnell-Test ermöglicht schon bald eine Blutgruppenbestimmung in nur 30 Sekunden

Chinesische Wissenschaftler haben einen einfach und billig durchzuführenden Papierstreifentest entwickelt,  mit dessen Hilfe eine Blutgruppe am Krankenbettohne viel Aufwand, extrem schnell und zuverlässig  bestimmt werden kann.  Der Papiertest kann wahrscheinlich in Zukunft in Notsituationen  viele Menschenleben retten.  

 

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Quelle: Spiegel online und Science Translational Medicine
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Neue Studien bei Onkologen: Roche erzielt Top-Imagewerte in den Bereichen Lungenkarzinom und Mamma-/Ovarialkarzinom

 In der Indikation Lungenkarzinom wie auch im Bereich Mamma-/Ovarialkarzinom ist der Pharmahersteller Roche führend. Das geht aus den Ergebnissen von zwei neuen Studien zum Image von Pharmafirmen hervor, die Kantar Health Ende 2016 unter onkologisch tätigen Ärzten durchgeführt hat. Kantar Health ist eine weltweit führende Healthcare Beratungs-/Marktforschungsagentur.

 

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Quelle: Pressemitteilung - Kantar Health GmbH

Umstrittenes Vitamin D:  Schutz vor Atemwegsinfektionen konnte bewiesen werden

Die einen schwören auf die vielfältigen positiven Wirkungen von
Vitamin D.  Andere Forscher sind skeptisch oder warnen gar vor Überdossierung und Nebenwirkungen.  Jetzt hat eine Forschergruppe das vorliegende Datenmaterial von 25 zufallsgesteuerten wissenschaftlichen Untersuchungen ausgewertet an denen mehr als 10.000 Patienten teilgenommen hatten. Sie kamen zu dem Ergebniss, dass die Einnahme von Vitamin D3 und Vitamin D2 statistisch signifikant vor akuten Atemwegsinfektionen schützt.  Diese Prophylaxe- Wirkung erwies sich als besonders ausgeprägt, wenn zu Beginn der Therapie mit Vitamin D im Labor besonders niedrige Blutkonzentrationen nachgewiesen werden konnten.  Die Autoren der im British Medical Journal veröffentlichten Studie kamen zu dem Schluß, dass Vitamin D ein sicheres Medikament ist und bei regelmäßiger Einnahme das Risiko von Atemwegsinfektionen senkt.

 

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Quelle: BMJ Februar 2017

Akupunktur

Die tausende Jahre alte chinesische Nadeltherapie wird besonders oft und gerne zur Schmerztherapie eingesetzt. Doch die Wirkung ist umstritten. Viele Anwender berichten über eine schlechte Schmerzdämpfung - oft entspricht die beobachtete Wirkung der Nadeltherapie jener einer wirkungslosen Schein-Akupunktur. Doch jetzt wurde eine in China durchgeführte Akupunktur-Studie im Fachblatt JAMA vorgestellt, die zeigte, dass die bei Migräne-Patienten durchgeführte Nadeltherapie gut wirkte - statistisch signifikant besser als eine bei Patienten der Kontrollgruppe durchgeführte Scheintherapie.

 

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Quelle: JAMA Internal Medicine, Februar 2017

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium gegen Muskelkrämpfe wird überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Bluthochdruck im fortgeschrittenen Lebensalter:  Ärzte wollen Zielwert auf 150/90 mm HG erhöhen.

Eine zu starke Senkung der erhöhten Blutdruckwerte beeinträchtigt  aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen bei alten Menschen die Lebensqualität. Daher diskutieren nun unterschiedliche Fach-Gremien die Erhöhung der empfohlenen Ziel-Blutdruckwerte - auf 150/90 mm HG.

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Heuschnupfen-Therapie sollte nicht abgekürzt werden

Die über die Mundschleimhaut anzuwendende sublinguale spezifische Immuntherapie  (SLIT) dauert mit rund fünf Jahren vielen Pollenallergikern zu lange.  Daher brechen sie die zu Hause durchzuführende Variante der Allergietherapie zu früh ab - oft ohne mit dem Arzt darüber zu sprechen. Doch dies erwies sich nun als keine gute Idee. Jetzt zeigte eine wissenschafttliche Studie, dass eine nur zweijährige sublinguale Immun-Therapie nicht wirkt. Den Therapieabbrechern droht die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung.

