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Vertragsarztrechts- Änderungsgesetz

Gesetz zur Änderung des Vertragsarztrechts und anderer Gesetze (Vertragsarztrechtsänderungsgesetz – VändG)

Im Gesetzgebungsverfahren


Auf Grund von sich ständig vollziehenden gesellschaftlichen Veränderungen, Fortschritten in der medizinischen Versorgung und vor allem finanziellen Notwendigkeiten ist der Bereich der vertragsärztlichen Versorgung zu einer Daueraufgabe für den Gesetz- und Verordnungsgeber geworden. Das GKV-Modernisierungsgesetz hat sich nicht als ausreichend erwiesen, um bestehende Probleme langfristig und umfassend zu lösen. Der Deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf auf Drucksache 16/2474 in seiner 52. Sitzung am 22. September 2006 in Erster Lesung beraten und zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Gesundheit überwiesen.

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit
Der Ausschuss des Deutschen Bundestages für Gesundheit (14. Ausschuss) hat nach entsprechenden weiteren Beratungen unter Beteiligung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung mit Beschlussempfehlung und Bericht vom 25.10.2006 Folgendes empfohlen (1*):

Auf der individuellen Vertragsarztebene sieht der Gesetzentwurf vor, die Gründung von Berufsausübungsgemeinschaften und die Tätigkeit an weiteren Orten zu erleichtern, die Anstellung von Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten zu lockern sowie die Altersgrenze für den Zugang zur vertragsärztlichen Tätigkeit von 55 Jahren ganz und die Altersgrenze für das Ende der vertragsärztlichen Tätigkeit von 68 Jahren in unterversorgten Planungsbereichen aufzuheben. Auf Landesebene wird es den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen ermöglicht, noch wirksamer auf die Beseitigung von Versorgungslücken hinzuwirken, und zwar auch dann, wenn der (gesamte) Planungsbereich nicht unterversorgt ist. Darüber hinaus wird die wirtschaftliche Situation der Heilberufe in den neuen Bundesländern dadurch verbessert, dass der Vergütungsabschlag bei der Honorierung der Privatbehandlung in den entsprechenden staatlichen Gebührenordnungen aufgehoben wird.

Die Beschlussempfehlung des 14. Ausschusses vom 25.10.2006 weiterhin: Die Schwierigkeiten bei der Gründung von medizinischen Versorgungszentren, bei der Eintreibung der Praxisgebühr sowie bei der Umsetzung der Patientenbeteiligung werden durch gesetzliche Klarstellungen beseitigt. Die Einführung der direkten Morbiditätsorientierung im Risikostrukturausgleich wird auf den 01. Januar 2009 verschoben. Die Anschubfinanzierung bei der integrierten Versorgung wird verlängert.

Zu den voraussichtlichen finanziellen Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte und sonstigen Kosten hat der 14. Ausschuss folgende Prognose abgegeben: Für Bund, Länder und Gemeinden entstehen als Beihilfekostenträger durch die Aufhebung der Sechsten Gebührenanpassungsverordnung Mehraufwendungen von jährlich rund 6,5 Mio. Euro. Die Erstattung weiterer Kosten der Patientinnenvertreterinnen und –vertreter in den Selbstverwaltungsgremien auf Bundes- und Landesebene belastet die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen insgesamt mit ca. 0,3 Mio. Euro. Die Mehrausgaben der Krankenkassen für Leistungen der freiberuflich tätigen Hebammen im Beitrittsgebiet belaufen sich auf jährlich rund 3,8 Mio. Euro. Durch die Aufhebung der Sechsten Gebührenanpassungsverordnung erhöhen sich die Ausgaben der privaten Krankenversicherung um jährlich rund 15 Mio. Euro.

Inkrafttreten des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes zum 01.01.2007


Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VändG) vom 22. Dezember 2006 ist am 01. Januar 2007 (2*) in Kraft getreten, sieht man von zwei Ausnahmen ab: § 95 des Sozialgesetzbuches – Gesetzliche Krankenversicherung (SGB V), der die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung regelt, ist in Abs. 1 aus Gründen der Klarstellung bereits mit Wirkung ab 01. Januar 2006 wie folgend gefasst worden:

An der vertragsärztlichen Versorgung nehmen zugelassene Ärzte und zugelassene medizinische Versorgungszentren sowie ermächtigte Ärzte und ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtungen teil. Medizinische Versorgungszentren sind fachübergreifende ärztliche geleitete Einrichtungen, in denen Ärzte, die in das Arztregister nach Abs. 2 Satz 3 eingetragen sind, als Angestellte oder Vertragsärzte tätig sind. Eine Einrichtung nach Satz 2 ist dann fachübergreifend, wenn in ihr Ärzte mit verschiedener Facharzt- oder Schwerpunktbezeichnung tätig sind; sie ist nicht fachübergreifend, wenn die Ärzte der hausärztlichen Arztgruppe nach § 101 Abs. 5 angehören und wenn die Ärzte oder Psychotherapeuten der psychotherapeutischen Arztgruppe nach § 101 Abs. 4 angehören. Sind in einer Einrichtung nach Satz 2 ein fachärztlicher und ein hausärztlicher Internist tätig, so ist die Einrichtung fachübergreifend. Sind in einem medizinischen Versorgungszentrum Angehörige unterschiedlicher Berufsgruppen, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, tätig, ist auch eine kooperative Leistung möglich. Die medizinischen Versorgungszentren können sich aller zulässigen Organisationsformen bedienen ...

