ÄRZTINNEN UND ÄRZTE IN DEUTSCHLAND

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News speziell für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, Medizin 2000
Aktualisiert am: 10.05.26, Uhrzeit: 12.48
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Die Textbeiträge werden, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben, aktualisiert




Korruption in der Medizin Skandal in Zürich
Haben sich einige international tätige Herzchirurgen zu einer Art  kriminellen Vereinigung zusammen getan, um  mit einem gefährlich störanfälligen Medizingerät - dem sog. Cardio-Band(Herzband) - Millionen zu verdienen?

Der Skandal in der Herzchirurgie des Zürcher Unispitals dreht sich um das sog. Herzband/Cardioband.  Es steht der Verdacht im Raum, dass die Vorgänge von am Skandal beteiligten Ärzten so lange vertuscht werden sollen, bis sie strafrechtlich verjährt sind? Gemäß durchgeführter Analyse kam es bei Herzband-OP´s zu 75 chirurgisch problematischen Eingriffen, zu 64 «eher nicht zu erwartenden» Todesfällen und zu elf «nicht zu erwartenden» Todesfällen.

Mit einer neuen Methode wollte der Herzchirurg Francesco Maisano die Herzmedizin revolutionieren. Der Versuch scheiterte und ruinierte stattdessen  die Gesundheit vieler Patienten und beschädigte für lange Zeit den einstmals guten Ruf der Herzchirurgie des Zürcher Unispitals. Maisano soll Studien verfälscht und Komplikationen verharmlost bzw. ganz verschwiegen haben.

Allein in der Schweiz sollen 150 Menschen im Zusammenhang mit der Herzband-OP gestorben sein.  Viele Todesfälle sollen vermeidbar gewesen sein.

Zahlreiche Medienkonsumenten reagieren empört auf das angebliche Versagen der Aufsichts-,  bzw. Strafverfolgungsbehörden und sprachen in Leserbriefen  von "Massenmord, vorsätzlichem Mord an mehreren hundert Personen weltweit zwecks Bereicherung.

Die Herzband-OP wird dem Vernehmen nach auch in Deutschland noch immer von Herzchirurgen angewandt. Die Deutsche Herzstiftung hat die Situation analysiert und seine Bewertung der Methode aktualisiert.

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Quelle: Deutsche Herzstiftung, 2026
mehr lesen pan> (in deutscher   Sprache)
Quelle: Inside Paradeplatz, 30.08.2025 um 10:55
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Quelle: Schweizer Rundfunk und Fernsehen SRF,
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Quelle: Neue Züricher Zeitung, 7.5.2026



Entwarnung an der Kaffeemaschine

Warum das Herz Koffein besser verträgt als gedacht

Die Vorbehalte gegen Kaffee haben eine lange Geschichte. Herzkranken wird oft geraten, auf Kaffee zu verzichten. Das scheint aber gar nicht notwendig. Eine neue Studie zeigt, selbst bei Vorhofflimmern schadet Kaffee offensichtlich nicht.

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Quelle: Gute Pillen - schlechte Pillen 3/2026



Eine hochpräzise Strahlentherapie (STAR) kann die Häufigkeit lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen deutlich verringern

Die STOPSTORM-Studie zeigt neue nicht-invasive Behandlungsoption für schwer kranke Patientinnen und Patienten auf – das Universitäts-Klinikum Schleswig Holstein (UKSH) und dieChristian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) leiten die europaweit durchgeführte wissenschaftliche STOPSTORM-Studie

Eine hochpräzise Strahlentherapie kann bei schwer kranken Patientinnen und Patienten die unter lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Tachykardie) die Zahl solcher bedrohlichen Anfälle deutlich senken.

Das zeigt die erste größere prospektive europäische Registerstudie zur sogenannten stereotaktischen Arrhythmie-Radioablation (STAR), deren Zwischen-Ergebnisse jetzt im renommierten  European Heart Journal veröffentlicht wurden. Die Forscher beobachteten keine therapiebedingten Todesfälle

mehr lesen span> (in deutscher   Sprache)
Quelle: Universitäts-Klinikum Schleswig Holstein, 27.4.2026



Es fällt ein Schatten auf die Herzinfarkt-Vorbeugung mit Aspirin (ASS)- zumindest bei gesunden Menschen mit lediglich rechnerisch ermitteltem erhöhten Herzinfarkt-Risiko. Der erhoffte Nutzen der sog. Primär-Propylaxe ist bei gesunden älteren Erwachsenen fraglich.

Aspirin (ASS) ist zu einer Art "Volksnahrungsmittel" geworden. Millionenfach kommt es in niedriger Dosierung als Vorbeugemittel gegen Herzinfarkt zum Einsatz. Die Einnahme im Rahmen der sog.  "Sekundärprophylaxe" nach bereits durchgemachten Herzinfarkt oder Schlaganfall erscheint weiterhin medizinisch sinnvoll zu sein.

Doch als Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall bei Menschen mit lediglich errechnetem erhöhten Herzinfarkt-Risiko , die tatsächlich noch nie einen Infarkt hatten, wird dies nicht länger empfohlen. 

Das durch ASS erhöhte Blutungsrisiko lässt die Alarmglocken läuten. Experten raten trotzdem  vom Absetzen des Aspirins ab, wenn dieser Wirkstoff schon lange eingenommen und gut vertragen wurde.

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Quelle: Gute Pillen- Schlechte Pillen, 3/2026



Abschwellende Nasentropfen und -Sprays gehören auch in Deutschland zu den beliebtesten und im Winterhalbjahr am meisten angewandten Medikamenten, die sich gegen virale Alltagsbeschwerden wie grippale Infekte richten.

In Großbritannien hat die Arzneimittel-Aufsichtsbehörde The Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) angeordnet, dass abschwellende Nasentropfen die die Wirkstoffe Oxymetazoline bzw. Xylometazoline enthalten aufgrund der drohender Langzeit-Nebenwirkungen nicht länger als 5 Tage angewandt werden sollen.

Studien haben gezeigt, dass  Oxymetazoline die milder wirkende und sicherer anzuwendende Substanz ist die bei längerer Anwendung nur in 6.25% zu einer erneuten Schwellung der Nasenschleimhaut führt - während es beiXylometazolin 83% % sind.  Die abschwellende Wirkung beider Substanzen ist gleich gut.

mehr lesen an> (in(in englischer   Sprache)
Quelle:British Medical Journal, April 2026
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Europe says, 30.4.2026



Die Zahl von Kaiserschnittgeburten erreicht in deutschen Kliniken ein Allzeithoch. Seit der Wiedervereinigung hat sich deren Anteil an allen Geburten mehr als verdoppelt.

Doch der leichtsinnige Umgang mit Kaiserschnitten ist kritisch zu sehen, da die Schnittentbildungen die Fruchtbarkeit einer Frau schwer beeinträchtigen können..   Im Jahr 2024 haben 54.600 Frauen im Krankenhaus entbunden, 215.900 von ihnen per Kaiserschnitt.

Mit diesen 33 Prozent erreichte der Anteil der Kaiserschnitte an den Klinikgeburten den seither höchsten Wert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein Aspekt wird von den Müttern - aber auch den Medien - zu wenig beachtet.

Das Immunsystem des neugeborenen Kindes entwickelt sich nicht optimal, da das Kind während der Kaiserschnittgeburt nicht mit den das Immunsystem des Kindes trainierenden Bakterien in Berührung kommt, die in der Scheide der Mutter leben  - und die für die zukünftige Gesundheit des Kindes von großer Bedeutung sind.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Spiegel, 4. Mai 2026



Ist es für ein sich entwickelnde Kind sicher, wenn bei einer werdenden Mutter im Verlauf einer Schwangerschaft bestehende Angst- bzw. Schlafstörungen mit den üblichen Beruhigungs- bzw. Schlafmitteln behandelt werden?

In einer in Süd-Korea durchgeführten und im British Medical Journal veröffentlichten Studie untersuchte eine Forschergruppe die weltweit relevante Frage, ob eine  im Verlauf einer Schwangerschaft erfolgte Einnahme von Beruhigungs- (Benzodiazepine) oder Schlafmitteln (Z-hypnotics) bei den geborenen Kindern  in klinisch relevanter Weise das Risiko erhöht, in späteren Jahren an einem der in allen industrialisierten Ländern weit verbreiteten  Nervenleiden zu erkranken. 
Es zeigte sich bei der Auswertung der Daten aller in den Jahren 2010-2022 im Land geborenen Kinder, dass dies nicht der Fall ist.

Es ist somit offenbar aus medizinischen Gründen nicht zwingend erforderlich, den Schwangeren den Verzicht auf die untersuchten Medikamente zu empfehlen.

Andererseits ist es aus Gründen der allgemein sinnvollen Risikominimierung durchaus empfehlenswert,     erkrankten Schwangeren in erster Linie extrem-risikoarme, nicht-medikamentöse Psycho- und Verhaltens-Therapien anzubieten.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: British Medical Journal, 29.4.2026



Chaotische Auseinandersetzung rund ums Impfen: hochinfektiöse Masern in den USA breiten sich aus.
Ein Ort bringt Gesundheitsminister Robert F.  Kennedys  jun. Impf-Misere auf den Punkt

Die Masern breiten sich in den USA aus. So stark, dass Gesundheitsminister und Impfskeptiker Kennedy umschwenkt und die Impfung empfiehlt. Wie Masern politisiert werden und welche Rolle dabei die Religion spielt, zeigt Spartanburg in South Carolina.

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Quelle: www.web.de,16.3.2026, New York Times



Unterschätzte Spätfolgen Antibiotika können das Mikrobiom im Darm schädigen – für bis zu acht Jahren

Viele Patienten drängen ihre Ärzte zur Verordnung von Antibiotika - auch wenn diese beispielsweise bei Virusinfekten nicht indiziert sind. Was sie nicht wissen - oder ignorieren - schon eine einzige Therapie mit Antibiotika verändert die Darmflora nachhaltig, manchmal auf viele Jahre hinweg. Einige Mittel haben allerdings längerfristige Folgen als andere und können die Entstehung chronischer Krankheiten wie Diabetes fördern..  Daher sollte im Zweifelsfall auf die Einnahme von Antibiotika verzichtet werden. Sie sind nicht so gesundheitsfördernd wie viele Menschen denken.

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Quelle:Spiegel, 16.3.2026, nature medicine 11.3.2026



Unterschätzte Spätfolgen

Antibiotika können das Mikrobiom im Darm schädigen – für bis zu acht Jahren

Viele Patienten drängen ihre Ärzte zur Verordnung von Antibiotika - auch wenn diese beispielsweise bei Virusinfekten nicht indiziert sind. Was sie nicht wissen - oder ignorieren - schon eine einzige Therapie mit Antibiotika verändert die Darmflora nachhaltig, manchmal auf viele Jahre hinweg. Einige Mittel haben allerdings längerfristige Folgen als andere und können die Entstehung chronischer Krankheiten wie Diabetes fördern..  Daher sollte im Zweifelsfall auf die Einnahme von Antibiotika verzichtet werden. Sie sind nicht so gesundheitsfördernd wie viele Menschen denken.

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Quelle:Spiegel, 16.3.2026, nature medicine 11.3.2026



Warum Krebskranke keine Diät halten sollten

„Jeder dritte Krebspatient stirbt nicht an Krebs, sondern an Mangelernährung“, sagt die Onkologin Jutta Hübner vom Universitätsklinikum Jena.    Das liegt nicht ausschließlich an den kruden Diätempfehlungen unseriöser Ärzte oder Heilpraktiker, aber diese verstärken das Problem noch.
Krebskranke werden von charakterlosen  "Heilern" oft als hilflose Schafe angesehen, die bis zu ihrem letzten Tag finanziell ausgebeutet werden können.   Scharlatane preisen wirkungslose - oft sogar schädliche - Krebs-Heilmittel an und ziehen den verängstigten Kranken das Geld aus der Tasche.
Immer wieder wird Betroffenen Fasten oder eine restriktive Diät empfohlen. Doch das kann ihnen sehr schaden, betont die soeben erschienene Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ für die 44 wissenschaftliche Fachgesellschaften, finanziert von der Deutschen Krebshilfe, zusammengearbeitet haben.

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Quelle:Süddeutsche Zeitung, 4.3.2026



Bürokratie-Monster mit Geburtsfehlern:
Die elektronische Patienten Akte (ePA) kann die in sie gesetzten Erwartungen aufgrund eines naiv mangelhaften Gesamtkonzepts wohl nicht erfüllen.

Der Spiegel bezieht sich in einem Artikel auf die zunehmend weit verbreitete Kritik an der halbherzig konzipierten elektronischen Patienten Akte (ePA).

Die behördlichen Kontrollmaßnahmen beschränken sich derzeit offenbar einseitig  auf die mangelhafte Sicherheitstechnologie. Doch kritische Datenschützer wie Der sachkundige Chaos Computer Club (CCC)weisen darauf hin, dass bisher keine der von ihnen bemängelten Sicherheits-Lücken tatsächlich geschlossen wurden.
Ob die behandelnden Ärzte die ePA tausender Patienten, ohne eine angemessene Bezahlung und ohne überzeugender medizinische Begründungen, lückenlos mit sinnvollen medizinischen Daten füllen werden, bleibt den ohnehin mit Bürokratiezwängen zugeschütteten,  überlasteten Ärzten offenbar selbst überlassen.  Zwar drohen nicht kooperationswilligen Ärzten Sanktionen - doch ob die Ärzte tatsächlich, wie angedroht sanktioniert werden, darf aufgrund der zahllosen Mängel des Gesamt-Konzepts ePA bezweifelt werden.
Und wenn  den Patienten erst einmal klar wird, wer nach Meinung des Gesetzgebers in Zukunft auf ihre intimsten persönlichen Daten Zugriff haben soll, dann dürfte es bei den gesetzlichen Krankenkassen zu einer Welle von opt-out-Anträgen kommen.
In der online Enzyklopädie WIKIPEDIA kann jeder nachlesen, wie sehr die ePA zu einem die Freiheit und letztendlich aufgrund der geplanten Zugänglichkeit der Daten für kommerzielle Unternehmen auch die Gesundheit der Versicherten bedrohenden Bürokratie-Monster werden kann.

mehr lesen (in deutscher   Sprache, Spiegel)
mehr lesen (in deutscher   Sprache,WIKIPEDIA)
mehr lesen (in deutscher   Sprache, CCC 1)
mehr lesen (in deutscher   Sprache, CCC 2)
Quelle:Spiegel, 17.2.2026, WIKIPEDIA, kommentiert Dr. med. J. Kubitschek, Info-Netzwerk Medizin 2000, chaos Computer Club



Covid-19:
Wie bestimmte Coronaimpfstoffe der Unternehmen AstraZeneca und Johnson & Johnson in seltenen Fällen Hirnthrombosen auslösten. Das Problem war demnach das Transportmittel, das den Wirkstoff in die Zellen brachte.

Die ersten Fälle der gefährlichen Blutgerinnsel im Gehirn durch den Coronaimpfstoff Vaxzevria von AstraZeneca waren im Frühjahr 2021 bekannt geworden. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte bis 31. Mai 2021 bei rund 9,2 Millionen Impfungen mit Vaxzevria 106 Fälle als Nebenwirkung der Impfung in Deutschland registriert - 21 Geimpfte starben. Der vergleichbar gefährliche Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson wurde in Deutschland kaum verwendet.

Nun hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, wie die Nebenwirkung entsteht. Die im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studienergebnisse könnten dazu dienen, in Zukunft sicherere Impfstoffe zu entwickeln,

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Quelle:Spiegel, 17.2.2026, NEJM.11.2.2026



Eine akute Blasenentzündung (Zystitis) kann bei Frauen und Männern über 50 ein Marker für Krebserkrankungen der Harnwege bzw. Geschlechtsorgane sein.

Arzt & Wirtschaft veröffentlichte die Ergebnisse einer schwedischen wissenschaftlichen Cohorten- Studie an der 177.736 Männer und 427.821 Frauen teilnahmen, die an einer akuten Blasenentzündung (Zystitis) erkrankt waren.

Das Risiko - speziell für Blasen- , bzw. Prostata-Krebs   - war in den ersten drei Monaten nach der Erkrankung am höchsten und hielt danach mehrere Jahre an. Eine akute Blasenentzündung kann daher als Marker die Früherkennung entsprechender Krebserkrankungen fördern

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Quelle:Arzt & Wirtschaft, 10.12.2025, British Medical Journal -Public Health 16.9.2025,



Abermals  bestätigt: Kaffee - in vernünftigen Mengen getrunken -  schützt das Herz

In der Vergangenheit dachen viele Ärzte, dass Kaffee und ein krankes Herz keine gute Kombination darstellen und rieten daher Ihren Herzpatienten  vom Kaffee ab.

Doch nun hat eine in Australien an der Universität von Adelaide durchgeführte Studie abermals gezeigt, dass unter Vorhofflimmern leidende Patienten seltener an Herzinfarkt und Schlagfanfall erkrankten wenn sie pro Tag mindestens eine Tasse Kaffe tranken. Dies im Vergleich zu den Patienten der Kontrollgruppe, die keinen Kaffee trinken sollten.

Vorhofflimmern ist weltweit stark verbreitet und betrifft etwa jeden dritten Menschen. Es könnte sich daher als sinnvoll erweisen,  pro Tag mindestens eine Tasse Kaffee zu trinken - zusammen mit den oft zum Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall verordneten oral einzunehmenden Blutgerinnungshemmern.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:SCIMEX, Presseerklärung der Universität von Adelaide, 10.11.2025



Der aus dem Roten Fingerhut (Digitalis purpurea) gewonnene Wirkstoff Digitoxin schützt geschwächte Herzmuskeln  dann,  wenn modernere Herz-Medikamente an ihre Grenzen stoßen.

Zehn Jahre Forschung und über 1.200 Studienteilnehmer:  Wissenschaftler der
MH-Hannover konnten nun in einer großen klinischen Studie zeigen, dass ein aus den Blättern der auch in Deutschland weit verbreiteten Waldpflanze Roter Fingerhut extrahierter Wirkstoff - das Digitoxin -  unter fortgeschrittener Herzschwäche leidenden Menschen selbst dann noch zu mehr Lebensqualität verhilft, wenn die Wirkung der heute üblicherweise von den Ärzten  eingesetzten modernen Standard-Herzmedikamente nicht mehr ausreicht.

Digitoxin ist seit mehr als zweihundert Jahren bekannt und wird als Naturheilmittel angewandt -  aber wissenschaftlich überzeugende Beweise für die Wirkung und gute Verträglichkeit  die modernen Normen entsprachen fehlten bisher. 

Daher geriet Digitoxin vor einigen Jahren aufgrund aufkommender Zweifel an seiner Wirksamkeit und beobachteter Nebenwirkungen immer mehr ins Absseits und wurden durch neu entwickelte Herzmedikamente ersetzt.  Doch jetzt sieht es so aus, als wenn Digitoxin noch eine Zukunft als wieder geschätztes Herzmedikament hat.

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Quelle:gesundheitsforschung-bmftr, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt,  November 2025 Newsletter 120



Der Spiegel berichtet: Neu entwickelte Blutfettsenker sollen in Zukunft jeden dritten Herzinfarkt verhindern

Neues von der FDA erweitert zugelassener Medikament aus der Gruppe der sogenannten PCSK9-Hemmer soll Risiko für Herzinfarkt um 36 Prozent senken.

Aktuelle Erkenntnisse zu Cholesterinsenkern haben kürzlich auf dem großen Kardiologie-Jahreskongress in New Orleans gezeigt,  dass sich die Behandlung von Herzpatienten bald grundlegend ändern könnte.

Eine groß angelegte Studie sieht bei mindestens zwei Pharmakonzernen vielversprechende Medikamente  - die bereits heute als Spritze (Repatha ®  von Amgen )  gibt oder in naher Zukunft als oral anzuwendende Tablette (Enlicitid ® von Merck) .

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Quelle:Spiegel online, 9.11.2025 , New York Times



Schlafstörungen und Auswirkungen auf Herz und Kreislauf:

Vom Übeltäter zum Hoffnungsträger  -  lässt sich bei einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) die chronische Entzündung für die Behandlung nutzen?

Eine obstruktive Schlafapnoe erhöht das Risiko für kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen sowie neurokognitive Dysfunktion. Als Ursache kommt in erster Linie eine chronische Entzündungsreaktion in Frage.  Dieser Umstand könnte   Ansatzpunkt für neue Therapieoptionen sein.

mehr lesen span> (in deutscher   Sprache)
Quelle:Medical Tribune,6.11.2025, passwortgeschützter Fachtext



Darmspiegelung: unerwartete Nebenwirkung der KI
verlernen Ärzte ihre diagnostischen Fähigkeiten

Das will wahrscheinlich niemand wahrhaben, da die KI-Assietnten einen so guten Ruf genießen.   Sobald polnische Magen-Darmspezialisten Zugang zu KI-Tools bekamen, die sie bei Darmspiegelungen im entdecken von Krebs-Vorstufen (Polypen) unterstützen sollen, verloren die Ärzte innerhalb weniger Wochen einen überraschend großen Anteil (6%) ihrer über Jahrzehnte erworbenen diagnostischen Treffsicherheit.
Die an der Studie beteiligten Psychologen können es sich nicht erklären, warum eine so kurze  Zeitsopanne ausreichen soll, um über Jahrzehnte erworbene diagnostische Fähihgkeiten wieder zu verlernen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: The Lancet-Gastroenterology and Hepatology, 11.9.2025



Koronare Herzkrankheit:  das die Blutgerinnung hemmende Schmerzmittel ASS  - als  Aspirin  bekannt - setzt Patienten einem lebensbedrohlichen Risiko aus, wenn diese bereits einen der oral anzuwendenden Gerinnungshemmer einnehmen.

Manche Ärzte und Herzpatienten sind offenbar der Meinung "Doppelt hält besser" und verordnen,  bzw. schlucken nach Stent-Implantation zusätzlich zu den beliebten oralen Gerinnungshemmern  wie Apixaban auch noch Aspirin (ASS). Den seit über 100 Jahren bewährten Schmerzkiller, der auch die Bildung von Blutgerinnseln hemmt - und so auch als Solo-Medikament das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko vermindert. 

Nun hat eine im Fachblatt New England Journal of Medicine veröffentllchte französische plazebokontrollierte Doppelblindstudie unter Einschluß von 872 Patienten gezeigt, dass die gemeinsame Einnahme der beiden Wirkstoffgruppen nach Stent-Implantation, im Vergleich zur Plazebo-Kontrollgruppe,  das allgemeine Sterberisiko, bzw. das Risiko u.a. für Herzinfarkt,  bzw.  Schlaganfall  sowie systemische Embolien deutlich erhöht.  Doppelt hilft demnach nicht immer besser.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:NEJM 27.10.2025



Eine Blutdruckmessung ist oft fehlerhaft - aber auch die Bilder, die eine symbolische Messung darstellen.

Die Technik einer Blutdruckmessung ist - eigentlich - simpel. Doch trotz einfacher Regeln werden diese in der Hektik des Arztalltags oft nicht eingehalten - bzw. sind weder Ärzten, noch Patienten bekannt.
Und die von einer Blutdruckmessung in der Öffentlichkeit zu sehenden symbolischen Fotos sind nahezu immer falsch.
Ein Forscher-Team  der University of New South Wales in Sydney, Australien, hat in elf Bilddatenbanken jeweils die ersten hundert Fotos analysiert, die dort zum Thema Blutdruckmessung auftauchen.
Von mehr als 1000 untersuchten Fotos zeigten nur 14 Prozent die richtige Messmethode . Dies ist von großer praktischer Bedeutung, da mindestens ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland erhöhten Blutdruck hat; in den USA wird der Anteil gar auf 45 Prozent der Erwachsenen geschätzt.

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Quelle:Süddeutsche Zeitung 10.9.2025



Die hausärztliche Versorgung ist in Deutschland stabil

Hausärzte versorgten 2024 im Schnitt 1.200 Einwohner. Die Zahl der Patienten, die rechnerisch auf einen Hausarzt kommen, ist in den vergangenen Jahren recht stabil geblieben. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen aber auch: Das wird in Zukunft ahrscheinlich nicht so bleiben.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spiegeel online, 1.9.2025



Forscher informieren
neue gefährliche Nebenwirkung des frei verkäuflichen Schmerzmittels Paracetamol sollte von Ärzten und Patienten mehr beachtet werden

Paracetamol ist eins der am häufigsten eingesetzten Schmerzmittel weltweit und ist rezeptfrei erhältlich. Es ist seit Jahrzehnten etabliert. Doch neue Erkenntnisse rücken Paracetamol immer wieder in ein schlechtes Licht.
Inzwischen mehren sich Hinweise, dass Paracetamol auch in neurokognitive und emotionale Prozesse eingreifen kann – mit möglichen Auswirkungen auf Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Entscheidungsverhalten.

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Quelle: t-online, 17.8.2025



Hausärzte warnen vor Scheitern der elektronischen Patientenakte - einem Lieblingsprojekt des Ex-Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach

Für Untersuchungsbefunde oder Laborwerte verfügen inzwischen fast alle Kassenpatienten über eine digitale Akte. Allerdings nutzen die wenigsten sie aktiv.

Der Hausärzteverband hat vor einem Scheitern der elektronischen Patientenakte (ePA) gewarnt und die Krankenkassen zu einer besseren Aufklärung aufgefordert. »Die Zahl der aktiven Nutzer ist ernüchternd. Wenn die Verantwortlichen weiter machen wie bisher, dann wird eines der wichtigsten versorgungspolitischen Projekte der letzten Jahre langsam, aber sicher scheitern«, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, der »Rheinischen Post«.

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Quelle: Spiegel online, 22.7.2025



Ein Schritt näher am Ziel. Wissenschaftler versuchen Tiere zu züchten, in denen menschliche Organer wachsen, die den weltweiten Mangel an Spenderorganen ein für alle Male beseitigen könnten

Erstmalig ist es Forschern gelungen, im Labor Schweineembryonen zu züchten, in denen menschliche Herzen schlugen. Diese Tier-Mensch-Chimeren haben 21 Tage lang überlebt.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Nature, 13.6.2025



Organtransplantationen
US-Ärzte transplantieren erstmals menschliche Blase

Transplantationen von Herz, Niere oder Leber sind in der Medizin gängig. Nun konnte ein US-Ärzteteam einem Patienten erstmals eine neue Blase einpflanzen. Zum Standardeingriff wird die OP jedoch aufgrund ihrer Komplexität und der anatomischen Besonderheiten wahrscheinlich auch in Zukunft nicht.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Spiegel online, 19.5.2025
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:News York Times, 18.5.2025



Überraschende Perspektiven: mit Cannabis-Wirkstoffen wie Cannabidiol und Cannabidivarin  könnten in Zukunft die unterschiedlichsten Pilzinfektionen bekämpft werden. 

In jedem Jahr erkranken weltweit über eine Milliarde Menschen an Pilzinfektionen, die schwer zu bekämpfen, bzw.  wie Cryptococcus neoformans sogar lebensbedrohlich  sind.
Jetzt haben australische Forscher in einem Labor der Macquarie Universität nachweisen können, dass  Cannabis-Bestandteile wie Cannabidiol und Cannabidivarin offenbar in der Lage sind, unterschiedliche Pilzarten abzutöten. Darunter sogar selten zu beobachtende lebensgefährliche Pilz-Varianten,
Dies gelang auch bei Pilzen, die weit verbreitete Infektionen wie Fussnagel- oder Scheidenpilz  verursachen.
Offenbar wirken die neu zusammengestellten Cannabis-Mixturen sogar besser und schneller als herkömmliche Anti-Pilzmittel.

Diese potentiellen Medikamente könnten am Ende der mehrjährigen Entwicklungszeit dabei helfen,  bedrohliche Therapie-Lücken zu schließen.

Die Ergebnisse der australischen Labor-Studie zeigen, dass Cannabis und seine zahlreichen, noch wenig erforschten,  hochpotenten Inhaltsstoffe als eine Art "Wundertüte" Ausgangspunkte für dringend benötigte neue Pilz-Medikamente sein können.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Deutschlandfunk Nova,4.6.2025
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: The Journal of Neglected Tropical Diseases (PLOS NTDs), 4.6.2025



Die Kardiologen sich uneins  ob geschwächte ältere Patienten die unter Bluthochdruck leiden,  die verordneten Blutdrucksenker (Antihypertonika) am Abend vor dem schlafengehen oder am Morgen einnehmen sollten. Nun zeigen wissenschaftliche Analysen,   dass beide Therapievarianten offenbar gleich effektiv wirken.

Neue im Fachblatt JAMA Network open veröffentlichte wissenschaftliche Messdaten zeigen, dass es offenbar keine medizinisch überzeugend zu begründende Ideallösung gibt.

Wichtig scheint lediglich zu sein, dass geschwächte ältere Hypertoniker ihre den Blutdruck senkenden Medikamente überhaupt regelmäßig einnehmen.
Die Tageszeit scheint sich auf den Therapieerfolg nicht signifikant auszuwirken.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: JAMA Network open, 1.5.2025



Die Zukunft ist schon heute:  Gesundheitsüberwachung durch innovative High-Tech-Produkte wie Smartwatches und Smart Ringe ist mittlerweile bezahlbar geworden. Besser aufgeklärte Patienten können zu Partnern Ihrewr Ärzte werden

Top 10: Die beste Smartwatch mit EKG im Test – Testsieger misst auch  Blutdruck  und viele andere Gesundheitsparameter. Vorhofflimmern ist eine Volkskrankheit, die das Schlaganfall-Risiko erheblich steigert.

Ein bei www.heise.de publizierter Großtest präsentiert eine breite Auswahl von Smartwatches und Smart Ringen. - und listet unvoreingenommen die jeweiligen Vor- und Nachteile der Produkte.

Der Test stellt die besten Smartwatches und Smart Ringe vor. Einige Smartwatches können ein Einkanal EKG auf der Uhr darstellen   und gleichzeitig auch den Blutdruck mit hoher Präzision messen. 
Diese kleinen Die cleveren Gadgets ersetzen zwar einen Arztbesuch nicht - sie helfen aber zu entscheiden, wenn ein Arzt aufgesucht werden sollte. 
Top 7: Der beste Smart Ring im Test – Ringconn bleibt Testsieger vor Samsung. Smart Ringe bieten Komfortfunktionen wie Aktivitätserkennung, Blutsauerstoffsensor, Fitnessfunktionen, Herzfrequenz, Pulsmessung, Schlafüberwachung, Thermometer und für Frauen sogar eine Zyklusüberwachung an.

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Quelle:Heise, 26.5.2025
mehr lesen (in deutscher  Sprache)
Quelle: Heise, 26.5.2025



Der in den gehypten Wegovi-Abnehmspritzen enthaltene Wirkstoff Semaglutid senkt bei oraler Anwendung das Herz-Kreislaufrisiko

An einer im New England Journal of Medicine veröffentlichen Doppelblind-Therapiestudie nahmen rund 10.000 Zuckerkranke teil, die ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Herz-Kreislufkrankeiten hatten.
Im Studienverlauf über durchschnittlich vier Jahre wiesen Forscher nach, dass sich das Risiko tödlicher Herz-Kreislauferkrankungen, bzw. das Risiko für nicht tödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle, durch die orale Anwendung von Semaglutid im Vergleich zu einem Plazebo senken ließ. Das Nebenwirkungsrisiko war nur in Hinsicht auf gut behandelbare Magen-Darmstörungen um weniger als 1% erhöht.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:NEJM, 28.5.2025



Immer mehr Eltern vernachlässigen ihre Kinder:
Fehlender Impfschutz läßt auch in wohlhabenden Ländern Europas die Zahl der Masern-Infektionen explodieren

Die Weltgesundheits Organisation WHO schlägt Alarm. In den Jahren von 2016 bis 2024 ist  die Zahl der gemeldeten Masern-Infektionen in Europa von 4.440 auf 127.000 explosionsartig angewachsen.

Das liegt daran, dass die Zahl der gegen Masen geimpften Kinder offenbar nicht ausreicht, um im Fall der mit einem hohen Sterberisiko belasteten Masern eine schützende Herdenimmunität aufzubauen.

Wenn die Eltern nicht umdenken und ihr Verhalten ändern - werden schon bald auch in Europa  wieder Kinder an Masern-Infektionen sterben. In den USA kamen im Bundesstaat Texas bei einem Masern-Ausbruch bereits zwei ungeimpfte Kinder ums Leben.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:JAMA, 18.4.2025



Die hohe Strahlenbelastung durch Computer Tomografie (CT)-Untersuchungen verursacht in den USA pro Jahr rechnerisch mehr als 100.000 zusätzliche neu entdeckte Krebserkrankungen - in Deutschland dürften es vermutlich mehr als 10.000 Fälle sein.