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Quelle: JAMA, 2017

Impfen gegen Infektionskrankheiten beibt wichtig

Malaria-Impfstoff besteht erste Tests mit Patienten

Ein internationales Forscherteam hat einen Impfstoff entwickelt, der in einer Studie Patienten vollständig vor der Infektionskrankheit Malaria geschützt hat.

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Quelle: Spiegel online Februar 2017

Lungenkrebs-Screening

Die Krebs-Früherkennungs-Diagnostik ist derzeit bei Experten sehr umstritten. Überwiegen die Nachteile die erreichbaren Vorteile?

VieleÄrzte und auch Patienten meinen, dass Fortschritte bei der Bekämpfung der Krebserkrankungen nur durch eine deutliche Ausweitung der Früherkennnungs-Maßnahmen möglich ist. Doch ist das wirklich so?

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Sportmedizin
Körperliche Aktivität  und Senkung des allgemeinen Sterbe- und Herz-Kreislauf-Risikos

Eine im Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass es für die Gesunderhaltung offenbar bereits ausreicht, wenn man sich nur am Wochenende an zwei Tagen ein wenig (150 Minuten)sportlich betätigt.

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Integrative Medizin

Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose)

Die bei Alternativ-Medizinern beliebte und weit verbreitete Therapie der Arthrose der Kniegelenke mit Glukosamin und Chondoitin erwies sich in einer wissenschaftlichen Studie als nicht geeignet, um den Gelenkschmerz effektiv - also besser - zu bekämpfen, als ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Plazebo). 

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Quelle: Arthritis and Rheumatology

Kinderheilkunde, Psychiatrie und Geburtshilfe:

Wenn Mutti Depressionen hat

Wenn eine werdenden Mutter während der Schwangerschaft
Anti-Depressiva einnimmt, dann erhöhte sich bei den Neugeborenen laut einer in Schweden durchgeführten Studie das allgemeine Sterberisiko, bzw. die Zahl der erforderlichen Krankenhausaufnahmen. Die Autoren der Studie wiesen aber auch darauf hin, dass  in der Gruppe der Kinder  der Studienteilnehmerinnen die Zahl schwerer Krankheiten insgesamt sehr niedrig war.

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Quelle. Pediatrics, American Academy of Pediatrics.

Gesunde Ernährung

Tee erweist sich auch in neuer Studie wieder als ein gesundes Lebensmittel 

 

Weit verbreitete Genußmittel wie Tee, Kaffee und Zigaretten waren und sind in ihrem Einfluß auf die Gesundheit des Menschen noch immer umstritten. Im renommierten Fachblatt Heart wurde nun eine große Beobachtungstudie veröffentlicht, in deren Verlauf sich zeigte, dass jene Menschen seltener einen Herzinfarkt erlitten, die täglich Tee trinken.

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Quelle: JAMA 2017

Asthma bronchiale:   bei Erwachsenen ist jede dritte Diagnose
falsch 

Sehr häufig wird die Diagnose Asthma ohne die eigentlich unerläßliche Anwendung der objektive Ergebnisse liefernden Testverfahren Spirometrie und FeNOAtemtest gestellt. Es verwundert daher nicht, dass etwa jede dritte Diagnose falsch ist. 

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Quelle: JAMA 2017

Schweiz: Hyperthermie-Krebstherapie Ab 2017 bezahlen Schweizer Kassen Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie

Mit Wirkung vom 1. Januar 2017 hat das Bundesamt für Gesundheit Hyperthermie-Behandlungen in Kombination mit Bestrahlung in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen. Damit können Patienten nun die Kosten für diese komplementärmedizinische Form der Krebstherapie über die Krankenkassen abrechnen. Hyperthermie erhöht Heilungschancen bei Krebs

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Quelle:  www.heilpraxisnet.de

Fischöl-Therapie: Vorbeugung von Asthma bei kleinen Kindern

Wenn Schwangere im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft pro Tag 2,4 Gramm Fischöl (in Form von Fischöl-Kapseln) einnehmen, dann haben ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren ein um ein Drittel niedrigeres Risiko an Asthma und anderen entzündliche Atemwegsleiden zu erkranken. Im Rahmen dieser im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen dieser vorbeugenden Therapie festgestellt werden - weder bei den Müttern, noch später bei deren Kindern.