Damit hat der Gesetzgeber Auslegungsfragen zum Begriff „fachübergreifend“ bei medizinischen Versorgungszentren beseitigt.

Die zweite Ausnahme betrifft die Problematik der befristeten Ausnahme vom Verbot der Finanzierung durch Aufnahme von Darlehen seitens der Krankenkassen sowie finanziellen Hilfen in besonderen Notlagen, zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Entschuldung. In dem Zeitraum 27.10.2006 bis 31.12.2008 sind entsprechende Beitragssatzanteile gesondert auszuweisen. Die Satzungen der Bundesverbände der Krankenkassen und der Verbände der Ersatzkassen haben Bestimmung über die Gewährung entsprechender Hilfen vorzusehen. Im Übrigen gilt das VÄndG mit Wirkung ab 01. Januar 2007.

Neuerungen für gesetzlich versicherte Patienten


Durch Änderungen der §§ 13, 140e SGB V ist gesetzlich Krankenversicherten nunmehr auch eine grenzüberschreitende Inanspruchnahme von Leistungserbringern in der Schweiz ermöglicht worden.

Das leidige Problem der Zuzahlungspflicht von regelmäßig 10 Euro je Kalendervierteljahr ist dadurch entschärft worden, als bei Nichtzahlung und missbräuchlicher Inanspruchnahme der Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit dort jetzt grundsätzlich Verschuldenskosten in Höhe von 150 Euro (und gegebenenfalls mehr) auferlegt werden. Die bestehende Pauschgebührenpflicht der Kassenärztlichen oder Kassenzahnärztlichen Vereinigung entfällt in diesem Fall.

Privatärztliche Leistungen in den neuen Bundesländern
Die Sechste Gebührenanpassungsverordnung vom 18.10.2001 hat für Ärzte, Zahnärzte, Hebammen, psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeuten im Beitrittsgebiet einen Abschlag von 10 v.H. der jeweils maßgeblichen Gebührenordnung vorgesehen. Die Sechste Gebührenanpassungsverordnung ist mit Wirkung zum 01.01.2007 ersatzlos aufgehoben worden. Hierdurch ist die wirtschaftliche Situation der Heilberufe in den neuen Bundesländern erheblich verbessert worden.

Vertragsarztebene


Von besonderer Bedeutung für die individuelle Vertragsarztebene ist eine deutliche Flexibilisierung des Zulassungsrechts hervorzuheben, ebenso eine Änderung beziehungsweise Aufhebung von Altersgrenzen. Andererseits ist auf Landesebene den Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen ein Instrumentarium für eine noch wirksamere Beseitigung von Versorgungslücken zur Verfügung gestellt worden. Im Einzelnen:

Organisationsrechtliche Erleichterungen der Leistungserbringung durch Vertragsärzte/innen:

Vertragsärzte/innen können nunmehr ohne Begrenzung auch Ärzte mit anderen Facharztbezeichnungen sowie mit individueller Arbeitszeitgestaltung anstellen, sofern Zulassungsbeschränkungen nicht entgegenstehen.


Vertragsärzte können gleichzeitig auch als angestellte Ärzte in einem Krankenhaus arbeiten.


Vertragsärzte dürfen außerhalb ihres Vertragsarztsitzes an weiteren Orten vertragsärztlich tätig sein, wenn und soweit dies der Versorgung der Versicherten an den weiteren Orten verbessert und die ordnungsgemäße Versorgung der Versicherten am Ort des Vertragsarztsitzes nicht beeinträchtigt wird.
Die vertragsärztlichen Leistungserbringer können örtliche und überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften bilden. Sie können die gemeinsame Erbringung auf einzelne Leistungen beschränken, soweit es sich nicht um fachgebietsüberschreitende Erbringung überweisungsgebundener medizinisch-technischer Leistungen handelt.


Zur Flexibilisierung der beruflichen Betätigungsmöglichkeiten sowie zur besseren Bewältigung von Unterversorgungssituationen kann der sich aus der Zulassung ergebende Versorgungsauftrag auf die Hälfte einer hauptberuflichen Tätigkeit beschränkt werden (sogenannte „Teilzulassung“).


Der in § 102 SGB V vorgesehene Auftrag an den Gesetzgeber, Verhältniszahlen für die Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung festzulegen, wird ersatzlos gestrichen.
Vertragsärztliche Regelungen bezüglich der Organisation von medizinischen Versorgungszentren (MVZ):

Das Merkmal „fachübergreifend“ als Errichtungsvoraussetzung ist wie vorstehend bereits dargelegt konkretisiert worden.
In einem Krankenhaus angestellte Ärzte dürfen gleichzeitig in einem medizinischen Versorgungszentrum arbeiten.
Sofern das medizinische Versorgungszentrum in der Rechtsform einer juristischen Person organisiert wird, bedarf es als Zulassungsvoraussetzung einer Bürgschaftserklärung der Gesellschafter.