Obgleich mit Magnet-Resonanz- (MRT) und Ultraschall-Untersuchungen hochwertige  strahlenfreie Alternativ-Diagnose-Methoden zur Verfügung stehen, werden in den USA, und auch in Deutschland,  noch immer zahlreiche mit einer hohen Strahlenbelastung einhergehende CT-Untersuchungen durchgeführt.

Dieses medizinisch kaum begründbare Beharrungsvermögen  der Ärzte verursacht in Zukunft in den USA pro Jahr rund 100.000 zusätzliche neu entdeckte Krebserkrankungen - in Deutschland werden es vermutlich mehr als 10.000 sein.

Ändert sich am Verhalten der Ärzte nichts, dann werden in Zukunft in den wohlhabenden Ländern wahrscheinlich rund 5% aller neu entdeckten Krebserkrankungen durch die teuren, strahlenintensiven CT-Untersuchungen verursacht.

In den USA wurden im Jahr 2023 bei 62 Millionen Patienten ungefähr 93 Millionen CT-Untersuchungen durchgeführ. Diese werden in Zukunft pro Jahr rechnerisch mehr als 100.000 neu entdeckte Krebserkrankungen verursachen.

In Deutschland werden pro Jahr geschätzt etwa 12 Millionen CT-Untersuchungen durchgeführt, die in Zukunft wahrscheinlich pro Jahr für jeweils deutlich mehr als 10.000 neu entdeckte Krebserkrankungen verantwortlich gemacht werden müssen. Ursächliche Zusammenhänge sind aber bei individuellen Patienten nicht belegbar. Nicht jede CT-Untersuchung macht krank - und nicht bei jeder Krebserkrankung gibt es in der Anamnese CT-Untersuchungen.

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Quelle:JAMA Internal Medicine, 14.4.2023, WIKIPEDIA



Wissenschaftsbetrug
"Raubtier-Journale" betrügen unerfahrene Autoren und unterminieren mit ihrer skrupellosen Vorgehensweise das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft

Die Aufforderung "Follow the science - orientiere Dich an der Wissenschaft" taugt haute nicht mehr dazu, wissenschaftlichen Weizen von der Spreu zu trennen. Immer mehr selbsternannte "Wissenschaftjournale" leben davon, dass sie naive Autoren zur Kasse bitten und von deren Publikations-Gebühren leben. Diese Journale erfinden Autoren, fälsche Studienergebnisse und vermeiden jede externe bzw. sogar interne kritische Überprüfung (Peer Review Prozesse) der publizierten "Studien".
Im Jahr 2021 wurde die Zahl unseriöser Wissenschafts-Publikationen von den oft hifllosen und auf Freiwilligkeit basierenden Kontrollgremien auf über 15.000 geschätzt.
Für Laien und auch die meisten Medien selbst ist es schwer bis unmöglich, die Qualität wissenschaftlicher Veröffentlichungen verläßlich abzuschätzen. Aber auch Wissenschaftler und Fach-Journalisten sind desorientiert.
Jederman ist daher gut beraten, erst einmal nichts zu glauben, was man in den sog.  Wissenschaftsmedien liest.
Erst im Lauf der Zeit kristallisiert sich - wenn man Glück hat - die "Wahrheit" heraus. Erschwert wird das Problem dadurch, dass es auch in allgemein anerkannten Wissenschafts-Journalen wie Lancet oder JAMA  immer wieder einmal zu Unregelmäßigkeiten kommt, die dazu führen, dass Studien mehr oder weniger unauffällig zurückgezogen werden. Bisher als untadelig geltende Wissenschaftsstars  werden zur Überraschung Aller  als Betrüger enttarnt.

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Quelle: Editorial JAMA, 6.1.2025



Wussten Sie das?
So ungesund ist Toastbrot wirklich

Toastbrot ist das beliebteste Brot in Deutschland. Fast jedes dritte in Deutschland verkaufte Brot war 2021 ein Toast (27,9 Prozent), wie aus Daten des Statistikportals Statista hervorgeht. Die Gründe liegen auf der Hand: Die rechteckigen Scheiben gibt es in vielen Sorten, sie halten sich scheinbar ewig, und getoastet wird der frische, süßliche Geschmack des weichen Brotes noch intensiver. Aber genau da liegt das Problem: die Süße, das Rösten, die Weichheit. Nichts an Toastbrot ist ernährungstechnisch gut. Experten raten von den weißen Scheiben ab. Sie können zu Krankheiten führen.

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Quelle:t-online, 6..1.2025



Kontroverse Bewertung von Impfungen:
Macht Präsident Trump beim Thema Impfen den Bock zum Gärtner?

Schon immer gab es glühende Befürworter der in der Kindheit verabreichten Schutzimpfungen.  Und auf der anderen Seite einflussreiche Impfskeptiker, die den Nutzen vieler Impfungen in Zweifel zogen oder sie gar für schwere Nebenwirkungen wie Autismus verantwortlich machen.
Jetzt haben Präsident Trump und sein Team Partei ergriffen und Impf-Skeptiker wie den neuen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy jun. und David Geierin leitende Positionen befördert, die sich wahrscheinlich auf die Integrität ergebnisoffener Impf-Forschung  auswirken werden und somit das nach der Corona-Pandemie ohnehin angeschlagene Vertrauen der Öffentlichkeit in die betroffenen Gesundheitsbehörden und die WHO negativ beeinflussen können.

Gegen diesen überraschenden Trend gibt es immer mehr Einsprüche von Seiten qualifizierter Ärzte und Impf-Forscher, die die üblichen, gut erfoschten Impfungen für risikoarm ansehen, deren breite Anwendung befürworten und die eindeutig impffreundlich eingestellt sind.
Im angesehenen US-Ärzteblatt  Journal of the American Medical Association (JAMA) wurde nun ein vielbeachteter Meinungsartikel veröffentlicht, dessen hochqualifizierter Autor  Dr.Jeremy Jacobs vor den möglichen dramatischen Konsequenzen der veränderten Gesundheitspolitik warnt.

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Quelle:JAMA, 9.4.2025, Autor Dr.Jeremy Jacobs



Große Langzeitstudie bestätigt die unter sachkundigen Wissenschaftlern weit verbreitete Hypothese, dass der überwiegende Verbrauch von Pflanzenölen deutlich besser für die Gesundheit ist, als der von Vielen bevorzugte Konsum von Butter

In einer bis zu 33 Jahre durchgeführten Großstudie nahmen in drei Kollektiven 221.054 Menschen teil. Am Ende der Studie zeigte sich, dass bei den Menschen, die angaben überwiegend Pflanzenöle zu sich genommen zu haben, die Gesamt-, Krebs- und Herz-Kreislaufsterblichkeit deutlich niedriger ausfiel, als bei den Menschen die angeblich mehr Butter als Pflanzenöl konsumiert haben.  Am positivsten wirkte sich der erhöhte Verbrauch von Oliven-, Raps- und Soja-Öl aus. 

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Quelle:JAMA Internal Medicine, 6.3.2025



Krebstherapie: Aspirin hemmt die Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen)

Wer regelmäßig Acetylsalicylsäure (ASS) einnimmt, entwickelt seltener Tochtergeschwülste. Woran das liegt, haben Fachleute jetzt bei Mäusen entdeckt und im angesehenen Fachblatt Nature veröffentlicht.

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Quelle: Spektrum. 5.3.2025
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Quelle:Nature, 5.3.2025



Keine Entwarnung:
Trotz aller Fortschritte der modernen Medizin erkranken immer mehr Frauen an Brustkrebs

Brustkrebs bei Frauen wird weltweit häufiger. In den kommenden 25 Jahren wird die Zahl der Neuerkrankungen voraussichtlich um etwa 40 Prozent steigen und die der Todesfälle um rund 70 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam um Miranda Fidler-Benaoudia von der University of Calgary (Kanada). Die Fachleute berichten darüber im Journal »Nature Medicine«.

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Quelle:Spektrum der Wissenschaft, 22.2.2025
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Quelle:Nature Medicine, 24.2.2025



Überlebenschancen bei Krebs der Bauchspeicheldrüse werden nun besser:
Ein neues, preisgünstiges und für ein Massenscreening  geeignetes Testverfahren wird  schon bald eine Frühdiagnose und -therapie der extrem bösartigen Tumore der Bauchspeicheldrüse ermöglichen .

Ein Pankreaskarzinom wird in Ermangelung deutlicher Krankheitszeichen oft erst nach erfolgter Metastasierung des Tumors entdeckt. Eine Heilung ist dann in diesem Spätstadium meist nicht mehr möglich und die meisten Erkrankten sterben daher  innerhalb weniger Monate.

Jetzt wurde im Fachblatt Science Translational Medicine ein neuer, zuverlässiger Labortest  - ein standardisierter Protease Assay mit der Bezeichnung TaqMan PAC-MAN-1 - vorgestellt, der erstmalig eine Frühdiagnose und -therapie eines Pankreaskarzinoms möglich macht - und auch der Erfolgskontrolle einer eingeleiteten Behandlung dienen wird.

Der preisgünstig herzustellende Assay TaqMan PAC-MAN 1 wurde von dem US-Unternehmen Thermo Fisher Scientific entwickelt und wird von diesem auch international vermarktet. 

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Quelle:Science Translational Medicine, 18.2.2025, KI Copilot
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Quelle: Nature, 12.2.2025



Wird die Schmerztherapie sicherer?
In den USA wurde jetzt von der Zulassungsbehörde FDA ein neuartiges, ungewöhnlich wirkendes Analgetikum zugelassen. Es soll die von den Ärzten viel zu häufig selbst bei leichten bis mittelstarken Schmerzen  verordneten Opioide möglichst oft ersetzen. 

Die massenhafte Einnahme von schmerzstillenden Opioiden verursacht in den USA Jahr für Jahr zehntausende von Todesfällen. Die Ärzte suchen daher fieberhaft nach Alternativen - ähnlich stark wirkenden Schmerzmitteln, die im Gegensatz zu den Opioiden aber keine Abhängigkeit, bzw.  lebensbedrohliche Atemstillstände auslösen können.

Im Januar  wurde von der FDA  der oral anzuwendende Wirkstoff Suzetrigine  (die Herstellerfirma Vertex Pharmaceuticals vermarktet Suzetrigine in den USA als JOURNAVX™ ).  Für Europa wurde eine Zulassung des neuartigen Medikaments  noch nicht beantragt.

Suzetrigine  blockiert den sog. Natrium-Kanal 8 (NaV1.8, ) mit dessen Hilfe  akute Schmerzreize in Form elektrischerImpulse aus der Körperperipherie in Richtung Gehirn geleitet werden.

Bisher konnte in zwei klinischen Therapie-Studien, unter Beteiligung von rund 1.000 Schmerzpatienten,  gezeigt werden, dass  Suzetrigine in hoher Dosierung akute Schmerzen ähnlich gut lindert wie ein zum Vergleich herangezogenes Opioid.   Anders als bei den Opioiden besteht bei Suzetrigine aber keine Suchtgefahr und das Risiko für schwere, lebensbedrohliche Nebenwirkungen ist sehr niedrig.

Ob Suzetrigine  auch bei chronischen Schmerzen wirkt, wird derzeit noch untersucht. 

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Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 18.2.2025
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Quelle: New England Journal of Medicine, 2.8.2023



Wie der bundesweit aktive Verein Ärzte gegen Tierversuche mitteilte, ermöglichte eine tierversuchsfrei entwickelte innovative Krebs-Therapie bei einem Heranwachsenden die lebensrettende Behandlung seiner meist tödlich verlaufenden Krebserkrankung (Rhabdomyosarkom).  Heute, vier Jahren später,  ist der junge Patient krebsfrei.

Tierversuchsfrei entwickelte Krebs-Therapien verlieren auch aufgrund dieses nun vom Verein Ärzte gegen Tierversuche bekannt gemachten Falles ihren mit ungläubiger Skepsis einhergehenden Nischen-Status.
Das zeigt eindrücklich der Fall von Peter, der mit 12 Jahren an einem seltenen, mit einem hohen Sterberisiko einhergehenden Weichteiltumor (Rhabdomyosarkom) erkrankte.

Die schnell eingeleitete Standard-Chemotherapie schlug zunächst gut an -  doch nach wenigen Monaten kehrte der bedrohliche Krebs wieder zurück.

Mit Hilfe innovativer, tierversuchsfreier Methoden konnte in dieser hoffnungslos erscheinenden Situation eine geeignete, individuell angepaßte Therapie entwickelt werden - und heute, im Alter von 16 Jahren, gilt Peter als krebsfrei.

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Quelle: Verein  Ärzte gegen Tierversuche, 18. Februar 2025



Neues zu den sog. "Erkältungstabletten": ein unwirksamer Bestandteil bleibt in Deutschland weiter in den rezeptfrei erhältlichen "Erkältungs-Medikamenten" zugelassen.

In den USA soll der Wirkstoff Phenylephrin aus Erkältungs-Kombi-Medikamenten verbannt werden. Phenylephrin bringt angeblich die Nasenschleimhäute zum abschwellen und erleichtert so die Nasenatmung - angeblich.
In Deutschland ist Phenylephrin  unter anderem in Wick Daymed und Doregrippin
enthalten.
Eine Analyse der verfügbaren Daten wissenschaftlicher Studien legt aus Sicht der US-Arzneimittelbehörde FDA den Verdacht nahe, dass Phenylephrin  nicht wie von den Herstellern der Medikamente vollmundig behauptet, wirkt. In den USA wird Phenylephrin aber auch zur Herstellung illegaler Drogen verwendet. Die geplanten Einschränkungen betreffen nur Tabletten und nicht Nasensprays.

Für Deutschland sind bisher keine entsprechenden Maßnahmen des Gesetzgebers geplant, da die Sicherheitslage hier anders als in den USA eingeschätzt wird.

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Quelle: Süddeutsche Zeitung, 17.1.2025



Statistik
Woran die meisten Menschen sterben

In jedem Alter bedrohen andere Gefahren das Leben. Wann welche Todesursache am wahrscheinlichsten ist – und welche Risiken man verringern kann.

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Quelle:Süddeutsche Zeitung, 14.2.2025



Operieren nur um Geld zu verdienen? Ein Orthopäde übt Fundamentalkritik

Nicht jede der 17,6 Millionen OPs in Deutschland ist nötig – bis zu 30 Prozent gelten als überflüssig. Orthopäde Markus Klingenberg erklärt die Hintergründe und gibt Tipps zur Vermeidung unnötiger Eingriffe.  Die Zahl der jährlich durchgeführten Operationen steigt seit vielen Jahren an - noch sind aber die Zahlen vor Beginn der Corona-Pandemie nicht wieder erreicht. Die Anzahl der stationären und ambulanten Eingriffe hat in den letzten Jahren insgesamt deutlich zugenommen. Die Corona Pandemie führte zu einem deutlichen Einbruch bei Krankenhausfällen.
Ab 2024 stiegen die Fallzahlen wieder leicht an, blieben jedoch insgesamt unter dem Niveau von 2019.Die Anzahl der stationären und ambulanten Eingriffe hat in den letzten Jahren insgesamt deutlich zugenommen. Die Corona Pandemie führte zu einem deutlichen Einbruch bei Krankenhausfällen. . Ab 2024 stiegen die Fallzahlen wieder leicht an, blieben jedoch insgesamt unter dem Niveau von 2019.

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Quelle:Focus, 7.2.2025



Lollis mit Drehmoment: Experten warnen vor Cannabis in populären Süßigkeiten, die auch von kleinen Kindern konsumiert werden

Das Bundeskriminalamt und Kinderärzte warnen mit Nachdruck vor cannabishaltigen Keksen, Frucht- und Kaugummis. Schon geringe Mengen dieser Lebensmittel wirkten berauschend und seien besonders für kleine Kinder gefährlich.  Die Eltern ahnen meist nichts von der verdeckten Gefahr.

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Quelle:Tagesspiegel, 09.11.2024 Bezahlschranke



Nahrungsmittelallergien sind nicht leicht zu diagnostizieren - und noch schwerer wirksam zu behandeln.  Das soll sich in Zukunft mit Hilfe neuer Therapierichtlinien  ändern

Die European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) stellte in den im Fachblatt "Allergy" veröffentlichten neuen Leitlinien bahnbrechende Richtlinien zum optimierten Umgang mit IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien vor.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Allergy, 30.10.2024
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Quelle:Info-Netzwerk Medizin 2000, Allergietherapie, 30.10.2024



Eckelhaft:  Schwarzmarkt-Cannabis ist - laut einer wisseschaftlichen Studie  - oft stark verunreinigt - auch mit menschlichen Fäkalien

Das Cannabis im Straßenverkauf ist laut einer Studie des Berliner Cannabis-Unternehmens Sanity Group nicht nur in Deutschland verschmutzt und gestreckt- unter anderem mit toxischen Pestiziden, menschlichen Fäkalien, Haarspray oder Drogen wie Kokain, bzw. Chrystal Meth. Zu diesem schockierendem Ergebnis kommt die aktuelle Studie der Sanity Group, die damit wirbt, dass sich das Unternehmen  für die Anwendung qualitativ hochwertiger Cannabinoide einsetzt, die zu 100% aus nun legalem Anbau stammen.

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Quelle: Berliner Zeitung, 24.10.2024Oktober 2024
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Quelle: werbende Presseinformation, Sanity Group 23. Oktober 2024



Die US-Arzneimittel-Behörde FDA erteilte nun der ersten Grippe- Schutzimpfung die Zulassung. Eine Schutzimpfung, die von Patienten, bzw. Hilfspersonen,  verabreicht werden darf.

Der in Form eines Nasensprays anzuwendende Influenza-Impfstoff FluMist (Influenza wird auch als "echte Grippe" bzw. "saisonale Virusgrippe" bezeichnet) und von der Herstellerfirma MedImmune LLC angeboten - einem Tochterunternehmen von Astra Zeneca -   ist seit dem Jahr 2007 für die Anwendung bei Patienten im Alter von 2-49 Jahren zugelassen.
Diese gut verträgliche und hoch wirksame Grippeschutzimpfung  mußte aber bisher von einem Medizin-Profi - beispielsweise einer Ärztin, bzw. einem Arzt -  verabreicht werden.

Nun wurde FluMist als erster Grippeimpfstoff gegen Influenzy A und B Für die Selbstanwendung,  bzw. bei Kindern (2-17 Jahre) für die Verabreichung durch eine andere Person (z.B. Eltern, Lehrer  oder Erzieher:innen)   zugelassen.

Damit wird die Verhütung der in einigen Fällen auch tödlich verlaufenden Virusinfektion Influenza deutlich erleichtert. 

In den USA sterben pro Jahr zwischen 4.900 und 51.000 Menschen an der viralen Atemwegsinfektion.

Der Impstoff wird in Zukunft per Post von einer von der Herstellerfirma MedImmune LLC  initiierten, neu zu gründenden online Apotheke  an berechtigte Personen verschickt. 

 mehr lesen (in englischer   Sprache)

Quelle: FDA Newsmeldung 21.9.2024
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Quelle:Astra Zeneca, Oktober 2023



Eine Kombi-Tablette, die drei niedrig dosierte blutdrucksenkende Medikamente enthält, vereinfacht die praktische Durchführung der medikamentösen Therapie eines Bluthochdrucks -  und hat zusätzlich das Potential, die unzureichende Therapietreue vieler Hochdruck-Patienten zu verbessern

Ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie) liegt laut der geltenden Therapie-Leitlinie bei Messwerten von über 140/90 mm Hg vor.  Er verursacht oft keine Symptome und wird daher nur durch Zufalll entdeckt und behandelt.

Viele uneinsichtige Hochdruck-Patienten halten sich aus unterschiedlichen Gründen nicht an die Anweisungen ihrer Ärzte.  Diese mangelhafte Therapietreue stellt ein großes Problem dar.

Eine im US-Fachblatt Journal of the American College of Cardiology veröffentlichte Studie zeigte, dass eine Kombi-Tablette,  die drei niedrig dosierte Blutdrucksenker (Antihypertonika) enthält (in der Studie waren es  Telmisartan, Amlodipine, und Indapamide) die praktische Durchführung der Therapie erleichtert. Aufgrund des niedrigen Nebenwirkungsrisikos hat das Medikament das Potential die oft mangelhafte  Behandlungstreue der Patienten zu fördern. 

In der Studie wurde nachgewiesen, dass die untersuchte Kombi-Pille einen leicht bis mittelgradig erhöhten Blutdruck besser senkt,  als die in der Kontrollgruppe verabreichten Scheinmedikamente (Plazebo).

Wie das Deutsche Ärzteblatt schrieb, wird eine derartige Kombi-Tablette in Deutschland  von dem Pharmaunternehmen Servier angeboten, die sich zur Leitlinien gerechten Therapie  des Bluthochdrucks  eignet.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Journal of the American College of Cardiology, 30.8.2024
mehr lesen in deutscher   Sprache)
Quelle:Deutsches Ärzteblatt,2019
mehr lesen (DocCheck) (in deutscher   Sprache)
Quelle: Fach-Information der Fa. Servier (DocCheck Passwortschutz)



Zeitenwende in der Welt der Organtransplantationen

Die erste weltweit durchgeführte Augentransplantation erwies sich  ein Jahr nach der aufwändigen Operation als vielversprechender Teil-Erfolg,  der Hoffnungen weckt und die Phantasie der Ärzte anregt

Wie die britische BBC jetzt aufgrund einer veröffentlichten Studie berichtete,  ist die vor einem Jahr weltweit erste Augentransplantation gelungen. Der US-Veteranen Aaron James, 46, wurden im Jahr 2023 an der Klinik Langone Health, New York, USA,  Teile eines Spender-Gesichts  transplantiert - inklusive des ganzen Auges.  Dieser ungewöhnliche Eingriff  wurde nach einem Starkstrom-Unfall erforderlich, den Aaron James nur knapp überlebte. Ein Jahr nach der Transplantation konnte er sein altes Leben,  dank eines Kunstarmes und einer Teil-Gesichtstransplantaton - inklusive eines ganzen Spender-Auges - zumindest teilweise wieder aufnehmen.

Das tansplantierte Auge wurde vom Immunsystem des Körpers des Unfallopfers,  nicht wie befürchtet, abgestossen. Es hat allerdings seine Sehfähigkeit noch nicht wiedererlangt - kann aber elektrische Impulse an die Netzhaut  übermitteln.
Die an der Studie beteiligten Ärzte sind aufgrund des Verlaufs der Therapie positiv überrascht und optimistisch - und hoffen, dass sich die Sehfähigkeit des transplantierten Auges im Lauf der Zeit - wieder einstellen wird.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: BBC News, September 2024

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:CBS Mornings, 2023



Besser als mit einer Kristallkugel  in die Zukunft schauen:

Ein einfach und preisgünstig im Rountinelabor durchzuführender Bluttest kann bei Frauen das Risiko schwerer,  lebensbedrohlicher Herzkrankheiten, bzw. eines Herz-Kreislauftodes,  über einen Zeitraum von 30 Jahren voraussagen.

Eine im Fachblatt New England Journal of Medicine veröffentlichte und von den US Regierungsbehörden National Heart, Lung, and Blood Institute und dem National Cancer Institute, National Institutes of Health,  finanzierte Studie zeigt, dass die Untersuchung von drei Biomarkern -  zwei Blutfetten und eines Entzündungs-Markers  ( LDL Cholesterin, Lipoprotein A und CRP ) voraussagen kann, wie sich das individuelle Risiko für schwere Herzkrankheiten, bzw. eines Herz-Kreislauftodes,  innerhalb der kommenden 30 Jahre entwickeln wird. 
An der Studie nahmen 27,939 ursprünglich gesunde Krankenschwestern teil, die über 30 Jahre lang beobachtet wurden.   Es zeigte sich, dass hohe Werte der 3 häufig im Routinelabor bestimmten Biomarker mit einem deutlich erhöhten Herz-Kreislaufrisiko einher gingen.   Die Forscher vermuten trotz fehlender Daten, dass es sich bei Männern ähnlich verhält.

Es ist daher für Betroffene und deren Ärzte sinnvoll, diese 3 Biomaker im Auge zu behalten und chronische Entzündungen ebenso wie hohe Blutfettwerte zeitnah aktiv zu behandeln. 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: NEJM, 31.8.2024



Risikoanalyse : Zähne ziehen bei Patienten, die einen oral anzuwendenden Blutgerinnungshemmer (NOAKS) einnehmen. Medikamenteneinnahme sicherheitshalber unterbrechen  - Ja oder Nein?

Zahnärzte und Patienten sind verunsichert wenn es darum geht, kleinere chirurgische Eingriffe (z.B.Zahnextraction ) bei Patienten vorzunehmen, die aufgrund von  Herz-Vorhofflimmern zur Verhütung von Schlaganfällen oral anzuwendende Gerinnungshemmer aus der Gruppe der NOAKS einnehmen. 

Beide Forschergruppen kamen zu dem von der Praxis abweichenden Schluß, dass es offenbar riskanter ist die NOKS, wie derzeit üblich, 2-4 Tage vor der geplanten OP abzusetzen, als sie, wie gewohnt, weiter zu nehmen - zumindest gilt dies für Patienten ohne bekannte erhöhte Blutungs-,  bzw. Thrombose-Risiken.

Sollte es einmal zu lokalen Blutungen kommen, so können diese meist durch lokal anzuwendende Medikamente gestoppt werden, die die Blutgerinnung lokal verbessern. In der S3 Therapieleitlinie wird für Deutschland empfohlen, wie die Oralchirurgen mit dem Problem umgehen sollen. Für den 31.8.2024 ist die Publikation der Neufassung der Richtlinie geplant. Bisher wird empfohlen, dass bei kleineren Eingriffen wie Zahnextraktionen die Therapie mit NOAKS nicht unterbrochen werden sollte.

mehr lesen (Studie Hua in englischer   Sprache)
mehr lesen (Studie Manfrediin englischer   Sprache)
mehr lesen (S3 Leitlinie in deutscher   Sprache)
Quellen: Studie Hua. Frontiers in Pharmacology,28.10. 2018

Studie Manfredi. Journal of clinical medicine, 25.November 2021

AWMF online S3 Therapie-Leitlinie, Reg. Nr. 083-018, 31.8.2020


Ungewollte Kinderlosigkeit kann in einigen Fällen mit einer Gebärmutter-Transplantation erfolgreich behandelt werden

Wenn eine ungewollte Kinderlosigkeit von der Gebärmutter verursacht wird, dann kann diese in einem hohen Anteil der Fälle durch eine Gebärmutter-Transplantaion beseitigt werden. An einer im Fachblatt JAMA veröffentlichten Studie beteiligten sich 20 betroffene Frauen teil. Bei 14 davon konnte eine Gebärmutter erfolgreich transplantiert werden.
Jede dieser 14 Frauen brachte danach mindestens ein gesundes Kind zur Welt.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: JAMA, 15.8.2024



Wenn Schmerzmedikamente Schmerz verursachen: selbst stärkste Schmerzmittel können gefühlte Schmerzen verschlimmern

Starke Schmerzmittel, sogenannte Opioide, können die Empfindlichkeit auf Schmerzreize steigern und damit ihrerseits Schmerzen intensivieren.

Ein Forscherteam von der Medizinischen Universität Wien konnte nun einen Mechanismus aufklären, der für diese sogenannte Hyperalgesie verantwortlich ist. Für diese Arbeit werden Dr. Ruth Drdla, Matthias Gassner und Prof. Dr. med. Jürgen Sandkühler mit dem Ehrenpreis des Deutschen Schmerzpreises 2010 ausgezeichnet.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Barbara Ritzert ProScience Communications - die Agentur für Wissenschaftskommunikation GmbH Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V, 19.3.2010



Gefährliche Folgen von Allergien können erstmalig mit einem Nasenspray behandelt werden

Weltweit nimmt in den industrialisierten Ländern die Zahl von Allergien schnell zu. Daher kommt es auch immer häufiger zu anfallsartigen Folgen einer akuten Allergie - bis hin zu einer lebensbedrohlichen Anaphylaxie.
Diese wurde bisher mit Adrenalin-Notfall-Pens behandelt - durch intramuskuläre Anwendung von Adrenalins also. Doch oft kommt die Notarzt mit seiner lebensrettende Spritze zu spät.
Jetzt hat die US-Arzneimittel-Behörde FDA unter dem Handelnamen Neffi für die Notfallbehandlung erstmalig einen Einmal-Nasenspray  zugelassen, der im Notfall die lebensrettende Spritze ersetzen kann.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: BMJ, 12.8.2024



Mangelhafte Impfstoff-Sicherheit ?  Zur Routine-Impfung von Kindern vorgesehene Impstoffe sind in den USA vor der Zulassung nicht in plazebo-kontrollierten Langzeit-Studien untersucht worden.

Die US-Organisation Informed Consent Action Network (ICAN) hat auf dem Klageweg durchgesetzt, dass die Aufsichtsbehörde FDA Informationen zu den Zulassungsverfahren der bei Kindern von der CDC empfohlenen Impfstoffe zugänglich gemacht hat. Das ICAN hatte bereits 2017 das The United States Department of Health and Human Services (HHS) auf die ihrer Meinung nach mangelhafte Sicherheitssituation hingewiesen.

Die Auswertung der von einem Gericht zugänglich gemachten Daten hat nun gezeigt, dass keiner der empfohlenen Impfstoffe im Zuge des jeweiligen Zulassungsverfahrens mit Hilfe plazebo-kontrollierter Langzeit-Studien überprüft wurde.

Ob in Deutschland  die Situation anders ist, müssen interessierte Eltern und Impf-Ärzte im Einzelfall beim zuständigen Paul-Ehrlich-Institut erfragen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:ICAN, 2024
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:ICAN, 1. Anschreiben an HHS 2017
mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Paul-Ehrlich-Institut, 2024



Die weit verbreitete Langzeiteinnahme von Multivitamin-Präparaten  senkt bei gesunden Erwachsenen das Sterbe-Risiko nicht

 

Eine vom National Cancer Institut der USA finanzierte und im Fachblatt JAMA Network open veröffentlicht Langzeitstudie, die die über mehr als 20 Jahre angefallenen Gesundheitsdaten von rund 400.000 Menschen auswertete zeigte, dass die regelmäßige Einnahme von Multivitamin-Medikamenten bei Erwachsenen beiderlei Geschlechts das allgemeine Sterberisiko nicht senkte. Das galt auch für die Herz-Kreislaufkrankheiten und Krebs.

mehr lesen (NCI, in englischer   Sprache)
mehr lesen (JAMA Network open, in englischer   Sprache)
Quelle:Presseinformation National Cancer Institut der USA,26.6.2024,
JAMA Network open 03.6.202



Nach massiver Kritik
Minister Karl Lauterbach will seinen umstrittenen Klinikatlas offenbar verbessern

Im Streit über den Klinikatlas kündigt Gesundheitsminister Karl Lauterbach eine überarbeitete Version an. Ärzte und Gesundheitspolitiker hatten davor die Abschaltung des Portals gefordert und auf zahlreiche Fehler hingewiesen.
Die schon bald erscheinende nächste Version soll für die Besucher der Website leichter verständlich sein.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spiegel online, 19.6.2024



Allergie-Prophylaxe:
Erdnuss-Allergie durch das essen von Erdnüsse verhindern

Eine neue, im Fachblatt NEJM Evidence publizierte und vom National Insitute of Health (NIH) der USA angeregte und finanzierte Studie zeigt, dass durch die frühe Einführung von Erdnüssen in die Ernährung kleiner Kinder in 71% der Fälle der spätere Ausbruch einer klinisch relevanten Erdnuss-Allergie verhindert werden kann. Erdnuss-Allergien sind eine häufige Ursache tödlich verlaufender anaphylaktischer Schockzustände. 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Newsletter/Presseinformation NIH,28.5.2024, NEJM Evidence, 28.5.2024



Bluthochdruck-Therapie:
kann im hohen Alter weniger auch einmal mehr sein?