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Volltext kostenlos
Quelle:Bisgaard H, Stokholm J, Chawes BL, et al. Fish Oil-Derived Fatty Acids in Pregnancy and Wheeze and Asthma in Offspring. N Engl J Med. 2016 Dec 29;375(26):2530-9. doi: 10.1056/NEJMoa1503734. (Original)

USA:  Warnhinweis für Homöopathie 02.01.2017 

Die Debatte um die Wirksamkeit von Homöopathika tobt seit Jahren. Dabei ist die Studienlage eindeutig. Jetzt legt die US-amerikanische Handelsbehörde FTC  daher fest: Homöopathische Medikamente müssen klar als wirkungslos gekennzeichnet sein.  In Zukunft muss auf den frei verkäuflichen homöopathischen Medikamenten vermerkt sein, dass sie nicht wirken. Das hat in den USA die Federal Trade Commission festgelegt. Sollte es auch in Zukunft keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien zur Wirksamkeit der Mittel geben, so müsse auf die Verkaufspackungen  ein Warnhinweis aufgedruckt sein, dass das Produkt nicht wie angekündigt funktioniert“, so die FTC.  Naturgemäß sind die Homöopathen ganz anderer Meinung. Sie verweisen auf zahlreiche Studien, die ihrer Meinung nach die Wirksamkeit der Homöopathie eindeutig beweisen.

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Quelle: Laborwelt

D-Mannose: hilft bei manchen antibiotika-resistenten Harnwegsinfektionen.

Doch die Hauptanwendung ist die Vorbeugung von immer wieder aufflackernden  Harnwegsinfektionen.

Der Zucker D-Mannose wird rezeptfrei in der Apotheke als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und soll Harnwegsinfekten vorbeugen, indem es bestimmte Bakterien daran hindert ( dies weurde in Tierversuchen herausgefunden) sich an der Wand der Harnblase festzusetzen. Andere Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass D-Mannose schädliche Bakterien an der Vermehrung hindert und dafür  für die Darmflora wichtige "gute" Bakterien  bei ihrer Ausbreitung im Darm unterstützt. Die zusammen getragenen  Informationen sind bisher aber widersprüchlich und sollten nach Meinung der Forscher im Zuge weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen abgeklärt werden.

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und auch hier
Quelle: WIKIPEDIA und WebMD

"Volksnahrungsmittel" Magensäureblocker?

Wie in Spiegel online zu lesen war, verordnen deutsche Ärzte angeblich viel zu häufig sog. Protonenpumpenhemmer, die im Volksmund auch "Magensäureblocker" genannt werden.  Dies ergab eine Analyse der Barmer Krankenkasse , die das Unternehmen für das Magazin SPIEGEL durchgeführt hatte. 

Die Protonenpumpenhemmer unterdrücken im Verdauungstrackt die Freisetzung von Magensäure (Salzsäure) nahezu total und bekämpfen so Magengeschwüre und Sodbrennen.   Doch bei der üblichen Langzeit-Einnahme kommt es oft zu gefährlichen Nebenwirkungen durch Knochenschwund bedingter Knochenbrüche und zu einem Magnesiummangel, der Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle begünstigt. 

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Quelle: Spiegel online

Sind viele Arztbesuche tatsächlich überflüssig?

Spiegel online beleuchtet diese Frage ausführlich und stützt sich dabei auf Daten, die von deutschen Krankenkassen zusammengetragen wurden.

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Quelle Spiegel online

Prost Neujahr!
Ist Alkohol weniger schädlich für die Gesundheit als bisher angenommen?