Vertragsärztliche Regelungen zur Abmilderung von regionalen Versorgungsproblemen:

Die Altersgrenze von 55 Jahren für die Erstzulassung von Vertragsärzten ist aufgehoben in Planungsbereichen, für die der Landesausschuss eine bestehende oder unmittelbar drohende Unterversorgung festgestellt hat. Für den Bereich der Zahnärzte besteht seit 01.01.2007 keine Bedarfsplanung mehr.
Die Altersgrenze von 68 Jahren für das gesetzliche Ende der vertragsärztlichen Tätigkeit sowie der Tätigkeit von angestellten Ärzten in MVZ und Vertragsarztpraxen wird bei Unterversorgungsfeststellung durch den Landesausschuss gesetzlich hinausgeschoben, bis der Landesausschuss die Unterversorgung aufgehoben hat. § 95 Abs. 7 SGB V lautet nunmehr wie folgt:
Die Zulassung endet mit dem Tod, mit dem Wirksamwerden eines Verzichts oder mit dem Wegzug des berechtigten aus dem Bezirk seines Kassenarztsitzes. Die Zulassung eines medizinischen Versorgungszentrums endet mit dem Wirksamwerden eines Verzichts, der Auflösung oder mit dem Wegzug des medizinischen Versorgungszentrums aus dem Bezirk des Vertragsarztsitzes. Im übrigen endet ab 1. Januar 1999 die Zulassung am Ende des Kalendervierteljahres, in dem der Vertragsarzt sein 68stes Lebensjahr vollendet. War der Vertragsarzt 1. zum Zeitpunkt der Vollendung des 68sten Lebensjahres weniger als zwanzig Jahre als Vertragsarzt tätig und 2. vor dem 1. Januar 1993 bereits als Vertragsarzt zugelassen, verlängert der Zulassungsausschuss die Zulassung längstens bis zum Ablauf dieser Frist. Satz 4 Nr. 2 gilt für Psychotherapeuten mit der Maßgabe, dass sie vor dem 01. Januar 1999 an der ambulanten Versorgung der Versicherten mitgewirkt haben. Für Verträge nach § 82 Abs. 1 SGB V (sogenannte „Gesamtverträge“ bzw. „Bundesmantelverträge“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigungen mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen) gelten die Sätze 3 bis 5 entsprechend. Die Anstellung von Ärzten in einem zugelassenen medizinischen Versorgungszentrum endet am Ende des Kalendervierteljahres, in dem diese ihr 68stes Lebensjahr vollenden; Sätze 8 und 9 gelten entsprechend; in den Fällen (von Zulassungsbeschränkungen) des § 103 Abs. 4a Satz 1 SGB V gelten die Sätze 3 bis 5 entsprechend. Hat der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen nach § 100 Abs. 1 Satz 1 Satz 1 SGB V festgestellt, dass in einem bestimmten Gebiet des Zulassungsbezirks eine ärztliche Unterversorgung eingetreten ist oder unmittelbar droht, gilt Satz 3 nicht. Die Zulassung endet spätestens ein Jahr nach Aufhebung der Feststellung nach Satz 8.

Dem Gemeinsamen Bundesausschuss wird aufgegeben in Richtlinien zu regeln, in welcher Höhe bei der Anstellung von Ärzten in Vertragsarztpraxen in überversorgten Gebieten wegen eines lokalen Versorgungsbedarfs Ausnahmen von der an sich bestehenden Leistungsbegrenzung gemacht werden können.
Auf der Landesebene wird den Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen die Zahlung von Sicherstellungszuschlägen an Vertragsärzte auch in nicht unterversorgten Gebieten ermöglicht, wenn der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen einen zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf festgestellt hat.
Sonstige Maßnahmen, insbesondere zur Verbesserung der Umsetzung von mit dem GKV-Modernisierungsgesetz getroffenen Regelungen:

Die Anschubfinanzierung für die integrierte Versorgung wird bis zum 31. Dezember 2007 verlängert.


Vertragsärzte und MVZ können in wegen Überversorgung gesperrten Planungsbereichen Hochschullehrer für Allgemeinmedizin anstellen.
Es wird klargestellt, dass das im GKV-Modernisierungsgesetz zur Sicherung der Patientenbeteiligung eingeführte Mitberatungsrecht der Patientenvertreterinnen und -vertreter in den Selbstverwaltungsgremien auf Bundes- und Landesebene das Recht zur Anwesenheit bei der Beschlussfassung umfasst. Außerdem wird die finanzielle Absicherung der Patientenbeteiligung in den Selbstverwaltungsgremien durch die Einführung einer Aufwandsentschädigung verbessert.
Der Zeitpunkt für die Einführung der Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs wird auf den 1 Januar 2009 verschoben.
Offene Probleme
Kein neues Gesetz ohne neue Zweifelsfragen. Die Autoren Dr. Schiller und Pavlovic (3*) haben darauf aufmerksam gemacht, dass die Teilzulassung als weitere Form einer sogenannten „beschränkten Zulassung“ Risiken und Chancen für den einzelnen Vertragsarzt und -psychotherapeuten bedingt: Das hälftige Ruhen und die hälftige Entziehung der Zulassung einerseits sowie die fragliche Übertragbarkeit der abgetrennten Teilzulassung andererseits. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn der Gesetzgeber die Fortführungsfähigkeit einer Teilzulassung als wesentlichen Punkt dieser Neuregelung im Wortlaut eindeutig formuliert hätte, auch wenn dies wohl so gewollt zu sein scheint.

Die Autorin Dr. Arnold (4*) setzt sich mit den Auswirkungen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes, des VÄndG und des Gesetzes zur Umsetzung europäischer Richtlinien zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung (AGG) auseinander und stellt die Frage, ob die grundsätzliche Zulassungsbeschränkung zur vertragsärztlichen Versorgung bis zum 68sten Lebensjahr auch in der neuen Form von § 95 Abs. 7 Satz 3 SGB V verfassungskonform ist.