Eine im angesehenen Fachblatt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie mit nahezu 30.000 hochbetagten Studienteilnehmern zeigte, dass bei diesen Altersheiminsassen um so mehr lebensbedrohliche Stürze und Knochenbrüche beobachtet wurden, je intensiver eine neu begonnene Therapie eines erhöhten Blutdrucks (Hypertonie) durchgeführt wurde.
Es deutet sich an, dass es im 8. Lebensjahrzehnt möglicherweise sinnvoll ist,   einen mittelgradig erhöhten Blutdruck eher nicht intensiv medikamentös zu behandeln. Zwar steigt dann vielleicht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall an, doch das Risiko für akut lebensbedrohliche Stürze und Knochenbrüche wird dafür wahrscheinlich gesenkt. Hier ist der mündige Patient gefragt, der sich für eine die Lebensqualität beeinflussende Therapievariante entscheiden muß. Weder er, noch der behandelnde Arzt, kann die zukünftige Entwicklung auf individueller Ebene zuverlässig abschätzen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:JAMA Internal Medicine, 24.4.2024


Barbarische Tierversuche an der Abteilung für Kinderchirurgie der Universität  Hamburg
Mäuse in kochendes Wasser getaucht - später starben die Tiere qualvoll

In einem extrem leidvollen Tierversuch wurde an der Klinik für Kinderchirurgie des UKE, Hamburg, Mäusen 4 – 10 Sekunden lang der gesamte Rücken verbrüht. Ergebnis: Je länger die Verbrühung dauerte, desto eher starben die Tiere - was niemanden überrascht haben dürfte.
Der bundesweit agierende Verein Ärzte gegen Tierversuche deckt damit wieder extrem grausame und empörende Tierversuche auf, die in Deutschland leider noch gang und gäbe sind. Damit will der Verein der durch Tierexperimentatoren und Medien regelmäßig verbreiteten Verharmlosung von Tierversuchen entgegenwirken. Kritiker fragen sich ob solche empathielosen Menschen für den Beruf des Arztes geeignet sind?

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Quelle:Ärzte gegen Tierversuche, Pressemitteilung, Dr. Corina Gericke Veröffentlicht: 10. April 2024



Covid-19: eine europäische Studie legt den Verdacht nahe, dass die in den meisten Fällen auf der Intensivstation durchgeführte Zufuhr von zusätzlichem Sauerstoffe möglicherweise auch übertrieben werden kann.

In der im Fachblatt JAMA veröffentlichten Studie (HOT-COVID Randomized Clinical Trial.) zeigte sich, dass sich bei Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt wurden und unter einer niedrigen Sauerstoffsättigung des Blutes litten - eine niedrigere angestrebten Sauerstoffsättigung von 60 mmHg vs. 90 mmHg positiv auf den Heilungsverlauf auswirkte. Die Zahl der Tage ohne mechanische Beatmung war erhöht (80.0 vs. 72.0 Tage) und  und das Sterberisiko um rund 10% erniedrigt (30.2% vs.  34.7%). Daraus folgern Intensivmediziner, dass sich eine weniger aggressive Beatmung offenbar auch positiv auswirken kann.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:JAMA, 19.3.2024



AI in der Medizin, Fluch oder Segen, Hilfe oder Risiko?

Und was sind überhaupt ChatGPT, GenAI und LLMs?

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Quelle: Bayerisches Ärzteblatt 4/2023



Fraunhofer-Institut:
Künstliche Intelligenz in der Medizin

Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) verändern rasant das Gesundheitswesen. In Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen sind die elektronische Patientenakte (ePA), Datenmanagementsysteme, KI-gestützte Auswertungen, Vorhersagen und Ressourcenplanung, Roboterassistenten im OP, intelligente Assistenten und viele weitere Technologien auf dem Vormarsch. Ärztinnen und Ärzte, Gesundheitsfachkräfte, Patientinnen und Patienten werden zunehmend durch kognitive Systeme unterstützt.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS



In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärzte

Noch nie gab es hierzulande so viele Ärzte und Ärztinnen ohne deutschen Pass wie vergangenes Jahr. Das verbessert die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Doch mangelnde Deutschkenntnisse sorgen auch für Probleme.
Die Zahl der ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf die Ärztestatistik der Bundesärztekammer berichten, arbeiteten in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 63.763 Mediziner ohne deutschen Pass.
Die meisten Medizinerinnen und Mediziner ohne deutschen Pass kommen aus EU-Ländern oder anderen europäischen Staaten sowie aus Ländern des Nahen Ostens. Häufigste Herkunftsländer dem Bericht zufolge sind Syrien mit 6120 und Rumänien mit 4668 Personen. Es folgen Österreich, Griechenland, Russland und die Türkei.

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Quelle:DW Deutsch, 3.3.2024



Antikörper als Schutzschild:
Das Leben von Kindern mit gefährlichen Lebensmittel-Allergien wird in Zukunft sicherer werden

Auf dem diesjährigen Kongress der American Academy of Allergy, Asthma & Immunology in Washington, D.C. wurden die Ergebnisse der OUtMATCH-Studie vorgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde.
Sie zeigten, dass die vorbeugende Therapie mit dem Antikörper Omalizumab bewirkt, dass Allergiker aller Altersgruppen, bei einem unbeabsichtigten Kontakt mit Allergien auslösenden Lebensmitteln wie Nüssen, Eiern, Milch und bestimmten allergenen Getreidesorten deutlich seltener mit allergischen Symptomen bis hin zu einer Anaphylaxie rechnen müssen, als die Allergiker der Kontrollgruppe.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Antikörper Omalizumab auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zugelassen. Die neue vorbeugende Therapie kann in Zukunft die Eltern von Kindern mit Lebensmittelallergien beruhigen, da diese ihre Kinder ja nicht immer unter einer lückenlosen Kontrolle haben können.

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Quelle:Newsletter National Instituts of Health der USA, 26.2.2024


Bundesrat
Vermittlungsausschuss macht Weg frei für Transparenzgesetz bei Kliniken

Im Bundesrat stoppten die Länder den ersten Teil der umstrittenen Krankenhausreform von Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Der Vermittlungsausschuss hat nun eine Einigung gefunden. In Zukunft können sich Patienten und Ärzte im Internet anhand zahlreicher standardisierter Daten über die Kompetenzgebiete deutscher Krankenhäuser informieren.

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Quelle:Spiegel, 22.2.2024



"Follow the Science!" - diese naive "staatstragende" Aufforderung verliert zunehmend an Berechtigung

Von den in den Jahren 2016-2019 in den unter Wissenschaftlern als besonders vertrauenswürdig geltenden skandinavischen Ländern und Island durchgeführten klinischen Medizin-Studien wurden die Ergebnisse jeder 4. Studie (22%) nicht publiziert.
Das ist mittlerweile in vielen Ländern das "normale" Vorgehen,  wenn die Studienergebnisse den oft kommerziell motivierten Geldgebern der Studien nicht ins Geschäftskonzept passen. Und wenn dies schon in den skandinavischen Ländern so ist, dann muß man für die anderen europäischen Länder, die viel anfälliger für Korruption und Wissenschaftsbetrug sind, mit weitaus schlimmeren Verhältnissen rechnen.

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Quelle:British Medical Journal, 9.2.2024



Tarifstreit
Uniklinik-Ärzte wollen in Warnstreik treten

Der Marburger Bund fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt und höhere Zuschläge für die Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken – die Verhandlungen mit den Ländern blieben bisher ohne Ergebnis. Am 30. Januar soll gestreikt werden.

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Quelle:Spiegel online, 18.01.2024, 04.28 Uhr



Vollbracht:
Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems ist nun geltendes Recht

Nach langem Ringen beschloß der Bundestag zwei Gesetze, um das Gesundheitssystem zu digitalisieren. Wem kommt das zugute - fragt der Spiegel.

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Quelle:Spiegel online,14.12.2023



Sauerstoffsättigung bei Covid-19:  Gut gemeint kann tödliche Folgen haben

Bei der Therapie schwerer Covid-19-Erkrankungen werden auf der Intensivstation- auch bei Kindern - Sauerstoffkonzentrationen im Blut von mehr als 94% angestrebt. Jetzt hat eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie gezeigt, dass jene künstlich beatmeten Kinder ein niedrigeres Sterberisiko hatten, bei denen die Ärzte eine niedrigere Sauerstoffsättigung von nur 88-92% akzeptiert hatten.

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Quelle:BMJ, 12.12.2023



Positive Zwischenergebnisse: Pfizer und BioTech arbeiten an einem mRNA-Kombi-Impfstoff, der vor Influenza (saisonale Virusgrippe)und neuen Varianten von Covid-19-Erregern schützen soll

In einer gemeinsamen Presseerklärung berichten Pfizer und BioTech, dass der neue mRNA-Impfstoff in einer Phase 2-Studie die körpereigene Produktion von Antikörpern stark anregt, die sich sowohl gegen Influenza A und Influenza B richten, als auch gegen neuere SARS-CoV-2-Varianten.

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Quelle: werbende Presseerklärung Pfizer und BioTech, 26.10.2023



Entbürokratisierung
Telefonische Krankschreibung sind ab heute wieder möglich

Angesichts voller Wartezimmer und überlasteter Hausärzte wuchs der  Druck auf die Politik, die telefonische Krankschreibung wieder zu ermöglichen. Eine entsprechende Regelung gilt ab sofort und ist zeitlich nicht begrenzt.

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Quelle:Spiegel, 7.12.2023



Großstudie enttäuscht: die üblichen Krebs-Screeninguntersuchungen bei Gesunden erhöhen -mit Ausnahme der Sigmoidoskopie - die Überlebenszeit  der Untersuchten nicht signifikant

Ein Forscherteam veröffentlichte nun im Fachblatt JAMA Internal Medicine eine groß angelegte Metastudie, die der Frage nachging, ob die wichtigsten üblichen Krebs-Screeninguntersuchungen tatsächlich - wie erhofft- in der Lage sind  durch eine signifikante Verlängerung der Lebenszeit Leben zu retten

Ausgewertet wurden die Daten für Darmkrebs (Kolonoskopie, Sigmoidoskopie,Stuhl auf Blut), CT-Untersuchungen auf Lungenkrebs, Mammografie (Brustkrebs) und   PSA-Test (Prostatakrebs).
Analysiert wurden die über mindestens 10 -15 Jahre registrierten Daten von 2.111.958 Individuen.  Dabei zeigte sich, dass im Vergleich zu nicht gescreenten Menschen nur bei der Sigmoidoskopie eine  signifikante Verlängerung der Lebenszeit von 110 Tagen registriert werden konnte.

Es darf also weiter bezweifelt werden, dass sich der mit Screening-Untersuchungen verbundene große Finanz- und Personal-Aufwand tatsächlich lohnt oder ob das viele Geld nicht an anderer Stelle des Gesundheitswesens sinnvoller investiert werden könnte.

Die Studie untersuchte nicht die negativen Folgen der Screening-Untersuchungen in Form von Überdiagnostik und den sich daraus ergebenden überflüssigen, zum Teil lebensbedrohlichen, Therapien.

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Quelle:JAMA Internal Medicine, 28.8.2023



War das Tragen von Schutzmasken in den Schulen doch sinnvoll?

Mehr und mehr setzt sich in der Rückschau die Meinung durch, dass Nasen-Mund-Schutzmasken nicht in der Lage waren, das Risiko an Covid-19 zu erkranken nicht senken konnte.
Doch stimmt das wirklich? Jetzt wurde im angesehenen Open Access Medizin-Journal PLOS eine Studie veröffentlicht, die anhand von Daten zweier schweizer Schulen zeigte, dass Schutzmasken und Luftfiltergeräte durchaus in der Lage waren, die Konzentration von Corona-Viren in der Luft deutlich zu vermindern. Die Fragen rund um die Effektivität der Schutzmasken sind also weiterhin nicht abschließend beantwortet.

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Quelle:PLOS, 18.5.2023



Körperliche Aktivitäten und Herzschutz:
Auch wenig ist besser als nichts .....

Eine Forschergruppe der Harvard Universität veröffentlichte im Fachblatt Journal of the American College of Cardiology eine Studie, deren Ergebnisse zeigen, dass schon geringe körperliche Betätigungen - wie beispielsweise eine tägliche Schrittzahl von 2,517 resp. 2,735 Schritten in der Lage war, das allgemeine Sterberisiko, bzw. das Herz-Kreislaufrisiko zu senken.
In dieser Meta-Untersuchung wurden die in 12 Studien gesammelten Daten von 111,309 Individuen ausgewertet. Der optimale Nutzeffekt wurde bei 8,800, bzw. 7,200 Schritten pro Tag erreicht.
In einer früheren Studie konnte gezeigt werden, dass sehr langsames laufen über
5-10 Minuten in der Lage ist, das allgemeine und das Herz-Kreislauf-Sterberisiko zu deutlich abzusenken.  Zeitmangel ist also keine gültige Ausrede für körperliche Inaktivität.

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Quelle:Journal of the American College of Cardiology, 10.10.2023
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Quelle:Journal of the American College of Cardiology, August 2014



Forschungserfolg?
Nur 3 von 21 Affen überleben bis zu zwei Jahre mit transplantierten Schweinenieren

Weltweit braucht es mehr Spenderorgane, als es Spender gibt. Die Transplantation von Tierorganen auf den Menschen gilt als vielversprechende Lösung – jetzt brachte ein Experiment einen als wichtig bezeichneten Erfolg.  Doch steht das verursachte Tierleid in einem vertretbaren Verhältnis zu 30 Jahren Erfolglosigkeit?
Tierschützer wie die Mitglieder der Organisation "Ärzte gegen Tierversuche" sind der Meinung, dass insbesondere Tierversuche, bei denen die überwältigende Mehrzahl der missbrauchten Tiere unter Qualen stirbt,   sofort eingestellt werden sollten. In der aktuellen Studie starb einer der "überlebenden " Affen unmittelbar nach Ende der Studie

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Quelle:Spiegel, 11.10.2023, Ärzte gegen Tierversuche, Oktober 2023



Libidoverlust: "Wie ich durch Antidepressiva meine Lust verlor"

Lange Beziehung,kleine Kinder, Stress:Für ihre schwindende Libido und fehlende Orgasmen fand die SZ-Autorin viele Erklärungen. Bis sie feststellte, dass ihre Medikamente schuld sind. Gibt es einen Ausweg?

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Quelle:Süddeutsche Zeitung, Magazin, Anonym, 10.10.2023



Die ersten vier Wochen nach Beginn einer blutdrucksenkenden medikamentösen Therapie sind bei Menschen über 65 mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko behaftet.

Mit zunehmendem Alter wächst das Risiko für hohen Blutdruck (Hypertonie)- was wiederum das Risiko für lebensbedrohliche Herzinfarkte, Schlaganfälle und Lungenembolien deutlich erhöht. Doch nun hat eine in England durchgeführte Studie gezeigt, dass auch die Blutdrucksenkung, zumindest in den ersten vier Wochen nach Beginn der den erhöhten Blutdruck senkenden Therapie, ihre Tücken hat.
Für eine im Fachblatt Age and Aging  veröffentlichte Studiewurden 42.483  Patientinnen und Patienten ausgewählt, die älter als 65 waren.  Es zeigte sich, dass jene Kranken ein mehr als doppelt so hohes Risiko hatten eine akute Nierenschädigung zu erleiden bei denen eine neue Bluthochdruck-Therapie begonnen wurde.  Das Risiko für Stürze war bei diesen Patiwenten um etwa 50% erhöht und das Risiko für Knochenbrüche immerhin noch um 30%.
Vermutlich sind diese Nebenwirkungen der Therapie auf eine medikamentenbedingte inderdurchblutung der Nieren und des Gehirns zurück zu führen.  Die Studienergbnisse werfen bei Skeptikern die Frage auf, ob es nicht bei bereits vorgeschädgten älteren Patienten sinnvoll sein könnte, einen nur geringgradig erhöhten Blutdruck nicht medikamentös zu senken? Andernfalls riskiert man, dass die Nebenwirkungen der Therapie schlimmer sind als die Risiken eines leicht- bis mittelgradig erhöhten Blutdrucks.

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Quelle: Age and Aging, 16.9.2023



War das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in den Schulen doch sinnvoll?

Mehr und mehr setzt sich in der Rückschau die Meinung durch, dass Nasen-Mund-Schutzmasken nicht in der Lage waren, das Risiko an Covid-19 zu erkranken nicht senken konnte.
Doch stimmt das wirklich? Jetzt wurde im angesehenen Open Access Medizin-Journal PLOS eine Studie veröffentlicht, die anhand von Daten zweier schweizer Schulen zeigte, dass Schutzmasken und Luftfiltergeräte durchaus in der Lage waren, die Konzentration von Corona-Viren in der Luft deutlich zu vermindern. Die Fragen rund um die Effektivität der Schutzmasken sind also weiterhin nicht abschließend beantwortet.

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Quelle:PLOS, 18.5.2023



Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MD):
Behandlungsfehlerbegutachtung 2022 - Immer wieder die gleichen Fehler

13.059 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern hat der Medizinische Dienst im Jahr 2022 erstellt. In jedem 4. Fall wurden ein Fehler und ein Schaden festgestellt; in jedem 5. Fall war der Fehler Ursache für den erlittenen Schaden.
Das geht aus der aktuellen Jahresstatistik zur Behandlungsfehlerbegutachtung hervor, die der Medizinische Dienst heute in Berlin vorgestellt hat.
Beispielsweise wurden in Niedersachsen in 2022 1.230 Fälle durch den Medizinischen Dienst Niedersachsen untersucht.
Experten gehen davon aus, dass etwa 1 Prozent der Krankenhausfälle von Behandlungsfehlern betroffen ist.
Nur etwa 3 Prozent aller unerwünschten Ereignisse werden nachverfolgt.
Der MD macht auf seiner Website darauf aufmerkam, dass die veröffentlichten Zahlen nichts über die Häufigkeit von Behandlungsfehlern aussagen - lediglich über die Reaktion von Patientinnen und Patienten auf Behandlungsergebnisse, die nicht ihren Erwartungen entsprechen.

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Quelle:MD Bund, 17.8.2023



Zwei umfassende Analysen wissenschaftlicher Daten legen die Vermutung nahe, dass Mund-Nasen-Schutzmasken nicht, wie erhofft,  geeignet sind, um die Ausbreitung viral bedingten Atemwegsinfektionen zu behindern.
Vielmehr besteht die paradoxe Möglichkeit, dass  sie die Verbreitung der Viren sogar fördern.

Professor Ines Kappstein veröffentlichte in der Zeitschrift Krankenhaushygiene des renommierten Thieme Fachverlages eine umfangreiche und kritische Analyse der über Jahrzehnte angefallenen wissenschaftlichen Daten zur Wirksasmkeit in der Öffentlichkeit getragener Mund-Nasen-Schutzmasken.
Die renommierte Expertin für Krankenhaushygiene kam zu dem eindeutigen Fazit, dass keinerlei wissenschaftlichen Daten existieren, die beweisen, dass die in der Öffentlichkeit getragenen Mund-Nasen-Schutzmasken die Ausbreitung einer über die  Luft und kontaminierte Oberflächen verbreiteten viralen Atemwegsinfektion behindern können.
 
Eher trifft das Gegenteil zu,  da der richtige Umgang mit den Schutzmasken nicht einmal ansatzweise sichergestellt werden kann, und die zwingend dazugehörende Hände-Hygiene im realen Alltag ebenfalls nicht zu gewährleisten ist,  erweist sich das  Tragen von Schutzmasken jeglicher Ausführung möglicherweise eher kontraproduktiv aus.

Die Masken werden so potentiell zu einer von Gesundheitpolitikern, vielen Ärzten  und den Medien ignorierten Infektionsquelle und zu einer Belastung der Gesundheit von Risikopatienten.
Der indirekte Kontakt  mit den Corona-Viren über kontaminierte Oberflächen - auch über die kontaminierten Aussenseiten der Schutzmasken selbst - wird durch das Tragen von Schutzmasken nicht vermindert, sondern kommt im Gegenteil potenziell häufiger zustande.

Zu weitgehend ähnlichen Ergebnissen  kamen drei Jahre später die Forscher
Dr. Jonathan D Beauchamp vom Fraunhofer Institute, Freising, und Dr. Chris A Mayhew vom Institut für Atemforschung, der Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck. Auch sie fanden keine Beweise dafür, dass die Mund-Nasen-Schutzmasken von Nutzen sind.

In ihrer im Fachblatt Journal of Breath Research veröffentlichten Daten-Analyse, raten die Wissenschaftler daher auch dazu,  bei zukünftigen Epidemien auf den Zwang zum tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken zu verzichten.

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Quelle:Thieme Verlag, Krankenhaushygiene 18.8. 2020
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Quelle:Journal of Breath Research, 7.8.2023



SENSATION: Die SELECT-Studie zeigte, dass der viel beachtete Abnehm-Wirkstoff Semiglutide herzkranke Übergewichtige auch vor tödlichen und nicht-tödlichen Herzinfarkten und Schlaganfällen schützt

Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse der zufallsgesteuert durchgeführten SELECT-Doppel-Blind-Studie, an der 17.604  Patienten mit Übergewicht  und einer bestätigten Herz-Kreislauferkrankung teilgenommen haben, zeigen, dass Semiglutide (Wegovy®),  einmal in der Woche in Form einer subkutanen Injektion verabreicht - im Vergleich zur Kontrollgruppe das Risiko für tödliche Herz-Kreislauferkrankungen  um 20 % senkt.
Ebenso das Risiko für nicht-tödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Die Studienteilnehmer waren alle bereits herzkrank - hatten aber keine Zuckerkrankheit.
Herzspezialisten kommentierten diese Studienergebnisse geradezu enthusiastisch und meinten, dass diese die Herzinfarkt-Prophylaxe revolutionieren werden - falls sie von unabhängigen Experten bestätigt werden.
Die endgültigen Studienergebnisse werden voraussichtlich noch in 2023 auf einem großen Medizin-Kongress präsentiert.
Bisher war kein anderer Wirkstoff bei der Herzinfarkt-Prophylaxe  auch nur annähernd so erfolgreich wie Semiglutide. Die Firma Novo Nordisk erwartet, die entsprechende Zulassung von Semiglutide in den USA und in Europa noch in diesem Jahr.

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Quelle:Nature, 10.8.2023
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Quelle:werbende Presseinformation Novo Nordisk,8.8.2023






»Sie wissen, dass Kinder die Intelligenz über die Muttermilch aufnehmen?«

Brauchen Babys die Brust? Die WHO empfiehlt  in den ersten sechs Monaten das ausschließliche Stillen. Doch viele Frauen haben negative Erfahrungen gemacht. SPIEGEL-Leserinnen und -Leser berichten. Experten vermuten, dass Kinder, die nicht gestillt wurden,  im ihrem späteren Leben ein hohes Risiko haben,  kriminell zu werden.

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Quelle:Spiegel online, 8.8.2023, Bezahlschranke



Ergebnisse einer Krebs-Studie sind „vielversprechend“
Neue Anti-Krebs-Pille zerstört 70 verschiedene Tumore

Krebserkrankungen zählen weiterhin zu den häufigsten Todesursachen. Doch die Behandlungsmöglichkeiten verbessern sich für viele Tumore. Jetzt machen neue vorklinische Studienergebnisse zu einer Anti-Krebs-Pille Hoffnung: Sie soll zumindest im Labor gegen 70 Krebsarten wirken.

Ein Wirkstoff, der 70 Tumorarten zerstören kann? Das wünschen sich alle Menschen im Kampf gegen Krebs, der immer noch zu den Haupttodesursachen weltweit gehört. Nun hat ein Krebsforschungszentrum in den USA, die Klinik City of Hope, eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse vielversprechend klingen.

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Quelle:Focus,2.8.2023
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Quelle:City of Hope, 1.8.2023



Von der Öffentlichkeit wenig beachtet: WHO-Behörde stufte  rotes Fleisch und Wurst schon 2015 als krebserregend ein. Ein Verzicht auf rotes Fleisch könnte bis zum Jahr 2050 rund 205.000 Erkrankungen an Darmkrebs verhindern

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), stuft den Verzehr von rotem Fleisch als „wahrscheinlich karzinogen für den Menschen“ (Gruppe 2A) ein. Fleischwaren werden sogar als definitives Gruppe 1-Karzinogen (qualitativ, aber nicht quantitativ) in die gleiche Kategorie wie Tabakrauchen eingestuft.
Die Forscher begründen die Einstufung mit einer Analyse von mehr als 800 Studien.
Diese haben vor allem einen Zusammenhang mit Kolorektal-, Pankreas- und Prostatakarzinomen aufgezeigt.
Diese Ergebnisse wurden in einer Studie der Deutschen Krebshilfe und der Marga und Walter Boll Stiftung auf die Jahre 2020 bis 2050 hochgerechnet. Durch den Verzicht auf industriell bearbeitetes Fleisch könnten 63.000 und durch den Verzicht auf den Konsum von rotem Fleisch sogar 205.000 Neu-Erkrankungen an Kolorektalem Krebs verhindert werden.

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Quelle:Ärzteblatt, 26.10.2015
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Quelle:MDPI Basel, Nutients, 17.2.2023



Experimenteller Wirkstoff Onanemab kann das Fortschreiten einer Alzheimer-Erkrankung verlangsamen - in einem frühen Krankheitsstadium

Das Wissenschaftsmagazin Nature meldet deutlichen Therapieerfolg  - nach der Anwendung des Monoclonalen Antikörpers Onanemab, der im Gehirn die Ansammlung des die Neuronen schädigenden Amyloids stoppt.
Allerdings nur dann, wenn die Diagnose Alzheimer sehr früh gestellt wird.

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Quelle:Nature briefing translational research, 27.7.2023



Medizinforschung im Zwielicht: viele in den Medien kommentierte Studien existieren überhaupt nicht, bzw. die veröffentlichten Ergebnisse sind verfälscht.

Professor John Ioannidis, weltberühmter Epidemiologe an der Stanford Universität, einer der 10 meistzitierten Medizin-Forscher der Welt, hat es schon vor Jahren so auf den Punkt gebracht indem er schrieb, dass die meisten Medizin-Studien falsch sind. Und die wenigen guten Studien haben oft keinerlei praktischen Nutzen für die Patienen.

Ähnlich äußerte sich Richard Smith, der frühere Chefredakteur des renommierten Fachblatts British Medical Journal. Smith unterstützt die Ansicht, dass mindestens 20% aller Studien falsche Ergebnisse veröffentlichen. Viele dieser Studien wurden sogar nie durchgeführt und sind daher als eindeutig als Wissenschaftsbetrug einzuordnen.
Nur wenige dieser Pseudo-Untersuchungen wurden jemals zurückgezogen. Dies vermittelt den falschen Eindruck, dass es sich nur um ein kleines Problem handelt. Smith stellte daher die provokative Frage in den Raum, ob es nicht an der Zeit sei, bei neuen Studien grundsätzlich erst einmal davon auszugehen, dass es sich um nicht vertrauenswürdige Studien handelt - solange das Gegenteil nicht bewiesen werden konnte.
Insbesondere den inflationär produzierten Metastudien sollte erst einmal grundsätzlich nicht naiv vertraut werden, da in diese oft qualitativ minderwertige, bzw. nicht existierende Kleinststudien eingeflossen sind, die es in der analysierten Form nie gab.
Daher ist die Forderung "Folge der Wissenschaft" (Follow the science) naiver, ignoranter Unsinn.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:PLOS Medicine,30.8.2005
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:BMJ, 5.7.2023



Alkoholabhängige Ärzte
»Operieren Sie schneller, dann sind Sie schneller beim Bier«

Ausgerechnet unter Medizinern sind überdurchschnittlich viele Menschen suchtkrank. Das hat mit der Arbeitsbelastung zu tun – aber auch mit dem verqueren Selbstbild vieler Ärzte. Warum ist der Ausstieg für sie so schwer?

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spiegel, 30.6.2023



Australien ist das erste Land, das zugelassenen Psychiatern die Verordnung von Magic mushrooms und Ecstasie erlaubt

In Australien können sich Psychiater nun lizensieren lassen, die die bisher illegalen Drogen Psilocybin (Magic Mushrooms)und MDNA (Ecstasie) an für diese experimentelle Therapie geeignete Patienten abgeben wollen.
In Frage kommen Diagnosen wie Depressionen und PTSD (post-traumatic stress disorder. Die wissenschaftlichen Grundlagen für diese Entscheidung der Behörden und die Therapie selbst sind auch unter Experten sehr umstritten. Zuverlässige Studien fehlen noch - sollen nun aber durchgeführt werden.

mehr lesen (in englischer   Sprache-  die Redaktion empfiehlt eine Google-Übersetzung in die deutsche Sprache)
Quelle: Nature ,  30.6.2023



Uno-Chef António Guterres warnt vor Gefahren von KI und schlägt die Gründung einer Regulierungsbehörde vor

Uno-Generalsekretär António Guterressieht die Zukunft der Künstlichen Intelligenz kritisch. Er vergleicht die Gefahren die von der KI ausgehen mit jenen eines Atomkrieges.  Er schlägt vor, eine von den Uno-Staaten gemeinsam geführte Regulierungsbehörde einzusetzen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spiegel, 12.6.2023



KI - künstliche Intelligenz - unterstützt immer öfter Röntgenärzte bei der Diagnostik

In immer mehr wissenschsaftlichen Studien wird untersucht, wie zuverlässig auf künstlicher Intelligenz basierende Software bei den unterschiedlichsten bildgebenden Verfahren zu richtigen Diagnosen kommt.
KI scneidet in einigen Studien bei der diagnostischen Beurteilung von mit den unterschiedlichsten bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Computer Tomografie, Magnet-Resonanz-Tomografie und Ultraschall gewonnenen Bildern sehr gut ab.
Sie kommt schneller, billiger und in einigen Fällen auch qualitativ besser als die Radiologen selbst zu den richtigen Diagnosen.   Daher verbreitet sich in Fachkreisen die bange Frage:  Macht der Kollege Computer schon in naher Zukunft Röntgenärzte überflüssig?

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:New England Journal of Medicine, 25.5.2023



Morbus Parkinson: mit dem industriellen Lösungsmittel Trichloraethylen verunreinigtes Trinkwasser kann bei Langzeit-Einnahme wahrscheinlich eine Parkinson Erkrankung auslösen.

Jetzt konnte in einer großen Studie nachgewiesen werden, dass das in der Industrie viel verwendete Lösungsmittel Trichloraethylene (TCE) - bei Langzeit-Aufnahme mit dem Trinkwasser - das  bisher unheilbare Nervenleiden Parkinson auslösen kann.

TCE ist in vielen Industriestaaten die häufigste Verunreigung des zu Trinkwasser aufgereiteten Grundwassers.

mehr hören (in englischer   Sprache)
Quelle:JAMA, 15.5.2023
mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: WIKIPEDIA, Mai 2023



Wieder eine Hoffnung weniger
Corona-Pandemie: eine Therapie mit dem Hormon Melatonin senkt das Covid-19-Sterberisiko nicht.

Dem körpereigenen Hormon Melatonin, das den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers steuert, werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben.
Daher wurde der Wirkstoff in einigen kontrollierten klinischen Studien bei der Therapie von Covid-19-Erkrankungen eingesetzt. In einer im Fachblatt Frontiers in Medicine veröffentlichten Studie fanden die Autoren jetzt heraus, dass in den in die Meta-Analyse eingeflossenen Studien nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Covid-19-Sterblichkeit durch die Gabe des Hormons Melatonin nicht gesenkt werden konnte.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Frontiers in medicine,Lausanne,  25.4.2023
mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:WIKIPEDIA



Antidepressiva bei chronischen Schmerzen: Wirksamkeit enttäuscht

Etwa jeder fünfte Mensch weltweit hat ein chronisches Schmerzsyndrom (CS), welches nicht tumorbedingt ist.
Nach ICD-11 liegt ein CS vor, wenn die Schmerzen ≥ 3 Monate anhalten . Ein CS kann zu einer erheblichen Einbuße an Lebensqualität führen. Am häufigsten sind in Europa und den USA chronische Rücken- und Kopfschmerzen, gefolgt von orofazialen, genitalen und abdominellen Schmerzen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Der Arzneimittelbrief, Nur für Abonenten/Bezahlschranke, 5/2023



Hirnforschung
Wie ein Mediziner in Hamburg Gene entschlüsselt, die vor Alzheimer schützen

Seine Arbeit weckt Hoffnung auf neue Medikamente gegen Alzheimer: Neuropathologe Diego Sepulveda-Falla hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht. Dabei spielte eine kolumbianische Großfamilie eine entscheidende Rolle.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spiegel online (Bezahlschranke), 15.5.2023



Epikutane Immuntherapie.
Endlich gibt es für Kinder unter 4 Jahren eine Methode, um das  Risiko gefährlicher Symptome einer angeborenen Erdnuss-Allergien zu senken.

Bisher gibt es bei Klndern mit angeborener Erdnuss-Allergie kein für Kinder im Alter von 1-3 Jahren zugelassenes Medikament, mit dem sich die oft mit l ebensbedrohlichen Symptomen einhergehende,  überschiessende Immunantwort auf die Zufuhr von Erdnüssen mit der Nahrung vermindern läßt.
Jetzt wurden im Fachblatt New England Journal of Medicine die Ergebnisse einer Phase III Zulassungsstudie für ein zu testendes Erdnuss-Hautpflaster veröffentlicht.