Die vom Alkohol ausgehenden Gesundheitsgefahren wurden bisher überschätzt. Ein mäßiger Alkoholkonsum tötet offenbar keine Hirnzellen ab, sondern beeinflusst die Hirnleistung nur kurzfristig. Sobald der Alkohol abgebaut ist, funktioniert das Gehirn wieder normal. Mittel- und langfristig gesehen erhöht ein mäßiger Alkoholkonsum offenbar sogar die Leistungsfähigkeit des erwachsenen Gehirns.

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Quelle: Spiegel online , AAAC Science Net, American Journal of Epidemiology

Innere Medizin: Dauer der Antibiotika-Therapie ist umstritten

Die Ärzte sind sich uneins: darf man bakterielle Infektionen wie beispielsweise Lungen- oder Mittelohrentzündungen mit einer von 10 auf 5 Tage verkürzten Antibiotika-Therapie behandeln, ohne die Patienten zu gefährden ?

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Kinderheilkunde und Neurologie: Die bisher übliche Therapie einer akuten Gehirnerschütterung wird derzeit grundsätzlich überdacht.

Bisher wurde den Patienten unmittelbar nach dem Unfall als Vorsichtsmaßnahme strenge Bettruhe verordnet.  Nun zeigt eine im  US-Fach-Journal JAMA veröffentlichte Studie zur Überraschung der Forscher, dass ein sehr früher Beginn derkörperlichen Aktivitäten  den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst hatte.

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Quelle: JAMA

Feminismus:  Sind Frauen generell die besseren Ärzte?

Bisher gingen in den USA die meisten Medizin-Profis davon aus, dass das deutlich geringere Einkommen von Ärztinnen darauf zurück zu führen sei, dass auch die Qualität ihrer beruflichen Leistungen entsprechend geringer ausfällt.  Diese Erklärung wurde hinter vorgehaltener Hand unter anderem auf die auch in den USA übliche Doppelbelastung vieler Frauen zurück geführt.  Doch nun hat eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie gezeigt, dass diese weit verbreiteten Vorurteile nicht berechtigt sind. Sobald Patienten nämlich von weiblichen Internisten behandelt worden waren, fiel sowohl ihre 30-Tage-Sterblichkeit geringer aus, als auch die Wahrscheinlichkeit der schnellen Wiederaufnahme in stationäre Behandlung.  Obgleich die Unterschiede nicht groß waren, zeigen die erhobenen Daten, dass das niedrigere Einkommen der Ärztinnen nicht mit schwächeren fachlichen Leistungen begründen läßt.

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Quelle: JAMA 2016

Chirurgie: Geplante Routine-Operationen,  oder überraschend notwendiger Notfall-Eingriff? 

Die Gabe weit verbreiteter sog. "Blutfettsenker" aus der Wirkstofffamilie der Statine vermindern offenbar das Risiko von OP-Komplikationen - und erwies sich daher in vielen Fällen als Lebensretter.

In den USA wurden die Daten von 180.478 Patienten analysiert, die sich einer OP unterzogen hatten, die nicht das Herz betraf.  Es zeigte sich, dass Patienten, die am Tag der Operation, oder in den 24 Stunden danach einen Blutfetttsenker aus der Familie der Statine eingenommen hatten,  im ersten Monat nach dem Eingriff ein deutlich niedrigeres Sterberisiko aufwiesen - verglichen mit den Patienten der Vergleichsgruppe, die keine Statine erhalten hatten.  Weitere Untersuchungen werden in Zukunft zeigen müssen, ob im Zusammenhang mit Operationen aus wissenschaftlicher Sicht eine allgemeine Empfehlung der Statin-Begleittherapie   gerechtfertigt ist.