 

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Aktualisiert am: 25.05.17, Uhrzeit: 14.05

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Gesunde Ernährung: Gluten sorgt für Verwirrung

Glutenfreie Nahrung ist teuer - aber für Gesunde nicht von Vorteil - manchen Menschen schadet eine solche willkürliche Diät sogar. Wird die unberechtigte "Cholesterin-Panik" durch die ebenfalls unberechtigte "Gluten-Panik" abgelöst?

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zur Originalstudie (BMJ)  hier 

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Quellen: Spiegel online, BMJ 2017

 

Viagra (Sildenafil) wirkt in allen Altergruppen - unabhängig von Vorerkrankungen

Rund 10.000 Patienten erhielten im Zusammenhang mit ihrer geklagten erektilen Dysfunktion im Rahmen von 42 Plazebo-kontrollierten Doppelblind- Untersuchungen entweder Sildenafil,  oder ein wirkstofffreies Scheinmedikament. Es zeigte sich,  dass Sildenafil in allen Altersgruppen, und mit,  bzw. ohne Vorerkrankungen,  statistisch signifikant besser wirkte, als die in der Kontrollgruppe gegebene wirkstofffreie Kontrollsubstanz.

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Quelle:Int J Clin Pract. 2017

 

Überraschende Erkenntnis:  Fruchtsäfte sind eher als ungesund einzuschätzen und sollten daher im Regelfall  durch den Konsum von Früchten ersetzt werden.

Selbst "hochwertige",  frisch gepresste Fruchtsäfte sind nach Expertenmeinung nicht mehr als teures Zuckerwasser, das dick macht.  Den hochkalorischn Fruchtsäften fehlen oft Vitamine, Mineralien, Balaststoffe und Antioxydantien.  Sie können bei regelmäßigem Konsum  ein Übergewicht verstärken und die Insulin-Produktionskapazität des Organismus überfordern.  Fruchtsäfte lösen gelegentlich sogar eine Zuckerkrankheit (Diabetes-Typ-II) aus und erhöhen so mittel- und langfristig das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

 

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Quelle: Washington Post, Mai 2017

Tödliche Fehler: Früherkennung Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)  auch in Deutschland nicht optimal organisiert

Kritiker vermuten, dass jährlich das Leben zahlreicher Frauen gerettet werden könnte,  wenn die praxisnahe Ausbildung der Frauenärzte durch spezielle Weiterbildungsmaßnahmen verbessert würde.

Obgleich ein Gebärmutterhalskrebs leicht und ohne großen Aufwand früh erkannt und geheilt werden kann, wird die lebensrettende Diagnose jährlich bei rund 1.500 Frauen zu spät gestellt. Die Ursachen sind prinzipiell vermeindbar.   Zum Einen gehen nur 50% der für die Maßnahmen in Frage kommenden Frauen regelmäßig zur angebotenen Früherkennungsuntersuchung und zum Anderen sind viele Frauenärztinnen und -ärzte aufgrund ihrer kliniklastigen, lückenhaften praktischen Ausbildung nicht immer in der Lage, einen Abstrich vom Gebärmutterhals sachkundig abzunehmen. 

 

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Quelle: Medizinjournalisten-Stammtisch 2017

US-Arzneimittelbehörde FDA: Erster Gen-Selbsttest zugelassen

Erstmalig wurde in den USA ein Gentest (23andMe)von der FDA zugelassen, mit dessen Hilfe Endverbraucher - ohne ärztliche Hilfe - in ihrer Erbmasse die Veranlagung für zehn Erb-Krankheiten, bzw. besondere erblich bedingte Gesundheits- Zustände erkennen können.  Dies kann sie dann zu bestimmten Änderungen ihrer Lebensweie motivieren, bzw. zu einer ausführlichen Beratung durch ihren Arzt.

 

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Quelle:  Presseerklärung FDA, Informationen 23andMe

 

Hilft warme Milch bei Einschlafstörungen?

Neue Forschungsergebnisse belegen: warmer Milch enthält keine Bestandteile, die tatsächlich als eine Art wirksames Schlafmittel gelten können. Doch Schlafstörungen beruhen meist auf seelischen Problemen, daher spricht auch nichts dagegen,  warme Milch versuchsweise als Einschlafhilfe zu nutzen.

 

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Quelle: Spiegel online April 2017

Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde

Die eher unscheinbare Küchenpflanze Wasserkresse - auch Brunnenkresse genannt- ersetzt eine ganze Apotheke

Trotz der zunehmenden Beliebtheit alternativer Heilmethoden ist wenig bekannt, dass die weit verbreitete Brunnenkresse/Wasserkresse zahlreiche Wirkstoffe enthält, die als sehr gesund gelten.

 

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Quelle:  Ulster University of Ireland

Krebsvorbeugung: Wundermittel Aspirin?

Die Langzeiteinnahme des beliebten Schmerzmittels Aspirin (Azentylsalizylsäre= ASS) senkt das Risiko an Krebs zu erkranken. Dies trifft unter anderem auf Darm-Lungen-, Brust- und Prostatakrebs zu.  Die jetzt vorgestellte Studie zeigt auch, dass das Risiko an Krebs zu sterben, bei Aspirin-Konsumenten deutlich herabgesetzt ist.

 

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Quellen: American Association for Cancer Research Annual Meeting 2017, Washington Post

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium wird von vielen Menschen überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei schmerzhaften nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur angeblichen Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

 

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Langzeitstudie:  Entlastung für die Pille

Eine Frau, die Jahrzehnte lang mit der Pille verhütet, muss später nicht fürchten, aus diesem Grund an einem Krebs zu erkranken. Eine weitere große Langzeitstudie gibt nun Entwarnung. Offenbar verursacht die Pilleneinnahme sogar einen (kleinen) Schutzeffekt.