362 Kinder mit angeborener Erdnuss-Allergie wurden für die zufallsgesteuert, doppelblind und mit Plazebo kontrollierte Multizenter-Studie rekrutiert. Die Kinder erhielten ein Jahr lang entweder pro Tag einen Erdnuss-Extrakt haltiges Haut-Pflaster oder ein Plazebo.  Nach einem Jahr zeigte sich, dass sich Immunlage bei den doppelt so vielen Kinder mit Erdnuss-Gruppe gebessert hatte als in der Plazebo-Gruppe. Nebenwirkungen jeder Art wurden in 100% der Fälle mit Erdnuss-tTherapie registriert und in 99,2% der mit Plazebo therapierten Kinder.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:New England Journal of Medicine, 11.5.2023



Das übliche Management des erhöhten Blutdrucks führt oft zu falschen Diagnosen und daraus folgend zu verhängnisvollen ärztlichen Fehlentscheidungen

Schon lange ist bekannt, dass Blutdruckmessungen, die in der Arztpraxis durchgeführt werden, störanfällig und wenig aussagekräftig sind.    Herz-Kreislauf-Experten sprechen warnend von "Weißkittel-Hypertonie".
Die in Arztpraxen dokumentierten Messergebnisse sollten daher auf keinen Fall die wichtigste und nicht hinterfragte Grundlage für weitere schwerwiegende medizinische Entscheidungen sein.

Kardiologen empfehlen Menschen, bei denen ein hoher Blutdruck (Hypertonie) vermutet wird, ihren Blutdruck möglichst oft selbst im häuslichen Umfeld zu messen und über einen längeren Zeitraum zu protokollieren.   Erst aus dem so erhaltenen Blutdruck-Profil ergibt sich dann eine zuverlässige Diagnose und  eine erfolgsversprechende, auf das Individuum abgestimmte,   medikamentöse Therapie.
Anhand dieses so gewonnenen Langzeit-Blutdruck-Profils läßt sich auch die Wirkung einer medikamentösen Therapie zuverlässig beurteilen. Überdosierungen und nicht unbedingt notwendige riskante invasive diagnostische Verfahren lassen sich oft vermeinden.
Jetzt wurde im Fachblatt Circulation eine Studie veröffentlicht, in der der Hauptautor der Untersuchung, Professor Harlan M.Krumholz von der Yale Universität,USA, aufgrund der Auswertung von mehr als 500.000 Patienten-Datensätzen zu dem Fazit kam, dass es sinnvoll ist, das bisher übliche Management der Hypertonie grundlegend und selbstkritisch zu überdenken und die Diagnose - mehr als bisher im Routine-Alltagsbetrieb üblich - aufgrund der Blutdruck-Selbstmessungen der Patienten zu stellen.

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Quelle: JAMA, 26.4.2023
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Quelle: Circulation, 8.5.2023



Verwirrendes Hin und Her: die Altersgrenze für den Beginn eines Brustkrebs Screenings mit Mammografie wurde in den USA von der U.S. Preventive Services Task Force jetzt von 50 Jahren wieder auf 40 Jahre gesenkt - wie es bis zum Jahr 2009 schon einmal die Norm-Empfehlung war.

Bis zum Jahr 2009 hat die US-Expertengruppe U.S. Preventive Services Task Force die Empfehlung ausgesprochen, dass sich Frauen ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre einem Brustkrebs-Screening mit Mammografie unterziehen sollten. Doch dann änderte die U.S. Preventive Services Task Force aufgrund der statistischen Entwicklung ihre Meinung und erhöhte die Altersgrenze auf 50 Jahre.

Doch schon bald tauchten erste Zweifel auf, ob das eine gute Entscheidung gewesen war. Die Statistiken zeigten nämlich eine bedenkliche Zunahme von Brustkrebserkrankungen in der Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren. Insbesondere bei Afro-Amerikanerinnen, die  doppelt so häufig an ihrem Brustkrebs sterben als weiße Frauen. 
Jetzt hat die U.S. Preventive Services Task Force die Reissleine gezogen und die Altersgrenze wieder auf 40 Jahre gesenkt.  Der Rat, die Screening-Untersuchung alle zwei Jahre machen zu lassen wurde aufrecht erhalten.
In Deutschand haben Frauen vom 50. bis zum 75. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf eine Screening-Untersuchung mit Mammografie. Ob auch in Deutschland die Altergrenze vom 50. auf das 40. Lebensjahr gesenkt wird ist noch nicht entschieden.

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Quelle:New York Times,9.5.2023
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Quelle:Gemeinsamer Bundesausschuss,2023



Wird der Arztberuf in Zukunft überflüssig - zumindest in Teilbereichen? 
"Ärztliche Beratung" von Fragen stellenden Patienten durch einen AI Chatbot erwies sich  der Beratung durch Ärzte aus Fleisch und Blut - bei den gleichen Fragen - qualitativ und auch von den vermittelten Emotionen her  als haushoch überlegen.

Im Fachblatt JAMA Internal Medicine wurde eine Studie veröffentlicht, in der Forscher untersuchten,  ob künstliche Intelligenz möglicherweise in Zukunft eine persönliche ärztliche Beratung  ersetzen kann - zur Zufriedenheit der Patienten -und natürlich ohne Qualitätseinbußen.
Von den Experten  wurden Fragen und Antworten ausgewertet, die im Forum eines  sozialen Netzwerks (Reddit’s r/AskDocs)  gestellt und von einem Chatbot bzw. approbierten Ärzten beantwortet worden waren.  Zum Vergleich wurden  die gleichen Fragen in einem zweiten Forum geposted und von einem Chatbot beantwortet.
Eine Gruppe von begutachtenden Medizin-Profis bewertete  die Antworten einmal nach deren medizinisch-wissenschaftlicher Qualität und zweitens nach dem Grad der in den Antworten zum Ausdruck gebrachten Empathie (“the empathy or bedside manner provided” ).
Die Ergebnisse waren eindeutig -und extrem alarmierend.  Die Beratung durch den Chatbot war der Beratung durch die Ärzte qualitativ deutlich überlegen. Die Antworten waren länger und die Qualität der Chatbot-Antworten wurde von den Gutachtern im Vergleich zu den Arzt-Antworten  in 78% der Fälle als qualitativ  überlegen bewertet 
Und als es um die in den Antworten erkennbar ausgedrückte Empathie ging, war der Unterschied noch gravierender. Hier wurden die Chatbot-Antworten im Vergleich zu den Arzt-Antworten zehnmal  so häufig beim gezeigten Mitgefühl als deutlich überlegen eingestuft. Ein vernichtendes Urteil für die in der Studie bewerteten Ärzte aus Fleisch und Blut.

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Quelle:JAMA Internal Medicine ,10.5.23



Kampf dem Drogentod - mit Hilfe des Nasensprays Narcan®

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat nun den ersten ohne Rezept freiverkäuflichen Nasenspray Narcan®   (Wirkstoff Naloxone) des Herstellers Emergent BioSolutions, zugelassen, mit dem sich eine akut lebensbedrohliche Opioid-Überdosierung behandeln läßt.
Damit reagiert die Regierung auf die Tatsache, dass in den USA pro Jahr viele tausend Menschen aus allen sozialen Schichten an einer Überdosierung mit einem verschreibungspflichtigen Opiat - meist dem Schmerzmittel Fentanyl - sterben.
Die Zahl der registrierten Todesfälle hat von 1999 bis 2020 von 3.442 auf 16.416 explosionsartig zugenommen. Die Gesundheitsbehörde DCD meldete für das Jahr 2021 107.622 Drogentote - eine Zunahme von 15% gegenüber dem Vorjahr.
Experten hoffen, dass diese Zahlen sinken werden, sobald Narcan® überall zu kaufen sein wird - beispielsweise auch in Supermärkten und Tankstellen.
2016 sollen rund 11,8 Millionen US-Amerikaner Opioide missbräuchlich angewendet haben, überwiegend als Schmerzmittel.
Seit 2018 ist in Deutschland das Nasenspray Nyxoid® mit Naloxon zugelassen, was eine Anwendung durch Laien erleichtert. Das Medikament ist aber noch immer rezeptpflichtig und darf nur im Zusammenhang mit Opiatkonsum verordnet werden. Das kostet Menschenleben. Experten hoffen, dass der lebensrettende und sicher anzuwendende Nasenspray auch in Deutschland bald ohne Rezept in allen Apotheken von jedermann gekauft werden kann.

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Quelle:JAMA Netzwerk, 5.4.2023
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Quelle: Statista, März 2023
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Quelle:Detektor FM, 10.12.2021
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Quelle:Deutsche Apotheker Zeitung DAZ, 14.9.2022



Prophylaxe Herzerkrankungen: Mittelmeer- und Niedrig-Fett-Diät sind mit Blick auf die Herzgesundheit anderen populären Diäten überlegen.

Im Fachblatt British Medical Journal wurde ein Metastudie veröffentlicht, in der 40 zufallsgesteuert durchgeführte Studien analysiert wurden, an denen 35 548 Patienten mit erhöhtem Herz-Kreislaufrisiko teilgenommen hatten.
Analysiert wurde die prophylaktische Wirkung von 7 strukturierten Diäten - darunter die Ornish- und die Pritikin-Diät  - in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall und die allgemeine, bzw. Herz-Kreislaufsterblichkeit.

Die Forschenden fanden heraus, dass sich die Mittelmeer- und die Low-Fett-Diät am günstigtsten auf die Herzgesundheit auswirkten. Sowohl die Mittelmeer- als auch die Niedrig-Fett-Diät senkte - mit und ohne zusätzliche körperliche Aktivität - das allgemeine Sterberisiko und die Häufigkeit nicht-tödlich verlaufender Herzinfarkte. Bei der Mittelmeerdiät wurde auch eine Tendenz beobachtet, das Schlaganfall-Risiko abzusenken.  Bei den anderen analysierten Diäten konnte statistisch keine positive Wirkung  gefunden werden.

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Quelle:British Medical Journal, 29.3.2023, Studienregistrierung PROSPERO CRD42016047939



Herzmuskelschwäche: körperliches Training hilft oft besser als die Einnahme von Medikamenten

Herzinsiffizienz wird in einer überalterten Bevölkerung immer häufiger diagnostiziert. Das Sterberisiko ist ähnlich groß wie jenes bei Krebserkrankungen. Jetzt wurde im angesehenen Fachblatt Circulation eine Übersichtsstudie veröffentlicht, die eindeutig zeigt, dass körperliches Training bei vielen Patienten besser wirkt, als die übliche Einnahme von Herz-Medikamenten.

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Quelle:Neue Zürcher Zeitung, 3.4.2023
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Quelle:Circulation März 2023






Vitamin-D-Supplementation verkürzt bei Covid-19-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen nicht die Dauer einer erforderlichen Intensivtherapie

Auf der additiven Vitamin-D-Therapie ruhten bei Covid-19-Erkrankungen aufgrund der immunmodulatorischen Wirkung des Vitamins-D  große Hoffnungen.
Jetzt zeigte eine im Fachblatt Nutrients veröffentlichte, zufallsgesteuerte  Studie, an der Covid-19-Patienten mit niedriger Vitamin-D-Blutkonzentration teilnahmen,  dass diese auch in Deutschland in vielen Kliniken angewandete supportive Therapie die Dauer der erforderlichen Intensivtherapie , im Vergleich zu nicht mit Vitamin-D behandelten Kranken, nicht verkürzen konnte.
Auch bei anderen Endpunkten der Studie zeigten sich bei den Patienten mit und ohne Vitamin-D-Therapie keine statistisch signifikanten Unterschiede die den routinemäßigen  Einsatz von Vitamin-D sinnvoll erscheinen lassen .

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Quelle:Nutrients, 28.2.2023



Die unterschiedlichen Therapieansätze führen bei Prostatakrebs nicht zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen

In einer vom National Institute for Health and Care Research (UK) finanzierten und im Fachblatt New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie (1.610 Teilnehmer mit lokal begrentem Prostatakrebs im Frühstadium) zeigte sich nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 15 Jahren (zwischen 11 und 21 Jahren), daß die Sterblichkeit in den drei nach dem Zufallsprinzip zusammengestellten Patientengtuppen ähnlich war.
Abwartendes Beobachten, operative Entfernung der Prostata oder Bestrahlung führten zu ähnlichen Krankheitsverläufen.  Am Ende der Studie waren noch 133 Männer (24.4%) am Leben.  Bei keinem eine spezifische Therapie durchgeführt. Und es zeigte sich, dass sich die zu Beginn der Studie gemessenen PSA-Werte, die Stadieneinteilung des Tumors oder die errechneten Risiko-Scores nicht auf den Krankheitsverlauf ausgewirkt hatten.

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Quelle:New England Journal of Medicine,11.3.2023



Deutschland ist mit Krankenhäusern überversorgt:  Der Chef der deutschen Kassenärzte, Dr. Andreas Gassen, ist für die von Karl Lauterbach anvisierte Schließung unwirtschaftlich arbeitender Krankenhäuser.

Während die Länder sich an den Plänen seiner Krankenhausreform stoßen, bekommt Gesundheitsminister Karl Lauterbach Unterstützung von KBV-Chef Gassen. Im Zuge der geplanten Krankenhausreform sollen unwirtschaftlich arbeitende Krankenhäuser geschlossen, bzw. in andere Formen von Gesundheitseinrichtungen umgewandelt werden.
Der Chef der Kassenärzte, Dr. Andreas Gassen, findet, dass es in Deutschland tatsächlich zu viele nicht ausgelastete Krankenhäuser gibt. Es wäre gut - so Gassen, wenn das in zu schließenden Krankenhäusern beschäftigte Personal in Zukunft in Krankenhäusern der Maximalversorgung arbeiten würde, die wirklich benötigt werden und die daher gut ausgelastet sind  -  und die jetzt unter einem zum Teil katastrophalen Personalmangel leiden.

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Quelle:Spiegel, 14.3.2023



Korruption im Gesundheitswesen: ärztliche Befürworter von Abnehmspritze sollen Geld vom Hersteller bekommen haben

Bericht im britischen »Observer«: begeisterte ärztliche Befürworter der Abnehmspritze Wegovi sollen vom Hersteller Geld bekommen haben. Das Medikament Wegovy verspricht, beim Abspecken zu helfen.
Experten gaben sich begeistert und lobten das Medikament etwa als »Gamechanger«.
Was einige von ihnen verschweigen: Sie erhielten offenbar Zuwendungen von dem dänischen Unternehmen, das die Spritze verkauft. Im Sommer soll sie in Deutschland zugelassen werden. Die Krankenkassen werden die Kosten aber vermutlich nur in Sonderfällen übernehmen.

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Quelle: Spiegel, Observer, 12.3.2023



Was ist für die Langzeit Gesundheit der Kinder besser: eine vaginale Entbindung oder eine Kaiserschnitt-Geburt?

Bisher gingen Kinderärzte davon aus, dass Kaiserschnittkindern für die spätere Gesundheit wichtige Bakterien fehlen, mit denen sie beim natürlichen Geburtsvorgang in der Scheide der Mutter bzw. dem Kontakt zum After der Mutter in Berührung kommen. Das könnte sich in einem erhöhten Risiko für Asthma, Allergien und Fettsucht niederschlagen.
Jetzt hat eine in Holland durchgeführte und im Fachblatt Cell Host & Microbe veröffentlichte Studie gezeigt, dass sich das nach der Geburt beobachtete Defizit an Mikroben schnell über alternative Quellen (Brustmilch und Kuscheln statt des Kontakts mit Vaginalsekret) normalisiert.
Die weit verbreitete Technik des Einreibens der durch Kaiserschnitt geborenen Kinder mit Vaginalsektret könnte überflüssig sein. Weitere Studien sind erforderlich.

Bei Verzicht auf das sog. "vaginal seeding" würde eine Quelle für die Infektion des Säuglings mit gefährlichen Viren wegfallen.
Ob sich die unterschiedliche Besiedlung mit Bakterien tatsächlich, wie befürchtet, auf die spätere Gesundheit der Kinder auswirkt, wurde in dieser Kurzzeit-Studie nicht untersucht.

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Quelle:Spektrum, 10.3.2023
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Quelle:Cell Host &Microbe, 8.3.2023



Frühstadium Brustkrebs: eine oft angeratene Bestrahlung nach brusterhaltender OP ist bei fehlenden Metastasen wahrscheinlich nicht zwingend erforderlich

Viele Patientinnen mit einem Brustkrebs im Frühstadium (Knoten unter 3 cm und keine Streuung in einen Lymphnoten) wollen sich nach einer brusterhaltenden Operation wegen der drohenden Strahlenbelastung lieber nicht bestrahlen lassen. Doch kann diese Entscheidung möglicherweise ein Todesurteil sein? Offenbar sind derartige Sorgen unberechtigt: jetzt zeigten im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine veröffentlichte Studiendaten, dass eine bei 658 zufällig ausgewählten Brustkrebs-Patientinnen (von 1326 Studienteilnehmerinnen) mit einem Brustkrebs im Frühstadium durchgeführte Strahlentherapie  das allgemeine und das Brustkrebs-Sterberisiko nicht vermindern konnte. Die Studiendauer/Beobachtungszeit betrug 10 Jahre.

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Quelle:New England Journal of Medicine, Märzt 2023



Lebensgefährliche Lebensmittel-Allergien sind nicht leicht zu diagnostizieren.  Einige der zugelassenen Tests produzieren falsch negative Resultate.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA veröffentlichte einen für Lebensmittel-Allergiker und ihre Ärzte bestimmten Ratgeber-Text zum Thema fehlerhafte Allergen-Tests.

Es kommt immer wieder vor, dass Lebensmittel-Allergiker negativ getestet werden und dann bei einem späteren Kontakt mit dem ihre Allergie auslösenden Allergen völlig überraschend an einer bedrohlichen Anaphylaxie erkranken.
Offenbar gibt es derzeit keine Möglichkeit, diese Komplikationen sicher zu verhindern. Die FDA ordnete an, dass zugelassene Test-Produkte mit einer Warnung versehen werden und ruft Betroffene und Ärzte dazu auf, diese Zwischenfälle an ein zentrales Register zu melden.

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Quelle:FDA, Medical Product Safety Information, 3.3.2023



Bei der populären Therapie des Übergewichts mit  Glucagon-like peptide-1-Analoga (GLP 1 Rezeptor Agonisten)  stellt sich die Frage: welche Therapievariante wirkt am besten?

Für die derzeit populäre Therapie des krankhaften Übergewichts kommen die Substanz Semaglutide, die einmal wöchentlich subkutan gespritzt werden muß, in Frage - oder alternativ dazu der Wirkstoff Liraglutide, der einmal täglich subkutan gespritzt werden muß.
Beide Medikamente gehören zur Gruppe der der Glucagon-like peptide-1-Analoga, die schon lange bei der Behandlung des Diabetes eingesetzt werden. Doch welche Substanz wirkt mit Blick auf die erzielbaren Gewichtsverlust am besten?

Jetzt zeigte eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie (386 Stundienteilnehmer ohne Diabetes), dass die einmal wöchentlich zu verabreichende Spritzen-Therapie mit Semaglutide im Studienzeitraum von 68 Wochen zu einem mehr als doppelt so großen Gewichtsverlust führte als die Therapie mit Liraglutide.
Auch die Rate der Therapieabbrecher wegen Nebenwirkungen war in der Liraglutide-Gruppe viel höher als in der Semaglutide-Gruppe.

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Quelle:JAMA, 11.1.2023



SENSATION
20% des Körpergewichts verlieren - ohne gesteigerte körperliche Aktivität, ohne schwierig durchzuhaltende Diäten oder gar invasive Operationen wie Magenverkleinerungen. Das scheint nun mit einer teuren Spritzentherapie möglich zu sein

Elon Musk hat es getan - und Kim Kardashian angeblich auch.   Das Wissenschaftsmagazin Spektrum und die Süddeutsche Zeitung informierten u.a.  ausführlich über eine in der Schulmedizin bewährte Therapie, die seit Jahren bei Diabetikern und Fettsüchtigen angewandt wird - die aber bei unter Fettsucht leidenden Gesunden regelmäßig zu verblüffend hohen Gewichtsverlusten führt. Die Nebenwirkungen sind lästig aber meist nicht gefährlich.
Das von den Patienten selbst mit feinsten Nadeln zu injizierende Medikament Wegovy gehört (wie Ozempic und Saxenda) zu einer  Gruppe von Medikamenten, die - abgekürzt als Glucagon-like peptide 1  (GLP-1-Rezeptor Agonisten)- unter dem Bandwurmnamen Glucagon-like peptide-1-Analoga hauptsächlich Diabetes- und Stoffwechselexperten bekannt sind. 
Die Nachfrage hat aufgrund der weiten Verbreitung krankhaften Übergewichts und der frustrierend unzulänglichen Wirkung jeglicher Diäten explosionsartig zugenommen - was zu Versorgungsengpässen führte. Der Verkaufspreis ist hoch. In Deutschland wird eine einmal in der Woche anzuwendende Fertigspritze im Internet zum Preis von rund 140 Euro angeboten. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in Ausnahmenfällen.

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Quelle: Spektrum, 24.1.2023, übersetzung aus Nature, November 2022
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Quelle: Süddeutsche Zeitung 22.12.2022, Bezahlschranke
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Quelle:Deutsches Ärzteblatt,12.2021
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Quelle:The Economist, Cover Story, 3.3.2023



Streit über Paragraf 218
Bundesregierung plant angeblich die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs

Sind Abtreibungen bald nicht mehr strafbar? Der Spiegel berichtet, dass die Ampel überlegt, den Schwangerschaftsabbruch ganz aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Eine Kommission soll in Kürze die Entkriminalisierung durchspielen. Nun stehen nach SPIEGEL-Informationen deren Mitglieder fest.

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Quelle:Spiegel,28.2.2023 Bezahlschranke



WHO-Report: 80% aller Todesfälle mit Corona-Bezug betrafen Menschen im Alter über 60 Jahre

Die Corona Impfrate lag weltweit im Durchschnitt bei 76% - sie schwankte zwischen 33% in armen und 90% in reichen Ländern. Die WHO hatte für Menschen mit Covid-19-Erkrankungsrisiko eine Impfrate von 100% empfohlen.

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Quelle:JAMA, 20.2.2023, WHO Report



Neue Laborparameter (extended inflammation parameters (EIPs) )helfen den Ärzten dabei, schwere, lebensbedrohliche Covid-19-Krankheitsverläufe, besser als bisher möglich, vorauszusagen

Im Fachblatt International Journal of Laboratory Hematology wurde eine Studie veröffentlicht, die zeigte, dass es mit Hilfe neuer Laborparameter (extended inflammation parameters (EIPs) RE-MONO#, RE-MONO%/M, ICIS score und dem COVID-19 Prognose Score den behandelnden Ärzten ermöglicht wird, sich auf kritische Krankheitsverläufe vorzubereiten - beispielsweise auf eine lebensbedrohliche Sepsis.

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Quelle:International Journal of Laboratory Hematology,13.2.2023




Ärzte-Listen im Magazin Focus:  Nie wieder "Knie-Papst"
Focus veröffentlicht jedes Jahr vielbeachtete Listen der "besten Ärzte".  Knie-Papst konnte man für popelige 2.000 Euro werden. Ein Gericht hat nun den die Öffentlichkeit in die Irre führenden Spuk beendet.

Die windige Focus-Methodik stellt das Landgericht München in Frage.
Die Wettbewerbszentrale, eine Selbstkontrollinstitution zur Durchsetzung des Rechts gegen den unlauteren Wettbewerb, hatte eine Unterlassungsklage gegen die Vergabe der Ärzte-Siegel eingereicht.
Das Gericht befand, dass Focus damit gegen "das lauterkeitsrechtliche Irreführungsverbot" verstoße. Durch das Siegel werde bei potentiellen Patienten der falsche Eindruck erweckt, es handle sich um Ärzte, die aufgrund einer neutralen Prüfung eine fachliche Spitzenstellung einnehmen würden. Doch die Siegel werden gegen Bezahlung vergeben und die Ärzte werben dann mit einem Titel wie "Knie-Papst", den sie sich aber gekauft haben.

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Quelle:Süddeutsche Zeitung,13.2.2023



Höherer THC-Grenzwert für Nutzhanf (Erhöhung von 0,2% auf 0,3%)
Bundewskabinett beschließt Änderungen im Betäubungsmittelgesetz.

Das Bundeskabinett hat heute eine Erhöhung des betäubungsmittelrechtlich erlaubten Grenzwertes von Tetrahydrocannabinol (THC) in Nutzhanf beschlossen. Mit der Änderung passt die Bundesregierung die Vorgabe auf nationaler Ebene dem EU-Recht an. Im Nutzhanfsektor tätige Unternehmen wie etwa landwirtschaftliche Betriebe können nun Nutzhanf mit einem THC-Wert von 0,3 Prozent in den Verkehr bringen, sofern sie auch die weiteren Voraussetzungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) erfüllen. Bislang lag der Wert bei 0,2 Prozent THC.

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Quelle:Presseerklärung Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft,15.2.2023



Cochrane-Datenanalyse: Mund-Nasen-Masken können Nutzer nicht vor Atemwegsinfektionen wie Influenza, SARS, bzw. Covid-19 schützen .

Die angesehene, industrieunabhängige Cochrane Wissenschaftsorganisation hat 78 Studien ausgewertet, die sich mit dem nachweisbaren Nutzeffekt physikalischer Schutzmaßnahmen bei der Bekämpfung viraler Atemwegsinfektionen wie Influenza,  SARS  oder Covid-19 beschäftigten.
Das Cochrane-Forscherteam bestätigte nun, was sachkundige Experten von Beginn der Corona-Pandemie an vorhergesagt und trotz Medienboykott abweichender Meinungen so gut wie möglich kommuniziert hatten.
Die jetzt veröffentlichte Cochrane Datenanalyse zeigte, dass das Tragen von Mund-Nasen-Masken jeglichen Typs bei Epidemien und Pandemien keinen eindeutig nachweisbaren Nutzeffekt hat.
Von den eingesetzten physikalischen Schutzmaßnahmen scheint lediglich häufiges und gründliches Händewaschen die Ausbreitung viral bedingter Atemwegserkrankungen ein wenig zu verlangsamen. Was Gesichtsschilde und Plexiglas-Trennwände bewirken, wurde bei der Cochrane Metastudie in Ermangelung entsprechender Daten nicht analysiert. Doch Experten hatten ohnehin den Verdacht geäußert,  dass diese Maßnahmen möglicherweise sogar kontraproduktiv sind.

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Quelle:Cochrane Deutschland, Cochrane Database of Systematic Reviews,30.1.2023



Das Antibiotikum Azithromycin kann die Müttersterblichkeit um ein Drittel senken.  Hundertausende von Menschenleben können so gerettet werden.

Im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine wurde eine vom US-National Institutes of Health finanzierten Studie veröffentlicht, an der in sieben Ländern rund 30.000 schwangere Frauen teilgenommen hatten. Mütter, die vaginal entbunden haben. Die Studienteilnehmerinnen erhielten während des Geburtsvorgangs eine einmalige Gabe des Antibiotikums Azithromycin,  bzw. ein Scheinmedikament. Es zeigte sich, dass die einmalige Antibiotikagabe das Vorkommen von Blutvergiftungen (Sepsis), bzw. die Müttersterblichlichkeit um ein Drittel - von 2.4% auf 1.6% - senken konnte. Mit dieser simple und billigen Prophylaxe-Massnahme ließen sich bei breiter Anwendung Jahr für Jahr einige hunderttausend Menschenleben retten.

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Quelle: 9.2.2023, Presseerklärung NIH,
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Quelle:New England Journal of Medicine, 9.2.2023, Presseerklärung NIH,



Oft dauert es bei einer Corona-Infektion sehr lange, bis die Corona-Schnelltests positiv ausfallen.  Möglicherweise werden die Abstriche zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort entnommen?
Die Frage "welche Abstrichtechnik bringt die schnellsten und besten Ergebnisse?" kann noch nicht wissenschaftlich befriedigend beantwortet werden.

Im Fachblatt JAMA wurde eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse den Verdacht nahelegen, dass die üblichen Rachenabstriche den alternativen, selten angewandten, Nasenabstrichen nicht, wie angenommen, an Treffsicherheit überlegen sind.
Am besten wäre es wohl - so die Forscher - wenn im Zeitabschnitt der diagnostischen Unsicherheit gleichzeitig Abstriche sowohl im Rachenraum, als auch aus der Nasehöhle entnommen würden. Bei positiven Testergebnissen folgt dann ein PCR-Test, der noch immer der diagnostische Goldstandard ist.

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Quelle: JAMA,11.1.2023






Covid-19-Therapie: seit zwei Jahren experimentieren die Ärzte mit zahllosen Therapievarianten. In einer Groß-Studie fanden sie nun heraus, dass die IL-6 Rezeptor-Antagonisten Tocilizumab oder Sarilumab  das Sterberisiko innerhalb der ersten 180 Studientage deutlich absenken konnten.

Im Rahmen der zufallsgesteuerten, internationalen REMAP-CAP- Studie (Randomized Embedded Multifactorial Adaptive Platform for Community Acquired Pneumonia) fanden die Forscher bei der Analyse der Daten von 4.689 schwer kranken Covid-19-Patienten heraus, dass sich Hydroxychloroquine nicht für die Therapie schwerer Verlaufsfälle eignet. Möglicherweise erhöht der Wirkstoff sogar das Sterberisiko.

Beim Vergleich von sechs Therapiegruppen zeigten sich bis zum Studienende  (180 Tage),  dass die Therapie mit den IL-6 Rezeptor-Antagonisten Tocilizumab oder Sarilumab das Sterberisiko am deutlichsten senkt.
Gerade zu Beginn der Therapie wirken sich auch bestimmte Gerinngungshemmer   positiv auf deb Verlauf einer Covid-19-Erkrankung aus.   In anderen Studie hatte sich gezeigt, dass Hydrokortison bei Covid-19 gut wirkt.  Remdesivir - das einzige von der FDA für die Covid-19 Therapie zugelassene Medikament- wurde in der REMAP-CAP-Studie nicht vergleichend mitbewertet.

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Quelle:JAMA, 16.12.2022



Kleine Kinder in Gefahr: Derzeit sind die Kapazitäten vieler Kinderkliniken durch massiv auftretende Atemwegs-Infektionen nahezu erschöpft. In naher Zukunft wird es wohl zugelassene RSV-Impfungen geben. geben.

Zu den üblichen Infektionen mit Corona-, Rhino- und Influenza-Viren kommen in diesem Winter noch die in der Vergangenheit wenig beachteten Respiratorische Synzytial-Viren (RSV)  hinzu.
Die meist harmlosen Viren können bei kleinen und immunschwachen Kindern -und Menschen über 65 - lebensbedrohliche Infektionen auslösen.
Bisher waren Impfstoffe gegen RSV nicht verfügbar. Die Entwicklung wurde vor vielen Jahren eingestellt, da es nach den Test-Impfungen zu Todesfällen gekommen war. Doch nun verkündet das Wissenschaftsmagazin Nature, dass sich die Impfstoffhersteller Pfizer und GSK ein Kopf an Kopf Rennen, liefern   da beide einsatzbereite RSV-Impfstoffe entwickelt haben - und die Zulassungsbehörden die vorgelegten Studienergebnisse bereits intensiv überprüfen. Die Zulassung für bestimmte Altersgruppen könnte schon im Mai erfolgen.

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Quelle:Nature, 17.12.2022



Zwei monoklonale Antikörper können schon jetzt  im Zusammenhang mit den weit verbreiteten RSV-Krankheitserregern eingesetzt werden.

Die von den Pharmaunternehmen Pfizer und GSK entwickelten RSV-Impfstoffe können durch Medikamente ergänzt werden.  Es existieren zwei für die Prophylaxe geeignete Medikamente. Der bereits für die Vorbeugung bei kleinen Kindern zugelassene monoklonale Antikörper Palivizumab wird bisher nur bei Hochrisiko-Patienten eingesetzt, da er extrem teuer ist und einmal monatlich gespritzt werden muß.
Ein zweiter monoklonaler Antikörper (Nirsevimab) wurde von den Unternehmen AstraZeneca und Sanofi entwickelt und hat eine Phase-3-Zulassungsstudie erfolgreich beendet.
In Europa ist Nirsevimab bereits zugelassen. In den USA läuft das Zulassungsverfahren. Dieser Antikörper kann kleine Kinder mit einer Einzel-Dosis fünf Monate lang vor schweren Krankheitsverläufen schützen.

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Quelle:Nature, 17.12.2022



Krebsdiagnostik:
Zuckermoleküle in Blut und Urin verraten Tumorerkrankung

Eine neuartige, vergleichsweise günstige Testmethode zur Früherkennung von Krebs basiert auf der Analyse bestimmter Zuckermoleküle, deren Struktur sich durch Tumoren verändert. Schwedische Forscherinnen und Forscher haben eine Methode zur Früherkennung von 14 verschiedenen Krebsarten entwickelt. Die neuartige Technik analysiert spezielle Zucker, so genannte Glycosaminoglycane GAGs), die auf gesunden, aber auch entarteten Zellen zu finden sind. Doch es sind noch viele Fragen offen.