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Quelle:JAMA 2016

Chirurgie

Häufige Diagnose Karpal-Tunnel-Syndrom  - Unklarheiten bei der Diagnose und der nachfolgenden Therapie

Das sogenannte Karpal-Tunnel-Syndrom kommt nahezu gleich häufig vor wie die weit verbreitete Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose).  Doch trotz der Häufigkeit dieser Leiden werden sehr häufig Fehldiagnosen gestellt und die Auswahl der ärztlich empfohlenen Therapien erweist sich oft auch als kontrovers und unter Chirurgen als heftig umstritten. Bei beiden Leiden wird nach Meinung vieler Ärzte auch in Deutschland zu häufig operiert - gelegentlich mit  zweifelhaftem Erfolg.  
Jetzt haben sich international bekannte Orthopädie-Experten im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine ausführlich zu diesen beiden Krankheiten geäußerte und haben mit ihren detaillierten Ratschlägen zahlreiche Krankheits-Varianten abgehandelt,  die ganz unterschiedliche Therapien erfordern.

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Quelle: NEJM 2016

Vitamin-D-Prophylaxe im Zwielicht:  Was nun?

In einem See von Unsicherheiten galt bisher die vorbeugende Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel als eine gute, der Gesundheit dienliche  Idee - und wurde auch von vielen Ärzten wohlwollend unterstützt.  Dies insbesondere dann, wenn sich die Individuen wenig im Sonnenlicht aufhalten, was die natürlich Synthese von Vitamin D behindern kann. Doch nun kommen Zweifel an der Wirkung auf, die Patienten und Ärzte verunsichern werden.

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Quelle: British Medical Journal 2016

Alkohol als wenig beachteter Risikofaktor für Krebs?

Schon relativ kleine Mengen an Alkohol erhöhen das statistische Risiko für bestimmte Arten von Krebs  - insbesondere Darm-, Leber- und Speiseröhrenkrebs sind gefürchtete Folgen des regelmäßigen und/oder übermäßigen Alkohol-Konsums. Forscher fanden bei der Auswertung von Statistiken heraus, dass nur wenige Menschen den ärztlichen Rat befolgen,  an zwei Tagen der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten.
Besonders hoch ist das individuelle Krebsrisiko immer dann, wenn Menschen rauchen und zusätzlich  auch regelmäßig Alkohol trinken - was oft der Fall ist.  Diese Tatsachen ändern aber nichts an der die Lage komplizierenden  Erkenntnis, dass ein mäßiger Alkoholgenuß (als grobe Orientierung: 1-2 Gläser Rotwein am Tag)  offenbar das Risiko tödlicher Herzinfarkte senkt.

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Quelle: online Focus, Navigator  Medizin

Ist die schon bald mit Hilfe eines einfach durchzuführenden Speicheltests möglich?

An der Universität Loughborough entwickelte ein Forscherteam einen einfach durchzuführenden Speicheltest, der es möglich macht, mit Hilfe der Analyse "metabolischer Biomarker" - das sind körpereigene Substanzen, die bei  Stoffwechsel entstehen- Allergien und Asthma nachzuweisen.
Der Test kann in jeder Altersgruppe zum Einsatz kommen. Bevor der Speichel-Test allerdings in der ärztlichen Alltagspraxis verfügbar ist, sind erst noch die üblichen, breit angelegten wissenschaftliche Zulassungs-Studien erforderlich. Doch dass die innovative Methode grundsätzlich für die Diagnose von Asthma  geeignet ist, konnte nun bereits nachgewiesen werden.

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Quelle: Dr. tipster

Krebs: die Immuntherapie ist bei bösartigen Tumorleiden umstritten

Die Immuntherapie wird seit einiger Zeit in zahlreichen Varianten als der große Durchbruch bei der Krebstherapie gefeiert.  Damit erhalten Patienten eine Chance, die bis vor kurzem als unheilbar und dem Topd geweiht galten. Weltweit machte sich daher unter Onkologen Euphorie breit.  Doch nun hat diese Hoffnung einen Dämpfer erhalten.

Die angesehene New York Times berichtete ausführlich über den um sich greifenden Verdacht, dass die teuren Immun-Therapeutika auch die noch gesunden inneren Organe der Patienten angreifen und innerhalb kürzester Zeit schwer schädigen.

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Quelle: NYT

Homöopathie: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie

Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

• Versorgungsforschung
• Randomisierte kontrollierte klinische Studien
• Meta-Analysen
• Grundlagenforschung

 

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Quelle: Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

 




 


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