 

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Quelle: FAZ März 2017

Der FeNO-Atemtest erleichtert die Diagnose der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).

Ein internationales Forscherteam fand in einer wissenschaftlichen Studie heraus, dass  sich die Konzentration des Biomarkers  fraktioniertes  Stickoxid (FeNO) in der nasalen Ausatemluft gut für die Diagnostik der häufig vorkommenden allergischen Rhinitis eignet.

Es zeigte sich bei der Analyse der Studiendaten, dass die Konzentration des  Biomarkers FeNO  bei Patienten mit allergischer Rhinitis und Asthma mehr als doppelt so hoch ausfiel, als bei den Patienten der Vergleichsgruppe, die unter keiner Entzündung der Atemwege litten.

 

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Quelle:Journal of Asthma and Allergy

Blutgruppenbestimmung wird in Zukunft deutlich vereinfacht  werden

Ein innovativer Schnell-Test ermöglicht schon bald eine Blutgruppenbestimmung in nur 30 Sekunden

Chinesische Wissenschaftler haben einen einfach und billig durchzuführenden Papierstreifentest entwickelt,  mit dessen Hilfe eine Blutgruppe am Krankenbettohne viel Aufwand, extrem schnell und zuverlässig  bestimmt werden kann.  Der Papiertest kann wahrscheinlich in Zukunft in Notsituationen  viele Menschenleben retten.  

 

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Quelle: Spiegel online und Science Translational Medicine
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Neue Studien bei Onkologen: Roche erzielt Top-Imagewerte in den Bereichen Lungenkarzinom und Mamma-/Ovarialkarzinom

 In der Indikation Lungenkarzinom wie auch im Bereich Mamma-/Ovarialkarzinom ist der Pharmahersteller Roche führend. Das geht aus den Ergebnissen von zwei neuen Studien zum Image von Pharmafirmen hervor, die Kantar Health Ende 2016 unter onkologisch tätigen Ärzten durchgeführt hat. Kantar Health ist eine weltweit führende Healthcare Beratungs-/Marktforschungsagentur.

 

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Quelle: Pressemitteilung - Kantar Health GmbH

Umstrittenes Vitamin D:  Schutz vor Atemwegsinfektionen konnte bewiesen werden

Die einen schwören auf die vielfältigen positiven Wirkungen von
Vitamin D.  Andere Forscher sind skeptisch oder warnen gar vor Überdossierung und Nebenwirkungen.  Jetzt hat eine Forschergruppe das vorliegende Datenmaterial von 25 zufallsgesteuerten wissenschaftlichen Untersuchungen ausgewertet an denen mehr als 10.000 Patienten teilgenommen hatten. Sie kamen zu dem Ergebniss, dass die Einnahme von Vitamin D3 und Vitamin D2 statistisch signifikant vor akuten Atemwegsinfektionen schützt.  Diese Prophylaxe- Wirkung erwies sich als besonders ausgeprägt, wenn zu Beginn der Therapie mit Vitamin D im Labor besonders niedrige Blutkonzentrationen nachgewiesen werden konnten.  Die Autoren der im British Medical Journal veröffentlichten Studie kamen zu dem Schluß, dass Vitamin D ein sicheres Medikament ist und bei regelmäßiger Einnahme das Risiko von Atemwegsinfektionen senkt.

 

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Quelle: BMJ Februar 2017

Akupunktur

Die tausende Jahre alte chinesische Nadeltherapie wird besonders oft und gerne zur Schmerztherapie eingesetzt. Doch die Wirkung ist umstritten. Viele Anwender berichten über eine schlechte Schmerzdämpfung - oft entspricht die beobachtete Wirkung der Nadeltherapie jener einer wirkungslosen Schein-Akupunktur. Doch jetzt wurde eine in China durchgeführte Akupunktur-Studie im Fachblatt JAMA vorgestellt, die zeigte, dass die bei Migräne-Patienten durchgeführte Nadeltherapie gut wirkte - statistisch signifikant besser als eine bei Patienten der Kontrollgruppe durchgeführte Scheintherapie.

 

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Quelle: JAMA Internal Medicine, Februar 2017

Vitamine und Spurenelemente: Die Wirkung von Magnesium gegen Muskelkrämpfe wird überschätzt

Die vielgenutzte Magnesium-Therapie wirkt bei nächtlichen Beinkrämpfen nicht besser als ein in der Kontrollgruppe zur Schmerzbekämpfung verordnetes Scheinmedikament (Plazebo).

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Bluthochdruck im fortgeschrittenen Lebensalter:  Ärzte wollen Zielwert auf 150/90 mm HG erhöhen.

Eine zu starke Senkung der erhöhten Blutdruckwerte beeinträchtigt  aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen bei alten Menschen die Lebensqualität. Daher diskutieren nun unterschiedliche Fach-Gremien die Erhöhung der empfohlenen Ziel-Blutdruckwerte - auf 150/90 mm HG.

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Quelle: JAMA, Februar 2017

Heuschnupfen-Therapie sollte nicht abgekürzt werden

Die über die Mundschleimhaut anzuwendende sublinguale spezifische Immuntherapie  (SLIT) dauert mit rund fünf Jahren vielen Pollenallergikern zu lange.  Daher brechen sie die zu Hause durchzuführende Variante der Allergietherapie zu früh ab - oft ohne mit dem Arzt darüber zu sprechen. Doch dies erwies sich nun als keine gute Idee. Jetzt zeigte eine wissenschafttliche Studie, dass eine nur zweijährige sublinguale Immun-Therapie nicht wirkt. Den Therapieabbrechern droht die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung.