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Quelle:Spektrum, 8.12.2022



Schmerzende Arthrose der Kniegelenke (Gonarthrose): Hyaluronsäure-Injektionen ins Gelenk sind beliebt - aber reich an Nebenwirkungen und lindern die Schmerzen kaum

Im Fachblatt British Medical Journal wurde das Ergebnis einer umfassenden Meta-Analyse des mit Hyaluronsäure-Injektionen in die schmerzenden, arthrotischen Kniegelenke erreichbare Schmerzlinderung veröffentlicht. Es zeigte sich bei der Haupt-Auswertung von 24 zufallsgesteuerten, plazebokontrollierten Studien, dass es durch die Therapie nur zu einer kleinen, klinisch irrelevanten Schmerzreduktion kam. Dieser stand eine deutliche Zunahme an unerwünschten Nebenwirkungen gegenüber. Die ungünstige Bilanz spricht nach Meinung der Studien-Autoren gegen eine breite Anwendung der als Viscosupplementation bezeichneten Injektionsbehandlung.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:British Medical Journal,6.7.2022



Weit verbreitete Bioresonanz-Untersuchung jetzt von deutschem Gericht als Betrug entlarvt

Die Anbieter der Bioresonanz-Geräte Bioscan sind jetzt von einem deutschen Gericht wegen Betrugs zu Haftstrafen verurteilt worden. Mit der weit verbreiteten betrügerischen Methode sollte der Umsatz der teuren Geräte und der von Nahrungsergänzungsmitteln angekurbelt werden.
Bioresonanz-Geräte der Marke „Bioscan“ finden sich in Reformhäusern, in Apotheken, bei Heilpraktiker:innen und Ernährungsberatungen sowie in einigen Arztpraxen.  Das Messgerät spukte bei der Test-Anwendung bei lebenden Menschen - aber auch bei einer Leiche, bzw. einem Putzlappen und einem Leberkäse Messergebnisse aus. Und bei gleichen Personen - bei jeder Messung -ganz unterschiedliche Testresultate, die zu unterschiedlichen und unsinnigen Therapieempfehlungen führten.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Gute Pillen - schlechte Pillen, 6/2022



Verdacht auf Wissenschaftsbetrug bei Nobelpreisträger

Bei Dutzenden von wissenschaftlichen Studien ist der Nobelpreisträger, der Genetiker Professor Gregg Semenza von der  Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland, USA, Mitautor.
Bei vielen dieser Studien haben Internet-Detektive den Verdacht geäußert, dass in den Studien  Bilder und Grafiken verfälscht wurden. Es ist unwahrscheinlich, dass es sich um unbeabsichtigte Fehler handelt. Bisher sind bereits 17 Studien von den jeweiligen Verlagen mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückgezogen worden.

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Nature, 2022



Eltern tun sich schwer bei der Entscheidung "mRNA-Corona-Impfungen bei kleinen Kindern Ja oder Nein".
Studie zeigt:  einer von 500 Impflingen muß stationär aufgenommen und behandelt werden

Im Fachblatt JAMA Open Network wurde eine Studie veröffentlicht, bei der bei 7.806 Kindern unter 5  Jahren die Nebenwirkungshäufigkeit der Pfizer mRNA Corona-Impfungen (BNT162b2)  im Vergleich zu anderen zugelassenen Impfungen analysiert wurde.
Es zeigte sich, dass die Nebenwirkungsrate in etwa derjenigen entsprach, die bei den üblichen zugelassenen Impfungen im Kleinkindesalter zu beobachten sind.
Häufiger waren Nebenwirkungen an der Injektionsstelle, Muskelbeschwerden, Hautsymptome und Hals-Nasen-Ohren Symptome - dagegen wurden weniger Nebenwirkungen in den Gruppen Fieber und generalisierte Symptome angegeben.

Diese Erkenntniss kann, zusammen mit der bei ungeimpften Kindern (0-19 Jahre) festgestellten durchschnittlichen Covid-19 Todesrate (IFR) von 0.0003%,  in die Impfentscheidung der Eltern einfließen.  Bei Kindern im Alter von unter 5 Jahren düfte die Sterberate nochmalas niedriger sein.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:JAMA Network open,18.10.2022



Hilfe bei Adipositas: neue Studien zeigen - Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht

Es gibt viele Arten von Übergewicht. Studien fördern immer mehr Details zutage. Menschen werden aus ganz unterschiedlichen Gründen dick. Und manchmal sind die vielen Kilos nicht mal ungesund. Im Gegensatz zu den "ungesunden" entwickeln die "gesunden" Dicken nur sehr selten eine Zuckerkrankheit. Sie sind allerdings stark in der Minderheit: 80 bis 90 Prozent der Adipositas-Patienten gehören zur Gruppe der "ungesunden" Übergewichtigen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Süddeutsche Zeitung,20.10.2022,
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Nature metabolism,12.9.2022



Eine Metaanalyse listet Covid-19-Therapien auf, die wirkam und sicher sind

Im Fachblatt Medicine (Baltimore) wurde nun eine Metaanalyse zur Wirksamkeit und Sicherheit der bei schweren Covid-19-Erkrankungen eingesetzten Therapien veröffentlicht.
In die Studie flossen die Daten von 48 zufallsgesteuerten Studien ein an denen 9.147 Personen teilgenommen hatten. Die Autoren listeten die wirksamen und nebenwirkungsarmen Therapien auf und verglichen die Therapieergebnisse mit jenen der Plazebogruppen:
ivermectin/doxycycline, C-IVIG, methylprednisolone, interferon-beta/SOC, interferon-beta-1b, convalescent plasma (CP), remdesivir, lopinavir/ritonavir, immunoglobulin gamma, HS, auxora und imatinib. Die Autoren regten an, dass größere Studien zeigen müssen, ob diese Beurteilung korrekt ist.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Medicine (Baltimore)



Beruhigende Erkenntnis: das Sterberisiko einer SARS-CoV-2-Infektion (Covid-19) ist bei Menschen unter 70 sehr viel niedriger als bisher befürchtet.

Der weltweit von Wissenschaftlern und Fachmedien meistzitierte Epidemiologe, Professor John P.A.Ioannidis von der Stanford-Universität, hat jetzt eine Studie veröffentlicht, die mit vielen Vorurteilen gründlich aufräumt. Ausgewertet wurden 40 Studien, die 38 Länder abdeckten. 29 Länder hatten die Ergebnisse nach Altersgruppen aufgeteilt. Untersucht wurde die Infection Fatality Rate (IFR) ungeimpfter Menschen mit serologisch bestätigter Covid-19 Infektion.
Die durchschnittliche Todesrate (IFR) lag in den Altersgruppen 0-19 Jahre bei 0.0003%, 20-29 Jahre bei 0.003%, 30-39 Jahre bei 0.011%, 30-39 years, 40-49 Jahre bei 0.035%, 50-59 Jahre bei 0.129% und 60-69 Jahren bei 0.501%. Die höchste Sterberate wurde in Italien gefunden - an zweiter Stelle liegt, deutlich abgehängt, Deutschland.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:medrxiv.org, 18.10.2022



Professor John Ioannidis hatte bereits  im März 2020 als einer der Ersten prognostiziert,  dass es sich bei der Corona-Pandemie wahrscheinlich  um ein "Beweis Desaster" handeln dürfte.

Professor John P.A.Ioannidis hatte bereits im März 2020 aufgrund fehlender wissenschaftlicher Daten gewarnt, dass des sich bei der von der WHO ausgerufenen Covid-19 Pandemie wahrscheinlich nicht um eine nur einmal im Jahrhundert auftretende tödliche Infektionswelle handelt, sondern eher um ein nur einmal im Jahrhundert zu beobachtendes "Beweis Fiasko"   - eine Prognose, die sich  aufgrund des  extrem niedrigen Infektions-Sterberisikos (IFR) im Jahr 2022 als wahr herausgestellt hat.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
STAT+, März 2019 


Diagnostik: Das riecht nach Parkinson
Hunde und Menschen ziehen an einem Strang

Die Krankenschwester Joy Milne kann Parkinson erschnüffeln. Mit Hilfe ihrer Fähigkeit ist es Forschern nun gelungen, einen Haut-Test zu entwickeln, der die Krankheit innerhalb kürzester Zeit per Hautabstrich erkennt – und so neue Diagnosewege eröffnen könnte. Millonen Menschen warten weltweit auf einen Facharzttermin - oft Jahre lang. hier könnte der innovative Haut-Test helfen.
Von der fortschreitenden neurodegenerativen Erkrankung sind allein in den USA fast eine Million Menschen betroffen, in Deutschland leben rund 400. 000 damit.
In der Vergangenheit haben Forscher entdeckt, dass trainierte Hunde Parkinson erschnüffeln können - Dr. Hund stellt mit über 90%iger Zuverlässigkeit die richtige Diagnose. Die Organisation PADS for Parkinson´s hat mehr als ein Dutzend vierbeinigen Helfer erfolgreich trainiert.

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Quelle:Spektrum, 18.10.2022
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Quelle:PADS for Parkinsons,2022



Viele Haarpflegeprodukte erhöhen -möglicherweise - das Risiko für Gebärmutter-, Brust- und Eierstockkrebs

Oft ist unklar, welche Umweltfaktoren das Krebsrisko ursächlich erhöhen. Jetzt hat ein Forscherteam der US-National Institutes of Health (NIH) herausgefunden, dass bestimmte in Haarpflegeprodukten enthaltene Chemikalien möglicherweise das Risko für Gebärmutterkrebs mehr als verdoppeln.
Die Produkte sollen gegräuselte Haare glätten. Die gleiche Forschergruppe hatte schon 2019  Hinweise darauf gefunden, dass Produkte, die die Haare dauerhaft färben, bzw.  glätten sollen,  möglicherweise das Brustkrebs-Risiko erhöhen. Es ergaben sich auch Hinweise auf eine Erhöhung des Eierstockkrebs-Risikos.

mehr lesen (Studie 2020in englischer   Sprache)
Quelle:NIH, 10.10.2022
mehr lesen (Studie 2019 in englischer   Sprache)
Quelle:NIH, 4.12.2019




Welche Therapie hilft bei Alkoholabhängigkeit – kontrolliert trinken oder abstinent bleiben?

Eines der größten Gesundheitsrisiken weltweit ist die Alkoholabhängigkeit, Therapien bleiben häufig erfolglos. Studien zeigen, dass neben der Abstinenz kontrolliertes Trinken unter enger medizinischer Begleitung ein geeignetes Therapieziel sein könnte. Alkoholabhängige Menschen glauben häufig nicht daran, dass eine Abstinenz erreichbar ist und brechen Behandlungen vorzeitig ab. Kontrolliertes Trinken könnte aber ein alternatives Therapieziel sein, wenn es unter ärztlicher oder psychotherapeutischer Begleitung erfolgt.

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Quelle:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), September 2022


Prognose: die Zahl der insulinpflichtigen Typ-1-Diabetiker wird sich wahrscheinlich bis zum Jahr 2040 mehr als verdoppeln

Es wird geschätzt, dass derzeit mehr als 8 Millionen Menschen an einem insulinpflichtigen Diabetes Typ 1 leiden. Weltweit sind im Jahr 2021 etwa 3 Millionen Menschen an den Folgen einer mangelhaften Versorgung ihres Diabetes gestorben. Weitere 700.000 sind gestorben weil ihr Diabetes nicht erkannt worden war. Forscher aus Australien, Kanada und Luxemburg prognostizierten in einer im Fachblatt Lancet veröffentlichten Studie, dass sich die Zahl der Typ-1-Diabetiker bis zum Jahr 2040 mehr als verdoppeln wird.

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Quelle:British Medical Journal,Lancet Diabetes and Endocrinology, September 2022


Ziel verfehlt
Analysen zweifeln den Nutzen der Cholesterinsenkung an - durch Änderungen der Lebensweise oder durch Statine.

Trotz jahrzehntelanger Forschung keine wissenschaftlichen Beweise: Eine Reduktion der LDL-Werte schützt nicht vor Herzerkrankungen oder senkt das Sterberisiko, kritisieren Forscher in einer Analyse – und stellen die millionenfache Verordnung von Cholesterolsenkern infrage.Andere Kardiologen bezweifeln den Sinn von Änderungen des Lebensstils und der Ernährung und die Anwendung von Blutfettsenkern. Der Kardiologe Robert DuBroff hält die Verordnung von Statinen in vielen Fällen für falsch – und rät zu einer simplen Strategie.

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Quelle:Pharmazeutische Zeitung,August 2020
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Quelle:Zentrum der Gesundheit,11.8.2022
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Quelle:Spiegel,22.9.2022



Galleri-Test: Revolution bei der Krebs-Frühdiagnostik?

Der von dem US-Unternehmen GRAIL entwickelte Gallerie-Test weist Bestandteile von Krebs-DNA nach. Er erfaßt offenbar mehr als 50 unterschiedliche Krebsarten und ermöglicht es sogar, den Ort der Erkrankung zu identifizieren. Die Forscher von GRAIL arbeiten noch am Feintuning des Tests.
Dieser ist daher noch nicht für den Masseneinsatz geeignet. Jetzt wurde der Test erstmalig mit Hilfe der Pathfinder Studie klinisch getestet. Bei 6,529 Studienteilnehmern war der Test in 92 Fällen positiv. Mit Hilfe zusätzlicher diagnostischer Massnahmen wurde der Krebsverdacht in 50 Fällen bestätigt.
Meist waren die Krebserkrankungen noch in einem frühen Stadium und daher therapierbar. Die britische Gesundheitsbehörde NHS  bezeichnete den Test als möglichen "Game Changer".

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Quelle:T-online,19.9.2022
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Quelle:Pathfinder Studie, Clinical Trials, US-Regierung
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Quelle:Grail (Hersteller Galleri-Test
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Quelle:The Guardian, 11.9.2022



Sekundär-Prophylaxe nach Herzinfarkt:  Eine  vorbeugende Therapie nach einem ersten Herzinfarkt mit einer aus drei bewährten Wirkstoffen bestehenden "Polypill" senkt das Sterbe-,  Herzinfarkt-,  bzw. Schlaganfallrisiko, im Vergleich zur Standardtherapie,  um rund ein Viertel.

In einer im Fachblatt New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie konnte bei Herzinfarktpatienten nachgewiesen werden, dass die prophylaktische Behandlung mit einer aus Aspirin, Ramipril und Atorvastadin zusammengesetzten  "Polypill" des Risiko u.a. für Herztod bzw. und einen erneuten Herzinfarkt und einen  nicht-tödlichen Schlaganfall um rund ein Viertel senkte.
Die Patienten der Kontrollgruppe wurden, wie weltweit üblich, mit mehreren Einzelwirkstoffen behandelt  - die Studiendauer lag bei 36 Monaten.

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Quelle: New England Journal of Medicine, 15.9.2022



Die WHO warnt ungewöhnlich nachdrücklich vor der Verwendung von monoklonalen Antikörpern bei der Therapie von Covid-19-Erkrankungen

Kompromisslos warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO vor der Verwendung von monoklonalen SARS-CoV-2-Antikörpern wie Sotrovimab und Casirivimab-Imdevimab bei der Therapie von Covid-19-Erkrankungen.
Die monoklonalen Antikörper schwächen besonders bei Infektionen mit neuen Virusvarianten  das körpereigene Immunsystem und können so die Covid-19-Patienten zusätzlich gefährden.
Neu entwickelte monoklonale Antikörper müssen in klinischen Studien besonders sorgfältig überprüft werden, bevor sie für die Therapie von Covid-19 zugelassen werden können.

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Quelle:BMJ 16.9.2022, WHO Therapieempfehlungen bei Covid-19



Ein neuer, an die vorherrschenden Omikron-Varianten angepasster Booster-Impfstoff der Firma Moderna wurde erfolgreich getestet

In einer im Fachblatt New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie konnte gezeigt werden, dass Patienten, die den neuen bivalenten Corona-Booster-Impfstoff mRNA-1273.214 erhalten hatten, deutlich mehr neutralisierende Antikörper produzierten als die Patienten der Vergleichgruppe, die mit der alten Booster-Vaccine mRNA-1273 geimpft worden waren. Das Sicherheitsprofil war bei beiden Impfstoffen ähnlich. Die Effektivität der Impfungen bei der Vermeidung von Infektionen wurde in der Studie nicht untersucht.

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Quelle:New England Journal of Medicine, 16.9.2022

 


Das Virostatikum Remdesivir vermindert das Sterberisiko von Covid-19 nicht

Eine im Fachblatt Journal of Chemotherapy veröffentlichte Meta-Studie zeigte, dass eine zusätzlich zur Standartherapie durchgeführte Behandlung mit dem Virostatikum  Remdesivir beim Vorliegen einer Covid-19 Erkrankung nicht in der Lage ist, das Sterberisiko in Vergeich zur Standardtherapie zu senken. Allerdings konnte Remdesivir die Dauer der erforderlichen Sauerstofftherapie leicht verkürzen.

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Quelle:Journal of Chemotherapy, 14.9.2022

 

 

Covid-19-Therapie: hilft viel Cortison auch viel?

Seit der Nachweis gelang, dass sich mit einer Cortison-Therapie (Dexamethason)  das Sterberisiko bei auf Intensivstation behandelten Covid-19-Patienten deutlich senken läßt,  lag der Gedanken nah, dass sich diese Vorteil durch eine Erhöhung der täglich verabreichten Cortisondosis - z.B. von 6 auf 12 mg - weiter senken läßt. Doch jetzt hat eine im Fachblatt JAMA Internal Medicine publizierte Meta-Studie gezeigt, dass sich das Sterberisiko bei intensiv-medizinisch behandelten Covid-19-Patienten nicht weiter senken ließ. Auch das Risiko einer invasiven mechanischen Beatmung konnte durch eine Verdoppelung der täglich verabreichten Cortison-Menge nicht vermindert werden.

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Quelle:JAMA Internal Medicine, 5.7.2022

 


Ernährungsstudie
Welche Meeresfrüchte gesund und zugleich klimafreundlich sind

Die Menschen sollte weniger Fleisch und mehr Fisch essen, raten Forscher. Doch Meerestiere weisen große Unterschiede in ihrer Nährstoff- und Klimabilanz auf. Ein Überblick.

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Quelle:Spiegel, 12.9.2022
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Nature, Communications earth Á environment,8.9.2022

 

 




Wie verhindert man am besten nach einem Total-Austausch eines Knie- oder Hüftgelenks lebensbedrohliche Thrombosen ? Es zeigte sich in einer Studie, dass Heparin dem billigeren Aspirin deutlich überlegen ist

In Deutschland werden pro Jahr pro 100.000 Einwohnern rund 500  Hüft- bzw. Kniegelenke operativ ausgetauscht. Etwa 2% der Patienten erkranken nach der OP an einer lebensbedrohlichen Thrombose (US-Zahlen). Jetzt konnte eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte australische Studie  (unter Einschluß von 9.711 Patienten) statistisch eindeutig belegen, dass es unter der deutlich billigeren oralen Aspirin-Vorbeugung zu doppelt so vielen Thrombosen kam als unter der auch in Deutschland üblichen Heparin-Prophylaxe (mit Enoxaparin).

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Quelle:JAMA, 23.8.2022

 


Einladung zum teuren Herzscreening senkt innerhalb von 5 Jahren die allgemein Sterblichkeit um weniger als 10%.

In Dänemarkt wurden nach fünf Jahren Studiendauer die Daten von 16,736 (zum Herz-Screening eingeladenen) Männern und 29,790 Männern der Kontrollgruppe ausgewertet (Alter der Männer 65-74).
Es zeigte sich, dass die Einladung zum teuren und aufwändigem Herz-Kreislaufscreening (inklusive einer Herz-CT- Untersuchung - nicht zu einer signifikanten Senkung des allgemeinen Sterberisikos führte.

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Quelle:News England Journal of Medicine,27.8.2022

 

 

Affenpocken: WHO meldet weltweiten Rückgang der Fallzahlen

Weltweit sind seit Mai über 41 600 Fälle von Affenpocken bei Menschen ausserhalb endemischer Gebiete gemeldet worden, auch aus der Schweiz und Deutschland. Die wichtigsten Fragen und Antworten und die neuesten Entwicklungen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Neue Zürcher Zeitung, 26.8.2022

 

 




Covid-19:
EMA prüft Biontech-Vakzin gegen aktuelle Omikron-Varianten

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) beschäftigt sich bereits mit einem Impfstoff von Biontech/Pfizer, der an die Varianten BA.4 und BA.5 angepasst ist. Ein Zulassungsantrag des Unternehmens wird in Kürze erwartet.

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Quelle:Prisma, 24.8.2022

 

 




Affenpocken: WHO meldet weltweiten Rückgang der Fallzahlen

Weltweit sind seit Mai über 41 600 Fälle von Affenpocken bei Menschen ausserhalb endemischer Gebiete gemeldet worden, auch aus der Schweiz und Deutschland. Die wichtigsten Fragen und Antworten und die neuesten Entwicklungen.

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Quelle:Neue Zürcher Zeitung, 26.8.2022

 

 




Affenpocken in 16 Ländern diagnostiziert

Zwischen April und Juni 2022 wurden in 16 Ländern an 43 Kliniken 528 Afffenpocken-Fälle diagnostiziert. 98% der Infizierten waren homo- bzw.  bisexuell veranlagte Männer -von denen 41% HIV positiv waren.  Wahrscheinliche Infektionsursache war in 95% der Fälle eine sexuelle Aktivität.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:New England Journal of Medicine, 25.8.2022

 

 



Covid-19: die meisten der 28 untersuchten Corona-Impfstoffe hatten eine Wirksamkeit besser als 50%.

Im Fachblatt Journal of Evidence based medicine wurde eine Netzwerk-Metaanalyse veröffentlicht, in der die Wirksamkeit von 28 verwendten Corona-Impfstoffen indirekt miteinander verglichen wurde.
In die Metaanalyse flossen die Daten von 49 Studien mit 421,173 Studienteilnehmern ein. Die Wirksamkeit der meisten Impfstoffe war besser als 50% (relative Zahlen). Die beste Wirksamkeit gegen Infektionen hatte die Pfizer/Biontech-Vaccine. Schwere Verläufe wurden am besten durch die Sputnick Vaccine verhindert. und das beste Sicherheitsprofil ergab sich für Sinopharm und V-01.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Journal of Evidence based medicine , 23.8.2022

 

 



Affenpocken: Vorsicht bei Transplantation von Fremd-Fäkalien

Bei den unterschiedlichsten Darmerkrankungen stellen Transplanationen von Fremd-Stuhlgang oft die letzte Therapie-Hoffnung dar. Jetzt macht die US-Arzneimittelbehörde FDA darauf aufmerksam, dass sich in Analabstrichen und Stuhl-Analysen Affenpocken-Erreger nachweisen ließen. Daher rät die FDA Ärzten und möglicherweies Betroffenen zu zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:FDA Med Watch,24.8.2022

 

 



Neuer Berufsverband für Ärzte: „Hippokratischer Eid“ wurde gegründet – Mitglieder sind u.a. Prof. Bhakdi, Dr. Wodarg und Dr. Weikl

„Dieser neue Berufsverband eint bundesweit alle Ärzte aller Fachrichtungen, die eine freie Impfentscheidung, die Abschaffung der institutsbezogenen Impfpflicht, und eine echte evidenzbasierte Aufklärung der Bevölkerung über die hohen Risiken der genetisch manipulierenden mRNA- und Vektor-Technologien wollen.“

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Corona-Blog Net,21.6.2022

 

 




Covid-19-Erkrankungen bei Angestellten im Gesundheitswesen:
FFP2-Masken schützen besser als einfache OP-Masken

Eine in der Schweiz durchgeführte und im Fachblatt JAMA Network open veröffentlichte Studie zeigte, dass die FFP2-Masken (Respirator Typ) den einfachen OP-Masken in ihrer Schutzwirkung deutlich überlegen sind.
Von den 2.919 im Gesundheitswesen tätigen Studienteilnehmern infizierten sich 26% mit SARS-CoV-2. Ohne Patientenkontakt lag die Infektionshäufigkeit bei 13% - mit Patienten-Kontakten waren es bei Benutzung von FFP2-Masken 21% und bei Nutzern anderer Masken 35%. Je intensiver der Patientenkontakt, um so höher das Infektionsrisiko.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:JAMA Network open, 15.8.2022

 

 




Vierte Corona-Impfung nun für alle Menschen ab 60 Jahren empfohlen

Die STIKO rät allen Menschen ab 60 Jahren ab sofort zur zweiten Booster-Impfung – sofern die letzte Immunisierung oder Infektion mindestens sechs Monate zurückliegt. Auf angepasste Impfstoffe gegen die Omikron-Variante solle man nicht warten.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spektrum, 18.8.2022

 

 




Covid-19: Cortison senkt das Risiko für schwere Verläufe und Tod - der Hoffnungsträger Colchizin erwies sich hingegen als wirkungslos

Die Ergebnisse einer im Fachblatt Current Medical Research and Opinion veröffentlichten Metaanalyse von 17 Studien mit 18.956 Teilnehmern zeigte, dass eine Covid-19-Therapie mit Prednisolon, bzw. Methyl-Prednisolon (Cortison) das Sterbe-Risiko und jenes für schwere Verläufe um die Hälfte senkte - während eine Colchizin-Therapie den Krankheitsverlauf nicht positiv beeinflusste.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Current Medical Research and Opinion, 24.7.2022

 

 




Eine Corona-Impfung in der Schwangerschaft ist der effizienteste Weg, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Die Impfungen können daher bei Schwangeren empfohlen werden

Eine Schwangerschaft gilt als Risikofaktor für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Millionen schwangere Frauen erhielten in den vergangenen 2 Jahren Corona-Impfungen. Genaue Zahlen gibt es nicht. Jetzt kamen die Autoren einer im British Medical Journal publizierte Studie, nach Auswertung des in 45 Studien verfügbaren Daten Zahlen-Materials, zu dem Schluß, dass Corona-Impfungen Schwangere und ihre Kinder effektiv vor schweren Krankheitsverläufen schützen.
Die Verträglichkeit und die Zahl der beobachteten Nebenwirkungen entsprach in etwa den in der Gesamtbevölkerung registrierten Daten.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:British Medical Journal,10.8.2022

 

 




Das virostatisch wirkende Medikament Paxlovid®  ist erneut in die Schlagzeilen geraten.

Die Vorräte an Paxlovid® sind größer als die Nachfrage. Daher droht die Massenvernichtung abgelaufener Tabletten. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ist ein wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer, der die Ärzteschaft vielfältig und aktuell über rationale Arzneimitteltherapie und Arzneimittelsicherheit informiert.
Die AkdÄ hat einen Übersichtsartikel zu Nirmatrelvir/Ritonavir (Paxlovid®) veröffentlicht, der die meisten Fragen beantworten kann, die Ärzte und Öffentlichkeit zu Nirmatrelvir/Ritonavir (Paxlovid®) haben.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ),
Arzneiverordnung in der Praxis  26. April 2022

 

 




Hochdosierte zusätzliche Gabe von Vitamin C reduziert bei Covid-19 Patienten das Sterberisiko um die Hälfte

In einer im Fachblatt Health Science Reports veröffentlichten Metaanalyse von 15 Studien mit 2.125 Covid-19 Patienten zeigte sich, dass die hochdosierte Gabe von Vitamin C das Sterberisiko und die Schwere der Erkrankung um rund die Hälfte senken kann. Die Patienten der Vitamin-C-Gruppe hatten eine leicht verlängerte Krankenhaus-Verweildauer.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Health Science Reports, 8.8.2022

 

 




Wissenschaftsbetrug:
Mehrere Studien über eine Ursache der Alzheimer-Demenz sind mutmasslich Fälschungen

Wird damit nun die ganze Theorie zur Entstehung von Alzheimer obsolet? Und wurden aufgrund der Arbeiten eines einzigen Forschers Milliarden von Dollar in die falsche Medikamentenentwicklung gesteckt? Es geht um die Alzheimer-Forschung, an der die Hoffnungen von Millionen Patienten und Angehörigen hängen. Konkret soll der französische Forscher Sylvain Lesné über Jahre hinweg mehrere Studien zu der Entstehung der Erkrankung gefälscht haben. Darüber hat das Fachmagazin «Science» vor wenigen Tagen ausführlich berichtet.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Neue Zürcher Zeitung,31.7.2022

 

 




Vitamin D ist bei der Prophylaxe von Covid-19 nicht mehr wegzudenken. Kann das Vitamin die drohende Herbst-Welle verhindern?

Ob Vitamin D zur Vermeidung einer SARS-CoV-2-Infektion ,bzw. einer Covid-19-Erkrankung ursächlich hilfreich sein kann,  ist umstritten. Doch in letzte Zeit mehren sich die wissenschaftlichen Studien, die darauf hinweisen, dass die regelmäßige Gabe von Vitamin D - insbesondere in der sonnenarmen Jahreszeit - wahrscheinich  die meisten Infektionen verhindern könnte.  Auf der Website Spitzen-Prävention wurde zum Thema ein langer Übersichtsartikel veröffentlicht.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Akademie für menschliche Medizin, 9.8.22

 

 



Folgen der Klimaerwärmung
RKI-Chef warnt vor Ausbreitung exotischer Krankheiten in Deutschland

Laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts gibt es hierzulande immer mehr Mücken und Zecken. Das habe Konsequenzen für die Gesundheit der Deutschen, sagt Lothar Wieler – womöglich sogar eine Rückkehr der Malaria.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spiegel, 8.8.2022

 

 




Datenanalysen beweisen: die unterschiedlichen Covid-19 Omikron-Varianten sind offenbar mit einer niedrigeren Letalität belastet, als die in der Vergangenheit so gefürchtete Delta-Variante

Zahlreichen Studien haben sich mit dem Vergleich der Gefährlichkeit der verschiedenen Corona-Varianten beschäftigt. Nun zeigt eine große Metastudie, dass alles darauf hinweist, dass Omikron (einschließlich vorläufiger Daten der BA.4 and BA.5 Sub-Varianten) eine vergleichsweise niedrigere Letalität aufweist, wenn man diese mit jener der früher beobachteten Varianten vergleicht. Warum dies so ist, können die Wissenschaftler noch nicht abschließend beantworten.  Es ist aufgrund der unübersichtlichen Datenlage auch möglich, dass dieses vorläufige Fazit noch überarbeitet werden muß.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:BMJ, 2.8.2022

 

 




Eine Hormonbehandlung erhöht bei Brustkrebs scheinbar nicht, wie befürchtet,  das Rückfallrisiko 

Eine Hormonersatztherapie mit Östrogen kann die Nebenwirkungen einer Brustkrebstherapie lindern, ohne dass der Krebs deswegen häufiger zurückkehrt. Das berichten Forschende um Søren Cold vom dänischen Universitätsklinikum Odense im »Journal of the National Cancer Institute«. Bisherige Untersuchungen hatten nahegelegt, die Verabreichung von Östrogen würde das Risiko eines Tumorrezidivs erhöhen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Journal of the National Cancer Institute

 

 




Das Corona-Spike-Protein schädigt die Herzmuskelzellen im Sinn einer Peri- oder Myokarditis

Zhiqiang Lin, Ph.D., Leitender Autor einer am Masonic Medical Research Institute in Utica, New York. durchgeführten Studie stellt auf der American Heart Association's Basic Cardiovascular Sciences Scientific Sessions 2022 eine Studie vor, in der endlich eine Erklärung dafür präsentiert wird, warum es bei einer SARS-CoV-2-Infektion oft zur Schädigung der  Herzmuskelzellern kommt.
"Unsere Daten zeigen, dass es das Spike-Protein des SARS-CoV-2-Virus ist, das die Herzmuskelzellen schädigt - zum Teil dauerhaft. Daher ist es wichtig, sich impfen zu lassen."

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:MedicalXPress, 27.7.2022

 

 




Die mRNA-Corona-Impfungen senken wahrscheinlich das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko deutlich

Eine in Korea durchgeführte und im Fachblatt JAMA veröffentlichte Studie räumte mit einem weit verbreiteten Vorurteil aus. Die Analyse der Daten von 231.037 Covid-19 Patienten wurden ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei den 168.310 vollständig geimpften Patienten, im Vergleich zu den 62.727 ungeimpften Studienteilnehmern,  nicht wie befürchtet erhöht,  sondern signifikant um mehr als 50% erniedrigt war.
Ausgewertet wurden die Erkrankungsfälle in der Zeitperiode vom 31. Tag nach der Impfung bis zum 120 Tag. In den ersten 30 Tagen ist es nach Meinung der Forscher nahezu unmöglich,  die Folgen der Covid-19-Erkrankung von jenen der mRNA-Impfung zu unterscheiden.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: JAMA, 22.7.2022

 

 



Verursachen verfälschte Honig-Produkte unerwünschte Erektionen?