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Quelle: JAMA, 2017

Impfen gegen Infektionskrankheiten beibt wichtig

Malaria-Impfstoff besteht erste Tests mit Patienten

Ein internationales Forscherteam hat einen Impfstoff entwickelt, der in einer Studie Patienten vollständig vor der Infektionskrankheit Malaria geschützt hat.

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Quelle: Spiegel online Februar 2017

Lungenkrebs-Screening

Die Krebs-Früherkennungs-Diagnostik ist derzeit bei Experten sehr umstritten. Überwiegen die Nachteile die erreichbaren Vorteile?

VieleÄrzte und auch Patienten meinen, dass Fortschritte bei der Bekämpfung der Krebserkrankungen nur durch eine deutliche Ausweitung der Früherkennnungs-Maßnahmen möglich ist. Doch ist das wirklich so?

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Sportmedizin
Körperliche Aktivität  und Senkung des allgemeinen Sterbe- und Herz-Kreislauf-Risikos

Eine im Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass es für die Gesunderhaltung offenbar bereits ausreicht, wenn man sich nur am Wochenende an zwei Tagen ein wenig (150 Minuten)sportlich betätigt.

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Quelle: JAMA Internal Medicine 2017

Integrative Medizin

Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose)

Die bei Alternativ-Medizinern beliebte und weit verbreitete Therapie der Arthrose der Kniegelenke mit Glukosamin und Chondoitin erwies sich in einer wissenschaftlichen Studie als nicht geeignet, um den Gelenkschmerz effektiv - also besser - zu bekämpfen, als ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Plazebo). 

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Quelle: Arthritis and Rheumatology

Kinderheilkunde, Psychiatrie und Geburtshilfe:

Wenn Mutti Depressionen hat

Wenn eine werdenden Mutter während der Schwangerschaft
Anti-Depressiva einnimmt, dann erhöhte sich bei den Neugeborenen laut einer in Schweden durchgeführten Studie das allgemeine Sterberisiko, bzw. die Zahl der erforderlichen Krankenhausaufnahmen. Die Autoren der Studie wiesen aber auch darauf hin, dass  in der Gruppe der Kinder  der Studienteilnehmerinnen die Zahl schwerer Krankheiten insgesamt sehr niedrig war.

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Quelle. Pediatrics, American Academy of Pediatrics.

Gesunde Ernährung

Tee erweist sich auch in neuer Studie wieder als ein gesundes Lebensmittel 

 

Weit verbreitete Genußmittel wie Tee, Kaffee und Zigaretten waren und sind in ihrem Einfluß auf die Gesundheit des Menschen noch immer umstritten. Im renommierten Fachblatt Heart wurde nun eine große Beobachtungstudie veröffentlicht, in deren Verlauf sich zeigte, dass jene Menschen seltener einen Herzinfarkt erlitten, die täglich Tee trinken.

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Quelle: JAMA 2017

Asthma bronchiale:   bei Erwachsenen ist jede dritte Diagnose
falsch 

Sehr häufig wird die Diagnose Asthma ohne die eigentlich unerläßliche Anwendung der objektive Ergebnisse liefernden Testverfahren Spirometrie und FeNOAtemtest gestellt. Es verwundert daher nicht, dass etwa jede dritte Diagnose falsch ist. 

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Quelle: JAMA 2017

Schweiz: Hyperthermie-Krebstherapie Ab 2017 bezahlen Schweizer Kassen Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie

Mit Wirkung vom 1. Januar 2017 hat das Bundesamt für Gesundheit Hyperthermie-Behandlungen in Kombination mit Bestrahlung in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen. Damit können Patienten nun die Kosten für diese komplementärmedizinische Form der Krebstherapie über die Krankenkassen abrechnen. Hyperthermie erhöht Heilungschancen bei Krebs

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Quelle:  www.heilpraxisnet.de

Fischöl-Therapie: Vorbeugung von Asthma bei kleinen Kindern

Wenn Schwangere im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft pro Tag 2,4 Gramm Fischöl (in Form von Fischöl-Kapseln) einnehmen, dann haben ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren ein um ein Drittel niedrigeres Risiko an Asthma und anderen entzündliche Atemwegsleiden zu erkranken. Im Rahmen dieser im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen dieser vorbeugenden Therapie festgestellt werden - weder bei den Müttern, noch später bei deren Kindern.

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Volltext kostenlos
Quelle:Bisgaard H, Stokholm J, Chawes BL, et al. Fish Oil-Derived Fatty Acids in Pregnancy and Wheeze and Asthma in Offspring. N Engl J Med. 2016 Dec 29;375(26):2530-9. doi: 10.1056/NEJMoa1503734. (Original)

USA:  Warnhinweis für Homöopathie 02.01.2017 

Die Debatte um die Wirksamkeit von Homöopathika tobt seit Jahren. Dabei ist die Studienlage eindeutig. Jetzt legt die US-amerikanische Handelsbehörde FTC  daher fest: Homöopathische Medikamente müssen klar als wirkungslos gekennzeichnet sein.  In Zukunft muss auf den frei verkäuflichen homöopathischen Medikamenten vermerkt sein, dass sie nicht wirken. Das hat in den USA die Federal Trade Commission festgelegt. Sollte es auch in Zukunft keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien zur Wirksamkeit der Mittel geben, so müsse auf die Verkaufspackungen  ein Warnhinweis aufgedruckt sein, dass das Produkt nicht wie angekündigt funktioniert“, so die FTC.  Naturgemäß sind die Homöopathen ganz anderer Meinung. Sie verweisen auf zahlreiche Studien, die ihrer Meinung nach die Wirksamkeit der Homöopathie eindeutig beweisen.

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Quelle: Laborwelt

D-Mannose: hilft bei manchen antibiotika-resistenten Harnwegsinfektionen.

Doch die Hauptanwendung ist die Vorbeugung von immer wieder aufflackernden  Harnwegsinfektionen.

Der Zucker D-Mannose wird rezeptfrei in der Apotheke als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und soll Harnwegsinfekten vorbeugen, indem es bestimmte Bakterien daran hindert ( dies weurde in Tierversuchen herausgefunden) sich an der Wand der Harnblase festzusetzen. Andere Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass D-Mannose schädliche Bakterien an der Vermehrung hindert und dafür  für die Darmflora wichtige "gute" Bakterien  bei ihrer Ausbreitung im Darm unterstützt. Die zusammen getragenen  Informationen sind bisher aber widersprüchlich und sollten nach Meinung der Forscher im Zuge weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen abgeklärt werden.

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und auch hier
Quelle: WIKIPEDIA und WebMD

"Volksnahrungsmittel" Magensäureblocker?

Wie in Spiegel online zu lesen war, verordnen deutsche Ärzte angeblich viel zu häufig sog. Protonenpumpenhemmer, die im Volksmund auch "Magensäureblocker" genannt werden.  Dies ergab eine Analyse der Barmer Krankenkasse , die das Unternehmen für das Magazin SPIEGEL durchgeführt hatte. 

Die Protonenpumpenhemmer unterdrücken im Verdauungstrackt die Freisetzung von Magensäure (Salzsäure) nahezu total und bekämpfen so Magengeschwüre und Sodbrennen.   Doch bei der üblichen Langzeit-Einnahme kommt es oft zu gefährlichen Nebenwirkungen durch Knochenschwund bedingter Knochenbrüche und zu einem Magnesiummangel, der Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle begünstigt. 

mehr lesen
Quelle: Spiegel online

Sind viele Arztbesuche tatsächlich überflüssig?

Spiegel online beleuchtet diese Frage ausführlich und stützt sich dabei auf Daten, die von deutschen Krankenkassen zusammengetragen wurden.

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Quelle Spiegel online

Prost Neujahr!
Ist Alkohol weniger schädlich für die Gesundheit als bisher angenommen?

Die vom Alkohol ausgehenden Gesundheitsgefahren wurden bisher überschätzt. Ein mäßiger Alkoholkonsum tötet offenbar keine Hirnzellen ab, sondern beeinflusst die Hirnleistung nur kurzfristig. Sobald der Alkohol abgebaut ist, funktioniert das Gehirn wieder normal. Mittel- und langfristig gesehen erhöht ein mäßiger Alkoholkonsum offenbar sogar die Leistungsfähigkeit des erwachsenen Gehirns.

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Quelle: Spiegel online , AAAC Science Net, American Journal of Epidemiology

Innere Medizin: Dauer der Antibiotika-Therapie ist umstritten

Die Ärzte sind sich uneins: darf man bakterielle Infektionen wie beispielsweise Lungen- oder Mittelohrentzündungen mit einer von 10 auf 5 Tage verkürzten Antibiotika-Therapie behandeln, ohne die Patienten zu gefährden ?

mehr lesen (Lungenentzündungen)
mehr lesen (Mittelohrentzündungen)

Kinderheilkunde und Neurologie: Die bisher übliche Therapie einer akuten Gehirnerschütterung wird derzeit grundsätzlich überdacht.

Bisher wurde den Patienten unmittelbar nach dem Unfall als Vorsichtsmaßnahme strenge Bettruhe verordnet.  Nun zeigt eine im  US-Fach-Journal JAMA veröffentlichte Studie zur Überraschung der Forscher, dass ein sehr früher Beginn derkörperlichen Aktivitäten  den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst hatte.

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Quelle: JAMA

Feminismus:  Sind Frauen generell die besseren Ärzte?

Bisher gingen in den USA die meisten Medizin-Profis davon aus, dass das deutlich geringere Einkommen von Ärztinnen darauf zurück zu führen sei, dass auch die Qualität ihrer beruflichen Leistungen entsprechend geringer ausfällt.  Diese Erklärung wurde hinter vorgehaltener Hand unter anderem auf die auch in den USA übliche Doppelbelastung vieler Frauen zurück geführt.  Doch nun hat eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie gezeigt, dass diese weit verbreiteten Vorurteile nicht berechtigt sind. Sobald Patienten nämlich von weiblichen Internisten behandelt worden waren, fiel sowohl ihre 30-Tage-Sterblichkeit geringer aus, als auch die Wahrscheinlichkeit der schnellen Wiederaufnahme in stationäre Behandlung.  Obgleich die Unterschiede nicht groß waren, zeigen die erhobenen Daten, dass das niedrigere Einkommen der Ärztinnen nicht mit schwächeren fachlichen Leistungen begründen läßt.

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Quelle: JAMA 2016

Chirurgie: Geplante Routine-Operationen,  oder überraschend notwendiger Notfall-Eingriff? 