Die US-Arzneimittel-Behörde FDA warnt vor zwei Honig-Produkten in denen nicht deklarierte Anteile der Potenzmittel Sildenafil (Viagra, Kingdom Honey Royal Honey VIP by Shopaax.com) bzw. von Tadalafil (Vital VIP Vital Honey by MKS Enterprise) gefunden wurde. Die Zulassung wurde widerrufen und die Hersteller nahmen die Produkte vom Markt. Sildenafil und Tadalafil sind bei bestimmten Herzkrankheiten und niedrigem Blutdruck lebensgefährlich.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Presseerklärung FDA,20.7.2022

 

 




Mittlerweile rund 2000 Affenpockenfälle in Deutschland

Mehr als 2000 Menschen haben sich in Deutschland mit den Affenpocken infiziert, davon nur vier Frauen. Die Behörden gehen davon aus, dass sich der Ausbruch noch eindämmen lässt – mit entsprechenden Maßnahmen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spiegel,19.7.2022

 

 




WHO: Die Weltgesundheitsorganisation meldet den ersten Ausbruch des Marburg-Virus in Ghana

Bei dem Marburg Virus handelt es sich um einen Virus, der dem tödlichen Ebola-Virus ähnelt und ebenfalls mit einer sehr hohen Letalität einhergeht. Das Virus wurde bei zwei Verstorbenen nachgewiesen. Alle bekannten Kontaktpersonen werden von den Behörden engmaschig überwacht.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:WHO Pressemeldung,18.7.2022

 

 



 

Long Covid beunruhigt Ärzte und Betroffene. Ist nun eine Therapie in Sicht?

Das renommierte Fachblatt British Medical Journal (BMJ) macht auf eine neue Long-Covid-Therapie aufmerksam, die in Deutschland, der Schweiz und auf Zypern angeboten wird: die H.E.L.P. Apherese, die seit Jahren bei Herzkrankheiten zum Einsatz kommt. Bei Long-Covid angewandt soll die "Blutwäsche" Mikrothromben aus dem Blut entfernen, die kleine Blutgefäße verstopfen und so die vielfältigsten Bescherden auslösen können. Das BMJ weist darauf hin, dass es bisher keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit der teure Therapie gibt - dafür aber zahlreiche Erfolgsberichte der anwendenden Ärzte.
Über erste Versuche mit der Apherese bei Covid-19-Patienten berichtete der Deutsche Ärzteblatt bereits 2020.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:BMJ, 13.7.2022
mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Ärzteblatt, 24.6.2020

 

 




Auch wenig Alkohol kann laut Studie das Gehirn schädigen
Geringer Konsum könnte die geistige Leistungsfähigkeit mindern.

Bereits moderater Alkoholkonsum kann das Gehirn schädigen und dessen Leistungen beeinträchtigen. In der nach eigenen Angaben bisher größten Studie zum Thema fanden Wissenschaftler der Universität Oxford einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Eisenablagerungen in bestimmten Bereichen des Gehirns - auch bei Alkoholmengen, die Fachgesellschaften noch als akzeptabel gelten. Die Eisenablagerungen gingen mit einer Abnahme der kognitiven Fähigkeiten einher, schreiben die Forscher im Fachmagazin Plos Medicine.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Süddeutsche Zeitung, 15.78.2022
mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Plos Medicine,14.7.2022

 

 




In den USA: Notfallzulassung für einen weiteren Corona-Impfstoff

Die US-Food and Drug Adminstration FDA hat den neuen Corona-Impfstoff Novavax für die Anwendung bei Menschen über 18 Jahren zugelassen. Die Wirkung wird in relativen Zahlen mit rund 90% angegeben

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:FDA,13.7.2022

 

 




Eine Kortison-Therapie senkt bei Covid-19 das Sterberisiko

Eine Metaanalyse, die 17 klinischen Studien mit 18.956 Patienten umfasst belegt, dass die Covid-19-Therapie mit Kortison (Corticosteroids) die Sterblichkeit und das Risiko einer intensivmedizinische Behandlung mit mechanischer Beatmung vermindert.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Curr Med Res Opin. 2022 Jul 12

 

 




Interview mit dem Epidemiologen und Virologen Professor Klaus Stöhr
Wer ist besser durch die Pandemie gekommen: Deutschland oder die Schweiz?

Als Drosten-Nachfolger im Sachverständigenrat sollte Professor Klaus Stöhr die deutschen Corona-Massnahmen bewerten. Doch viele Fragen blieben im Gutachten offen. Im Gespräch nennt er die Gründe – und gibt für den Herbst eine klare Empfehlung ab.Die Schweiz und auch Schweden haben mit Blick auf die Übersterblichkeit eine deutlich bessere Bilanz vorzuzeigen. Besonders negativ wirkt sich der Mangel an Daten aus, da die immer wieder geforderten repräsentative Kohortenstudien in Deutschland nicht durchgeführt wurden.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Neue Zürcher Zeitung, 13.7.2022

 

 




Vernichtende Kritik:
Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr hält den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach aufgrund der Verbreitung von Fake-News für ungeeignet, approbierter Arzt zu sein.

Der Virologe und Epidemiologe Professor Klaus Stöhr, prominentes Mitglied im Corona-Sachverständigen-Ausschuss der Bundsregierung und Nachfolger von Professor Christian Drosten, spricht dem Bundes-Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Eignung ab approbierter Arzt zu sein. Grund ist die grob fehlerhafte Informationspolitik des SPD-Mitglieds rund um das Thema Corona-Pandemie.
Lauterbach
hatte auf Twitter behauptet, dass die bedingt zugelassenen mRNA-Corona-Impfstoffe keine Nebenwirkungen haben.
Stöhr
über Lauterbach „So ein Arzt sollte keine Approbation haben“.  Der Epidemiologe Klaus Stöhr erinnerte an die uralte, und nicht umstrittene, Erkenntnis,  dass es keine zur Behandlung von Krankheiten eingesetzten Wirksubstanzen und Impfstoffe gibt, die keine Nebenwirkung haben.

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Quelle:Bild, 19.6.2022
mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Hessisch Niedersächsische Allgemeine,7.7.2022  

 

 




Palliativmedizin:
Cannabis dient meist zur Schmerztherapie

Seit 2017 können schwer kranke Menschen medizinisches Cannabis auf Rezept erhalten. Nun legt das zuständige Bundesinstitut das Ergebnis einer Begleitstudie vor.
Demnach werden Cannabisprodukte meistens gegen Schmerzen und Übelkeit verschrieben. Der Bericht umfasst die Daten von insgesamt 21 000 Behandlungen mit Cannabisprodukten seit 2017.  In nahezu 75 Prozent der Fälle wurde durch die Anwendung von Cannabisarzneimitteln eine Besserung der Symptomatik erreicht.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spektrum, 7.7.2022

 

as unkritische Vertrauen in Impfungen wird weltweit immer kleiner - obgleich das Vertrauen in Ärzte  mit bis zu 90% noch immer sehr hoch ist

Im Fachblatt New England Journal of Medicine analysierte eine Forschergruppe was hinter der zunehmenden Skepsis gegenüber Impfungen stckt. Einige Gründe sind nachvollziehbar - viele sind aber völlig irrational. Befragungen zeigen paradoxerweise, dass in den industrialisierten Ländern 90% der Menschen den Ärzten vertrauen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:New England Journal of Medicine, 7.7.2022

 

 



Die US-Arzneimittelbehörde FDA warnt Konsumenten vor der Anwendung von Wirkkomponenten der Heilpflanze Kratom

Die US-Arzneimittelbehörde FDA warnt vor der Anwendung von Wirkkomponenten der in Asien vorkommenden Heilpflanze Kratom. Die Pflanze enthält Opioide und ist daher nicht geeignet, bei Opioid-Abhängigkeit, oder entsprechenden Entzugssymptomen eingesetzt zu werden. Derzeit gibt es - so die FDA - keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass Kratom bei einer Krankheit einen Nutzeffekt hat. Kratom ist auch in Deutschland bekannt und wird über das Internet angeboten. Die Rechtslage ist unklar.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:FDA, Juni 2022
mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Arbos Germany, Juli 2022

 

 



Monate nach der ersten Transplantation des Herzens eines genmanipulierten Schweins auf einen Menschen ziehen Experten eine überwiegend positive Bilanz

Der Empfänger eines Schweineherzens überlebte die Transplantation 60 Tage. Dies macht Hoffnung für die Zukunft der Herztransplantationen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Editorial, News England Journal of Medicine, 22.6.2022

 

 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:News England Journal of Medicine,Preview, 22.6.2022

 

 




»Ein gesunder Mensch braucht keine Säfte«

Smoothies und Fruchtsäfte sind nicht so gesund, wie der Hype um sie es nahelegt, sagt die Ernährungsmedizinerin Yurdagül Zopf. Ein Gespräch über das, was man stattdessen zu sich nehmen sollte – und die Wirkung bestimmter Obst- und Gemüsesorten.

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Quelle:Süddeutsche Magazin, 28.6.2022

 

 




Antibiotikaresistenzen:
Multiresistenter Typhus verbreitet sich weltweit

Immer wieder bildet der Typhuserreger Abwehrmechanismen gegen Antibiotika. Einige der Bakterienstämme reagieren nur noch auf wenige Wirkstoffe. Und gerade diese kommen oft nach Europa.

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Quelle: Spektrum, 23.6.2022

 

 


Die internationale Fachzeitschrift IJTH veröffentlicht Artikel speziell zum Themenkomplex Gesundheit von Trans-Personen (

Seit 2005 veröfffentlicht das International Journal of Transgender Health (bis 2019 bekannt als International Journal of Transgenderism) Fachartikel zum Themenkomplex Geschlechtsdysphorie.

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Quelle:International Journal of Transgender Health, Juni 2022

 

 



Geschlechtsdysphorie:  Internationales Expertengremium gibt Therapieempfehlungen und veröffentlicht Ethik-Richtlinien für Therapeuten

Das internationale Experten-Gremium World Professional Association for Transgender Health (WPATH), früher bekannt als Harry Benjamin International Gender Dysphoria Association (HBIGDA) aktualisiert seine online verfügbaren Empfehlungen für den professionellen Umgang mit Transgender-Personen.,

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Quelle:Wpath, Juni 2022

 

 



Antikörper-Nachweis:
Eine SARS-CoV-2 Infektion kann im Urin zuverlässig nachgewiesen werden

In einer im Fachblatt JAMA veröffentlichten Studie konnte gezeigt werden, dass das Vorhandensein von SARS-CoV-2 Antikörpern im Urin der Studienteilnehmer  mit hoher Zuverlässigkeit (94% Sensitivität,100% Spezifität) nachgewiesen werden konnte. Parallel wurden zur Kontrolle PCR-Tests durchgeführt
Damit eröfffnet sich für die Zukunft die Möglichkeit, eine Infektion mit dem Corona-Virus schnell und nicht invasiv nachzuweisen.

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Quelle:JAMA,23.6.2022

 

 




Vitamine III
Die Ernährungs-Experten der US Preventive Services Task Force (USPSTF) empfehlen weiterhin Frauen die schwanger werden können, bzw. werden wollen die vorbeugende Einnahme von Folsäure

Die Ernährungs-Experten der USPSTF empfielt Frauen, die schwanger werden können oder wollen zur Verhütung drohender Missbildungen der Neugeborenen die tägliche vorbeugende Einnahme von 0.4 bis 0.8 mg Folsäure.

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Quelle:JAMA Editorial, 21.6.2022

 

 




Vitamine II
Die Ernährungs-Experten der US Preventive Services Task Force (USPSTF) warnen Gesunde vor der vorbeugenden Einnahme der Vitamine Beta-Carotin und E

Die Ernährungs-Experten USPSTF warnen aufgrund der Datenlage und von wissenschaftlichen Beweisen für einen Nutzen vor der Einnahme der Vitamine Beta-Carotin und E zum Zweck der Verhütung von lebensbedrohlichen Herz-Kreislaufenerkrankungen, bzw. von Krebs. Beide Vitamine stehen in Verdacht, die Entstehung bestimmter Krebs-Erkrankungen zu fördern.

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Quelle:JAMA Editorial, 21.6.2022

 

 




Vitamin I
Die Versorgung des menschlichen Körpers mit Vitaminen und Spurenelementen über eine vernünftige Misch-Nahrung deckt bei Gesunden den Vitamin-Bedarf und wird daher weiterhin von den meisten Ernährungs-Experten empfohlen

Viele Menschen nehmen Vitamine in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ein-oft sehr hochdosiert. Jetzt hat die von der US-Regierung unterstützte Expertengruppe USPSTF (The US Preventive Services Task Force) abermals darauf hingewiesen, dass sie aufgrund der reichlich vorhandenen Daten nach wie vor nicht in der Lage ist rational zu entscheiden, ob zusätzlich zu den mit der Nahrung aufgenommenen Vitamine und Spurenelemente mehr nutzen als schaden.
Zumindest ist es durch die Zufuhr hochdosierter Vitamine bisher nicht gelungen, das Risiko für Herz-Kreislauf- oder Krebs-Todesfälle statistisch signifikant zu senken. Die Experten empfehlen daher Gesunden weiterhin die Vitamin-Versorung des Körpers über eine ausgewogene, obst- und gemüsereiche Ernährung.

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Quelle:JAMA,21.6.2022

 

 




Bald weren "Affenpocken" anders bezeichnet

Die WHO arbeitet an ihrem Plan in Zukunft die derzeit als "Affenpocken" bezeichnete Virusinfektion anders zu nennen - angeblich, um einer drohenden Diskriminierung Erkrankter vorzubeugen.

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Quelle:British Medical Journal, 17.6.2022

 

 




Molecular Farming: Corona-Impfstoff vom Acker

In Zukunft könnte die Landwirtschaft nicht nur Nahrung, sondern auch Medikamente herstellen. In Kanada wurde jetzt ein pflanzlicher rekombinanter Covid-19 Impfstoff
( Covifenz ) zugelassen, der aus der Pflanze Nicotiana benthamiana gewonnen wird. Einer Pflanze, die zu einer lebenden Produktionsanlage für Medikamente umgezüchtet wurde. Covifenz hat  im Februar 2022 die dritte und letzte Phase des Zulassungsprozesses erfolgreich  bestanden.

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Quelle:Spektrum 16.6.2022

 

 

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Quelle:New England Journal of Medicine,2.6.2022

 

 



Kinderheilkunde:
Was über den plötzlichen Kindstod bekannt ist

Die Ursachen für den plötzlichen Kindstod sind noch immer unklar. Eine neue Studie verspricht einen möglichen Biomarker zur Früherkennung. Aber sie hat Schwächen. Bester Schutz ist, bekannte Risikofaktoren zu vermeiden.

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Quelle:Spektrum,17.6.2022

 

 


Extremes Übergewicht:
mit bariatrischen OPs Körpergewicht dauerhaft absenken

Das von Übergewicht ausgehenden Gesundheitsgefahren wie Krebserkrankungen, Herzinfarkte und Diabetes sind unbestritten. Diäten sind nicht in der Lage, das Übergewicht  auf Dauer zu reduzieren. Als letztes, heroisches Mittel werden im Rahmen der Adipositas-Chirurgie sog.  bariatrische Operationen wie Magenband und Schlauchmagen durchgeführt. Die Effizienz dieser invasiven Therapien ist umstritten.
Jetzt wurde im Fachblatt JAMA eine Studie publiziert aus der hervorgeht, dass die bariatrischen Operationen wahrscheinlich das Risiko für zahlreiche unterschiedliche  Krebserkrankungen senken - doch der endgültige ursächliche Beweis ist schwer zu erbringen, da die Operierten meist jung sind und die Krebserkrankungen oft erst nach Jahrzehnten auftreten.

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Quelle:JAMA,3.6.2022

 

 

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Quelle:WIKIPEDIA

 

 




Hundenasen sind den üblichen Corona-Schnelltests gleichwertig oder sogar überlegen

Dass Hundenasen geschätzt 50.000 mal besser riechen können als Menschennasen ist schon lange bekannt. Jetzt zeigen die Ergebnisse einer im Fachblatt PLOS one veröffentlichten Diagnostik-Studie, dass trainierte Hunde mit einer bis zu 100%-Sicherheit Covid-19 Infektionen entdecken können.
Von den 335 Studienteilnehmern erwiesen sich 143 als symptomatisch infiziert und 192 asymptomatisch.  Die Treffergenauigkeit der Hunde war den kommerziellen nasopharyngealen RT-PCR-Vergleichstests gleichwertig oder sogar überlegen. Trainierte Hunde können daher in Fällen von schnell benötigten Massentests als Alternative zu den üblichen aus dem Nasen-Rachenraum entnommenen PCR-Tests zum Einsatz kommen.

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Quelle:PLOS One, 1.6.2022

 

 


Lukrative Behandlungen senkt Qualität im Gesundheitswesen
Experten warnen vor Übernahme von Arztpraxen durch Finanzinvestoren

Ein Medizinethiker nennt die Lage alarmierend: Finanzinvestoren kaufen Arztpraxen als gewinnbringende Anlagemöglichkeit auf. Bayerns Gesundheitsminister fordert, schnell zu reagieren.

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Quelle:Spiegel, 31.5.2022

 

 



Die WHO kritisiert die Hersteller von Muttermilchersatz-Produkten aufgrund zahlreicher unethischer Beeinflussungsversuche junger Mütter scharf

Jährlich erzielen die Hersteller von umstrittenen Muttermilchersatz-Produkten aufgrund der unterschiedlichsten unethischen Werbemassnahmen wie bezahlte Influenzer und verdeckte Schleichwerbung weltweit einen Umsatz von mehr als 55 Milliarden Dollar.
Die WHO warnt die jungen Mütter vor diesen die Gesundheit der Säuglinge gefährdenden Beeinflussungsversuchen. Die Weltgesundheitsbehörde rät den Müttern seit vielen Jahrzehnten und ohne wenn und aber dazu, ihre neugeborenen Kinder möglichst lange zu stillen, da Muttermilch extrem gesund ist und die Säuglinge mit allem versorgt, was sie für eine gesunde Entwicklung und die Abwehr vieler Krankheiten benötigen.

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Quelle: WHO, 28.4.2022

 

 



Einfache Diagnose eines die Gesundheit gefährdenden  Übergewichts

Das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) empfiehlt in ihren überarbeiteten Richtlinien allen Erwachsenen mit einem Body Mass Index (BMI) unter 35 ihren Bauchumfang (Waist) zu messen. Dieser sollte nicht mehr als 50% der Körpergröße betragen.
Wird diese Grenze überschritten, so erhöht sich das Risiko für Diabetes Typ 2,  bzw. für gefährliche Herz-Kreislaufkrankheiten.

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Quelle:British Medical Journal, 23.4.2022

 

 




15% aller Frauen haben beim Geschlechtsverkehr Schmerzen

Das Fachblatt Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte einen Übersichtsartikerl, der Ärzte und Frauen auf das Problem Dyspareunia (Paarungsschmerz bzw. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr) aufmerksam machen soll.
Diese die Lebensqualität negativ beeinflussende Erkrankung wird oft übersehen, da die betroffenen Frauen, und oft auch ihre Ärzte, aufgrund von Schamgefühl daran gehindert werden, über die Beschwerden zu sprechen, die Erkrankung zu diagnostizieren und die oft erfolgreiche hormonelle Therapie erfolgreich anzuwenden.

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Quelle:Journal of the American Medical Association

 

 

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Quelle:WIKIPEDIA, 2022

 

 




WHO empfiehlt dringend hochwirksame Covid-19 Kombi-Therapie

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für nicht schwer erkrankte Covid-19-Patienten die ungeimpft sind oder zu einer anderen Hochrisikogruppe gehören dringernd die möglichst frühzeitige Therapie mit dem von Pfizer vermarkteten Kombinationspräparat Paxlovid.
Dieses Medikament enthält die Anti-Viren-Wirkstoffe Nirmatrelvir und Ritonavir.Die Empfelung basiert auf den Ergebnissen von zwei zufallsgesteuerten Therapiestudien. DasRisiko einer Krankenhauseinweisung wird durch die Therapie um 85% vermindert. In der Vergangenheit hatte sich die WHO gegen den Einsatz von Remdesivir,  bei allen Covid-19-Patienten ausgesprochen, da der Wirkstoff das Sterberisko nicht vermindern konnte.

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Quelle:Presseerklärung WHO, 22.4.2022

 

 




Die Vorstellung einer Evidenze basierten Medizin-Forschung erweist sich immer mehr als naive Illusion

In der Fachzeitung British Medical Journal erschien ein Diskussionsbeitrag, in dem die Autoren die Meinung vertraten, dass sich die Idee der Evidenz basierten Medizin-Forschung durch die Durchsetzung von wirtschaftlichen Firmeninteressen, eine fehlerhafte Gesetzgebung und die Kommerzialisierung der Universitäten als Illusion erwiesen hat.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:BMJ, 16.3.2022

 

 



Aufruf über Ärzteportal
Hunderte Mediziner melden sich für Einsatz in der Ukraine

Zahlreiche deutsche Ärztinnen und Ärzte stehen bereit, um in der Ukraine Kriegsverletzte zu behandeln. Nun koordiniert die Bundesärztekammer mit der ukrainischen Regierung, wie und ob sie eingesetzt werden können.

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Quelle:Spiegel, 18.4.2022

 

 



Das Risiko für Bluthochdruck erhöht sich bei Übergewichtigen in Abhängigkeit vom Lebensalter.

Eine im Fachblatt Heart (BMJ) veröffentlchte Studie zeigte, dass die Erhöhung des Bluthochdruck-Risikos im Vergleich zu Normalgewichtigen am höchsten in der Altersgruppe der 18 - 36 Jährigen ist. Beginnt die Adipositas erst nach dem 60. Lebensjahr, so erhöht sich das Bluthochdruckrisiko im Vergleich zu Normalgewichtigen nicht mehr.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Heart, online Publikation 8.4.2022

 

 



Spekulanten greifen nach Arztpraxen
Bleibt die ärztliche Ethik auf der Strecke?

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit haben  in den vergangenen Jahren ausländische Finanzinvestoren in Deutschland hunderte Arztpraxen  aufgekauft. Sie spekulieren auf hohe Gewinne. Und das hat Folgen für Ärzte und Patienten. Oft negative.  Besonders begehrt sind Augenarztpraxen.Welche Arztpraxen wem gehören ist unbekannt.

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Quelle:NDR Panorama, 7.4.2022

 

 



Kanadischer Corona-Impfstoff wurde von der WHO nicht für den Notfalleinsatz zugelassen

Kanadische Forscher haben den auf Pflanzenbasis (Nicotiana benthamiana), auch Benth oder Benthi genannt, entwickelten Impfstoff Covifenz synthetisiert, der in Kanada zugelassen ist und eine Wirksamkeit von 71% hat.

Doch die WHO verweigert die Notfall-Zulassung, da die Herstellerfirma Medicago zu einem Drittel dem Tabakkonzern Philip Morris gehört - der die In Misskredit geratene Marke Marlboro vermarktet. Medicago bietet nun den Impfstoff anderen Nationalstaaten wie UK und die USA an.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:British Medical Journal, 28.3.2022

 

 


Neues aus Israel :  eine vierte Impfung mit dem BionTech/Pfizer Corona-Impfstoff BNT162b2 schützt auch gut gegen eine Infektion mit der Omicron-Variante und vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung

In einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie wurden die Daten von 1,252,331 Personen ausgewertet, die älter als 60 Jahre waren und die - mindestens vier Monate nach der dritten Impfung - eine vierte Impfung mit dem BionTech/Pfizer Corona-Impfstoff BNT162b2 erhalten hatten.
Es zeigte sich, dass sich die viermal geimpften Personen seltener mit SARS-CoV-2 infizierten, und auch seltener an Covid-19 erkrankten als die Personen der Vergleichsgruppe, die nur dreimal geimpft waren.
Im Studienzeitraum  dominierte in Israel die B.1.1.529 (Omicron) Variante von SARS-CoV-2 das Infektionsgeschehen.

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Quelle:New England Journal of Medicine, 5.4.2022

 

 


Wundermittel Aspirin?  Senkung des Leberkrebs-Risikos

Der Schmerzkiller Aspirin entfaltet auf vielen zusätzlichen Medizin-Gebieten positive Eigenschaften. So fand jetzt eine Forschergruppe mit Hilfe einer im Fachblatt Journal of Clinical Gastroenterology veröffentlichten Metastudie, die die Daten von 18 eigenständigen Studien auswertete, heraus, dass die Einnahme von Aspirin das Risiko für Leberkrebs um rund ein Drittel absenkt - ohne gleichzeitig das bei Aspirin-Gebrauch drohende Blutungsrisiko zu erhöhen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Journal of Clinical Gastroenterology, 22.3.2022

 

 



Ärzte gegen Tierversuche verleiht Negativpreis
„Herz aus Stein“  an das Universitätsklinikum Düsseldorf

Ärzte gegen Tierversuche vergibt das „Herz aus Stein“ an die Poliklinik für zahnärztliche Chirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf für Versuche, in denen Hunden Zähne gezogen und Löcher in den Kiefer gebohrt werden. Der bundesweit tätige Ärzteverein will mit dem Negativpreis auf besonders grausame und absurde Tierversuche aufmerksam machen und eine herzlose Forschung anprangern, bei der fühlende Tiere zu bloßen Messinstrumenten herabgewürdigt werden.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Ärzte gegen Tierversuche, 5.4.2022

 

 



Schwere Allergie nach der ersten Covid-19 Impfung:
Wie geht es nun weiter?

Eine große, Im Fachblattt JAMA Internal Medicine veröffentlichte Übersichtsstudie (22 Studien mit 1.366 Patienten, die eine allergische Reaktion hatten) verdeutlicht, dass eine Nachfolgeimpfung sicher durchgeführt werden kann, wenn sie in einer auf derartige Notfälle speziell vorbereiteten Umgebung, unter Aufsucht eines erfahrenen Allergologen, durchgeführt wird. Dann ist das Risiko für einen weiteren schweren allergisch bedingten Zwischenfall mit 0.16% sehr gering. In den analysierten Studien kam es zu keinem Todesfall.

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Quelle:JAMA Internal Medicine, 21.2.2022

 

 



Ethikrat rechnet mit Pandemiebekämpfung in Deutschland ab

Deutschland hat Fehler im Umgang mit dem Coronavirus gemacht – zu diesem Fazit kommt der Ethikrat. Das Expertengremium zieht daraus Lehren für die künftige Bewältigung von Pandemien.

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Quelle:Spiegel online 4.4.2022

 

 



Bluthochdruck: vereinfachte Diagnoseverfahren übersehen nur wenige Erkrankungen

Für die Diagnose Bluthochdruck (Hypertonie) werden weltweit im Regelfall mehrere Messungen herangezogen - und der Durchschnitt wird dann zur Basis der Diagnose gemacht. Dieser Aufwand beschränkt die Masen- Diagnostik. Jetzt wurde im angesehenen Fachblatt PLOS Medicine eine weltweit durchgeführte Studie veröffentlicht, die zeigte, dass auch bei einmaliger Blutdruckmessung nur wenige Erkrankungen übersehen werden, so dass die vorgeschriebenen Diagnoseverfahren ohne Qualitätsverlust vereinfacht werden können. Bluthochdruck gilt als Hauptursache für Herzinfarkt und Schlaganfall und verursacht somit jährlich weltweit Millionen von Todesfällen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:PLOS Medicine, 1.4.2022

 

 



Aspirin und der Blutverdünner Heparin schaden bei der Therapie akuter Schlaganfälle mehr als sie nutzen

Oft kommen bei der Behandlung akuter thrombotischer Schlaganfälle Blutverdünner wie Aspirin (ASS) oder unfraktioniertes Heparin zum Einsatz. Jetzt erbrachte eine im Fachblatt Lancet veröffentlichte Metastudie den Beleg dafür, dass diese Behandlung vermehrt zu gefährlichen Hirnblutungen führt - bei gleichzeitig fehlendem Nutzeffekt

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Lancet, 12.3.2022

 

 



Kortison-Therapie senkt bei Covid-19-Patienten  das Sterberisiko und auch das Risiko schwerer Verläufe

Die weltweit übliche Kortison-Therapie (z.B. Methylprednisolon) bei Covid-19 ist unter Experten umstritten. Studien lieferten widersprüchliche Ergebnisse. Jetzt wurde im Fachblatt Steroids eine Metaanalyse veröffentlicht, die die Therapie-Effizienz anhand der Ergebnisse von 39 Studien klärt. Es zeigte sich statistisch eindeutig, dass der Einsatz von Methylprednisolon das Sterberisiko von Covid-19 um rund ein Drittel senkt - ebenso die Zahl der Einweisungen auf Intensivstationen, bzw. die Notwendigkeit der mechnischen Beatmung der Covid-19 Patienten.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Steroids,25.3.2022

 

 



Eine fehlerhafte Software ist in den USA für zu hohe Corona-Todeszahlen verantwortlich: Die Gesundheitsbehörde CDC korrigiert die Zahl der US-Corona-Toten deutlich nach unten

Wie die Centers of Disease Control (CDC) and Prevention der Nachrichten Agentur Reuters mitteilten, starben in den USA bisher 966,575 Menschen an Covid-19 - das sind 72,277 weniger als bisher angegeben. Durch die fehlerhafte Software waren fälschlichweise auch 416 Kinder als Corona-Tote gezählt worden, die an einer anderen Krankheit gestorben waren.  Der Korrektur betrug 24% und jetzt gelten 1.341 Kinder als Corona-Opfer. Das Letalitätsrisiko liegt damit bei Kindern aus Sicht des CDC nur noch bei 0.26%.
Skeptiker gehen von noch viel niedrigeren Covid-19-Sterbezaheln aus, da noch immer Patienten mit positivem PCR-Test als Corona-Tote gezählt werden, obgleich sie aufgrund anderer Erkrankungen in die Klinik eingeliefert worden waren.

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Quelle: Reuters ,22.3.2022

 

 



Sensation: Hoffnung für Gelähmte

An der Universität EPFL (Ecole polytechnique fédérale de Lausanne) wurde ein neuartiges Implantat zur Behandlung von Lähmungen entwickelt. Dank der Arbeit von Grégoire Courtine und Jocelyne Bloch können Patientinnen und Patienten mit einer vollständigen Rückenmarksverletzung nun wieder stehen, gehen und sogar Freizeitaktivitäten wie Schwimmen, Rad- und Kanufahren nachgehen.

mehr lesen und Video sehen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Ecole polytechnique fédérale de Lausanne, EPFL,März 2022

 

 



Etwa jedes sechste Mamma-Karzinom (sog. Brustkrebs) wird in den USA  aufgrund einer medizinisch fragwürdigen Überdiagnostik erkannt.
Welche Konsequenzen haben diese beim Screening gesunder Frauen erkannten, verdächtigen Gewebeveränderungen?