Die Gabe weit verbreiteter sog. "Blutfettsenker" aus der Wirkstofffamilie der Statine vermindern offenbar das Risiko von OP-Komplikationen - und erwies sich daher in vielen Fällen als Lebensretter.

In den USA wurden die Daten von 180.478 Patienten analysiert, die sich einer OP unterzogen hatten, die nicht das Herz betraf.  Es zeigte sich, dass Patienten, die am Tag der Operation, oder in den 24 Stunden danach einen Blutfetttsenker aus der Familie der Statine eingenommen hatten,  im ersten Monat nach dem Eingriff ein deutlich niedrigeres Sterberisiko aufwiesen - verglichen mit den Patienten der Vergleichsgruppe, die keine Statine erhalten hatten.  Weitere Untersuchungen werden in Zukunft zeigen müssen, ob im Zusammenhang mit Operationen aus wissenschaftlicher Sicht eine allgemeine Empfehlung der Statin-Begleittherapie   gerechtfertigt ist.

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Quelle:JAMA 2016

Chirurgie

Häufige Diagnose Karpal-Tunnel-Syndrom  - Unklarheiten bei der Diagnose und der nachfolgenden Therapie

Das sogenannte Karpal-Tunnel-Syndrom kommt nahezu gleich häufig vor wie die weit verbreitete Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose).  Doch trotz der Häufigkeit dieser Leiden werden sehr häufig Fehldiagnosen gestellt und die Auswahl der ärztlich empfohlenen Therapien erweist sich oft auch als kontrovers und unter Chirurgen als heftig umstritten. Bei beiden Leiden wird nach Meinung vieler Ärzte auch in Deutschland zu häufig operiert - gelegentlich mit  zweifelhaftem Erfolg.  
Jetzt haben sich international bekannte Orthopädie-Experten im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine ausführlich zu diesen beiden Krankheiten geäußerte und haben mit ihren detaillierten Ratschlägen zahlreiche Krankheits-Varianten abgehandelt,  die ganz unterschiedliche Therapien erfordern.

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Quelle: NEJM 2016

Vitamin-D-Prophylaxe im Zwielicht:  Was nun?

In einem See von Unsicherheiten galt bisher die vorbeugende Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel als eine gute, der Gesundheit dienliche  Idee - und wurde auch von vielen Ärzten wohlwollend unterstützt.  Dies insbesondere dann, wenn sich die Individuen wenig im Sonnenlicht aufhalten, was die natürlich Synthese von Vitamin D behindern kann. Doch nun kommen Zweifel an der Wirkung auf, die Patienten und Ärzte verunsichern werden.

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Quelle: British Medical Journal 2016

Alkohol als wenig beachteter Risikofaktor für Krebs?

Schon relativ kleine Mengen an Alkohol erhöhen das statistische Risiko für bestimmte Arten von Krebs  - insbesondere Darm-, Leber- und Speiseröhrenkrebs sind gefürchtete Folgen des regelmäßigen und/oder übermäßigen Alkohol-Konsums. Forscher fanden bei der Auswertung von Statistiken heraus, dass nur wenige Menschen den ärztlichen Rat befolgen,  an zwei Tagen der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten.
Besonders hoch ist das individuelle Krebsrisiko immer dann, wenn Menschen rauchen und zusätzlich  auch regelmäßig Alkohol trinken - was oft der Fall ist.  Diese Tatsachen ändern aber nichts an der die Lage komplizierenden  Erkenntnis, dass ein mäßiger Alkoholgenuß (als grobe Orientierung: 1-2 Gläser Rotwein am Tag)  offenbar das Risiko tödlicher Herzinfarkte senkt.

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Quelle: online Focus, Navigator  Medizin

Ist die schon bald mit Hilfe eines einfach durchzuführenden Speicheltests möglich?

An der Universität Loughborough entwickelte ein Forscherteam einen einfach durchzuführenden Speicheltest, der es möglich macht, mit Hilfe der Analyse "metabolischer Biomarker" - das sind körpereigene Substanzen, die bei  Stoffwechsel entstehen- Allergien und Asthma nachzuweisen.
Der Test kann in jeder Altersgruppe zum Einsatz kommen. Bevor der Speichel-Test allerdings in der ärztlichen Alltagspraxis verfügbar ist, sind erst noch die üblichen, breit angelegten wissenschaftliche Zulassungs-Studien erforderlich. Doch dass die innovative Methode grundsätzlich für die Diagnose von Asthma  geeignet ist, konnte nun bereits nachgewiesen werden.

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Quelle: Dr. tipster

Krebs: die Immuntherapie ist bei bösartigen Tumorleiden umstritten

Die Immuntherapie wird seit einiger Zeit in zahlreichen Varianten als der große Durchbruch bei der Krebstherapie gefeiert.  Damit erhalten Patienten eine Chance, die bis vor kurzem als unheilbar und dem Topd geweiht galten. Weltweit machte sich daher unter Onkologen Euphorie breit.  Doch nun hat diese Hoffnung einen Dämpfer erhalten.

Die angesehene New York Times berichtete ausführlich über den um sich greifenden Verdacht, dass die teuren Immun-Therapeutika auch die noch gesunden inneren Organe der Patienten angreifen und innerhalb kürzester Zeit schwer schädigen.

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Quelle: NYT

Homöopathie: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie

Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

• Versorgungsforschung
• Randomisierte kontrollierte klinische Studien
• Meta-Analysen
• Grundlagenforschung

 

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Quelle: Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie
Scientific Society for Homeopathy

 




 


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