Experten diskutieren im Zusammenhang mit dem  Brustkrebs-Screening wie groß deren Nutzen ist. Das  Fachblatt Annals of Internal Medicine hat eine US-Studie veröffentlicht, in der die Daten von 35.986 Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahren ausgewertet wurden - Frauen, bei denen 82 677 Mammographien durchgeführt worden waren. In 718 Fällen wurde die Diagnose Brustkrebs gestellt.
Kalkuliert wurde der Anteil von Tumoren, die zu Lebzeiten der Frauen zu keinen klinischen Symptomen geführt hätten, bzw. bei denen die betroffenen Frauen an einer anderen Krankheit verstorben wären.
Die Rate der Überdiagnostik war in der Vergangenheit auf bis zu 50% geschätzt worden.
Die Autoren der jetzt veröffentlichte Studie errechnete einen niedrigeren Anteil an Überdiagnostk. Nur etwa jeder  6. Brustkrebsfall muß dem Graubereich Überdiagnostik zugeordnet werden.  In diesen Fällen ist nach Expertenmeinung eine invasive Therapie nicht zwingend erforderlich. Reicht eine aufmerksame Beobachtung der Tumore zu verantworten?

  mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Annals of Internal Medicine, 1.3.2022

 

 



An Covid-19 erkrankte Schwangere  haben ein höheres Komplikations- und Sterbe-Risiko

Eine vom NIH (National Insitutes of Health) finanzierte Studie zeigt anhand der Daten von 2.400 an Covid-19 erkrankten Schwangeren, dass diese bei mittelgradigem und schwerem Krankheitsverlauf,im Vergleich zu anderen Schwangeren, zusätzlich noch ein deutlich erhöhtes Risiko für die üblichen Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen haben.
In erster Linie ein erhöhtes Früh- und Fehlgeburtsrisiko, bösartiger Bluthochdruck, Blutungen und Infektionen nach der Geburt oder ein erhöhtes Sterberisiko der Neugeborenen.
Auch die Schwangeren selbst hatten  während Schwangerschaft und Geburt ein signifikant erhöhtes Sterberisiko.
Dr. Diana Bianchi
, Direktorin des Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development (NICHD), das die Studie finanziert hatte, wies auf die besondere Dringlichkeit der Corona-Impfungen für Frauen hin, die eine Schwangerchaft planen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:NIH Newsmeldung, 7.2.2022

 

 



Xenotransplantation
Mann lebt seit einem Monat mit Schweineherz

Die Überlebenszeit von einem Monat sei ein Riesenerfolg sagen die Ärzte von David Bennett. Er ist der erste Mensch, dem ein Schweineherz eingesetzt wurde. Sein Körper könnte das Tierorgan aber noch abstoßen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Spiegel online,6.2.2022

 

 



Corona-Therapien:
Welche Medikamente es derzeit gegen Covid-19 gibt

Inzwischen gibt es eine Reihe von Therapien gegen Covid-19. Allerdings sind die besten Waffen knapp und in Deutschland nur schwer zu bekommen. Einen Überblick über die vorhandenen Medikamente hat das Magazin Spektrum veröffentlicht.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spektrum, 29.1.2022

 

 


Nahrungsergänzungsmittel Curcumin lindert Covid-19-Symptome

In einer im Fachblatt Phytotherapy Research veröffentlichten Studie konnte gezeigt werden, dass die Gabe von Curcumin die Symptome von Covid-19 bessert und sich positiv auf die Sauerstoffsättigung der Blutes der Covid-19-Patienten auswirkt. Curcuminoide sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die aus dem Wurzelstock (Rhizom) verschiedener Curcuma-Arten gewonnen werden. Curcumin, so die Forscher, ist daher bei Covid-19 als gut verträgliche Begleittherapie geeignet.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Phytotherapy Research, 12.1.2022

 

 

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Bundesamt Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, 21.12.2020


Covid-19-Durchbruchinfektion: Immunität gegen Omikron ist wahrscheinlich eine Frage des richtigen Timings

Derzeitiger Stand des Wissens: wenn auf eine Corona-Impfung eine natürliche Corona-Infektion folgt (ein sog. "Impfdurchbruch"), dann ergibt sich daraus eine besonders hochwertige und langanhaltende Immunität. Jetzt hat das Wissenschaftsmagazin Spektrum einen zuerst in Nature erschienenen Artikel publiziert, der dieses Phänomen annalysiert hat. Es zeigte sich in einer vom Japan Agency for Medical Research and Development (AMED)  finanzierten Studie, dass  Monate nach einer Covid-Impfung erfolgte  Coronainfektionen  besser in Form neutralisierender Antikörper der Omikron-Variante schützen,  als früher erfolgte  Impfdurchbrüche. Darauf deutet ein auf dem Preprint-Server  medRxiv publizierter Text hin.  Fazit: je später die Infektion. desto höher ist der erzielte Spiegel von Omikron neutralisierenden Antkörpern.

mehr lesen (in deuscher   Sprache)
Quelle:Spektrum, 13.1.2022

 

 

mehr lesen (in englischer  Sprache)
Quelle:medRxiv, 2.12.2021

 

 



Viele tausend Menschen sterben in jedem Jahr an den Folgen einer Blutvergiftung (Sepsis). Kann Vitamin C helfen?

Viele intensiv-medizinisch tätige  Ärzte hoffen, dass die Gabe hochdosierten Vitamin C das bei einem septischen Schock  sehr hohe Sterberisiko senken kann. Doch jetzt zeigten die Ergebnisse einer im Fachblatt Critical Care Medicine veröffentlichten Therapie-Studie, dass Vitamin C keinen Einfluss auf die Letalität des septischen Schocks hat.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Critical care medicine,


Berg und Talfahrt der Hoffnung: Vitamin D3 und
Covid-19

Viele Studien haben in der Vergangenheit untersucht, ob sich  der Verlauf von Covid-19 durch eine Supplementation mit Vitamin D3 positiv beeinflussen läßt. Die Ergebnisse der Studien fielen widersprüchlich aus. Ärzte und Patienten sind daher  verunsichert.
Jetzt wurde in einer im Fachblatt Diabetes & Metabolic Syndrome veröffentlichten Studie eine Metastudie publiziert in der 5 qualitativ hochwertige, davon 3 zufallsgesteuerte Untersuchungen ausgewertet wurden an denen 467 Patienten teilgenommen hatten. Das Ergebnis fiel enttäuschend aus: es zeigte sich nämlich, dass eine Vitamin D3 Supplementation nicht wie erhofft in der Lage war, die Covid-19 Mortalität und die Zahl der auf Intensivstationen eingewiesenen oder mechanisch beatmeten Patienten zu senken.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Diabetes Á Metabolic Syndrome, 28.6.2021

 

 


Blutfettsenker aus der Familie der Statine vermindern bei Covid-19 das Mortalitäts-Risiko

In einer Meta-Analyse von 8 klinischen Studien, an denen 14.446 Patienten teilnahmen, zeigte sich, dass die Therapie mit Statinen, bei Vorliegen einer Covid-19-Erkrankung, das Sterberisiko deutlich absenkte.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Postgraduate Medical Journal, 30.6.2021

 

 



Hitze tötet

Extrem hohe Temperaturen können selbst junge Menschen töten. Wie funktioniert dies und was kann man dagegen machen?

mehr lesen (in deutscherenglischer   Sprache)
Quelle:NZZ, 5.7.2021



Bindehautentzündungen bei Covid-19 - selten aber lästig

In einer im Fachblatt Therapeutic Advances in Ophthalmology veröffentlichten Meta-Studie zeigte sich, dass eine lästige Bindehautentzündungen zwar bei Covid-19 eine bekannte Komplikation darstellt - die aber mit einer "Odds Ratio" von 0,01 seltener als vermutet vorkommt.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Therapeutic Advances in Ophthalmology,25.3.2021

 

 

mehr lesen (in deutscher  Sprache)
Quelle: DocCheck Flexikon zum Begriff Odds Ratio


Der Unternehmens-Verband VFA Die forschenden Pharmaunternehmen veröffentlichte eine Liste der Therapeutischen Medikamente gegen die Coronavirusinfektion Covid-19

Gegen die Pandemie mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 werden vorhandene Medikamente erprobt und neue erfunden. Zwei sind schon zugelassen, weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Große Anstrengungen sind darauf gerichtet, noch wirksamere Medikamente zur Behandlung von Menschen zu entwickeln.

mehr lesen (indeutscher   Sprache)
Quelle: Newsmeldung VFA Die forschenden Pharmaunternehmen , 16.6.2021

 

 

 

 

 


Eine neue Anti-Baby-Pille wurde zugelassen - ohne, dass das von dem Medikament ausgehende Thromboserisiko bekannt ist.

Mit dem Medikament Drovelis ist im Mai ein Kombinations-Präparat zugelassen worden, das erstmalig den Wirkstoff Estetrol enthält, von dem nicht bekannt ist, wie groß das für Anti-Baby-Pillen typische Thromboserisiko ist. Damit werden tausende von Frauen unwissend zum Teil eines an russisches Roulette erinnernden Menschenexperiments.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Spiegel online, 18.6.2021

 

 


In Smart-Watches und bestimmten Mobiltelefonen sind starke Magnete verbaut. Sie  können daher theoretisch die Funktion von implantierten  Medizin-Geräten wie Herzschrittmachern stören

Immer mehr technische Produkte enthalten starke Magnete. Obgleich bisher keine konkreten  Zwischenfälle bekannt geworden sind, warnt nun die US-Arzneimittelbehörde FDA vorsorglich vor potentiellen Gefahren.
Menschen, bei denen Herzschrittmacher oder Defibrillatoren implantiert wurden, sollten vorsichtshalber einen Abstand von 15 Zentimetern zwischen ihrem  Mobiltelefon,  bzw. ihrer  Smart-Watch und einem implantieren medizinischen Gerät  einhalten , um eine mögliche gefährliche Fehlfunktion zu verhindern, die bedrohliche  Herzrhythmusstörungen auslösen können.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:JAMA, 15.6.2021



Covid-19-Therapie: Das Medikament Favipiravir scheint ein voller Erfolg zu sein

In einer im Fachblatt BMC Infectious Diseases veröffentlichten Metastudie konnten die beteiligten japanischen Forscher anhand von fünf Qualitäts-Studien, bei denen es eine Kontrollgruppe gab, den Nachweis erbringen, dass das antiviral wirkende Medikament Favipiravir besonders bei leichten und mittelschweren Covid-19-Erkrankungen, gut wirkte.
Im Vergleich zu den Therapieergebnissen in der jeweiligen Kontrollgruppe, konnten die Forscher  am 7. Therapie-Tag eine sehr gute Viren-Clearence und eine signifikante Symptombesserung feststellen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: BMC Infectious Diseases, 27.5.2021


Hochdosierte Omega-3-Fettsäure DHA senkt das Risiko für Frühgeburten bei einigen Schwangeren um die Hälfte

Eine Expertenkommission der EU empfielt Schwangeren die Einnahme von 200mg DHA (Docosahexaensäure) pro Tag, um de Entwicklung des Gehirns und der Augen der Ungeborenen zu fördern. Ausserdem soll die Omega-3-Fettsäure DHA auch das Risiko für Frühgeburten (Entbindung vor der 35. Schwangerschaftswoche)  und weitere Schwangerschaftskomplikationen senken.

Jetzt wurde in einer im Fachblatt  The Lancet veröffentlichten Studie (1100 Teilnehmerinnen) gezeigt, dass speziell Schwangere, die zu Beginn der Schwangerschaft einen niedrigen DHA-Blutspiegel aufwiesen,   durch die Zufuhr von täglich 1000mg DHA  das Risiko für eine Frühgeburt um die Hälfte absenken können.
Doch Vorsicht: das deutsche  Bundesinstitut für Risikobewertungen rät bei Nicht-schwangeren Personen von der Zufuhr von DHA als Nahrungsergänzungsmittel ab und weist auf verschiedene Risiken hin, die  über eine Erhöhung des "bösen" LDL-Cholesterins von Omega-3-Fettsäuren ausgehen können.

mehr lesen (in deutscher  Sprache)
Quelle: WIKIPEDIA, Mai 2021

 

 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Presseinformation der National Instituts of Health der USA,

 

 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: The Lancet, 17.5.2021



Schönheits-OP: die Nachfrage nach Gesäßvergrößerungen hat sprunghaft zugenommen - obgleich es nach dem Eingriff immer wieder zu Todesfällen kommt.

Das britische Magazin The Guardien berichtete im Zusammenhang mit dem seit Jahren zu beobachtenden Boom bei Schönheitsoperationen, dass die Nachfrage nach den  sog. BBL´s - Brasilien Butt Lifts - seit 2015 um 67% zugenommen hat.
Der Eingriff wurde von dem brasilianischen Chirugen Ivo Pitanguy.in einem Land populär gemacht, in dem Schönheitsoperationen auch armen Frauen zu niedrigen Preisen angeboten werden.
An diesen können die zahlreichen Schönheitschirurgen dann üben. Bei dem mehrere Stunden dauernden, bis zu 10.000 Euro teuren chirurgischen Eingriff , lassen sich die Frauen ihr als zu flach und knochig empfundenes Gesäß mit körpereigenem Fett aufpolstern, das an anderen Körperstellen abgesaugt wurde. Der Eingriff hat sich, so meldet  der weltweite Dachverband der Schönheitschirurgen, die Society of Aesthetic Plastic Surgerie,  als die gefährlichste Schönherits-OP erwiesen die es gibt. In einem von jeweils 3.000 Fällen kommt es nach der Operation zu einer tödlich verlaufenden  Op-Komplikation - oft zu einer Fett-Embolie in der Lunge.  Allein in Süd-Kalifornien sind in den vergangenen Jahren 15 Frauen nach der bei vielen Frauen beliebten OP gestorben. Der britische Fachverband der Schönheitschirurgen forderte seine Mitglieder auf, diese Operationen nicht mehr durchzuführen. Doch  diese Aufforderung hat nur Empfehlungscharakter und wurde daher bisher kaum beachtet.

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Quelle:The Guardian, 9.2.2021


Neue nasale Corona-Schnelltests erleichtern die Covid-19-Diagnostik

Mehrere nasale Schnelltests auf Corona erfordern nur noch eine deutlich vereinfachte Entnahmetechnik. Währen bisher die für die Schnelltests erforderlich Abstriche tief (6-8cm) von der Schleimhaut der Nasen-Rachenhöhle entnommen werden mussten, reicht es bei den eneuen Schnelltest aus, dass die Abstrich weit vorn aus den Nasenlöchern (2cm) etnommen werden. Das bedeutet mehr Komfort für die Patienten und ihre Ärzte.

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Quelle:DocCheck-Shop, 12.2.2021


Propaganda-Schlacht: sind tatsächlich 90% aller PCR-Tests falsch positiv?

Unversöhnlich stehen sich die Gegner gegenüber. Die Mitglieder des regierungstreuen Lagers behaupten, dass die in Deutschland durchgeführten PCR-Corona-Tests verläßliche Ergebnisse liefern - und die Kritiker des Corona-Managements der Regierung behaupten das Gegenteil.
Sie beziehen sich unter anderem auf Informationen der WHO und auf einen Artikel der New York Times aus dem sie herauslesen, dass bis zu 90% der in den USA in drei Bundesstaaten durchgeführten PCR-Tests falsch positiv sind. Und in Deutschand - so vermuten sie - soll es sich ähnlich verhalten. Wer hat nun Recht? Wie es oft der Fall ist, haben beide Seiten "irgendwie" Recht.
Auf der formalen Ebene  sind die als positiv gemeldeten PCR-Tests nach dem Ja/Nein-Schema positiv. Und die Kritiker haben auch Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass ein grosser Anteil der positiven Tests keine aktuelle Infektion und keine Ansteckungsfähigkeit nachweisen.
Um eine komplizierte Sachlage vereinfacht darzustellen muß man wissen, dass die gebräuchlichen PCR-Tests so empfindlich sind, dass sie auch dann positive Ergebnisse liefern, wenn die Getesteten auf ihren Schleimhäuten so geringe Mengen an SARS-CoV-2-Zelltrümmern aufweisen, dass sie selbst nicht erkranken  und andere Menschen nicht anstecken können. 
Fazit: die Tests sollten nur dann als positiv gemeldet werden, wenn der sog. Ct-Wert (cyle treshhold) darauf hinweist, das die vorhandene Menge an Virus-Material gross genug ist um den Getesteten krank zu machen,  bzw. um andere Menschen anzustecken. Das ist bei Ct-Werten von 1-30 der Fall. Nur dann hat "positiv" nämlich die Bedeutung,  von der Getestete, ihre nicht spezialisierten Ärzte und auch die Behörden bzw. Politiker ausgehen. Niemand kommt auf die Idee, dass bei einem positiven PCR-Test biologisch inaktive Zelltrümmer nachgewisen werden, die keinen Anlass zur Sorge darstellen - und schon gar nicht, dass dies vielleciht bei 90% der gemeldeten Tests der Fall ist..

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Quelle: New York Times, 19..1.2021

 

 

Universität Heidelberg: Studie bestätigt den Einfluss von Vitamin D auf die Gefährlichkeit von Covid-19

Eine Forschergruppe untersuchte an der Universität Heidelberg den Einfluss eines Vitamin-D-Mangels auf den Verlauf von Covid-19-Erkrankungen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Schwerregrad des Krankheitsverlaufs und das Sterberisiko bei Vorliegen eines Vitamin-D-Mangels deutlich höher war,  als bei Patienten mit normaler Vitamin-D-Konzentration im Blutserum.

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Quelle:Nutrients, 10.9.2020

Die umstrittenen Corona-Antigen-Schnelltests haben nun ihren diagnostischen Wert mehrfach unter Beweis gestellt.

Jetzt hat eine Forschergruppe im Fachblatt European Reviw for Medical and Pharmacological Sciences eine Meta-Studie veröffentlicht in der 26 Untersuchungen analysiert wurden in deren Verlauf 3.242 von der FDA nach dem Food and Drug Administration Emergency Use Authorization (FDA-EUA) zugelassene Point of Care-Antigen-Schnelltests analysiert worden waren.  Die Sensitivität und Spezifität der verwendeten Tests lag jeweils bei nahezu 100%.  Diese Schnelltests können daher für den Einsatz am Point of Care wie Flughäfen, Pflegeheimen oder Industrieunternehmen empfohlen werden.
Im Fachblatt EClinical Medicine wurde eine weitere Studie veröffentlicht, die dem  preisgünstigen  Abbot  Panbio™ COVID-19 Ag Rapid Test eine Spezifität von 100% und eine Sensitivität  von 95% (Ct-Werte im PCR-Kontrolltest unter 32) bescheinigte.

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Quelle:European Reviw for Medical and Pharmacological Sciences, 24.1.2021

 

 

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Quelle: EClinical Medicine, 312.1.2021


Hype um das Malaria-Medikament Hydroxychloroquine erhält weiteren Dämpfer

Im Gesundheitswesen tätige Mitarbeiter, die Kontakt zu Covid-19-Patienten hatten, konnten ihr Infektionsrisiko durch die vorbeugende Einnahme von Hydroxychloroquine nicht senken. Die Krankheitsverläufe der infizierten Studienteilnehmer die Hydroxychloroquine eingenommen hatten unterschieden sich nicht von jenen der Studienteilnehmer der Vergleichsgruppe, die nur ein Scheinmedikament erhalten hatten.

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Quelle:JAMA Internal Medicine, 30.9.20

 

 



Eine vorbeugende ambulante Therapie mit Hydroxychloroquine (HCQ) reduziert Neuerkrankungen, Krankenhausaufnahme und Tod an Covid-19 um 24%

Eine Forschergruppe um Professor Harvey Risch , YaleSchool of Public Health, analysierte fünf Studien an denen 5.577 Patienten teilgenommen hatten. Die Patienten erhielten vorbeugend Hydroxychloroquine (HCQ) oder ein Scheinmedikament (Plazebo). 
Es zeigte sich, dass es bei den nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Patienten der HCQ-Gruppe 24% weniger Neuerkrankungen und Krankenhuseinweisungen gab - auch das Sterberisiko war erniedrigt.

Ernste Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet und Herzrhythmusstörungen traten selten auf.
Andere Untersuchungen konnten aber keinen Vorteil dieser Therapie finden. Die Lage bleibt also weiter unübersichtlich.

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Quelle: Preprint-Server medRxiv, 30.9.2020

 

 

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Quelle: Diabetes Metab Syndr. 2020 Sep 1

 

 

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Quelle: JAMA Internal Medicine, 30.9.2020

 

 

Pharma-Riese Janssen/Johnson und Johnson legte nun Daten zu dem von ihm entwickelten Corona-Impfstoff vor

Der in der Phase-III-Entwicklung befindliche Corona-Impfstoff Ad.26.COV2.S bzw. JNJ-78436725 erweist sich laut der nun vom National Institute of Health veröffentlchten Daten als wirksam und sicher. Laut der Daten der 44,325 erwachsenen Studienteilnehmer kann der Impfstoff mittelschwere und schwere Covid-19-Erkrankungen verhindern.
Im Gegensatz zu den bereits zugelassenen Produkten der Konkurrenz ist nur eine einzige Impfung erforderlich und der Impfstoff kann monatelang im Kühlschrank aufbewahrt werdem  - ohne seine Wirksamkeit zu verlieren.
Die Wirksamkeit lag mit Blick auf die kombinierten Endpunkte der Studie in den USA bei 72%. Das reicht aus, um die Studie zu Ende fortzuführen und die Zulassung wahrscheinlich erscheinen zu lassen.

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Quelle:NIH Newsletter, 29.1.2021


Krieg der Homöopathen:  Zwei  Berufsverbände der in Deutschland tätigen ärztlichen Homöopathinnen und Homöopathen nehmen bei der Einschätzung der Corona-Pandemie Standpunkte  ein, die gegensätzlicher nicht sein könnten

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) distanziert sich in einer Presseerklärung mit Nachdruck von den Inhalten des „Corona-Newsticker“ der konkurrierenden Hahnemann-Gesellschaft (Arbeitsgemeinschaft klassisch homöopathisch behandelnder Ärzte).
Die Hahnemann-Gesellschaft hatte sich im Dezember 2020 eindeutig als Opposition zum regierungsamtlichen Management der Corona-Pandemie. positioniert. Ihre aufmüpfige  Grundausage: es handelt sich bei der Pandemie um eine sich selbst limitierende Atemwegserkrankung -wie jede andere saisonal auftretende virale Atemwegserkrankung.
Masken tragen, Lockdown-Massnahmen und Impfungen sind wie wissenschaftliche Studien eindeutig gezeigt haben,  wirkungslos, ja sogar kontraproduktiv und solllten daher unterbleiben.
Der DZVhÄ beischeinigt der Hahnemann-Gesellschaft extreme Positionen, die sie in die Nähe von sog. Corona-Leugnern und sog. Covid-19-Verharmlosern rückt.   Sie stellt die von Politik und Wissenschaft veranlassten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in Frage. Beides bringt nach Ansicht des DZVhÄ die ärztliche Homöopathie in der Öffentlichkeit in Misskredit.
Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)  hat nach eigenen Angaben hundert mal so viele Ärztinnen und Ärzte als Mitglieder als die Hahnemann-Gesellschaft - doch diese wirbt selbstbewusst mit einer Aussage des Deutschlandfunks Kultur, wo in einer Themensendung über die Hahnemann-Gesellschaft gesagt wurde,  dass diese Deutschlands führende Homöopathie Gesellschaft ist. Zwei Positionen, die  - wenn es sich um Nationen und nicht um Berufsverbände handeln würde - zum Krieg führen würden.

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Quelle:Hahnemann-Gesellschaft, 24.12.2020

 

 

 

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Quelle:Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, 28.1.2021

Plötzlicher Herztod bei Leistungssportlern

Immer wieder melden die Medien im Zusammenhang mit dem Anschein nach gesunden Leistungssportlern einen unerwarteten plötzlichen Herztod. Die zugrundeliegenden Erkrankungen der Herzmuskel waren Sportmedizinern bei EKG-Untersuchungen nicht aufgefallen.
Eine Gruppe von Kardiologen hat das Problem anhand der vorhandenen Daten analysiert und empfahl in einer im Fachblatt Heart veröffentlichten Untersuchung die routinemäßige Durchführung von zwei Echo-Kardiogramm-Untersuchungen: eine erste in der Pubertät und eine zweite im mittleren Alter von 30-35 Jahren, wenn sich als Folge des intensiven Trainings der Herzmuskel endgültig ausgeformt hat. Andere Experten befürworten zwar Früherkennungsuntersuchungen - bezweifeln aber deren Effektivität.

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Quelle:Heart, 25.11.2021

 

 

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Quelle: Heart,Volume 107, Issue 4


Der Entzündungshemmer Colchizin vermindert  bei nicht-hospitalsierten Covid-19-Patienten die Notwendigkeit einer stationären Behandlung und der mechanischen Beatmung, Der Wirkstoff senkt auch das Sterberisiko deutlich.

Eine am Montreal Heart Institute (MHI) durchgeführte Studie (COLCORONA an 4.480 Patienten weltweit) zeigte bei nicht hospitalisierten Covid-19-Patienten, dass die orale Gabe des aus der Pflanze Herbstzeitlose gewonnene Wirkstoffs Colchizin das Sterberisiko PCR-positiver Covid-19-Patienten um 44 %, die Notwendigkeit der Hospitalisierung um 25% und das der mechanischen Beatmung um 50% senkt. Colchizin wurde bereits im alten Ägypten bei Gicht als Medikament angewandt und wird heute noch bei einigen entzündlichen Erkrankungen ärztlich verordnet.
Der Leiter der COLCORONA-Studie, Dr. Jean-Claude Tardif, Director des MHI Research Center und Professor an der Universität Montréal betonte in einer Presseerklärung, dass das oral verabreichte Colchizin als erstes oral anzuwendendes Medikament eine erfolgreiche Behandlung von Covid-19 ermöglicht. Colchizin rettet das Leben von Covid-19-Patientern dadurch, dass es offenbar das Risiko der  lebensbedrohlichen "Zytokin-Stürme" signifikant vermindert.

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Quelle:COLCOROMA Website, Presseerklärung 23.1.2021

 

 

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Quelle: WIKIPEDIA

 

 

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Quelle: Presseerklärung CGI Deutschland24.3.2020

 

 


Covid-19: wann kehrt der gestörte Geruchssinn zurück?

Das Wissenschaftsmagazin Nature erklärt, was man derzeit über das Leit-Symptom Verlust des Geruchssinns weiss.

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Quelle: Spektrum, 22.1.2021, Übersetzung eines nature-Artikels


Unkonventioneller Covid-19-Therapieversuch mit Rheumamittel  ist gescheitert

Studie wurde von der zuständigen Ethik-Kommission aufgrund eines im Vergleich zur Kontrollgruppe (Standardstherapie ohne  Tocilizumab oder Sarilumab ) erhöhten Sterberisikos  abgebrochen.

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Quelle: British Medical Journal, 22.1.2021

 

 


Arthritis-Medikamente Tocilizumab und Sarilumab erhöhen  bei Covid-19 die Überlebenschancen und verkürzen die Zeitspanne der erforderlichen Beatmung

Im Fachblatt British Medical Journal wurden  die Ergebnisse der REMAP-CAP-Studie vorgestellt die besagen, dass die Covid-19-Therapie mit den Interleukin 6 Rezeptor-Antagonisten Tocilizumab oder Sarilumab die Sterblichkeit von Covid-19 um absolute 8,5%  senkt.  Die Therapie verkürzte auch die Zeit der erforderlichen mechanischen Beatmung.

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Quelle: British Medical Journal,,  8.1.2021


Erfolgreiche Covid-19-Prophylaxe durch das Tragen von Mund-Nasenmasken

Im Fachblatt American Journal of Infection Control wurde eine Metastudie veröffentlicht, in der die Daten von sechs in vier Ländern durchgeführten wissenschaftlichen Studien ausgewertet wurden. Es zeigte sich, dass durch das tragen von medizinischen Masken bis zu 70% von Covid-19-Erkrankungen verhindert werden konnten.

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Quelle:American Journal of Infection Control, 19.12.2020

Automatischer Covid-19-Antigen-Test hat eine Zuverlässigkeit von 100%

Im Fachblatt Journal of Clinical Medicin wurden bei symptomatischen und asymptomatischen Covid-19-Patienten (PCR bestätigt) vier serologische Antigen-Nachweis-Schnell-Tests von biotical, Panbio, Healgen und Roche analysiert. Es ergab sich eine Sensitivität von 93.1% bis 96.6%. Nur bei dem automatisch durchgeführten VITROS Antigen-Assay konnte eine 100%ige Sensitivität und Spezifität nachgewiesen werden. Eine breite Anwendung dieses Testverfahrens würde die Identifikation von SarsCoV-2-Infizierten schneller, leichter durchzuführen und preisgünstiger machen. Der VITROS-Test wurde im August 2020 im Auftrag des National Institut of Health validiert

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Quelle:Journal of Clinical Medicin, 13.1.2021

 

 

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Quelle:Am J Clin Pathol. 2020 Aug 31


Für diagnostische PCR-Tests auf Sars-CoV-2 sind Speichelproben den üblichen Nasen-Rachenabstrichen nicht unterlegen

Im Fachblatt Annals of Internal Medicine wurde nun eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse die Durchführung von PCR-Tests sehr vereinfachen wird.  Die Auswertung der vorhandenen Studien erbrachte den Beweis,  dass Speicheltests-was die Zuverlässigkeit angeht -den weltweit angewandten Nasen-Rachenabstrichen  nicht unterlegen sind.  Die preisgünstigen  Speicheltests können in Zukunft die aufwändigeren Nasen-Rachenabstriche völlig ersetzen.
Eine zweite im Fachblatt  JAMA Internal Medicine veröffentlichte Untersuchung kam zu identischen Ergebnissen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Annals of Internal Medicine,12.1.2021

 

 

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Quelle: JAMA Internal Medicine, 15.1.2021


Zwei von drei in Großbritannien tätige Ärztinnen und Ärzte leiden unter Depressionen und Angststörungen

Das Fachblatt British Medical Journal befragte 7.067 Ärztinnen und Ärzte über ihre psychische Gesundheit. Bei der Studie gaben 58% der Mediziner an, dass sie unter Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen leiden.
Nach den von ihnen vermuteten vermuteten Ursachen gefragt gaben sie an, dass sie aufgrund der unzulänglichen Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems fürchten, ihren Patienten  keine angemessene medizinische Versorgung bieten zu können.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: British Medical Journal, 5.1.2021

Der Covid-Impstoff des US-Unternehmens Moderna soll in den nächsten Tagen in der EU zugelassen werden

Wird der lähmende Impfstoffengpass nun beseitigt? Der Moderna-Impfstoff ist unkomplizierter als der derzeit in Deutschland verwendete Biontech/Pfizer-Impfstoff zu transportieren und zu lagern,  da er nicht bei Minus 70 Grade tiefgefroren aufbewahrt  werden muß.   Die in den nächsten Tagen erwartete Entscheidung der EU-Arzneimittelbehörde ENA und der EU-Kommission könnte dabei helfen, die verfahrene Impfstoffsituation endlich zu entspannen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Spiegel online,6.1.2021


Die Kombination von zwei serologischen Covid-19-Antikörpertests erhöht die Diagnose-Sicherheit

Bisher war die Sensitivität der bei der Covid-19-Diagnostik zum Nachweis von IgM und IgG Sars-CoV-2-Antikörpern eingesetzten Lateralflow Covid-19-Antigen-Tests unbefriedigend niedrig.
Doch jetzt zeigte eine unter Einschluss von 195 symptomatischen Patienten bei Verdacht auf Covid-19 durchgeführte serologische Untersuchung, dass sich die Sensitivität der IgM und IgG Antikörper-Tests durch die kombinierte Anwendung von zwei unterschiedlichen Test-Kits auf 87,7% steigern liess. Verwendet wurden die Lateral Flow Immunoassay Test-Kits Healgen Scientific , bzw. Raybiotech Test-Kits.

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Quelle:Front Cell Infect Microbiol, 2020 Oct 21
 

Therapiedurchbruch bei Covid-19? 
Antiparasitikum Ivermectin überzeugt in allen bisher durchgeführten zahlreichen Studien

Alle bisher durchgeführte Studien, die im Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen und Covid-19 die Wirksamkeit des seit Jahrzehnten weltweit angewandten Antiparasitikums Ivermectin untersuchten, kamen zu sehr positiven Ergebnissen. Wann wird das preisgünstige und nebenwirkungsarme Medikament routinemäßig angewandt?

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Website c19ivermectin.com/2.12.2020


Verdachtsdiagnose Covid-19:  eine Computertomografie (CT) ist der üblichen Standard Thorax-Röntgenaufnahme überlegen

In einer wissenschaftlichen Studie wurde die diagnostische Aussagekraft zweier bildgebender Verfahren bei der Verdachtsdiagnose Covid-19 miteinander verglichen. An der im Fachblatt BMJ Open veröffentlichten Studie nahmen 1.198 Personen mit positivem PCR-Test auf SARS-CoV-2 teil. Es zeigte sich, dass die diagnostische Aussagekraft einer Computertomografie (CT) des Brustbereichs (Thorax) den üblichen Thorax-Röntgenuntersuchungen um rund  30% besser war. Die Autoren der Untersuchung empfehlen daher eine Thorax-CT,  wenn es in der Klinik auf schnelle,  ausreichend zuverlässige Entscheidungen ankommt.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:BMJ Open, 2.12.20

 

 





Dritter Corona-Impfstoff soll bis zu 90 Prozent wirksam sein

Nach Biontech/Pfizer und Moderna meldet nun ein weiteres Pharma-Unternehmen (AstraZeneca und Universität Oxford) vorläufige Ergebnisse ihrer Phase III Coronavirus-Impfstoffstudien. Dieser Corona-Impfstoff ist leicht zu managen: er kann in einem normalen Kühlschank transportiert und aufbewahrt werden und benötigt daher keine aufwändige und teure Spezial-Tiefkühlkette. Ausserdem soll er viel preisgünstiger (nur 2-3 US-Dollar je Impfdosis) abgegeben werden als die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.
Doch viele Experten kritisieren die vorgelegten Studienergebnisse, die aus zwei unterschiedlichen Studien stammen.  Ausserdem kritisieren sie, dass Astra Zeneca in den Studien kaum ältere Menschen geimpft hat, obgleich diese die Hauptrisikogruppe darstellen. Offenbar ist die wissenschaftliche Basis der vorgelegten Daten insgesamt sehr kritikwürdig. Es ist möglich, dass dieser umstrittene Impfstoff in den USA keine Notfallzulassung erhalten wird.

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Quelle: Spiegel online, 23.11.20

 

 

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Quelle: Science, 23.11.20

 

 

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Quelle: WIRED, 25.11.20





Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilt Regeneron eine Notfall-Zulassung

Die US-Arzneimittel-Behörde FDA (Federal Drug Administration) erteilte heute die Notfallzulassung für Regeneron - eine Antikörpertherapie von Covid-19, die Präsident Trump bei seiner Covid-19-Erkrankung erhalten hatte.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: New York Times, 22.11.20

 

 


Kostenloser Fortschritt: App soll eine Covid-19-Diagnose durch die Ton- Analyse eines forcierten Hustens  stellen können

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz  (KI) haben Forscher des angesehenen Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine innovative Software (Covid-19 Cough-Test) entwickelt, deren Algorithmus mit Hilfe der Tonaufnahme eines forcierten Hustens mit hoher Sicherheit eine Covid-19-Erkrankung erkennen kann.
Eine für Smartphones geeignete App, die die kostenlose Massen-Anwendung der Tests ermöglichen soll, ist in der Entwicklungt. Erste Versuche mit 5.320 Patienten, bei denen ein positiver Corona-PCR-Test vorlag,  haben gezeigt, dasss die auf dem Prinzip künstlicher Intelligenz basierende Analysesoftware 97,1% der positiv getesteten Studienteilnehmer identifizieren konnte (bei einer Sensitivität von 98,5% und eine Spezifität von 94,2%). Bei asymptomatischen Versuchsteilnehmern lag die Erkennungsrate bei 100%.

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Quelle:  Spiegel online, 20.11.20
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Quelle: Engeneering in Medicine and Biology



Dänemark meldet neueste Studienergebnisse zur Effizienz von Gesichts-Schutzmasken

In Dänemarkt wurde eine große, zufallsgesteuerte Studie ((DANMASK-19 [Danish Study to Assess Face Masks for the Protection Against COVID-19 Infection]). (ClinicalTrials.gov: NCT04337541)) durchgeführt, deren Ergebnisse nun im Fachblatt Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurden. An der Studie nahmen 3.030 Menschen teil, die ausserhalb der Wohnung eine hochwertige Schutzmaske trugen - in der Kontrollgruppe waren 2.994 Menschen, die keine Maske trugen.
Am Ende der Studie wurde bei 42 Maskenträgern (1.8%) durch Antikörper-Test eine SARS-CoV-2-Infektion  nachgewiesen. In der Kontrollgruppe waren es 53 (2.1%). Die Forscher kamen zu dem Fazit, dass die Masken unter den bestehenden Rahmenbedingungen - es gab keine allgmeine Maskenpflicht und Masken wurden daher auch selten getragen - die Maskenträger nicht effektiv schützen konnten.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Annals of Internal Medicine, 18.11.2020


Maskenpflicht bleibt  in vielen Ländern ohne die erhoffte Wirkung

US-Forscher Yinon Weiss veröffentlicht auf Twitter zahlreiche Studienergebnisse, die übereinstimmend zeigen, dass sich die Maskenpflicht in vielen sehr unterschiedlichen Ländern nicht positiv auf die Zahl der an die Behörden gemeldeten SARS-CoV-2-Infektionen ausgewirkt hat.

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Quelle:US researcher Yinon Weiss auf Twitter


Kann der Parasiten-Killer Ivermectin erfolgreich gegen Covid-19 eingesetzt werden?

Der Wirkstoff Ivermectin ist zur Behandlung von Krätze und anderen Infektionen mit Parasiten wie Fadenwürmern, Läusen oder Milben zugelassen. Das Medikament ist ein sehr junger Wirkstoff aus der Gruppe der Antiparasitika.  Es hat sich gezeigt, dass Ivermectin gegen die unterschiedlichsten Bakterien sowie auch Viren hilft.
Chemisch zählt die Substanz zu den Avermectinen. Sie beeinträchtigt die Beweglichkeit der Parasiten, lähmt und führt letztendlich zum Tod von Fadenwürmern oder Krätzmilben. Die Lähmung beruft auf einer Aktivierung von Chloridkanälen in Nerven- und Muskelzellen. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Studien abgesclossen, die ausnahmslos eine positive Wirkung von Ivermectin bei der Vorbeugung und Therapie von Covid-19 bewiesen haben.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:Drug Res (Stuttg). 2020 Aug;70(8):337-340.doi: 10.1055/a-1185-8913. Epub 2020 Jun 19.

 

 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: https://c19ivermectin.com/

 

 


Hilft Hustensaft tatsächlich gegen Covid-19 ?

Die Suche nach einem wirksamen Medikament gegen Covid-19 nimmt immer erstaunlichere Formen an. Jetzt hat eine Forschergruppe in Tabriz, Nord-West Iran den preisgünstigen Wirkstoff Bromhexin untersucht, das aus der Familie der schleimlösenden Medikamente stammt und auch in Deutschland in Hustensäften,  beispielsweise unter dem Namen Bisolvon (Boehringer Ingelheim),  enthalten ist.
Die Forscher verordneten 39 Covid-19 Patienten Bromhexin.

 Es zeigte sich, dass die Mitglieder der  Bromhexin-Gruppe seltener als die Mitglieder der gleichgroßen Kontrollgruppe intensivmedizinisch behandelt werden (2 von 39 vs. 11 von 39),   bzw. intubiert werden mussten (1 von 39 vs. 9 von 39). Kein Patient der Bromhexin-Gruppe verstarb (0 vs. 5).
Die Forscher kamen daher zu dem Fazit, dass die frühe zusätzliche Gabe des preisgünstigen Bromhexin (3x täglich oral)  einen vielversprechender Therapieversuch darstellt, der dringend in größeren Studien erforscht werden sollte.

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Quelle: Bioimpacts, Trial Registration:  IRCT202003117046797N4; https://irct.ir/trial/46969. ,Oktober 2020

 

 

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Quelle: WIKIPEDIA

 

 


Nach einer SARS-CoV-2-Infektion sorgen die T-Immunzellen  mindestens 6 Monate  lang zuverlässig für eine starke zelluläre Immunantwort

Eine im British Medical Journal veröffentlichte wissenschafliche Studie, an der 100 Patienten mit positiven PCR-Test,  teilgenommen hatten, zeigte sich, dass alle Patienten nach sechs Monaten eine deutliche T-Zell-Immunantwort entwickelt hatten. Ausserdem fanden die Forscher heraus, dass die Reaktion der T-Immunzellen bei jenen Studienteilnehmern um rund 50% größer war,  die nach der Infektion Covid-19-Symptome entwickelt hatten.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:BMJ 2020; 371 doi:

 

Grippe-Schutzimpfung ist möglicherweise in diesem Jahr so wichtig wie noch nie zuvor - doch senkt sie auch das Covid-19-Risiko?

Eine Schutzimpfung gegen Covid-19 gibt es bisher nicht, an Vakzinen gegen Sars-CoV-2 forschen Teams weltweit noch intensiv. Gegen Grippe aber können sich viele impfen lassen und so das Gesundheitssystem entlasten. Außerdem, darauf deutet nun eine neue Preprint-Studie hin, könnte die Grippeimpfung das Risiko für Covid-19 senken. Da es sich um einen Vorabdruck handelt, ist die Untersuchung allerdings noch nicht von Fachkolleginnen und -kollegen begutachtet.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Spektrum, 2.11.20

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle:medRxiv,1.11.2020

 

Die Schweiz weist seit 25 Wochen eine relative Untersterblichkeit auf

Der Grund dafür ist das sehr hohe Alter der Corona-Todesfälle (Median 84 Jahre). Die kumulierte Übersterblichkeit lag bis Mitte Oktober wieder bei null und damit unter den meisten Grippewellen der letzten zehn Jahre.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: swpr.org, 29.10.20


Eine Hormon-Ersatztherapie nach den Wechseljahren kann das Brustkrebsrisiko unter bestimmten Umständen erhöhen.

Die Hormonersatztherapie (HET) nach den Wechseljahren ist umstritten, da die verwendeten Sexualhormone in Verdacht stehen, lebensbedrohliche Nebenwirkungern zu haben. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Brustkrebs war in einigen Studien erhöht.
Jetzt wurde im British Medical Journal eine Studie veröffentlicht, die die Daten von  98 611 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren auswertete. In der Kontrollgruppe waren 457 498 Frauen.
Es zeigte sich, dass das Brustkrebsrisiiko bei einer Therapiedauer von mehr als 5 Jahren nahezu verdoppelt war. Auch die Nutzung von Östrogen/Gestagen-Kombinationspräparaten wird für die Risiko-Erhöhungen verantwortlich gemacht.  Wahrscheinlich, so die Forscher,  ist das Brustkrebs-Risiko bei einer Therapiedauer von weniger als 5 Jahren nicht erhöht - unabhängig von den bei der Behandlung verwendeten Hormonen.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Britsh Medical Journal, 28.10.2020


COVID-19-Krise: Falsch-Positiv-Rate der PCR-Tests als Problem

Qualitätsmängel, Geheimniskrämerei und falsch-positive-PCR-Tests schädigen das Vertrauen in die Covid-19-Diagnostik.
Weltweit wird in der Diagnostik von SARS-CoV-2-Infektionen eine unüberschaubare Zahl hastig entwickelter, nicht wie üblich evaluierter PCR-Tests eingesetzt. Kommerzielle Interessen machen eine Validierung dieser Tests unmöglich, da die Hersteller nicht einmal Aufsichtsbehörden über die Details ihrer Produkte informieren. 
Die für die Qualitätsüberprüfung benötigten wissenschaftlichen Daten werden als Geschäftsgeheimnisse eingestuft und der besorgten Öffentlichkeit vorenthalten. 

Daher fordern prominente Virologen wie Professor Streeck, Universität Bonn, dass das Infektionsgeschehen in Zukunft nicht ausschliesslich aufgrund der an das RKI gemeldeten Infektionszahlen beurteilt werden sollte. Tatsächliche Erkrankungszahlen, Arztkontakte, Klinikeinweisungen, Belegung der Intensivstationen  und durch Obduktion bestätigte Covid-19-Sterbezahlen müssen nach Meinung kritischer Experten unbedingt in die politischen Überlegungen eingebettet werden.

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Quelle:Dtsch Arztebl 2020; 117(18),  Prof. em. Dr. rer. nat. Dr. med. Dipl. math. Clemens F. Hess, Göttingen

 

 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Experimental & Molecular Medicine volume 52, pages963–977(2020)

 

US-Experten empfehlen einen um fünf Jahre vorgezogenen Start der Screeningprogramme für Darmkrebs - dann auf 45Jahre

Die unabhängige Ärztevereinigung The U.S. Preventive Services Task Force, fordert in Zuunft den Beginn von Darmkrebs-Screening-Programmen von 50 Jahren auf 45 Jahre vorzuverlegen. Damit wollen sie auf die zunehmende Zahl jüngerer Krebspatienten reagieren.
In Deutschland sind ca. 230.000 Frauen und 253.000 Männer an Darmkrebs erkrankt. 25.999 Todesfälle werden pro Jahr in Deutschland verzeichnet. Zur Früherkennung von Darmkrebs kann im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich und ab 55 Jahren alle zwei Jahre ein immunologischer Test auf verstecktes Blut im Stuhl durchgeführt werden. Ab 50 Jahren (Männer), bzw. 55 Jahren (Frauen) sieht das gesetzliche Früherkennungsprogramm eine Darmspiegelung (Koloskopie) vor.

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Quelle:StatNews, 28.10.20

 

 

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Quelle: Medtronic


Eine wissenschaftlich gut abgesicherte Covid-19-Dreifach-Therapie verkürzt die Krankheitsdauer und senkt möglicherweise auch das Sterberisiko

Das derzeit beste dreifach-Therapie-Schema sieht laut einer Publikation im renommierten Fachblatt Drugs so aus: zu Beginn der Covid-19-Erkrankung  Remdesivir 100mg/Tag (Veklury®)- am ersten Tag 200mg, in Kombination mit Dexamethason 6mg/Tag -zuzüglich dem Reumamedikament Baricitinib 4 mg/day
(Oluminant®) im Handel. Die Effizienz des Medikaments Anakinra wird derzeit im Zuge zufallsgesteuerter wissenschaftlicher Studien erforscht. Durch die Kombination von Remdesivir und Baricitinib soll sich angeblich das Covid-19-Sterberisiko um 35% senken lassen und die Zeitspanne bis zur Besserung von Covid-19 um geschätzt 8 Tage verkürzen.  Doch kleine Patientenzahlen und kurze Studiendauer geben Anlass zu Skepsis und die Zukunft wird zeigen, wie Effizient diese Therapie tatsächlich ist.

mehr lesen ((in englischer   Sprache)
Quelle: Drugs, 2020 Oct 17;

 

 

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Quelle: Spektrum, 16.10.20


WHO-Studie widerspricht dem RKI:  Covid-19 hat wahrscheinlich ein niedrigeres Sterberisiko  als bisher angenommen - ähnlich dem langjährigen Durchschnittt (Deutschland) der saisonalen viralen Atemwegserkrankungen

Das renommierte  Bulletin of the World Health Organization  veröffentlichte aktuelle Zahlen zum weltweiten COVID-19-Sterberisiko (IFR= infection fatality rate)Der weltweit meistzitierte Epidemiologe, Professor Dr. John P.A. Ioannides von der Stanford Universität. USA, hat im Bulletin of the World Health Organization  die aktuellen Zahlen zum Sterberisiko der  COVID-19-Erkrankung (infection fatality rate) veröffentlicht.
Ausgewertet wurden  61 Antikörper-Studien und einige nationale Schätzungen zu Covid-19. Die Sterberate liegt im Durchschnitt  (an 51 Forschungsstandorten ) bei bereinigten  0.23% (Schwankung zwischen 0.09% und  0.57%.
Damit lag die infection fatality rate deutlich unter den früheren Schätzungen (z.B. Januar 2020 China 3,4%).  Da wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen infiziert sind als positive Tests an die Behörden gemeldet wurden, ist die tatsächliche infection fatality rate wahrscheinlich viel niedriger als 0.23%.
Die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen können zur Einordnung dieser Prozentzahl herangezogen werden. 
Wie das Deutsche Ärzteblatt schrieb, geht das RKI  im Zusammenhang mit den über viele Jahre zusammengetragenen Sterbedaten der saisonalen viralen Atemwegserkrankungen, sog. "Virusgrippe" (Erreger z.B.  Influenza-, Corona-, Rhino- und andere Atemwegsviren),   von einem durchschnittlichen Sterberisiko von 0.1 bis 0,2% aus und schätzte im Frühjahr 2020 das SARS-CoV-2-Sterberisiko, abweichend zu den neu veröffentlichten WHO-Daten,  pessimistisch etwa zehnmal höher ein.

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Quelle: Bulletin of the World Health Organization , 14.10.2020

 

 

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Quelle: Deutsches Ärzteblatt zu RKI Daten, 27.2.2020

 

 


Malaria ist nach wie vor der große Killer und tötet weltweit Jahr für Jahr   hunderttausende von Menschen. Ein neues und extrem preiswertes Schnelldiagnose-Kit wird die Bekämpfung der Krankheit schon bald revolutionieren. Das Testprinzip eignet sich auch für Covid-19.

In vielen Ländern der Dritten Welt ist die Malaria eine Volkskrankheit, an der Jahr für Jahr mehrere hundert Millionen Menschen erkranken - in 2017 starben nach WHO-Angaben 435.000 Patienten an Malaria.
Wichtig ist die frühe Diagnose - doch dies ist in armen Ländern oft nicht möglich. Jetzt haben Forscher an der Rice Universität , Houston,Texas,USA, ein Haut-Pflaster entwickelt und vorgestellt, das an der Unterseite mit winzigen Mikro-Hohlnadeln versehen ist. Auf der Haut befestigt, kann es innerhalb von 20 Minuten mit Hilfe eines im Pflaster enthaltenen Eiweiss-Bio-Markers,   durch Kontakt mit der Gewebeflüssigkeit der Unterhaut, eine zuverlässige Malaria-Diagnose stellen. Die Forscher teilten in einer Presseerklärung mit, dass das Diagnose-Pflaster billig herzustellen ist und bei Massenproduktion für 1US$ abgegeben werden könnte. Diese diagnostische Methode kann auch bei anderen infektiösen Krankheiten zum Einsatz kommen, wenn für diese Biomarker bekannt sind. Das gilt auch für Covid 19.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Nature, 6.11.20

 

 

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Quelle: Medgadget, 6.11.20

 

 

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Quelle: Tropeninstitut,23.11.18


Gefährden Covid-19-Schnelltests die Seuchenbekämpfung?

Die Bekämpfung von Covid-10 basiert auf der zuverlässigen Sammlung möglichst aussagekräftiger Datensätze. Diese Datensammlung und die schnelle und zuverlässige Meldung an die zuständigen Behörden bricht zusammen, wenn in Zukunft massenhaft und einfach vor Ort durchzuführende Covid-19-Schnelltests zum Einsatz kommen -  oder zu Hause durchzuführende Schnell-Tests eine weite Verbreitung finden sollten. Die Zulassung derartiger Tests sollte daher mit strikten Meldepflichten verbunden werden.

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Quelle:STAT News, 5.11.2020

 

"Long-Covid" betrifft nur relativ wenige Covid-19 Patienten

Berichte über langanhaltende Folgen einer Covid-19 Erkrankung nehmen zu. Jetzt wurde auf dem Preprint Server MedRxiv eine Studie (COVID Symptom Study app. 558) veröffentlicht an der 4.182 Patienten teilnahmen, die im Rahmen der  COVID Symptom Study app. 558  ihre Krankheitszeichen über ihr Smartphone an die Forscher meldeten.
13.3% der Studienteilnehmer gaben Symptome an, die länger als 28 Tage anhielten. Bei 4.5% waren es mehr als 8 Wochen an und 2.3% litten klagten länger als 12 Wochen unter Gesundheitsstörungen.
Die Patienten klagten hauptsächlich über Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Atemnot und ein eingeschränktes Riechvermögen.

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Quelle:MedRxiv, Oktober 2020


Das renommierte  Bulletin of the World Health Organization  veröffentlichte aktuelle Zahlen zum weltweiten COVID-19-Sterberisiko (infection fatality rate)

Der weltweit meistzitierte Epidemiologe, Professor John P.A. Ioannides von der Stanford Universität. USA, hat im Bulletin of the World Health Organization  die aktuellen Zahlen zum Sterberisiko der  COVID-19-Erkrankung (infection fatality rate) veröffentlicht.
Ausgewertet wurden  61 Studien und 8 nationale Schätzungen zu Covid-19. Die Sterberate liegt im Durchschnitt  (an 51 Forschungsstandorten ) bei 0.23% (Schwankung zwischen 0.09% und  0.57%. Damit lag die infection fatality rate deutlich unter den früheren Schätzungen (z.B. Januar 2020 China 3,4%).  Da wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen infiziert sind als positive Tests an die Behörden gemeldet wurden, ist die tatsächliche infection fatality rate wahrscheinlich niedriger als 0.23%.
Die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen können zur Einordnung dieser infection fatality rate herangezogen werden.  Wie das Deutsche Ärzteblatt schrieb, geht das RKI  im Zusammenhang mit den über viele Jahre zusammengetragenen Sterbedaten der saisonalen viralen Atemwegserkrankungen, sog. "Virusgrippe" (Erreger z.B.  Influenza-, Corona-, Rhino- und andere Atemwegsviren),   von einem durchschnittlichen Sterberisiko von 0.1 bis 0,2% aus und schätzte im Frhjahr 2020  das SARS-CoV-2-Sterberisiko, abweichend zu den neu veröffentlichten WHO-Daten,  etwa zehnmal höher ein.

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: Bulletin of the World Health Organization , 14.10.2020

 

 

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Quelle: Deutsches Ärzteblatt zu RKI Daten , 27.2.2020

 

 


Blinddarmentzündung (Appendizitis): eine Antibiotikatherapie ist der weltweit millionenfach durchgeführten OP nicht signifikant unterlegen

Viele Ärzte empfehlen die Gabe von Antibiotika, um die sehr häufig durchgeführte Blinddarm-OP (Appendektomie) zu vermeiden. Doch ist dies nicht zu gefährlich? Um diese Frage zu beantworten, führte eine Ärztegruppe eine zufallsgesteuerte, nicht verblindete Studie durch.
Im Verlauf der Untersuchung erhielten  776 Erkrankte über 10 Tage ein Antibiotikum und 776 Patienten der Kontrollgruppe wurden operiert. In 96% der Fälle minimalinvasiv  - also ohne Öffnung der Bauchhöhle. 46% der zur Antibiotikagruppe gehörenden Patienten wurden ambulant behandelt. Jeder dritte der medikamentös behandelten Patienten unterzog sich dann doch innerhalb von 30 Tagen einer Appendektomie.  Diese Patienten hatten meist in ihrem Blinddarm einen Kotstein (appendicolith) der Beschwerden verursachte und zu einer OP führte.
Ernste Komplikationen waren selten und wurden in beiden Therapiegruppen in etwa gleich oft beobachtet. Die Endauswertung zeigte nach Meinung der Forscher, dass beide Therapiemethoden in etwa gleichwertig waren. 

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Quelle:  New England Journal of Medicine,  2020 Oct 5

 

Nur wenige gegen SARS-CoV-2 gerichtete medikamentöse Therapien haben ihre Wirksamkeit wissenschaftlich halbwegs zuverläsig bewiesen

Eine Forschergruppe hat die Ergebnisse von 15 wissenschaftliche Studien ausgewertet von denen 14 zufallsgesteuertt konzipiert waren. Es zeigte sich, dass es noch keine rundum überzeugende Therapie gibt.
Bewiesen ist lediglich, dass Remdesivir bei leichten und mittelgradigen Erkrankungen die Therapiedauer leicht verkürzt. Eine Dreifach-Therapie bestehend aus Lopinavir-Ritonavir, Ribavirin und Interferon beta-1b entfaltet bei leichten bis mittelgradigen Covid-19-Erkrankungen eine Wirkung. Bei Schwerkranken,  die mechanisch beatmet werden senkt Dexamethason die Sterblichkeit.
Das ist alles,  was derzeit Studien mit mittelgradiger Qualität nachweisen konnten.

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Quelle: Am J Emerg Med. 2020 Sep 1


 Corona-Krise: Das Virostatikum Remdesivir senkt  bei Covid-19 das Sterberisiko nicht signifikant

Das antiviral wirkende Medikament verkürzt bei Covid-19 die Behandlungszeit um 5 Tage. Wie die Studie WHO Solidarity Trial zeigt, vermindert das Medikament  aber unter den am schwersten Betroffenen Todesfälle offensichtlich nicht.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle: Spektrum, 17.10.20

 

 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: New England Journal of Medicine, 8.10.2020

 

 

mehr lesen (in englischer   Sprache)
Quelle: medRixiv, 15.10.20,  WHO Solidarity Trial Consortium,


Menschen die adipös (fettsüchtig, BMI 30 oder höher) sind, haben im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen ein deutlich erhöhtes Risiko an Covid-19 zu erkranken, auf eine Intensivstation eingewiesen und dort beatmet zu werden  -  und auch an der Krankheit zu sterben.

Bei Covid-19 erweist sich die bisher wenig beachtete Adipositas (krankhafte Fettsucht, BMI 30 und höher) als ähnlich wichtiger Risikofaktor wie Bluthochdruck und Diabetes.
Der Ernährungsexperte Professor Dr. Barry Popkin, PhD,















Werbung im Info-Netzwerk Medizin 2000

Nachfolgend haben im Gesundheitswesen tätige Personen, Organisationen und  Unternehmen die Möglichkeit,  über ihre besonderen Kompetenzgebiete, Produkte und Dienstleistungen zu informieren , bzw. für diese zu werben.  


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Weltweit helfen viele ehrenamtlich tätige Idealisten mit Hilfe der kostenlosen Smartphone-App Be My Eyes sehbehinderten, bzw. blinden Menschen - innerhalb weniger Sekunden und in über hundert Sprachen - die Tücken des Alltags besser zu meistern.

mehr lesen (WIKIPEDIA in deutscher  Sprache)
zum Download und zur Anmeldung (App-Website in englischer  Sprache)





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Was Sie schon immer über die Antibabypille wissen wollten

Das Angebot an oralen Kontrazeptiva (die "Pille") ist groß. Jede Frau hat daher die Möglichkeit,  sich die zu ihrer Lebenssituation passende Antibabypille verordnen zu lassen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Info-Netzwerk Medizin 2000-de, www.antibabypille.info, 2025



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Nicht invasive Analysen der Ausatemluft helfen bei der Diagnostik und dem Therapie-Management von Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD.
 
Das Medizintechnik-Unternehmen Specialmed hat sich auf Atemgas-Analysen spezialisiert und bietet Therapeuten und betroffenen Patienten  kleine, leicht zu bedienende   Atemgas-Analyse-Geräte an.

Schwerpunkte der  Anwendung sind der zum Management einer Asthma- und COPD-Therapie geeignete FeNO-Atemtest - und der  H2-Atemtest der eine schnelle und unkomplizierte  Diagnose einer Laktose-Unverträglichkeit dient.

Nützlich ist auch der ToxCO-II- Atemtest,
da er die  Erkennung von leicht zu übersehenen, lebensbedrohlichen  Kohlenmonoxid-Vergiftungen ermöglicht.
Dieser Test unterstützt auch die Rauchenentwöhnung und senkt bei Ex-Rauchern das ständig vorhandene Rückfall-Risiko.

Wichtige Info-Links:

Website Specialmed

Atemgas Analysen

Atemgas Analyse Geräte

Nobreath für den FeNo-Atemtest


Gastrolyzer für den H2 Atemtest


Smokerlyser u.a. für die Raucherentwöhnung






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Es gibt keine allgemein wissenschaftlich anerkannten Regeln welche Lebensmittel in welcher Kombination, bzw. Menge gesund sind - und welche nicht.
Man kann den Eindruck gewinnen, dass jeder "Experte" eine individuell unterschiedliche Auffassung von bestimmten Themen hat . Die wissenschaftlichen Erkenntnisse widersprechen einander und die Ansichten variieren erheblich.   Auf der Website www.medizin-2000.de/gesunde-ernaehrung versuchen wir unsere Besucher durch unvoreingenommene Informationen in die Lage zu versetzen,  sich trotz des vorherrschenden Datenchaos ein praxistaugliches eigenes Urteil zu bilden.

 

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Immer mehr im Gesundheitsssektor engagierte Unternehmen haben die Marktlücke "Kater nach Alkoholexzess" entdeckt und vermarkten Produkte, die angeblich den Kater verhindern sollen.
Am bekanntesten ist das Produkt
Myrkl des schwedischen Probiotika-Herstellers
De Faire Medical.
Myrkl  ist ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel, das die generische Wirksubstanz AB001  enthält, die nach Angabe des Herstellers dafür sorgt,  dass der im Blut gelöste Alkohol bereits im Darm  durch Aufspaltung in seine Bestandteile "entschärft" wird - also bevor er die sensiblen Leberzellen erreichen und schädigen kann - und bevor die natürlichen Spaltprodukte einen mit Kopfschmerzen und Übelkeit bzw. Sodbrennen  verbundenen "Alkohol-Kater" auslösen können.






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Die angeblich weite Verbreitung von Penicillin-Allergien, behindert die medikamentöse Behandlung von bakteriell bedingten Infektionen. Die vom Patienten erinnerte Diagnose wird selten überprüft und ist oft  (bis zu 90%?)   falsch.  Sie führt zum unnötigen Einsatz von teuren Reserve-Antibiotika und fördert die Entwicklung weiterer Antibiotika-Resistenzen. 
Preisgünstiges Penicillin könnte nach erfolgtem Test, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen, verordnet werden. Die häufige Fehldiagnose  "Penicillin-Allergie" führt zum unnötigen, kontraproduktiven Einsatz teurer Reserve-Antibiotika. Auf der Website www.allergietherapie.de/penicillinallergie können sich Betroffene weiter informieren.






















 

Ein Mausklick ruft dann die gewünschte
Website auf.


WERBUNG INFO-NETZWERK MEDIZIN 2000

Personen und  Unternehmen können hier  über ihre Meinungen zu gesundheitspolitischen Themen, über besondere medizinische Kompetenzgebiete, sowie angebotene  Produkte, bzw. Dienstleistungen informieren und für diese werben.
aktualisiert 10.1.2026



Bio-Nutzhanf-Produkte sollen bei Mensch und Tier bei unkomplizierten Gesundheitsstörungen die Abwehrkräfte des eigenen Körpers unterstützen.

Innovative Unternehmen stellen in Kooperation mit  engagierten  Landwirten Bio-Cannabis-Produkte
her, die ausschließlich aus streng kontrolliertem,  EU-zertifiziertem Bio-Saatgut gezogen werden.

Diese  naturbelassenen Cannabis-Pflanzen enthalten unter anderem  stoffwechsel- aber nicht psycho-aktive  Pflanzenbestandteile -  wie unter anderem Cannabidiol (CBD)und  Cannabigerol (CBG) oder auch das mittlerweile bei Erwachsenen unter Auflagen  zum Freizeit-Konsum freigegebene psychoaktive Tetrahydrocanabinol (THC).  Dieses ist in jeder Apotheke - auf normalem Rezept - auch als "Medizinalcannabis" erhältlich .





Weltweit helfen ehrenamtlich tätige Idealisten  mit Hilfe der  kostenlosen Smartphone- APP "Be My Eyes" sehbehinderten oder gar blinden Menschen Herausforderungen des Alltags besser bewältigen zu können.







Unternehmen haben mit dem populären Thema "Kater nach Alkoholexzess" eine Marktlücke entdeckt. und bieten zur Vorbeugung von Schwindel, Übelkeit und quälendem Kopfschmerz die  unterschiedlichsten, sehr unterschiedlich zusammen gesetzten  Wirkstoff-Kombinationen an.

Diese  Wirkstoff-Mixturen enthalten u.a. Enzyme, Proteine sowie Vitamine und Spurenelemente.  
Am bekanntesten ist das Nahrungsergänzungsmittel  Myrkl des schwedischen Probiotika-Herstellers De Faire Medical.

Myrkl
 ist ohne Rezept frei verkäuflich und enthält den bioaktiven Wirkstoff  AB001 der nach Herstellerangaben dafür sorgen soll, dass der im Blut transportierte Alkohol bereits im Darm  in seine Bestandteile "aufgespalten" wird. 




Atemgas-Analysen helfen bei der Diagnostik und dem Therapie-Management von weit verbreiteten -und auf lange Sicht - lebensbedrohlichen  Erkrankungen der Atemwege  - wie chronischer Bronchitis, Asthma.bronchiale  oder COPD.


Das angesehene Medizintechnik-Unternehmen Specialmed hat sich seit vielen Jahren auf diagnostisch wertvolle  Atemgas-Analysen 
spezialisiert und bietet Therapeuten und betroffenen Patienten  kleine und intuitiv zu bedienende
Atemgas-Analyse-Geräte  an.

Schwerpunkte der Anwendung sind der FeNO-Atemtest
zur Asthma-Diagnose und dem  Management der anspruchvollen medkamentösen Asthma-Therapie.

Sowie der H2 Atemtest, u.a. zur Diagnose einer oft erst spät  erkannten Laktose-Unverträglichkeit und der ToxCO-II Atemtest zur Erkennung von Kohlenmonoxid- Vergiftungen und auch zur Unterstützung einer Raucherentwöhnung.

Wichtige Links zu diesem Themenkomplex sind hier aufgelistet:

Website Specialmed

Atemgas Analysen

Nobreath für FeNo-Atemtest

Gastrolyzer für den H2 Atemtest  

Smokerlyser für die Raucherentwöhnung





Gefahr für werdendes Leben: wenn im Blut Schwangerer zu geringe Mengen des Schutz-Vitamins Folsäure enthalten sind,   können die Kinder mit lebensgefährlichen Missbildungen zur Welt kommen.


Ein Mangel am Vitamin Folsäure sollte daher unbedingt schon vor Beginn einer geplanten Schwangerschaft durch die vorbeugende Einnahme von in jeder Apotheke rezeptfrei als Nahrungsergänzungsmittel erhältlicher Folsäure-Tabletten beseitigt werden.



Anwendung von Thymus-Medikamenten im Rahmen der Alternativmedizin


Eine Behandlung mit  und die Herstellung von Thymus-Peptiden ist laut zahlreicher Gerichtsurteile weiter legal möglich -  solange die Medikamente nicht gespritzt werden.  

In den Apotheken rezeptfrei erhältliche Thymus-Homöopathika sind aber  in Form von auch bei Heilpraktikern beliebten Spritzenkuren ein für die begleitende Tumor-Therapie und für die Vorbeugung, bzw. Behandlung einer tumorunabhängigen Abwehrschwäche geeigneter Ersatz für die mittlerweile verbotenen Thymus-Peptid-Spritzen.